DE693336C - Messvorrichtung mit einer dem Quadrat der Messgroesse proportionalen Stellkraft - Google Patents

Messvorrichtung mit einer dem Quadrat der Messgroesse proportionalen Stellkraft

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DE693336C DE1933G0086040 DEG0086040D DE693336C DE 693336 C DE693336 C DE 693336C DE 1933G0086040 DE1933G0086040 DE 1933G0086040 DE G0086040 D DEG0086040 D DE G0086040D DE 693336 C DE693336 C DE 693336C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F1/00Measuring the volume flow or mass flow of fluid or fluent solid material wherein the fluid passes through a meter in a continuous flow
    • G01F1/05Measuring the volume flow or mass flow of fluid or fluent solid material wherein the fluid passes through a meter in a continuous flow by using mechanical effects
    • G01F1/34Measuring the volume flow or mass flow of fluid or fluent solid material wherein the fluid passes through a meter in a continuous flow by using mechanical effects by measuring pressure or differential pressure
    • G01F1/50Correcting or compensating means

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Description

  • Meßvorrichtung mit einer dem Quadrat der Meßgröße proportionalen Stellkraft Bei der Strömungsmengenmessung nach der Kompensationsmethode und auch auf anderen Gebieten der Mefitedlinilt wird häufig eme dem Quadrat der Meßgröße proportionale Stellkraft benutzt. Daraus ergibt sich die Aufgabe, lein Meßwerk zu schaffen, das trotz der genannten quadratischen Beziehung zwischen der gesuchten Größe und der für sie als Maß dienenden Stellkraft eine lineare Abhängigkeit des Verstellweges bzw. -winkiels des Zeigers von der gesuchten Größe aufweist.
  • Die Erfindung betrifft eine Meßvorrichtung mit einer dem Quadrat der Meßgröße proportionalen Stellkraft, die nach der Kompensationsmethode zur Erzielung einer der Meßgröße linear proportionalen Stellgröße in der Weise gemessen wird, daß sowohl die Stellkraft als auch die von einer Feder gelieferte kompensierende Kraft an den Enden eines doppelarmigen Hebels angreifen und die Drehmomente beider Kräfte durch von dem Servomotor - bewirkte Änderung des Hebelarmverhältnisses abgeglichen werden. Das wesentliche Kennzeichen der Erfindung besteht darin, daß der Drehpunkt des Hebels ortsfest ist und die Kompensation durch das veränderliche Drehmoment einer Feder erfolgt, deren eines Ende durch den Servomotor längs einer Führung verschoben wird, die ein Kreisbogen ist, und deren anderes Ende an !einem Punkt ;angreift, der bei erfolgter Kompensation den Mittelpunkt des Kreisbogens bildet.
  • Es ist bereits eine Meßvorrichtung nach der Kompensationsmethode bekanntgeworden, bei der die Kompensationskraft von einer Feder geliefert wird die an einem zweiarmigen, unter Änderung des Angriffswinkels der Federkraft durch einen Servomotor schwenkbaren Hebel angreift. Bei dieser Meßvnrnchtung muß zur Herstellung einer linearen Beziehung zwischen Verstellweg und gesuchter Größe die Kompensationsfeder auf sehr umständliche Weise gelagert und eine Radizierungskurve mit spiralförmiger Führungskante verwendet werden. Nach erfolgter Kompensation ist nicht nur eine Änderung des Angriffswinkels der Feder, sondern auch eine Änderung der Federspanrnung einem treten. Es ergeben sich also außerordentlich verwickelte Verhältnisse, die die Berechnung und Herstellung einer solchen Radizierungskurve schwierig gestalten.
  • Bei einer anderen bekannten Meßvorrichtung nach der Kompensationsmethode mit linearer Anzeige wirkt die der Meßgröße quadratisch proportionale Stellkraft auf das eine Ende eines fliegend gelagerten doppelarmigen Hebels ein, während am anderen Ende eine Feder angreift, die die Kompensationskraft liefert. Das erforderliche Gleichgewicht der beiden Kräfte wird dabei durch Verschieben des Hebeldrehpunktes hergestellt.
  • Nach erfolgter Kompensation der Stellkraft ist die Spannung der Kompensationsfeder immer die gleiche, es wird also, ähnlich wie bei der erfindungsgemäßen Einrichtung, das Gleichgewicht lediglich durch Änderung der Hebelarmverhältnisse erzielt. Bei dieser Meßvorrichtung ist die Anordnung eines fliegend gelagerten doppelarmigen Hebels für Meßinstrumente eine konstruktiv ungünstige Anordnung, so daß auch in dieser Hinsicht die erfindungsgemäße Lösung vorteilhafter ist.
  • Die Zeichnung veranschaulicht einige Ausführungsbeispiele in schematischer Darstellung. Bei der in Fig. I gezeigten Ausführung ist bei I eine Membran o. dgl. angedeutet, auf die von der einen Seite die mit der gesuchten Größe in quadratischer Beziehung stehende und für sie als Maß dienende Kraft Q einwirkt. Auf die andere Seite der Membran I wird von einem bei A drehbar gelagerten Dopeplhebel 2 die der Kraft Q entgegengesetzt gerichtete KompensationskraftP übertragen, die nach erfolgtem Ausgleich entsprechend dem Kompensationsprinzip die gleiche absolute Größe wie die Kraft Q aufweisen muß. An dem oberen Teil des doppelarmigen Hebels 2 greift eine Zugfeder 3 an, die mit ihrem einen Ende an einem festen Teil des Gehäuses 0. dgl. befestigt ist und nach erfolgter Kompensation eine an dem Hebel 2 rechtwinklig angreifende Zugkraft von der konstanten Größe K1 entwickelt. Der untere Arm des Hebels 2 verläuft nach einem Viertelkreis mit dem Mittelpunkt in B. Mit 4 ist ein in der Längsrichtung elastisch dehnbares Organ bezeichnet, das um eine durch den Punkt B gehende Drehachse drehbar ist und mit seinem anderen Ende mittels einer Rolle 4a auf dem kreisförmigen Arm 9 des Hebels 2 geführt ist. Der Teil 4 kann beispielsweise aus zwei teleskopartig ineinander verschieblichen Teilen bestehen, die eine Zugfeder in der zusammengeschobenen Lage zu halten sucht. Diese Feder bzw. das Organ 4 entwickelt nach Herstellung des Gleichgewichtes zwischen P und Q eine Kraft von der Größe K2. Mit dem Organ 4 wird ein Zeiger linear gekuppelt. Gegebenenfalls kann, wie das in Fig. I dargestellt ist, das Organ 4 den Zeiger 5 unmittelbar tragen oder bilden. 6 ist die dem Zeiger 5 zugeordnete Skala.
  • Man ersieht aus der Zeichnung, daß bei Änderung des Ausschlagwinkels z des Organs 4 sich der strichpunktiert eingezeichnete wirksame Hebelarm A C der von dem Organ 4 ausgeübten Kraft ändert wd damit auch das von dem Organ 4 auf den Hebel 2 übertragene Moment geändert wird. Mit der Membran I, an deren Stelle auch ein anderes verschiebliches Element treten kann, wird in der bei Kompensationseinrichtungen üblichen Weise eine Kontakt- oder Relaiseinrichtung kombiniert, mittels der bei einer Auslenkung des Elementes I im einen oder anderen Sinne ein nicht dargestellter Antrieb im einen oder anderen Sinne eingeschaltet wird. Dieser Antrieb verstellt das Organ 4, und zwar so lange und in solchem Sinne, bis das Element I wieder in die Nullage zurückgekehrt ist und die Kraft P eine mit der Kraft Q übereinstimmende Größe erreicht hat. Der Ausschlag des Organs 4 nach erreichtem Ausgleich gibt also ein eindeutiges Maß für die Größe der Kraft Q und damit auch für die gesuchte Meßgröße. Die Teilung der Skala 6 ist dabei linear, wie sich aus folgender Beweisführung ergibt. Im Gleichgewichtszustand gilt P# l3 = K1 # l1 - K2 12 cos a; wird 11 = 12 gewählt, so gilt weiterhin Kt = K2 12 = Ct. Damit ergibt sich für die erste Gleichung die Form P 13 = C1 # (1 - cos a); P = C (1 - cos a), worin C2=1,' ist. Entwickelt man cos x nach einer Reihe, so ergibt sich a2 a4 a6 cos a 1 - + 6! '+ 2! 4. 6! Daraus ergibt sich bei Vernachlässigung des dritten und der folgenden Glieder a 2 cos a = I ~~ 2 ! . Führt man diesen Wert in die obige Gleichung ein, so erhält man α 2 P = C2 (1 - (1 - 2 !)) = C5 a 2 worin C3 eine neue Konstante ist.
  • Die Gegenkompensationskraft P ändert sidi also quadratisch bei linearem Verstellwinkel a. Besteht nun zwischen der gesuchten Meßgrößex und der als Maß für sie dienenden Kraft Q die Beziehung Q = C4 # X2, worin C4 eine Konstante ist, so ergibt sich in Verbindung mit der vorhergehenden Gleichung für den Gleichgewichtsfall der Meßeinrichtung C3 # α² = C4 # x² und daraus z = C5 worin C, wieder eine Konstante ist. Es ist also in der Tat eine lineare Beziehung zwischen dem Ausschlagswinkel z des Zeigers und der gesuchten Meßgröße x erreicht.
  • Die obige Entwicklung läßt erkennen, daß infolge der Vernachlässigung des dritten und der folgenden Glieder der für cos a angegebenen Reihe eine Näherungsmethode vorliegt.
  • Berechnet man die Glieder α4 und α6 (alle 4! 6! xteiberen Glieder sind von so geringem Einfluß, daß sie unberücksichtigt bleiben können) für verschiedene Werte zwischen a = 0° und a= go0, so ergibt sich die in Fig. 2 dargestellte Fehlerkurve. Man sieht, daß im unteren Bereich der Fehler klein ist. Durch Beschränkung des Maximalausschlages auf diesen unteren Bereich kann man also den maximalen Fehler klein halten. Statt dessell kann man natürlich auch den Fehler durch eine leichte im allgemeinen nicht störende Abweichung von der linearen Teilung der Skala 6 beseitigen.
  • Das Ausführungsbeispiel nach Fig. I läßt sich gemäß der Darstellung nach Fig. 3 und 4 abwandeln. Diese Ausführung unterscheidet sich im wesentlichen dadurch von der nach Fig. I, daß erfindungsgemäß das Organ 4 mit seinem einen Ende an dem unteren, zweckmäßig'geraden Arm des Hebels 2 drehbar oder leicht biegsam befestigt und mit seinem anderen Ende an einem sich auf der Kreisbahn g bewegenden Punkt 8 des Zeigers 5 befestigt ist, wie das aus der Seitenansicht gemäß Fig. 4 deutlicher sichtbar ist. Die Drehachse des Zeigers 5 ist in gleicher Weise wie bei der Ausführung, nach Fig. I das Organ 4 mit dem Kompensationsantrieb gekuppelt. Die Wirkungsweise ist im übrigen die gleiche wie bei der Ausführung nach Fig. I.
  • Gemäß der Darstellung nach Fig 5 wird die Feder 4 vermittels einer Rolle 7 auf der Kreisbahn 9 geführt. Die Feder 4 und der mit ihr bewegbare Zeiger 5 sind wiederum um einen unveränderlichen Punkt an dem Hebel 2 drehbar gelagert.
  • Es ist klar, daß an die Stelle des Zeigers auch ein von dem Meßwerk zu beeinflussendes Regelorgan oder der drehbewegliche Teil eines Fermneßgebers usw. treten kann. Wenn daher hier und in den Ansprüchen der klareren Bezeichnung wegen der Ausdruck Zeiger verwendet ist, so ist dieser Ausdruck in weiterem Sinne zu verstehen.
  • Endlich kann auch die beschriebene Einrichtung benutzt werden, um für geeignete Zwecke eine mit der linearen Verstellung eines Organs quadratisch anwachsende Kraft P zu erzeugen.
  • Die neue Einrichtung ist u. a. für Strömungsmesser bestimmt, bei denen bekanntlich die Formel v = 1/ 2 gh gegeben ist und ein der Größer entsprechender Druck zur Verfügung steht. Die Einrichtung kann aber auch sonst Anwendung finden, z. B. auch dann, wenn die ein Maß für die gesuchte Größe gebende Größe zwar zu der ersten in einer quadratischen Beziehung steht, aber nicht als Kraft, sondern z. B. als elektrische Größe zunächst zur Verfügung steht. Mail kann hier leicht, wie es an sich bekannt ist, durch elektrische Steuerung von Blasvorrichtungen usw. aus der zur Verfügung stehenden elektrischen Größe eine proportionale Kraft bilden, die somit zu der' gesuchten Größe in einer quadratischen Beziehung steht.
  • Diese Kraft kann dann in die beschriebene Einrichtung an der Stelle I - eingeführt werden.
  • PATENTBNSPRCHE: I. Meßvorrichtung mit einer dem Quadrat der Meßgröße proportionalen Stellkraft, die nach der Kompensationsmethode zur Erzielung einer der Meßgröße linear proportionalen Stellgröße in der Weise gemessen wird, daß sowohl die Stellkraft als auch die von einer Feder gelieferte kompensierende Kraft an den Enden eines doppelarmigen Hebels angreifen und die Drehmomente beider Kräfte durch von dem Servomotor bewirkte Änderung des Hebelarmverhältnisses abgeglichen werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehpunkt des Hebels ortsfest ist und die Kompensation durch das veränderliche Drehmoment einer Feder erfolgt, deren eines Ende durch den Servomotor längs einer Führung verschoben wird, die ein Kreisbogen ist, und deren anderes Ende an einem Punkt angreift, der bei erfolgter Kompensation den Mittelpunkt des Kreisbogens bildet.

Claims (1)

  1. 2. Meßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die kreisförmige Kurvenbahn einen Arm des Hebels (2) bildet.
    3. Meßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (4) einerseits an einem geraden Arm des Hebels (2) und andererseits an einem sich auf einer Kreisbahn (g) bewegenden und 'mit dem Zeiger (5)- linear gekuppelten oder verbundenen Teil (8) angreift.
    4. Meßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die an dem Hebel (2) um einen unveränderlichen Punkt drehbar gelagerte Feder (4) mit ihrem anderen Ende, z. B. mittels einer Rolle, auf einer feststehenden kreisförmigen Kurvenbahn geführt ist.
    5. Meßvorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der doppelarmige Hebel (2) auf der einen Seite seines Drehpunktes (24) unter dem Einfluß der Feder (4), auf der anderen Seite unter dem Einfluß einer im Gleichgewichtszustand des Systems -stets das gleiche Moment ausübenden Kraft (Feder 3) steht und zwischen dem Angriffspunkt dieser Kraft und seinem Drehpunkt ein Element zur Ableitung der Kompensationsgegenkraft (P) aufweist.
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