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Gestell zum Umwandeln eines vorhandenen Stuhles in einen Rollstuhl
Gegenstand der Erfindung ist ein mit Lauf -rollen und mit Rasten zum Einstellen
der Beine von Sitxmöheln versehenes Gestell zur Umwandlung eines vorhandenen Stuhles
in einen Rollstuhl.
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Es soll durch die Erfindung mit geringen Kosten ein Rollgestell geschaffen
werden, das geeignet ist, jeden im Haushalt vorhandenen Stuhl als Rollstuhl verwenden
zu können, und das ferner ,geeignet ist, vom Ärzten, Bandagisten u. @dgl. auf Lager
gehalten zu werden, um ,es für geringes Geld ausleihen zu können.
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Bei -den bekannten Vorrichtungen zum Umwandeln eines vorhandenen Stuhles.
in einen Rollstuhl wird ein ,schwerer, starrer Rahmen verwendet, der mit zwei Reihen
vom Vertiefungen für die Beine verschieden großer Stühle versehen ist. Ein solches
G.estell,paßt nur für zwei Stühle bestimmter Größe, nicht aber für jeden Stuhl,
den man im Haushalt beisitzt und ,als. am geeignetsten auswählen will. Es nimmt
außer Gebrauch in seiner starren Ausführung viel Platz weg, so daß .man in einem
kleinen Haushalt nicht. weiß; wo man es unterbringen soll, und ganz ausgeschlossen
ist es, daß ,ein Arzt oder ein Bandagist mehrere solcher - Stühle auf Lager halten
kann, um sie leihweise vergeben zu können; @demm nicht nur der Raumbedarf des Gestells
spricht dagegen, sondern auch die Umständlichkeit des Forbschaffens eines so ungefügen
Gegenstandes.
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Damgegenüber ist die Erfindung darin zu ersehen, daß das Gestell aus
zwei .durcli Gelemkschienen imitekander verbundenen Kufen besteht, ,auf denen die
Rasten für die Stuhlbeine zueinander verstellbar angeordnet sind.
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Dadurch wird es zunächst ermöglicht ,außer Gebrauch die beiden schmalen
Kufen dicht aneinand@erzulegen, so daß das Gestell zu ,seiner Aufbewahrung sehr
wenig Platz beansprucht und handlich beim Fortschaffen ist. Man kann es zusammengelegt
leicht unter ,dem Arm tragen; die Gelenkschienen stellen ,dabei die Verbindung zwischen
den Kufen her und ermöglichen die richtige Einstellung der Kufen mit ihren Rasten
für die Beine des .als Krank.enstubl ausgewählten Stuhles;
,denn
nun kann das Anpassen des Gestells, an den ausgewählten Stuhl in der Weisse vor
sich .gehen, daß die Kufen auf . die ungefähre Breite des Stuhles anseinandergezogen
werden, .daß dann die Vorderbeine des Stuhles in ,die vorderen Rasten eingesetzt
werden, daß dann die hinteren Rasten gegen die vorderen. eingestellt und dann die
bunteren Stuhlbeine in -diese Raster eingesetzt werden. Dieses heue Gestell ist
hierdurch auch ohne, weiteres einem Stuhle anzupassen, dessen Hinterbeine voneinander
eine andere Entfernung haben als die Vorderheisre.
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Ein weiteres keimzeichnendes Merkmal der Erfindung besteht darin,
daß jede Stuhlbeinrast auf je einer Hülse o" d"-,1. befesitgt isst, an der unterhalb
der Rast auch die Gestellrolle und vor jeder Rolle eine Exzenterscheibe angeordnet
ist, die beim Überfahren einer Türschwelle mit ihrem kleinsten Halbmesser an die
Schwelle stößt, beim Vorwärtsschiebers des Stuhles sich auf der Schwelle abwälzt
und dabei die hinter ihr folgende Laufrolle so weit ,anhebt, daß sie stoßfrei auf
die Schmelie läuft.
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Inder Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in. einem Ausführungsbeispiel
dargestellt, und zwar veranschaulichen Abb. i sdas Rollgestell mit eünglesetztem
Stuhl in Seitenansicht, Abb.2 das Rollgestell ohne Stuhl in Draufsicht, Abb.3 und
4 in. größerem MaBstabe die Exzenterscheibe beim Überfahren, einer Türschwelle.
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Die Kufen i sind durch die Gelenkschienen 2 miteinander verbunden,
die zur wahlweisen Änderung der Entfernung x eine entspffechende Einsteilung der
Kufen i zueinander gestatten. Auf jeder Kufe i sind zwei Rollenträger 3 und 4 .angeordnet;
von denen die Rollenträger 4 durch Nieten 5 an den Kufen befestigt sind, während
die Rollenträger 3 an dein Kufen verschiebbar und durch Schraub-en 6 feststellbar
sind. Dadurch lassen sich wieder die Rollenträger 3 und 4 gegeneinander .einstellen.
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Jeder Rollmträger weist eine Rast 9 für sein Stuhlbein auf und trägt
eine breite Laufrolle 7 und eine vor dieser angeordnete schmale Exzeinterseheibe
B. Der Umfang 14 ,der Exzenterscheiben 8 ist leicht aufgerauht, und seine auf die
Scheibe 8 wirkende Feder 15 bringt sdie Scheibe 8 nach ihrem Gebrauch immer wieder
in ihre Anfangslage zurück.
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Sind die Kufen i zueinander und die Rollenträger 3, 4 auf den Kufen
zueinander entsprechend den Füßen des zu verwendenden vorhandenen Stuhles richtig
eingestellt, so, stellt man den Stuhl -mit seinen Füßen i o in die Rastern 9 der
Rollenträger hinein, und --der Stuhl ist als Rollstuhl gebrauchsfertig. Soll der
Stuhl über eine Türschwelle 12 gefahren werden, so stößt er bei seiner Bewegung
in Richtung des Pfeiles z (Abt. 3) zunächst die Exzenterscheibe im Punkte i i an
die Schwelle 12. Bei. der Weiterbewegung des Stuhles in Richtung des Pfeiles z wälzt
seich nun der geraubte Umfang 14 der Scheibe 8 auf die Schwelle ab, und es gelangt
die Scheibe 8 schließlich in die Stellung nach der Abb. 4, wobei die Kufe r so weit
angehoben wurde, daß nunmehr die Laufrolle 7 stoßfrei auf die Sehwelle laufen kann.
Dann Übernimmt die Laufrolle 7 wieder die Führung, und die Exzenterscheibe 8 *kehrt
durch die Wirkung ihrer Feder 15 wieder in ihre Anfangsstellung zurück. Dass Anheben
der hinteren Rollen 7 geschieht :dann in gleicher Weise.
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Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel sind die StübIbeine iö lose
in die Rasten 9 eingesetzt. Meistens wird dies genügen, um dem Stuhl in den Rasten
den nötigen Halt zu geben und dien Kufen i ihre Lage zueinander zu .sichern. Die
Rasten könnten aber natürlich auch so, ausgebildet sein, daß die Stuhlbedinse ins
den Rasten :durch Schraubzwingen ader ,gleichwertige - Mittel festgespannt wer-,den
können.