DE694802C - Vorrichtung zum Messen von Biegekraeften - Google Patents

Vorrichtung zum Messen von Biegekraeften

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DE694802C
DE694802C DE1936D0073854 DED0073854D DE694802C DE 694802 C DE694802 C DE 694802C DE 1936D0073854 DE1936D0073854 DE 1936D0073854 DE D0073854 D DED0073854 D DE D0073854D DE 694802 C DE694802 C DE 694802C
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DE
Germany
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bolt
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DE1936D0073854
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Inventor
Josef Hock
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Dornier Werke GmbH
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Dornier Werke GmbH
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N3/00Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
    • G01N3/02Details
    • G01N3/06Special adaptations of indicating or recording means
    • G01N3/062Special adaptations of indicating or recording means with mechanical indicating or recording means

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
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  • Pathology (AREA)
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Description

  • Vorrichtung zum Messen von Biegekräften Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Messen von Biegekräften und kann überall da angewendet werden, wo zwei Teile kraftleitend durch Gabel, Auge und Bolzen miteinander verbunden sind; Die Vorrichtung kann aber auch als selbständiges Meßgerät aufgefaßt werden. Erfindungsgemäß wird an Stelle des zu beobachtenden Bolzens ein Meßbolzen verwendet, welcher parallel zu seiner Längsrichtung in zwei oder mehrere Teile geteilt ist. Die gegenseitige Verschiebung der Teile wird in an sich bekannter Weise durch eines oder mehrere Längenmeßgeräte gemessen. Die Teilung kann so sein, daß der Bolzen durch eine durch seine Achse verlaufende Teilfuge in zwei gleiche Hälften geteilt ist; sie kann aber auch so sein, daß die Teilfuge zwar parallel zur Längsachse, aber möglichst weit von dieser entfernt liegt und daher nur einen schmalen Streifen des Bolzens von dem übrigen abtrennt. Diese letztgenannte Ausführungsform kann so sein, daß der schmale Streifen die Gestalt eines dünnen Stabes, Seiles oder Drahtes hat, welcher in einer Längsvertiefung der Mantelfläche oder in einer Längsbohrung des Bolzens ruht. Der Einbau des Meßbolzens muß so sein, daß die Kraft senkrecht zu den Trennflächen wirkt.
  • Es ist bekannt, daß bei einem Bolzen, welcher gebogen wird, die neutrale Zone in ihrer Länge unverändert bleibt, die konkave Mantellinies verkürzt und die konvexe Mantellinie b verlängert wird (Abb. I). Macht man den Bolzen durch Teilfugen parallel zur Achse und senkrecht zur Kraftrichtung mehrteilig, so entsteht bei der Durchbiegung nicht die in Abb. 1 punktiert eingezeichnete Gestalt, weil jeder Bolzenteil sich für sich durchbiegt. Bei jedem Bolzenteil bleibt, wenn die Bolzenteile aufeinandergleiten kennen, die neutrale Zone in ihrer Länge unverändert, die konkave Längsbegrenzung wird verkürzt, und die konvexe Längsbegnenzung wird verlängert.
  • Ist der Bolzen in der Ebene seiner Längsachse geteilt (Abb. 2 und 3), so daß zwei gleich starke Bolzenteile vorhanden sind, so entsteht die punktiert eingezeichnete Form.
  • Die beiderseitigen Stirnflächenpaare verschieben sich untereinander. Es tritt eine scheinbare Längenverschiedenheit beider Bolzenteile auf.
  • Legt man die Teilfuge nicht durch die Längsachse des Bolzens, sondern parallel zu dieser möglichst nahe an die Mantellinie, so wird die scheinbare Längenverschiedenheit zu einer tatsächlichen. Wie aus Abb. 4 und 5 ersichtlich ist, ist der Unterschied der Entfernungen der äußersten auf Zug bzw. Druck beanspruchten Schichten von der neutralen Zone zwischen den beiden Bolzenteilen sehr groß. Daher erleidet die konvexe Begrenzung des oberen, starken Bolzenteils eine wesentlich größere Verlängerung, als die Verkürzung der konkaven Begrenzung des unteren schwachen Bolzenteils beträgt. An der Kraftübertragung ist letzterer praktisch nicht mehr beteiligt. Man kann ihn daher durch einen Stab, einen Draht oder ein Seil ersetzen, welches in einer Bohrung oder einer Längsvertiefung der Oberfläche des Bolzens liegt.
  • Es ist bereits bekannt, zur Ermittlung der Dehnung von belasteten Tragseilen, insbesondere Brückenseilen für Hängebrücken, im Innern des hohlen Seiles einen unbelasteten Meßdraht anzubringen.
  • In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispieie dargestellt.
  • Abb. 6 zeigt eine Vorrichtung, bei welcher der Meßbolzen in einer durch seine Achse gehenden Ebene in zwei Halbzylinder geteilt ist. An der zu prüfenden Stelle sind zwei Bauteile I und 2 durch Auge und Bolzen miteinander verbunden. Der Meßbolzen besteht aus einem Teil 3 und einem Teil 4. Ein Querschnitt des Bolzens ist in vergrößertem Maßstabe in Abb. 7 dargestellt. Der Meßbolzen ist in den Buchsen 5 6 und 7 gelagert.
  • Die Kraftrichtung ist mit P bezeichnet. An dem Bolzenteil 3 sind in beliebiger, an sich bekannter Weise die Meßuhren 8 und 9 festgeklemmt, welche mit ihren Taststiften 10 und 1 1 gegen die Stirnflächen -des Bolzenteils 4 drücken. Wird der Meßbolzen durch die Kraft P beansprucht, d. h. wird er ihm Vergleich mit der Zeichnung nach unten durchgebogen, so tritt eine scheinbare Verkürzung des Bolzenteils 3 gegenüber dem Bolzenteil 4 ein (vgl. Abb. 2). Die Bolzenteile gleiten in der Teilfuge aufeinander. Das Maß der gegenseitigen Verschiebung beider Bolzenteile gegeneinanaer wird durch die Uhren 8 und 9 angezeigt.
  • Abb. 8 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher in dem ungeteilten Meßbolzen 12 exzentrisch ein wesentlich dünnerer Maßstab 13 befestigt ist. Letzterer ist bei 14 mittels Gewinde an dem Bolzen 12 befestigt.
  • Abb. 9 zeigt einen Querschnitt des Meßbolzens in größerem Maßstabe. Dadurch, daß der Maßstab 13 bei 14 mit dem Meßbiolzen 12 verbunden ist, ist es möglich, die scheinbare gegenseitige Längenveränderung nur an einem Bolzenende zu messen. Zu diesem Zweck ist an dem Bolzen 12 mit Hilfe eines Klemmstückes I5 eine Meßuhr 16 befestigt, welche mit ihrem Taststift 17 gegen das freie Ende des Meßstabes I3 drückt. Beansprucht eine Kraft die Anordnung in Richtung des Pfeiles, so erfährt der der Kraft abgewandte Teil des Bolzens 12 eine Verlängerung gegenüber demjenigen Teil, in welchem der Stab 13 gelagert ist. Die Längenveränderung der Teile 12 und I3 gegeneinander wird durch die Meßuhr 16 gemessen.
  • Abb. 10 zeigt eine Anordnung, welche derjenigen nach Abb. 8 gleicht. Es sind jedoch, wie Abb. 1 1 in größerem Maßstab zeigt, in dem Meßbolzen 18 zwei gegeneinander um 900 versetzte Meßstäbe I9 und 20 vorhanden, welche dem Stab 13 aus Abb. 8 entsprechen.
  • Die Ausführungsform gestattet das Messen von zwei Komponenten einer Kraft, welche beispielsweise in Richtung des Pfeiles3, wirken kann.
  • Abb. I2 zeigt eine Vorrichtung, bei welcher in der Mantelfläche des ungeteilten Meßbolzens zwei Vertiefungen mit eingelegtem Meß draht angeordnet sind. Abb. I3 zeigt einen Querschnitt durch den Meßbolzen in größerem Maßstabe. In dem Meßbolzen 21 sind zwei Vertiefungen 22 und 23 mit eingelregtten Meßdrähten 24 und 25 angeordnet. Biegt eine in Richtung des Pfeiles2 wirkende Kraft den Bolzen durch, so erfährt dessen Mantellinie auf der der Kraftangriffsseite abgewandten Seite eine Verlängerung. Da der Draht 24 an dieser Verlängerung nicht teilnimmt, so tritt eine gegenseitige Veränderung von 21 und 24 gegeneinander ein, welche gemessen werden kann. Wirkt die Kraft in Richtung des Pfeiles P3, so können gleichzeitig durch die Drähte 24 und 25 zwei Komponenten der Biegekraft gemessen werden. Wie aus Abb. 12 ersichtlich ist, ist der Draht 25 bei 26 mit dem Bolzen 21 verbunden. Man kann daher an seinem freien Ende die Längenänderung des Bolzens 2I messen. Um aber auch dann eine Messung vornehmen zu können, wenn die Kraftrichtung so ist, daß der Draht 24 oder 25 auf der Kraftangriffsseite liegt, d.h. wenn bei Durchbiegung des Bolzens eine Verkürzung des Meßbolzens gegenüber dem Draht eintritt, so ist das freie Ende des Drahtes bei 27 in einer Feder 28 eingespannt. Die Feder 28 ist an dem Bolzen 21 befestigt. Die Meßuhr 29, welche durch eine Klemmvorrichtung 30 an dem Bolzen 21 befestigt ist, drückt mit ihrem Taststift 31 auf die Einspannvorrichtung des Drahtendes. Der Draht 25 steht durch die Feder 28 unter Vorspannung, und die Meßuhr 29 kann daher nicht nur die negativen, sondern auch die positiven Längenveränderungen des Drahtes 25 gegenüber dem Bolzen 21 messen. D!er Draht 22, welcher gegenüber dem Draht 25 um go" versetzt angeordnet ist, ist in Abb. 12 nicht sichtbar, wohl aber die Meßuhr 32, welche zu diesem Draht gehört. Es sind hier nur Meßvorrichtungen mit Meßuhren beschrieben.
  • Zu bemerken ist noch, daß jedes geeignete Meßinstrument, besonders auch registrierende Instrumente, mit der Vorrichtung in Verbindg gebracht werden kann.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Vorrichtung zum Messen einer auf einen Bolzen wirkenden Biegekraft, gekennzeichnet durch das Vorhandensein eines parallel zu seiner Längsrichtung in zwei oder mehr Teile geteilten Meßbolzens und eines oder mehrerer Längenmeßgeräte, die in an sich bekannter Weise die gegenseitige Verschiebung der Teile messen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßbolzen aus zwei Halbzylindern besteht.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßbolzen aus einem äußeren Teil und seinem in diesem exzentrisch gelagerten inneren Teil besteht, wobei die Achsen beider Teile mit der angreifenden Kraft in einer Ebene liegen.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßbolzen aus einem äußeren Teil und zwei in diesem exzentrisch gelagerten inneren Teilen besteht, deren Achsen in zwei aufeinander senkrecht stehenden radialen Ebenen liegen.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß in einer in der Ebene der angreifenden Kraft liegenden Längsvertiefung in der Mantelfläche des Meßbolzens ein Stab, Draht oder Seil eingebettet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß in zwei aufeinander senkrecht stehenden radialen Ebenen Längsvertiefungen in der Mantelfläche des Meßbolzens vorhanden sind, in welchem Stäbe, Drähte oder Seile. eingebettet sind.
DE1936D0073854 1936-11-06 1936-11-06 Vorrichtung zum Messen von Biegekraeften Expired DE694802C (de)

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