DE69500577T2 - Steckverbinder mit sekundärem Verriegelungsgitter für die Anschlusselemente - Google Patents
Steckverbinder mit sekundärem Verriegelungsgitter für die AnschlusselementeInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft elektrische Verbinder für die Verbindung mit einem komplementären Verbinder durch Stecken. Sie betrifft genauer die elektrischen Verbinder, die einen Isolierkörper mit rechteckförmigen Querschnitt aufweisen, der von wenigstens einer Reihe von Durchbrüchen durchsetzt ist, welche parallel zur Steckrichtung verlaufen und zur Aufnahme von Kontaktstiften dienen, und von dem wenigstens eine Seitenwand ausgespart ist, um bewegliche Zungen bzw. Unterbrecherkontakte zu bilden, deren Elastizität danach strebt, sie in einer Vorsprungsstellung im Inneren des Durchganges zu halten, in der sie die Stifte im Anschlag gegen einen Absatz zurückhalten, der zum hinteren, in den Durchgängen ausgesparten Teil gewendet ist.
- In den Miniaturverbindern, die immer mehr in der Elektronik und insbesondere im Automobilbereich verwendet werden, haben die Zungen eine sehr geringe Dicke und sind zerbrechlich. Sie laufen Gefahr, entweder durch Biegung oder durch Bruch die Kontakte entweichen zu lassen.
- Es wurden bereits Verbinder vorgeschlagen mit einem zusätzlichen Teil, häufig Gitter genannt, das den vorderen Endabschnitt des Körpers bedeckt und die Zungen daran hindert, sich zu verbiegen und die Kontakte freizugeben, wenn dieses Gitter angebracht ist. Das Gitter ist im allgemeinen so vorgesehen, daß es erst eingesetzt werden kann, wenn alle Stifte vollständig versenkt und verriegelt sind. Im gegenteiligen Fall schlägt das Gitter gegen die nach außen gebogenen Zungen an.
- Die Erfindung zielt insbesondere darauf ab, einen Verbinder bereitzustellen, der ein Gitter aufweist, das diese Funktionen auf einfache Weise erfüllt, und der darüber hinaus für eine Verriegelung sorgt, die man als "sekundär" bezeichnen kann und die sehr viel kraftvoller als die Verriegelung ist, die von den Zungen ausgeübt wird und die man als "primär" bezeichnen kann.
- Die Erfindung schlägt in Folge dessen einen Verbinder mit einem Gitter der hier oben definierten Art vor, der dadurch gekennzeichnet ist, daß das einstückige Verriegelungsgitter einen Boden, der dazu dient, gegen eine vordere Endfläche des Körpers zu drücken und mit Löchern in Ausrichtung mit den Durchbrüchen durchsetzt ist, zwei seitliche Beabstandungsflanken derart, daß sie die beiden Seitenwände des Körpers senkrecht zu der Reihe oder zu den Reihen einrahmen, und zwei seitliche Klappen aufweist, die am Boden durch nachgiebige Abschnitte verbunden sind, die dazu dienen, gegen die äußeren, zu der Reihe parallelen Seitenwände des Körpers zu drücken, wobei jede innere Endverlängerungen aufweist, die dazu dienen, durch Fenster des Körpers hindurchzuragen, um das Gitter zu halten und die Stifte einer Reihe zu blockieren, wobei die Klappen ebenfalls das Anheben der Zungen bzw. der Kontakte aus der Position verhindern, in der sie in die Durchbrüche vorspringen.
- Die obigen sowie weitere Einrichtungen werden beim Lesen der folgenden Beschreibung einer besonderen Ausführungsform der Erfindung besser deutlich, die beispielhaft und nicht einschränkend angegeben ist. Die Beschreibung bezieht sich auf die begleitenden Zeichnungen, in denen:
- - Die Figur 1 einen vollständigen Verbinder im Schnitt gemäß der Linie I-I die Figur 2 zeigt, wobei der Körper der Verbinders in der Figur rechts in Daraufsicht abgebildet ist;
- - Die Figur 2 ebenfalls einen vollständigen Verbinder im Schnitt gemäß der Linie II-II der Figur 1 zeigt;
- - Die Figur 3 eine Darstellung im großen Maßstab eines Teils der Figur 2 mit angeordnetem Kontaktstift ist;
- - Die Figur 4 eine Ansicht des Körpers des Verbinders im Schnitt gemäß der Linie IV-IV der Figur 1 ist;
- - Die Figur 5 eine Schnittansicht des Körpers des Verbinders nach der Ebene ist, die durch die Linie V-V in der Figur 2 angegebenen ist;
- - Die Figur 6 eine Ansicht von unten des Gitters des Verbinders im ausgeklappten Zustand ist, d. h. in dem Zustand, in dem es sich nach Verlassen einer Herstellungsgußform befindet;
- - Die Figur 7 eine Schnittansicht gemäß der Linie VII VII der Figur 6 ist;
- - Die Figur 8 das Gitter im Schnitt gemäß der Linie VI- II-VIII der Figur 7 oder der Figur 9 zeigt, wobei einer der Flügel ausgeklappt und der andere umgeklappt ist;
- - Die Figur 9 eine Ansicht von oben der Figur 8 ist;
- - Die Figur 10 eine Detailansicht im Schnitt gemäß der Linie X-X der Figur 9 ist; -
- - Die Figur 11 eine Detailansicht in Richtung des Pfeils XI der Figur 9 ist.
- Der in den Figuren 1 und 2 gezeigte Verbinder 10 dient zur Verbindung durch Stecken mit einem komplementären Verbinder, dessen Abmessungen schematisch und gestrichelt dargestellt sind. Der komplementäre Verbinder 12 ist beispielsweise von der Art, die in der Patentanmeldung EP-A-0 718 921 beschrieben ist, die am selben Tag wie die vorliegende Anmeldung unter dem Titel "Verbinder mit Verriegelung der Stifte durch ein Gitter" hinterlegt wurde. Es wird in der Folge angenommen, daß der Verbinder 10 zur Aufnahme von weiblichen Kontaktstiften 13 in Kastenform (Figur 3) dient, während der komplementäre Verbinder 12 zur Aufnahme von laschenförmigen Kontakten, nicht dargestellt, dient. Aber diese Anordnung ist keineswegs ausschließlich.
- Der Verbinder 10 weist ersichtlich einen durch Gießen hergestellten Körper 14 aus Isoliermaterial (im allgemeinen Vollplastikmaterial), ein Verriegelungsgitter 16, eine Kabeldurchführung 18 und eine Platte 20 auf, um die Kabeldurchführung unter Druck zu halten. Der Verbinder 10 weist ebenfalls eine übergangsringdichtung 22 aus Elastomer auf, um für eine dichte Verbindung mit dem komplementären Verbinder 12 zu sorgen. Die Kabeldurchführung 18, die Platte 20 und die übergangsdichtung 22 werden nicht länger beschrieben, denn sie können eine herkömmliche Beschaffenheit aufweisen und werden nicht direkt von der Erfindung betroffen.
- Der Körper 14 des dargestellten Verbinders 10 wird von zwei Reihen von Durchgängen 24 durchsetzt, die sich parallel zur Einsetzrichtung erstrecken. Die Durchgänge haben einen über ihre gesamte Länge im wesentlichen konstanten rechteckförmigen Querschnitt. Sie münden durch die Vorderfläche des Körpers hindurch in Öffnungen mit verringerten Abmessungen, die ausreichen, um die Laschen des Verbinders 12 hindurchzulassen. Ein Absatz 28 zwischen jedem Durchgang 24 und der entsprechenden Öffnung bildet einen Anschlag zur Begrenzung der Bewegung der Stifte 13 nach vorne. Der in der Figur 1 gezeigte Körper weist einen Längssteg 30 in jedem Durchgang auf. Dieser Steg dient zum Einsetzen in eine Kerbe des entsprechenden Stiftes und um das Einsetzen des Stiftes nur in einer einzigen Ausrichtung zu ermöglichen.
- In jeder der zu den Reihen parallelen Wände des Körpers sind Zungen 32 ausgeschnitten, die eine nach innen gerichtete Raste 34 aufweisen und in den Durchgang vorspringen, wenn die Zunge nicht unter Spannung steht. Hinten weist die Raste eine Neigung auf, die die Einführung des Stiftes 13 ermöglicht. Vorne weist sie eine steile Fläche auf, um das Zurückziehen des Stiftes 13 zu verhindern, wenn einmal die Raste in ein Verriegelungsfenster 36 des Stiftes eingesetzt ist.
- Die zwei zu den Reihen senkrechten Flächen des Körpers weisen jede eine Verankerungsnase 38 mit einer nach vorne geneigten Fläche und einer nach hinten steil abfallenden Fläche auf, die zum Zurückhalten des Verriegelungsgitters 16 dient, wie man später sehen wird.
- Das in den Figuren 6 bis 11 dargestellte Verriegelungsgitter 16 ist so vorgesehen, daß es aus einem einzigen Stück durch Gießen hergestellt werden kann, im allgemeinen aus Plastikmaterial, das Füllmaterialien enthalten kann. Dieses Gitter weist offensichtlich einen Boden 40, der dazu dient, gegen die vordere Fläche des Körpers zu drücken, zwei Flanken 42, die im 90º Winkel zum Boden ausgerichtet sind und dazu dienen, sich an die Nasen 38 anzuhängen, und zwei umklappbare Klappen 44 auf, die dazu dienen, sich gegen die zu den Reihen parallelen Flächen des Körpers abzustützen und die Stifte zu verriegeln. Die Klappen 44 sind am Boden durch Teile des Gitters verbunden, die dünner sind als der Rest des Gitters, um nachgiebige Gelenke 46 zu bilden.
- Der Boden 40 des Gitters hat eine im Wesentlichen konstante Dicke und wird von Öffnungen 48 durchsetzt, die in Verlängerung der Durchgänge angeordnet sind und ausreichend bemessen sind, um von den Laschen des komplementären Verbinders 12 durchquert zu werden. Die zwei Flanken 42 weisen jede eine innere Nase 50 auf, die dazu dient, sich an eine entsprechende Nase 38 des Körpers anzuhängen. Um das Einsetzen des Gitters zu erleichtern, weisen die Nasen 50 eine vordere geneigte Fläche auf (in Einsetzrichtung des Gitters an den Körper). Die hintere Fläche ist im Gegenteil steil abfallend und hat zum Boden eine solche Entfernung, daß der Boden des Gitters im wesentlichen in Anlage gegen die vordere Fläche des Körpers ist, wenn die Nasen 38 und 50 gegenseitig eingehängt sind (Figuren 1 und 2). Die Elastizität der Verbindungsbereiche der Flanken mit dem Boden reicht aus, um das Einsetzen zu ermöglichen.
- Die Klappen 44 haben einen Mittelbereich, der dazu dient, gegen eine zu den Reihen parallele Seite des Körpers zu drücken. Jeder Mittelbereich weist an seinem Ende innere Vorsprünge 52 auf, von denen jeder dazu dient, ein entsprechendes Fenster des Körpers zu durchqueren und in eine Kerbe 56 eines entsprechenden Stiftes zu greifen, um den Stift zu verriegeln (Figur 3)
- Es sind Einrichtungen vorgesehen, um die Klappen 44 in der Stellung zurückzuhalten, in der sie die Stifte verriegeln. In dem in den Figuren dargestellten Fall umfassen diese Einrichtungen zwei Flügel 58 an jeder Klappe 44. Diese Flügel sind um 90º abgewinkelt, so daß ihr Endabschnitt sich gegen die äußere Fläche der Flanken 42 abstützt Bogenförmige Ausschnitte 60 der Flügel rasten dann an den nach außen vorspringenden Rasten 62 ein, die mit den Flanken 42 zusammengegossen werden.
- Die Montage des Verbinders ergibt sich aus der vorhergehenden Beschreibung. Die Stifte, die mit ihren Kabeln versehen sind, die die Kabeldurchführung 18 durchqueren, werden einzeln eingesetzt, bis jeder Stift durch eine entsprechende Zunge 32 zurückgehalten wird, die für eine primäre Verriegelung sorgen, die ausreicht um ein Entweichen der Stifte zu vermeiden. Das Gitter wird dann mit den Klappen 44 im ausgeklappten Zustand auf den Körper aufgesteckt, bis die Nasen 38 und 50 im gegenseitigen Eingriff sind. Die Klappen 44 werden dann umgeklappt. Jede Klappe kann nur insoweit vollständig umgeklappt werden, wie alle Zungen, die von der gegenüberliegenden Seite des Körpers getragen werden, in der in Figur 2 gezeigten Stellung sind. Wenn die Klappen 44 einmal in der in Figur 2 gezeigten Stellung sind, verhindem deren Vorsprünge 42 das Zurückziehen der Stifte 13, wobei sie so fur eine Sekundärverriegelung sorgen. Darüber hinaus verstärken sie die Primärverriegelung aufgrund der Tatsache, daß sie die Zungen daran hindern, sich nach außen zu verbiegen. Am Ende des Umklappens der Klappen 44 hängen sich die bogenförmigen Ausschnitte 60 an die entsprechenden Zapfen 62 und legen das Gitter an dem Körper fest.
- Das Gitter wird vorteilhafterweise so ausgebildet, daß es durch Gießen in einer Gußform mit einer geringen Anzahl von beweglichen Einschüben hergestellt werden kann-. Dazu wird das Gitter im ausgeklappten Zustand gegossen, in dem es in Figur 6 dargestellt ist. Wie es die Figuren 6, 8 und 9 zeigen, können alle Hohlräume, die dazu dienen, das Material zur Bildung der inneren Vorsprünge aufzunehmen, durch zwei Gußflanken begrenzt werden.
- Die Erfindung ist nicht auf die besondere Ausführungsform begrenzt, die beispielhaft dargestellt und beschrieben worden ist. Beispielsweise kann der Körper mehr als zwei Durchgangsreihen aufweisen: In diesem Fall wird das Gitter zusätzliche Quertrennwände am Boden aufweisen, die dazu dienen, in Schlitze des Körpers zu greifen, um die Zungen der Mittelreihe oder -reihen der Durchgänge zurückzuhalten.
Claims (5)
1. Verbinder für die Verbindung mit einem komplementären
Verbinder, mit:
-einem Körper aus isolierendem Material (14) mit
rechteckförmigem Querschnitt, der von wenigstens einer
Reihe von Durchbrüchen (24) durchsetzt ist, welche
parallel zur Einführrichtung verlaufen und dazu dienen,
Stifte (13) und zwei seitliche Wände aufzunehmen, die
parallel zu den Reihen sind, und von denen wenigstens
eine ausgespart ist, um bewegliche
Unterbrecherkontakte (32) zu bilden, deren Elastizität sie dahin bringt,
sie vorspringend in den Durchbrüchen zu halten;
-einem einstückigem Verriegelungsgitter (16), das
aufweist: einen Boden, der dazu dient, gegen eine
Endfläche des Körpers zu drücken und mit Löchern (48) in
Ausrichtung mit den Durchbrüchen durchsetzt ist; zwei
seitliche Beabstandungsfianken (42) derart, daß sie
die beiden Seitenwände des Körpers senkrecht zur Reihe
einrahmen; und zwei seitliche Klappen (44), die am
Boden durch nachgiebige Abschnitte (46) verbunden sind,
die dazu dienen, gegen die äußeren Seitenwände,
parallel zur Reihe, des Körpers zu drücken, wobei eine jede
innere Endverlängerungen (52) aufweist, die dazu
dienen, durch Fenster des Körpers (14) hindurch zu ragen,
um das Gitter (16) zu halten und die Stifte (13) einer
Reihe zu blockieren, wobei die Klappen (44) ebenfalls
das Anheben der beweglichen Kontakte aus der Position,
wo sie in die Durchbrüche vorspringen, untersagen.
2: Verbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Klappen (44) mit dem Boden (40) des Gitters (16)
durch dünne Abschnitte (46) verbunden sind, die
Scharniere bilden.
3. Verbinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
jede Klappe (44) einen zentralen Abschnitt und Flügel
(58) aufweist, die mit Vorsprüngen versehen sind,- die
dazu dienen, sich an entsprechenden Vorsprüngen der
Flanken (42) am Ende der Umbiegung der Klappen
anzuhängen.
4. Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Flanken (42) des Gitters
(16) innere Nasen (50) aufweisen, die dazu dienen,
sich an entsprechenden Nasen (38) der seitlichen Wände
des Körpers (14), senkrecht zu den Reihen anzuhängen.
5. Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß er zwei Reihen von
Durchbrüchen (24) aufweist, und daß die beweglichen Kontakte
(32), die einer jeden Reihe zugeordnet sind, in einer
der beiden seitlichen Wände des Körpers parallel zu
den Reihen ausgeschnitten sind.
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