DE69403264T2 - Einstellbares Sperrdifferential - Google Patents

Einstellbares Sperrdifferential

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DE69403264T2
DE69403264T2 DE69403264T DE69403264T DE69403264T2 DE 69403264 T2 DE69403264 T2 DE 69403264T2 DE 69403264 T DE69403264 T DE 69403264T DE 69403264 T DE69403264 T DE 69403264T DE 69403264 T2 DE69403264 T2 DE 69403264T2
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clutch
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Ralph Edward Holmquist
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Eaton Corp
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Description

  • Diese Erfindung bezieht sich auf einen Differentialgetriebemechanismus gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1. Solch ein Differentialgetriebemechanismus ist aus US 4 389 909 bekannt.
  • HINTERGRUND DER OFFENBARUNG
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Differentialgetriebemechanismen, und insbesondere bezieht sie sich auf solche Mechanismen, die gewöhnlich als "Sperrdifferentiale" bezeichnet werden.
  • Differentialgetriebemechanismen der Art, auf welche sich die vorliegende Erfindung bezieht, werden allgemein als "Differentiale mit begrenztem Schlupf" bezeichnet und weisen typischerweise eine Kupplungsscheibengruppe auf, welche betätigbar ist, um die Differentialwirkung zwischen den Abtriebsrädem (Seitenrädem) zu begrenzen oder zu verzögern. Insbesondere ist die vorliegende Erfindung jedoch zur Verwendung bei Vorrichtungen mit begrenztem Schlupf vorgesehen, welche als "Sperrdifferentiale" bezeichnet werden, und sie wird in Verbindung damit beschrieben. Bei einem Sperrdifferential ist eine Anordnung vorgesehen, um mit dem Kupplungssatz in Eingriff zu treten oder diesen zu verriegeln, statt ihm ein Rutschen zu erlauben (d.h. der Schlupf wird so "beschränkt", daß er nicht mehr existiert), wodurch die Differentialwirkung zwischen den Abtriebsrädem im wesentlichen eliminiert wird.
  • Sperrdifferentiale werden von dem Inhaber der vorliegenden Erfindung kommerziell hergestellt und verkauft, wobei der Aufbau und die Funktionsweise solcher Sperrdifferentiale in US 4 389 909 sehr detailliert veranschaulicht und beschrieben ist. Bei der bekannten Vorrichtung ist ein Fliehgewichtsbolzenmechanismus vorgesehen, welcher um seine Drehachse mit einer Drehzahl rotiert, welche ein Maß für den Drehzahlunterschied zwischen den beiden Abtriebsrädem ist. Oberhalb einer vorbestimmten Drehzahl (Differentialdrehzahl) wird der Fliehgewichtsbolzenmechanismus betätigt, um ein Abgleiten eines Nockenbauteils relativ zu einem anderen Nockenbauteil zu bewirken. Diese Abgleitwirkung der Nockenbauteile führt zu einer Axialbewegung des einen Nockenbauteils, welches einen Eingriff einer benachbarten Kupplungsscheibengruppe initiiert. Typischerweise ist die Kupplungsscheibengruppe als "selbstbetätigende" Kupplungsscheibengruppe ausgebildet, d.h. ein kleiner Betrag an Reibungseingriff innerhalb der Kupplungsscheibengruppe verzögert die Drehbewegung des benachbarten Nockenbauteils weiter, was zu einer weiteren Abgleitwirkung führt, was wiederum zu einer weiteren Axialbewegung des Nockenbauteils und einem weiteren Eingriff der Kupplungsscheibengruppe führt.
  • Bei der Vorrichtung gemäß dem oben erwähnten Patent weist die direkt zu der Nockenanordnung benachbarte Kupplungsscheibengruppe zwei Arten von Kupplungsscheiben auf
  • 1. "Aktive" Scheiben sind diejenigen Scheiben, welche direkt benachbart zu, und in Wirkverbindung mit, dem axial beweglichen Nockenbauteil angeordnet sind und welche den Eingriffsgrad der gesamten Kupplungsscheibengruppe bestimmen.
  • 2. "Inaktive" Scheiben sind diejenigen Scheiben, welche nicht in Wirkverbindung mit dem Nockenbauteil stehen, jedoch mindestens für einen Großteil des Drehmomentvermögens der Kupplungsscheibengruppe sorgen.
  • Eines der entscheidenden Leistungsvermögenskriterien eines Sperrdifferentials ist die "Eingriffszeit" des Mechanismus, was der Zeitraum (AT) ist, der erforderlich ist, damit die Kupplungsscheibengruppe von einem vorbestimmten niedrigen Drehmomentübertragungsvermögen zu einem vorbestimmten höheren Drehmomentübertragungsvermögen übergeht. In beispielhafter Weise ging man in Verbindung mit der Entwicklung der vorliegenden Erfindung von einer Eingriffszeit aus, die auf dem ΔT beim Übergang von einem Drehmomentvermögen von 100 Fuß-Pfund auf 1000 Fuß-Pfund basierte. Wie es sich für den Fachmann versteht, ist einer der Faktoren, welche die Eingriffszeit bestimmen, der Nockenwinkel (d.h. der zwischen der Nockenfläche und der Querebene ausgebildete Winkel). Allgemein muß für einen steileren Nockenwinkel eine höhere Kraft aufgewendet werden, um das Nockenbauteil axial zu bewegen, jedoch ist es relativ einfacher, den Nocken zu entriegeln (was als Ergebnis einer Drehmomentumkehr, oder dem Übergang von einer Rechtskurve zu einer Linkskurve, und umgekehrt auftritt). Andererseits wird bei einem flacheren Winkel relativ mehr Kraft von dem Nockenbauteil auf die Kupplung übertragen, was für einen festeren Eingriff der Kupplung sorgt und wodurch es relativ schwieriger ist, die Nockenbauteile zu entriegeln.
  • Bei bekannten Sperrdifferentialen bestanden die Kupplungsscheibengruppen typischerweise aus einer Mehrzahl von gepreßten Stahlkupplungsscheiben, wobei die Scheiben typischerweise eine Art von in die Scheibenfläche geprägtes Muster aufwiesen, um den Reibeeingriff zwischen benachbarten Scheibenflächen zu verbessern. Obschon diese oben beschriebenen bekannten Sperrdifferentiale, welche herkömmliche Stahlscheiben verwenden, im Betrieb allgemein zufriedenstellend waren, führte eine bestimmte Betriebssituation zu einem Leistungsfähigkeitsproblem. Falls ein mit einem Sperrdifferential versehenes Fahrzeug in Schlamm oder Schnee "steckengeblieben" ist, wird der Fahrer typischerweise versuchen, das Fahrzeug zu "schaukeln", indem er den Antrieb abwechselnd nach vorne und nach hinten betätigt. Jedesmal wenn dies gemacht wird, tritt, falls die Traktion an den beiden Antriebsrädem unterschiedlich ist, ein Durchdrehen auf, was zu einem Eingriff des Sperrdifferentials führt. Wenn eine große Anzahl von Eingriffsvorgängen innerhalb eines ziemlich kurzen Zeitraums auftritt, erhöht sich die Temperatur der Vorrichtung, und insbesondere des Drehmoment übertragenden Bereichs des Differentials (d.h. die Kupplungsscheibengruppen), wesentlich.
  • Wie es dem Fachmann bekannt ist, führt bei Stahlkupplungsscheiben ein Temperaturanstieg zu einer verlängerten Eingriffszeit (d.h. einem längeren ΔT, ehe ein Eingriff geschieht). Diese verlängerte Eingriffszeit tritt auf, da der Reibungskoeffizient von Stahlscheiben mit steigender Temperatur abnimmt. Der abnehmende Reibungskoeffizient führt zu einem verringerten Gesamtdrehmomentvermögen des Differentials. Mit anderen Worten, bei häufigerer Verwendung innerhalb eines kurzen Zeitraums kann sich das Leistungsvermögen des Sperrdifferentials verschlechtern.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Folglich ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Differentialgetriebemechanismus zu schaffen, bei welchem eine erhöhte Temperatur nicht zu einer verlängerten Eingriffszeit und einem verringerten Drehmomentvermögen führt.
  • Es ist eine speziellere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Differentialgetriebemecha nismus zu schaffen, welcher die obige Aufgabe ohne zusätzlichen Raumbedarf für die Kupplungsscheibengruppe löst, während er gleichzeitig bei jeder vorgegebenen Sperrdifferentialauslegung ein mindestens so hohes Gesamtdrehmomentübertragungsvermögen aufweist. Eine damit verbundene Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Differentialgetriebemechanismus zu schaffen, welcher beide oben erwähnten Aufgaben löst, während er gleichzeitig eine langsamere Eingriffszeit beim Betrieb bei normalen Temperaturen aufweist, wodurch die Wahrscheinlichkeit von harten Eingriffen verringert wird.
  • Zu diesem Zweck ist der erfindungsgemäße Differentialgetriebemechanismus durch die in dem Kennzeichen von Anspruch 1 genannten Merkmale charakterisiert.
  • Das nicht-pyrolytische Reibungsmaterial umfaßt vorzugsweise eine gepreßte Stahlkupplungsscheibe.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • FIG. 1 ist ein Längsschnitt eines Sperrdifferentialmechanismus des Typs, mit welchem die vorliegende Erfindung verwendet werden kann.
  • FIG. 2 ist ein vergrößerter ftagmentarischer Längsschnitt ähnlich zu FIG. 1, worin die Kupplungsscheibengruppe veranschaulicht ist, auf welche sich die vorliegende Erfindung bezieht.
  • FIG. 3 ist ein weiter vergrößerter Längsschnitt ähnlich zu FIG. 2, wobei jedoch nur die die Kupplungsscheibengruppe bildenden Scheiben gezeigt sind.
  • FIG. 4 ist ein weiter vergrößerter fragmentarischer Längsschnitt nur eines Paars von aktiven Kupplungsscheiben, welche die vorliegende Erfindung veranschaulichen.
  • FIG. 5 ist eine graphische Darstellung der Eingriffszeit über der Kupplungstemperatur, wobei die vorliegende Erfindung mit dem Stand der Technik verglichen wird.
  • FIG. 6 ist eine Aufsicht auf eines der Nockenbauteile, welche bei dem erfindungsgemäßen Sperrdifferentialmechanismus verwendet werden.
  • FIG. 7 ist eine fragmentarische Seitenansicht des in FIG. 6 gezeigten Nockenbauteils, jedoch in zweimal so großem Maßstab wie in FIG. 6.
  • BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
  • Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen, welche die vorliegende Erfindung nicht beschränken sollen, stellt FIG. 1 einen Längsschnitt eines Sperrdifferentialgetriebemechanismus der Art dar, welche die vorliegende Erfindung vorteilhafierweise verwenden kann. Der Gesamtaufbau und die Funktionsweise des in FIG. 1 gezeigten Sperrdifferentials ist dem Fachmann bereits bekannt, und sie sind in der oben erwähnten US 4 389 909 detaillierter veranschaulicht und beschrieben.
  • Der Differentialgetriebemechanismus umfaßt ein Getriebegehäuse 11, welches innen eine allgemein mit 13 bezeichnete Getriebekammer bestimmt. Die Drehmomenteinleitung in das Sperrdifferential geschieht typischerweise mittels eines Antriebsrads 15 (welches in FIG. 1 nur in fragmentarischer Ansicht gezeigt ist). Das Antriebsrad 15 (auch als "Ringrad" bezeichnet) soll in verzahntem Eingriff mit einem Antriebsritzel (in FIG. 1 nicht gezeigt) stehen. Das Antriebsrad 15 kann an dem Getriebegehäuse 11 mittels einer Mehrzahl von Bolzen 17 befestigt sein.
  • Innerhalb der Getriebekammer 13 ist ein Differentialgetriebesatz angeordnet, der eine Mehrzahl von Ritzeln 19 (von denen nur eines in FIG. 1 gezeigt ist) umfaßt, welche drehbar auf einer Ritzelwelle 21 (von der nur ein Teil in FIG. 1 gezeigt ist) montiert sind. Die Ritzelwelle 21 ist mittels geeigneter Mittel an dem Getriebegehäuse 11 befestigt. Die Ritzel 19 bilden die Antriebsräder des Differentialgetriebesatzes, und sie stehen in kämmendem Eingriff mit einem Paar Seitenräder 23 und 25, welche die Abtriebsräder des Differentialgetriebesatzes bilden. Die Seitenräder 23 und 25 sind mit zwei Differentialseitenwellen 27 bzw. 29 kerbverzahnt. Das Getriebegehäuse 11 umfaßt n.ngfbrmige Nabenbereiche 31 und 33, welche die Differentialseitenwellen 27 bzw. 29 umgeben. Typischerweise sind Lagersätze (nicht gezeigt) auf den Nabenbereichen 31 und 33 angebracht, um für eine Drehabstützung für den Differentialgetriebemechanismus relativ zu dem äußeren Hauptgehäuse (in FIG. 1 ebenfalls nicht gezeigt) zu sorgen.
  • Während dem normalen Geradeaus-Betrieb des Fahrzeugs tritt keine Differentialwirkung zwischen der linken und der rechten Differentialseitenwelle 27 und 29 auf, und die Ritzel 19 drehen sich nicht relativ zu der Ritzelwelle 21. Deshalb drehen sich das Getriebegehäuse 11, die Ritzel 19, die Seitenräder 23 und 25 und die Differentialseitenwellen 27 und 29 alle um die Achse der Differentialseitenwellen 27 und 29 als eine feste Einheit.
  • Unter bestimmten Betriebsbedingungen, wie beispielsweise, wenn das Fahrzeug eine Kurve fährt, oder ein leichter Unterschied in der Reifengröße besteht, ist ein gewisser Grad an Differentialwirkung zwischen den Seitenrädem 23 und 25 bis zu einem vorbestimmten Drehzahlunterschied erlaubt. Oberhalb dieses vorbestimmten Wertes (beispielsweise oberhalb eines Drehzahlunterschieds von 100 U/min zwischen den Seitenrädem), welcher anzeigt, daß ein Durchdrehen eines Rades droht, ist es wünschenswert, die relative Drehung zwischen dem Getriebegehäuse 11 und den Seiten rädem 23 und 25 zu verzögern, um eine übermäßige Differentialwirkung zu verhindern.
  • Um die Differentialwirkung zu verzögern, ist der Differentialgetriebemechanismus mit einer Verriegelungsanordnung zum Verriegeln des Differentialgetriebesatzes und mit einer Betätigungsanordnung zum Betätigen der Verriegelungsanordnung versehen. Der allgemeine Aufbau und die Funktionsweise der Verriegelungsanordnung und der Betätigungsanordnung sind dem Fachmann bekannt und werden hier nur kurz beschrieben. Für eine detailliertere Beschreibung der Verriegelungsanordnung und der Betätigungsanordnung sei auf US-Reissue 28 004 und US 3 831 462 verwiesen.
  • Bei der vorliegenden Ausführungsform umfaßt die Verriegelungsanordnung eine in FIG. 1 allgemein mit 35 bezeichnete Kupplungsscheibengruppe. Unter Bezugnahme auf FIG. 2 umfaßt die Kupplungsscheibengruppe 35 eine Mehrzahl von Kupplungsscheiben 37, die mit dem Getriebegehäuse 11 keilverzahnt sind, sowie eine Mehrzahl von Kupplungsscheiben 39, die mit dem Seitenrad 23 keilverzahnt sind. Unter erneuter Bezugnahme auf FIG. 1 umfaßt die Verriegelungsanordnung ferner einen allgemein mit 41 bezeichneten Nockenmechanismus. Wie es sich für den Fachmann auf dem Gebiet der Sperrdifferentiale versteht, besteht die Hauptfünktion des Nockenmechanismus 41 darin, eine Bewegung der Kupplungsscheibengruppe 35 aus dem in FIG. 2 gezeigten Außereingriffs-Zustand in einen Eingriffs-Zustand (hier nicht gezeigt) zu bewirken. In dem Eingriffs-Zustand bewirkt die Kupplungsscheibengruppe 35 eine Verzögerung der relativen Drehung zwischen dem Getriebegehäuse 11 und dem Seitenrad 23, wodurch die Differentialwirkung zwischen den Seitenrädem 23 und 25 verzögert und minimiert wird.
  • Der Nockenmechanismus 41 umfaßt das Seitenrad 23 und ein Rauptnockenbauteil 43. Das Seitenrad 23 weist eine Nockenfläche 45 auf, und das Nockenbauteil 43 weist eine Nockenfläche 47 auf (siehe FIGN. 2, 6 und 7). Das Nockenbauteil 43 weist auch einen Satz von Außenzähnen 49 auf, deren Funktion nachfolgend beschrieben wird. Während des normalen Geradeaus-Betriebs des Fahrzeugs, in welchem nur eine geringe oder gar keine Differentialwirkung auftritt, verbleiben die Nockenflächen 45 und 47 in der in FIG. 1 dargestellten Neutralstellung, wobei sich das Nockenbauteil 43 und das Seitenrad 23 mit der gleichen Drehzahl drehen. Eine Bewegung der Kupplungsscheibengruppe 35 in die Eingriffsstellung wird erzielt, indem die Drehung des Nockenbauteils 43 relativ zu dem Seitenrad 23 verzögert wird, was ein "Abgleiten" der Nockenflächen 45 und 47 bewirkt, wie dies dem Fachmann bekannt ist. Dieses Abgleiten führt zu einer Axialbewegung des Nockenbauteils 43 in FIG. 1 nach links, wodurch der Eingriff der Kupplungsscheibengruppe 35 beginnt.
  • Unter hauptsächlicher Bezugnahme auf die FIGN. 6 und 7 umfaßt die Nockenfläche 47 eine Mehrzahl von abwechselnden ansteigenden Flächenbereichen 47a und abfallenden Flächenbereichen 47b. Es sollte sich verstehen, daß die Begriffe "ansteigend" und "abfallend" sich auf eine angenommene Bewegung im Gegenuhrzeigersinn um das Nockenbauteil 43 herum beziehen. Jeder der ansteigenden Flächenbereiche 47a trifft sich mit dem nächsten (in einer Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn) abfallenden Flächenbereich 47b an einer Spitze 47c, während er von dem vorhergehenden abfallenden Flächenbereich 47b durch eine flache Talfläche 47d getrennt ist. Jeder der ansteigenden Flächenbereiche 47a ist mit einem Plateaubereich 47e versehen, während jeder der abfallenden Flächenbereiche 47b mit einbem Plateaubereich 47f versehen ist, wobei die Plateaubereiche in axialer Richtung leicht von dem benachbarten Flächenbereich hervorstehen. Die Anordnung der Nocken und Plateaus, wie sie in den FIGN. 6 und 7 veranschaulicht und hier beschrieben ist, wird in Sperrdifferentialen, die von dem Inhaber der vorliegenden Erfindung hergestellt werden, kommerziell verwendet und ist in US 4 389 909 detaillierter veranschaulicht und beschrieben. Wie aus FIG. 7 ersichtlich ist, bestimmt jeder der ansteigenden Flächenbereiche 47e und 47f einen Nockenwinkel A relativ zu einer Querfläche. Um die Drehung des Nockenbauteil 43 relativ zu dem Seitenrad 23 zuverzögern, umfaßt der Mechanismus einen allgemein mit 51 bezeichneten Verzögerungsmechanismus, welcher die Betätigungsanordnung zum Betätigen der Verriegelungsanordnung bildet. Es sollte für den Fachmann ersichtlich werden, daß innerhalb des Rahmens der vorliegenden Erfindung viele unterschiedliche Konfigurationen und Typen von Verzögerungsmechanismen verwendet werden können. Bei der vorliegenden Ausführungsform ist der Verzögerungsmechanismus 51 als Fliehgewichtsbolzen-Verzögerungsmechanismus ausgebildet, wie er detaillierter in US- Reissue 28 004 veranschaulicht und beschrieben ist. Der Verzögerungsmechanismus 51 ist innerhalb des Getriebegehäuses 11 montiert, um sich um seine eigene Achse zu drehen, und er umfaßt einen zylindrischen Fliehgewichtsbolzenabschnitt 53. Der Verzögerungsmechanismus 51 weist ferner einen außenverzahnten Bereich 55 auf, welcher in Eingriff mit den Außenzähnen 49 des Nockenbauteils 43 steht. Falls eine Differentialwirkung zwischen den Differentialseitenwellen 27 und 29 aufzutreten beginnt, beginnen im Betrieb sich das Seitenrad 23 und das Nockenbauteil 43 übereinstimmend mit einer Drehzahl zu drehen, die sich von derjenigen des Getriebegehäuses 11 unterscheidet, was dazu führt, daß sich der Verzögerungsmechanismus 51 mit einer Drehzahl, welche eine Funktion des Ausmaßes der Differentialwirkung ist, um seine eigene Achse zu drehen beginnt. Wenn die Drehzahl des Mechanismus 51 zunimmt, bewirkt die Zentriftigalkraft, daß sich die Fliehgewichtsbolzen 53 nach außen bewegen, bis einer der Fliehgewichtsbolzen in Eingriff mit einem Stopmechanismus (hier nicht gezeigt) tritt, was eine weitere Drehung des Mechanismus 51 verhindert. Wenn der Verzögerungsmechanismus 51 seine Drehbewegung beendet, bewirkt der Eingriff des verzahnten Bereichs 55 mit den Zähnen 49, daß sich das Nockenbauteil 43 mit der gleichen Drehzahl wie das Getriebegehäuse 11 dreht (welche sich von der Drehgeschwindigkeit des Seitenrades 23 unterscheidet), was zu einem Abgleiten und einem beginnenden Eingriff der Kupplungsscheibengruppe 35 führt.
  • Aktive und inaktive Kupplungsscheiben
  • Unter weiterer Bezugnahme auf FIG. 1 ist eine allgemein mit 57 bezeichnete Kupplungsscheibengruppe vorgesehen, welche eine Mehrzahl von mit dem Getriebegehäuse 11 keilverzahnten Kupplungsscheiben und eine Mehrzahl von mit dem Seitenrad 25 keilverzahnten Kupplungsscheiben umfaßt. In FIG. 1 tragen die einzelnen Kupplungsscheiben keine Bezugszeichen. Das Kupplungspaket 57 sollte als aus inaktiven Scheiben bestehend verstanden werden, wobei dieser Begriff im Abschnitt HINTERGRUND DER OFFENBARUNG definiert wurde. Unter hauptsächlicher Bezugnahme auf die FIGN. 2 und 3 sind zusätzlich auch alle Kupplungsscheiben 37 und 39 inaktive Scheiben. Bei der vorliegenden Ausführungsform übertragen die inaktiven Scheiben in der Kupplungsscheibengruppe 57 zusammen mit den inaktiven Scheiben 37 und 39 in der Kupplungsscheibengruppe 35 einen Großteil des Gesamtdrehmoments, welches von dem Getriebegehäuse 11 auf die Seitenräder 23 und 25 übertragen wird. Wie es sich für den Fachmann versteht, ist das Drehzahlübertragungsvermögen von Kupplungsscheiben allgemein proportional zu der Fläche des Reibeeingriffs. Bei der vorliegenden Ausführungsform sind fünf inaktive Scheiben in der Kupplungsscheibengruppe 57 und fünf inaktive Scheiben in der Kupplungsscheibengruppe 35 vorgesehen, was insgesamt zehn inaktive Scheiben ausmacht.
  • Unter hauptsächlicher Bezugnahme auf die FIGN. 2 und 3 ist eine allgemein mit 61 bezeichnete aktive Scheibengruppe in Wirkverbindung mit dem Nockenmechanismus 41 und insbesondere in Wirkverbindung mit dem Hauptnockenbauteil 43 vorgesehen. Die aktive Scheibengruppe 61 umfaßt eine Scheibe 63, welche in keilverzahntem Eingriff mit einem von dem Hauptnockenbauteil 43 gebildeten Satz Außenkeilzähne 65 zwecks Drehung damit steht. Axial zwischen der Scheibe 63 und dem Hauptnockenteil 43 ist eine Scheibe 67 angeordnet. Deshalb bilden die Scheiben 63 und 67 (und manchmal die benachbarte Scheibe 37) die aktiven Scheiben. Die bisher veranschaulichte und beschriebene Struktur stellt das herkömmliche Sperrdifferential und die typischerweise darin verwendeten aktiven und inaktiven Scheiben dar. Ebenso ist typisch, daß alle Scheiben in den inaktiven Kupplungsscheibengruppen 35 und 57 und in der aktiven Kupplungsscheibengruppen 61 blanke gepreßte Stahlscheiben sind, wobei sie vielleicht ein in die Scheibenfläche geprägtes Muster aufweisen, um den Reibeeingriff zwischen benachbarten Scheibenflächen zu verbessern.
  • Unter hauptsächlicher Bezugnahme auf FIG. 4 ist ein entscheidender Aspekt der vorliegenden Erfindung veranschaulicht. In FIG. 4 umfaßt die aktive Scheibengruppe 61 die Scheibe 63, welche mit dem Nockenbauteil 43 keilverzahnt ist. Jedoch wurde in FIG. 4 die blanke Stahlscheibe 67 durch eine allgemein mit 71 bezeichnete Scheibenanordnung ersetzt. Die Scheibenanordnung 71 umfaßt ein Scheibenbauteil 73, welches im wesentlichen identisch zu der in FIG. 3 gezeigten Scheibe 67 sein kann, außer daß bei dem Scheibenbauteil 73 kein Muster in eine der beiden Scheibenflächen (d.h. entweder in die linke oder in die rechte Fläche) eingepragt ist. Statt dessen ist das Scheibenbauteil 73 auf beiden Seiten mit einer Lage aus pyrolytischem Kohlenstoff-Reibungsmaterial 75 versehen. Beispielhaft und nicht beschränkend soll das "pyrolytische Kohlenstoff"-Reibungsmatenal ein aus Kohlenstoffasern gebildetes Substrat sein, wobei die Fasern mit einem mittels CVD-Abscheidung aufgebrachten Uberzug aus Kohlenstoff versehen sind, so daß das sich ergebende Reibungsmaterial eine relativ offene Maschenstruktur aufweist, so daß die Oberflächentextur des Substrats immer noch erkennbar ist, nachdem der Kohlenstoffiiberzug aufgebracht wurde. Solch ein pyrolytisches Kohlenstoff-Reibungsmaterial ist in US 4 700 823 detaillierter beschrieben und veranschaulicht. Es sollte sich verstehen, daß der Begriff "pyrolytischer Kohlenstoff", wie er im folgenden und in den anhängenden Ansprüchen verwendet wird, jegliches Reibungsmaterial umfassen soll, welches von der Art ist, wie es in US 4 700 823 veranschaulicht und beschrieben ist oder im Rahmen der Ansprüche dieses genannten Patents liegt, oder welches die Eigenschaft aufweist, daß der Reibungskoeffizient mit ansteigender Temperatur nicht wesentlich abnimmt. Es wird bevorzugt, jedoch ist es nicht für die vorliegende Erfindung wesentlich, daß das Material, welches "pyrolytischen Kohlenstoff" zu Zwecken der vorliegenden Erfindung umfaßt, einen Reibungskoeffizient aufweist, welcher mit steigender Temperatur tatsächlich ansteigt.
  • Im Gegensatz dazu soll der Begriff "nicht-pyrolytischer Kohlenstoff", wie er hier und in den anhängenden Ansprüchen bezüglich eines Reibungsmaterials, einer Kupplungsscheibe oder einer Kupplungsfläche verwendet wird, jedes solche Material, Scheibe oder Fläche umfassen, welches bzw. welche nicht "pyrolytischen Kohlenstoff", wie er oben definiert wurde, umfaßt. Demzufolge ist bei der in FIG. 4 gezeigten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung die Kupplungsscheibe 63, welche beispielshalber nur als blanke Stahlscheibe beschrieben wurde, eine "nicht-pyrolytische Kohlenstoff"-Scheibe oder eine Scheibe mit "nicht-pyrolytischen Kohlenstoff"-Reibungsflächen. Im Falle einer blanken Stahlscheibe bezeichnet natürlich der Begriff "nicht-pyrolytisches Kohlenstoff"-Reibungsmaterial in der Realität die Abwesenheit eines jeglichen der blanken Stahlscheibe hinzugefügten Reibungsmaterials, d.h. die blanke Oberfläche der Scheibe ist das "Reibungsmaterial".
  • Während der Entwicklung des Sperrdifferentials gemäß der vorliegenden Erfindung, wobei die aktive Kupplungsscheibengruppen gemäß FIG. 4 ausgeführt wurde, stellte sich heraus, daß eine ansteigende Temperatur nicht zu einer verlängerten Eingriffszeit und einem verringerten Drehmomentübertragungsvermögen führt, wie dies bei bekannten Sperrdifferentialen der Fall war. Ferner ist es mit der vorliegenden Erfindung möglich, den Anstieg der Eingriffszeit mit dem Drehmomentübertragungsvermögen zu vermeiden, ohne daß das Gesamtdrehmomentübertragungsvermögen des Sperrdifferentials abnimmt. Dieser Aspekt der Erfindung wird nachfolgend beschrieben.
  • Es ist aus der oben erwähnten US 4 700 823 bekannt, pyrolytisches Kohlenstoff-Reibungsmaterial auf einer wesentlichen Anzahl von Reibungsflächen innerhalb der Kupplungsscheibengruppen eines schlupfbegrenzenden Differentials zu verwenden. Wie aus FIG. 4 ersichtlich ist, erhöht jedoch das Hinzufügen von pyrolytischem Kohlenstoff-Reibungsmaterial auf beiden Reibungsflächen des Scheibenbauteils 73 die axiale Gesamtdicke der Scheibenbaugruppe 71 wesentlich (obschon FIG. 4 nicht "maßstabsgerecht" sein soll). Folglich würde, ausgehend davon, daß der gesamte axiale Raum zwischen dem Hauptnockenbauteil 43 und dem Getriebegehäuse 11 in der Art beschränkt ist, wie dies in FIG. 2 veranschaulicht ist, das Hinzufügen einer Lage aus pyrolytischem Kohlenstoff-Reibungsmaterial an beiden Seiten einer jeden Scheibe oder selbst jeder zweiten Scheibe dazu führen, daß die gewünschte Gesamtanzahl von Scheiben nicht mehr in dem vorgegebenen Raum untergebracht werden könnte. Beispielsweise sind in FIG. 2 fünf inaktive Scheiben in der Kupplungsscheibengruppe 35 und drei aktive Scheiben in der aktiven Gruppe 61 vorgesehen, was insgesamt acht Scheiben sind. Bei der vorliegenden Ausführungsform würde das Hinzufügen von pyrolytischem Kohlenstoff zumindest jeder zweiten Scheibe, wie dies in US 4 700 823 vorgeschlagen wurde, zumindest zu einem "Verlust" von mindestens einer der inaktiven Scheiben 37 oder 39 führen. Dies würde zu einem Verlust von zwei Paaren von zusammenwirkenden Reibeflächen aus insgesamt vier Paaren von Reibeflächen in der Drehmoment übertragenden inaktiven Gruppe 35 führen, was zu einem Verlust von etwa 50% des Drehmomentübertragungsvermögens der inaktiven Scheiben in der Kupplungsscheibengruppe 35 führen würde.
  • Nachdem im Betrieb das Sperrdifferential gemäß der vorliegenden Erfindung einige Eingriffsvorgänge durchlaufen hat, wodurch sich die Temperatur der Kupplung erhöht, erhöht sich der Reibungskoeffizient der pyrolytischen Kohlenstoffiagen 75 tatsächlich mit ansteigender Temperatur (siehe FIG. 5). Wenn sich der Reibungskoeffizient erhöht, verkürzt sich tatsächlich die Eingriffszeit der Kupplungsscheibengruppe 35 (d.h. es ergibt sich ein kürzeres ΔT, bis der Eingriff auftritt). Als ein Ergebnis dieser Veränderungen mit der Temperatur erhöht sich tatsächlich das Gesamtdrehmomentübertragungsvermögen des Differentials (d.h. das maximale Drehmoment, bis ein Schlupf auftritt) bei wiederholter Benutzung. Deshalb erfolgt hier die Bezugnahme auf ein "einstellbares" Sperrdifferential, was nur bedeutet, daß bei wiederholter Benutzung und ansteigender Temperatur sich die Eingriffszeit verkürzt und das Gesamtdrehmomentübertragungsvermögen ansteigt.
  • Während der Entwicklung der vorliegenden Erfindung und gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wurde festgestellt, daß im Falle, daß die aktive Kupplungsscheibengruppe erfindungsgemäß wie in FIG. 4 dargestellt ausgeführt wird, es zu bevorzugen ist, den Nockenmechanismus 41 abzuändern. Insbesondere wurde beobachtet, daß sich aufgrund der Verwendung des pyrolytischen Kohlenstoff-Reibungsmaterials 75 eine schnellere Eingriffsrate ergibt.
  • Deshalb stellte sich heraus, daß es zu bevorzugen ist, den Nockenwinkel A zu vergrößern, um die erhöhte Aggressivität auszugleichen, die mit der Verwendung des pyrolytischen Kohlenstoff-Reibungsmaterials in den aktiven Scheiben verbunden ist. Insbesondere wurde bei der vorliegenden Ausführungsform der Nockenwinkel A um etwa ein Grad für jedes Scheibenbauteil mit pyrolytischem Kohlenstoff auf seinen Kupplungsflächen erhöht. Deshalb wurde, wie in FIG. 4 gezeigt, bei nur einer einzelnen Scheibe 73, die mit pyrolytischem Kohlenstoff versehen ist, der Nockenwinkel A des Nockenbauteils 43 von etwa 12,5 Grad auf etwa 13,5 Grad vergrößert. Wie es dem Fachmann nun bekannt ist, kann, falls der Eingriff der Kupplungsscheibengruppe in einem Sperrdifferential zu schnell auftritt, beispielsweise in weniger als 0,1 Sekunden, das Differential zwischen dem verriegelten und dem unverriegelten Zustand oszilieren. Falls andererseits der Eingriff der Kupplungsscheibengruppe mehr als etwa eine Sekunde erfordert, kann das über die sich während dieser Zeitdauer relativ bewegenden Kupplungsscheiben übertragene Drehmoment hinreichend sein, um die Kupplung zu verbrennen, wodurch sie für nachfolgende Eingriffsvorgänge unbrauchbar wird. Folglich ist das Einstellen des Nockenwinkeis A zwecks Kompensation der Verwendung des pyrolytischen Kohlenstoff-Reibungsmaterials in der aktiven Kupplungsscheibengruppe 61 ein wesentlicher Aspekt der vorliegenden Erfindung.
  • Die Erfindung wurde in der vorhergehenden Beschreibung sehr detailliert beschrieben, und es wird angenommen, daß sich für den Fachmann aus dieser Beschreibung verschiedene Abänderungen und Modifikationen der Erfindung ergeben. Alle solchen Abänderungen und Modifikationen sollen in der Erfindung eingeschlossen sein, insofern sie im Rahmen der anhängenden Ansprüche liegen.

Claims (8)

1. Differentialgetriebemechanismus mit einem Getriebegehäuse (11), das eine Getriebekammer (13) bestimmt, einer in der Getriebekammer angeordneten Differentialgetriebeanordnung, die mindestens ein Antriebsrad (19) und ein erstes (23) und ein zweites (25) Abtriebsrad beinhaltet; einer Verriegelungsanordnung zum Verriegeln der Differentialgetriebeanordnung zwecks Verzögerung der Differentialwirkung, wobei die Verriegelungsanordnung eine Kupplungsanordnung (35, 57, 61) aufweist, die zwischen einem Eingriffszustand, der wirksam ist, um eine relative Drehung zwischen dem Getriebegehäuse und den Abtriebsrädem zu verzögern, und einem Außereingriffszustand betätigbar ist; wobei die Verriegelungsanordnung ferner eine Nockenanordnung (41) aufweist, die in Wikrungsverbindung mit der Kupplungsanordnung steht und ein erstes (23) und ein zweites (43) Nockenbauteil aufweist, wobei das zweite Nockenbauteil mit Bezug auf das erste Nockenbauteil in Abhängigkeit von einer relativen Drehung zwischen diesen axial bewegbar ist, um den Eingriffszustand der Kupplungsanordnung zu bewirken; wobei die Kupplungsanordnung eine direkt benachbart dem zweiten Nockenbauteil (43) angeordnete aktive Kupplungsanordnung (61) aufweist, die betätigbar ist, um den Eingriffszeitpunkt der Kupplungsanordnung zu bestimmen, dadurch gekennzeichnet, daß die aktive Kupplungsanordnung (61) mindestens zwei miteinander in Eingriff tretende Kupplungsflächen aufweist, wobei eine der beiden Kupplungsflächen ein pyrolytisches Kohlenstoffreibmaterial (75) aufweist und wobei die andere der beiden Kupplungsflächen ein nicht-pyrolytisches Kohlenstoffreibmaterial (63) aufweist.
2. Differentialgetriebemechanismus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsanordnung (35, 57, 61) ferner eine inaktive Kupplungsanordnung (37, 39, 57) aufweist, die betätigbar ist, um für einen wesentlichen Teil des Drehmomentübertragungsvermögens der Kupplungsanordnung zu sorgen, wobei die inaktive Kupplungsanordnung eine Mehrzahl von miteinander in Eingriff tretenden Kupplungsflächen (37, 39) aufweist, die alle ein nicht-pyrolytisches Kohlenstoffreibmaterial aufweisen.
3. Differentialgetriebemechanismus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem nicht-pyrolytischen Kohlenstoffreibmaterial um eine gestanzte Stahlkupplungsscheibe handelt.
4. Differentialgetriebemechanismus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aktive Kupplungsanordnung (61) zwei Paare von miteinander in Eingriff tretenden Kupplungsflächen aufweist, wobei eine Kupplungsfläche jeweils eines Kupplungsflächenpaares ein pyrolytisches Kohlenstoffreibmaterial (75) aufweist und wobei die jeweils andere Kupplungsfläche der Kupplungsflächenpaare ein nicht-pyrolytisches Kohlenstoffreibmaterial (43, 63) aufweist
5. Differentialgetriebemechanismus nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aktive Kupplungsanordnung (61) eine Mehrzahl N von Kupplungsscheiben (73) aufweist und die inaktive Kupplungsanordnung (37, 39, 57) eine Mehrzahl von mindestens 2N Kupplungsscheiben aufweist.
6. Differentialgetriebemechanismus nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die inaktive Küpplungsanordnung eine erste inaktive Kupplungsgruppe (37, 39), die direkt benachbart der aktiven Kupplungsanordnung (61) angeordnet ist und mit dem ersten Abtriebsrad (23) in Wirkungsverbindung steht, sowie eine zweite inaktive Kupplungsgruppe (57) aufweist, die mit dem zweiten Abtriebsrad (25) in Wirkungsverbindung steht.
7. Differentialgetriebemechanismus nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die aktive Kupplungsanordnung (61) eine Mehrzahl N von Kupplungsscheiben (73) aufweist und die erste (37, 39) und die zweite (57) inaktive Kupplungsgruppe zusammen eine Mehrzahl von mindestens 3N von Kuppluingsscheiben aufweisen.
8. Differentialgetriebemechanismus nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und das zweite Nockenbauteil (23, 43) einen Nockenwinkel (A) bestimmen, der, falls die miteinander in Eingriff tretenden Nockenflächen kein pyrolytisches Kohlenstoffreibmaterial (75) aufweisen, größer als der nominelle Nockenwinkel ist, der durch das erste und das zweite Nockenbauteil bestimmt ist.
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