DE693159C - Selbsttragender Schalenkoerper aus durchsichtigem Werkstoff bei Flugzeugen - Google Patents
Selbsttragender Schalenkoerper aus durchsichtigem Werkstoff bei FlugzeugenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C1/00—Fuselages; Constructional features common to fuselages, wings, stabilising surfaces or the like
- B64C1/14—Windows; Doors; Hatch covers or access panels; Surrounding frame structures; Canopies; Windscreens accessories therefor, e.g. pressure sensors, water deflectors, hinges, seals, handles, latches, windscreen wipers
- B64C1/1476—Canopies; Windscreens or similar transparent elements
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- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
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Description
Es ist bereits bekannt, einen erheblichen . Teil der Begrenzungswände von Aufenthaltsräumen
für Menschen in Luftfahrzeugen o. dgl. durchsichtig zu gestalten. So hat man
beispielsweise bei solchen Flugzeugen, bei denen im Rumpfvorderteil ein Aufenthaltsraum
für Menschen angeordnet ist, die ganze Rumpfnase als Fenster mit einer Vielzahl
von Scheiben ausgebildet, um auf diese Weise
ίο möglichst gute Sichtverhältnisse nach außen
zu schaffen. Die einzelnen Fensterscheiben sitzen "hierbei in .Rahmenleisteii (Sprossen),
die die Stäbe eines gewölbeartig geformten Gitters bilden. Die Scheiben übertragen die
auf .sie wirkenden Kräfte auf das ein Traggerüst darstellende Sprossengitter, das der
durchsichtigen Wand die erforderliche Formsteifigkeit gibt. Ganz abgesehen davon, daß
das Sprossengitter einen Mehraufwand an Gewicht bedingt, ist es schwierig, die Fensterscheiben
so im Sprossengitter anzuordnen, daß die durch Sprossen und Scheiben gebildete
Rumpfaußenfiäche keinerlei Vor- oder Rücksprünge aufweist. Ferner sind die Sichtverhältnisse
bei den bekannten Ausbildungen stets durch die Sprossen und -den übrigen
undurchsichtigen Teil der Begrenzungswände des Aufenthaltsraumes beeinträchtigt. So ist
es beispielsweise nicht möglich, im "Inneren des Aufenthaltsraumes Bodenbeobachtungsgeräte
ortsfest anzuordnen, da stets der Fall eintreten kann, daß das zu beobachtende Ziel
durch eine Sprosse verdeckt ist. ' Außerdem ist es besonders bei solchen Luftfahrzeugen,
die größeren Temperatur- und Druckunterschieden ausgesetzt sind, schwierig, die Scheiben
zuverlässig und zugleich dicht schließend zu befestigen, da sie sich, namentlich wenn
sie aus einem durchsichtigen Kunstharz bestehen, bei Temperaturänderungen ausdehnen
und zusammenziehen. Es ist ferner bekannt, einen Teil der oberen Begrenzungswände
eines Aufenthaltsraumes in Luftfahrzeugen aus durchsichtigem Werkstoff zu fertigen,
welcher als selbsttragender Schalenkörper ausgebildet ist. Es bietet jedoch auch ein
solcher Aufenthaltsraum keine unbehinderten Sichtverhältnisse, insbesondere entfällt die
Möglichkeit einer ausreichenden Bodenbeobachtung. Außerdem ist bei Doppelfenstern in
Flugzeugen, deren Zwischenraum von einem Wärmeträger durchströmt wird, bereits vorgeschlagen
worden, die äußere Hilfsscheibe im Verhältnis zur inneren Hauptscheibe
dünnwandig auszuführen.
ίο Durch die Erfindung werden nun zunächst
diese Nachteile vermieden, indem ein selbsttragender Schalenkörper aus durchsichtigem
Werkstoff so gestaltet ist, daß er eine ringförmig die Luftfahrzeuglängsachse oder eine
Parallelachse umgebende Wand bildet, und zwar in der Größe, daß mindestens ein Aufenthaltsraum
für einen Menschen in sitzender Stellung umschlossen wird. Dieser Aufenthaltsraum
kann an einem der Rumpf enden oder auch an beliebiger Stelle zwischen den
Enden liegen. Es entfallen die Sprossengitter, so daß im Blickfeld liegende sichtversperrende
Bauteile tunlichst vermieden sind. Infolge Wegfalls der bei den bekannten Anordnungen
zwecks Aufnahme der auftretenden Kräfte entsprechend stark auszubildenden
Sprossen werden außer einer Gewichtserleichterung eine ganz glatte Oberfläche und
mithin ein guter Luftabnuß ohne örtliche Wirbelbildung erzielt. Durch Ausbildung der
durchsichtigen Wand als tragender Schalenkörper ist sie geeignet, Gasdruckbeanspruchungen
aufzunehmen, wie z. B. bei unter innerem Überdruck stehenden Höhenkammern von Luftfahrzeugen.
Um eine zu hohe Beanspruchung der durchsichtigen Wand durch an der Wand örtlich
angreifende Einzelkräfte, wie z. B. Gewichtsund Massenkräfte der im Aufenthaltsraum
unterzubringenden Lasten, sowie durch Steuerkräfte u. dgl. zu vermeiden, ragen gemäß der
Erfindung besondere, am Rumpfgerüst o. dgl.
festgelegte Tragglieder in den von der dutchsichtigen
Wand umschlossenen Teil des Aufenthaltsraumes hinein, an denen die Sitze,
Steuerungsteile o. dgl. befestigt sind. Diese Tragglieder sind zweckmäßig so angeordnet,
daß sie die Sichtverhältnisse möglichst wenig beeinträchtigen. Sofern solche Kräfte im
Verhältnis zur Widerstandsfähigkeit der Wand nicht übermäßig hoch sind, kann auf
die Anordnung derartiger Tragglieder auch verzichtet werden.
Befindet sich der Aufenthaltsraum in der
Rumpfspitze des Luftfahrzeuges, so wird der selbsttragende kuppelartige Schalenkörper als
Rümpfspitze ausgebildet, die als Rotationskörper entstanden ist und deren Durchmesser
mindestens gleich der Höhe eines sitzenden Menschen ist. Durch diese Ausbildung besitzt
die Wand eine gute Widerstandsfähigkeit gegen Gasdruckbeanspruchungen und eignet sich deshalb besonders gut als Begrenzungswand
für eine unter innerem Überdruck stehende Höhenkammer.
Die Wand besteht beispielsweise aus einem durchsichtigen, formbaren Kunstharz. Um
eine günstige Spannungsverteilung im Werkstoff der Wand zu erzielen, erfolgt ihr Anschluß
an den übrigen Teil des Luftfahrzeuges vorteilhaft in einer wenigstens angenähert
senkrecht zur Längsachse des umschlossenen Raumes stehenden Ebene.
Die Befestigung einer solchen Wand am übrigen Flugzeugkörper wird gemäß der Erfindung
unter Vermeidung von festigkeitsmindernden Bohr- und Gewindelöchern in der
Weise bewirkt, daß der anschlußseitige Rand der Wand einen Wulstring bildet, an dem die
Befestigungsglieder angreifen. Letztgenannte können verschieden ausgebildet sein, beispielsweise
kann der Wulstring in einer entsprechend ringförmig verlaufenden, den Wulst klauenartig umgreifenden Fassung gehalten
werden, die mit dem übrigen Teil des Luftfahrzeuges zweckmäßig lösbar verbunden
ist.
Eine andere Befestigungsart der durchsichtigen Wand ist die, daß der Wulst einseitig
über die anschließende durchsichtige Wand nach innen vorsteht. Seine innere
Schulterfläche wird von Festhaltegliedern erfaßt, die den Wulst mit seiner Stirnfläche
gegen den ein festes Widerlager bildenden
übrigen Teil des Luftfahrzeuges anziehen. Es sind noch Einrichtungen vorgesehen, die ein
gegenseitiges Verschieben der durchsichtigen Wand und 'des übrigen Teiles des Luftfahrzeuges
in Richtung der Anschlußebene verhindern,
'oo
Um eine Biegungsbeanspruchung der durchsichtigen Wand an ihrer Befestigungsstelle
zu vermeiden, . weist sie an der Stelle des
Wulstes ein; außen herumgelegtes Spannglied,
beispielsweise einen schließend aufgezogenen '05 Ring auf, der ein. Nachgeben der durchsichtigen
Wand verhindert.
Um auch dann, wenn beim Flug in, größeren Höhenlagen und bei tieferen Temperaturen
die Gefahr der Vereisung der durchsichtigen Begrenzungswand des Aufenthaltsraumes vorliegt, diese Vereisung zu vermeiden,
und. eine gute Sichtmöglichkeit aufrechtzuerhalten, kann diese Begreinzungswand in
an sich bekannter Weise doppelwandig ausgebildet sein, wobei der Zwischenraum zwischen
dem äußeren und inneren Wandteil von einem gasförmigen Wärmeträger durchströmt
wird. Die Temperatur des Wärmeträgers wird so gehalten, daß eine Vereisung der «ao
Wandteile nicht eintreten kann. Die Beheizung der Wandteile bewirkt außerdem, daß
ihre Werkstoffeigenschaften im wesentlichen unverändert bleiben. .
Zweckmäßig weist der äußere Wandteil eine geringere Wandstärke auf als der innere.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn er in Art eines Films außerordentlich dünnwandig ausgeführt
ist, wobei er zum Zwecke der Entlastung durch auf dem 'dickeren, iimerem Wandteil
festliegende Stege abgestützt wird, die ίο zweckmäßig in Ebenen liegen, die in Flugrichtung
verlaufen. Der gasförmige Wärmeträger steht dann unter einem Druck, der im
wesentlichen dem an der Außenseite des äußeren Wandteils herrschenden Druck gleich
ist. Durch dies'e Ausbildung wird nicht nur an Gewicht gespart, sondern es wird auch ein
günstiger Wärmedurchfluß zu der Außenseite des äußeren Wandteils erreicht. Der dickere,
innere Wandteil nimmt dann seinerseits die durch den inneren Überdruck entstehenden
Beanspruchungen auf, während der äußere Wandteil, der wegen seiner Dünnwandigkeit
dem Wärmedurchgang von seiner Innen- zur Außenfläche einen geringen Widerstand entgegengesetzt,
durch den dem Außendruck angepaßten Druck des Wärmeträgers und durch die Stege in seiner Form gehalten wird.
Der Erfindungsgegenstand ist in den Abbildungen in einem Ausführungsbeispiel dargestellt,
und zwar zeigen:
Abb. ι den Rumpfvorderteil eines Flugzeuges, wobei die Rumpfnase zum Teil im
Längsschnitt dargestellt ist,
Abb. 2 einen Schnitt quer zur Rumpflängsachse -nach der· Linie II-II der Abb. 1,
Abb. 3 und 4 vergrößerte Schnittdarstellungen zweier Befestigungsarten der durchsichtigen
Wandungen.
Das Flugzeug besitzt am Rumpfvorderteil den Aufenthaltsraum 1. Am vorderen Teil
des Aufenthaltsraumes bestehen seine Begrenzungswände aus einer doppelwajndigen, durchsichtigen
Wand mit den Wandteilen 2 und 3, von denen der innere Wandteil 2 einen tragenden
Schalenkörper bildet. Die Wandteile 2 und 3 sind in einer senkrecht zur Längsmitte
stehenden Ebene an den übrigen Teil 20 des Flugzeuges angeschlossen. In dem von der
. durchsichtigen Wand umschlossenen Teil des Raumes ι ragt der Holm 4 hinein, der mit
seinem vorderen Ende den inneren Wandteil 2 durchdringt und dessen hinteres Ende gegenüber
dem Flugzeug fest abgestützt ist. Er is't als Rohrholm ausgebildet und dient als Zuleitung
für den dem Zwischenraum 19 zwischen den Wandteilen 2 und 3 zuzuführenden
Wärmeträger. Am vorderen Ende trägt der Holm 4 die Flanschen 5·, zwischen denen der
Wandteil 2 derart geführt ist, daß ein druckdichter Abschluß erreicht, der Wandteil jedoch
nicht starr gehalten wird. Sodann sind am Tragholm 4 die Sitze 6 sowie die Steuerungsteile
7 befestigt.
Zum Anschluß an den übrigen Teil 20 des Flugzeuges bildet der anschlußseitige Rand
des Wandteils 2 bei der Ausführung gemäß Abb. 4 einen Wulst 8, der in der lösbar am
übrigen Teil des Flugzeuges befestigten, den Wulst klauenartig umgreifenden Fassung 9
gehalten ist. Vor der Befestigung weist die Fassung 9 die in strichpunktierten Linien angedeutete
Formgebung auf, sie wird nach Einlegen einer Gummischicht 10 und Einfügen
des Wulstes durch Zusammenbiegen der Fassungsränder in die ausgezogen dargestellte
Form gebracht, wobei die Nachgiebigkeit der Gummischicht 10 eine Verletzung
des Wulstes 8 verhindert und einen druckdichten Abschluß bewirkt.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Abb. 3 steht der Wulst 8' nur einseitig über die anschließende
Wand vor. An seiner inneren Schulterfläche 11 wird er von dem Spannglied
12 erfaßt, daß seine Stirnfläche 13 gegen den eine entsprechende Widerlagerfläche bildenden
übrigen Teil 20 des Luftfahrzeuges anzieht. Das Spannglied 12 besteht aus einem
Ring rinnenförmigen Querschnitts, dessen Seitenflänsche 14 und 15 gegen die geneigt
verlaufende Schulterfläche 11 des Wulstes 8' oder gegen eine gleichfalls geneigt verlaufende
Schulterfläche 16 des übrigen Teiles 20 des Luftfahrzeuges anliegen. Durch Spreizen des
Spanngliedes 12 wird der Wandteil 2 am. übrigen Teil 20 des Luftfahrzeuges befestigt.
Die Neigung der Schulterflächen und der Seitenflanschen des Spannringes 12 bewirkt,
daß die Stirnfläche der durchsichtigen Wandung 2 und des übrigen Teiles 20 des Luftfahrzeuges
unverrückbar mit einer gewissen Kraft gegeneinander gepreßt werden.
Um Biegungsspannungen in dem durchsichtigen Wandteil 2 an der Befestigungsstelle zu vermeiden, ist er außen von einem
schließend aufgezogenen Spannband 17 umgeben, das ein radiales Ausweichen des Wandteils
2 verhindert.
Der filmartige äußere Wandteil 3 ist bei beiden Ausführungsbeispielen durch Kleben
mit dem übrigen Teil 20 des Flugzeuges verbunden, wobei ein außen herumgelegtes Band
17' ein Lösen der Klebeverbindung verhindert. Um ein Vereisen der durchsichtigen Begrenzungswände
des Aufenthaltsraumes 1 zu verhindern, wird der Zwischenraum 19 zwisehen
den Wandteilen 2 und 3 von einem gasförmigen Wärmeträger durchströmt, dessen Temperatur genügend hoch gehalten ist, um
eine Eisbildung zu verhindern. .Zum Zwecke des guten Wärmedurchganges ist der Wandteil
3 in Art eines Films außerordentliche, dünnwandig gehalten und durch die Stege 18,
698159
die auf dem eine größere Wandstärke aufweisenden · Wandteil 2 festliegen, abgestützt
(vgl. Abb. 2). Der den Zwischenraum 19 zwischen den Wandteilen 2 und 3 durchströmende
gasförmige Wärmeträger steht unter einem Druck, der im wesentlichen dem an der
Außenseite des Wandteiles 3 herrschenden Druck gleich ist. Es wird somit die Form
und die Lage des Wandteiles 3 mit Hilfe der
Stege 18 und des Druckes des Wärmeträgers auch gegenüber dem Staudruck des Fahrtwindes
erhalten.
Der Wärmeträger wird durch den Rohrholm 4 dem Zwischenraum 19 an dessen vorderen
Teil zugeleitet, durchströmt ihn von dort aus in Richtung der eingezeichneten
Pfeile und tritt am hinteren Abschlußrand aus. Infolge der Dünnwandigkeit der Außenwand
3 wird der Widerstand, den sie dem Wärmedurchgang von ihrer Innen- zu ihrer . Außenfläche 'entgegensetzt, gering. Auch bei
großen Unterschieden der Temperaturen im Zwischenraum 19 und in der Außenluft entfällt
sonach auf die Außenwand 3 nur ein verhältnismäßig geringes Temperaturgefälle, und es läßt sich daher auch bei tieferen Außentemperaturen
die Temperatur der Außenwand sicher auf einer über dem Gefrierpunkt
liegenden Temperatur halten und sonach eine sichtbehindernde Eisbildung an der durchsichtigen
Wand vermeiden. Außerdem werden durch das Erwärmen der Wandteile 2
und 3 deren Werkstoffeigenschaften unverändert erhalten, auch wenn die Außentemperatur
in weiten Grenzen schwankt.
Wie am Ausführungsbeispiel ersichtlich, bietet der vordere Teil des Aufenthaltsraumes ι eine unbehinderte Aussicht, wobei
besondere, im Sichtwinkel liegende sichtversperrende Bauteile, wie Sprossengitter, vermieden
sind. Sodann bietet die durchsichtige Wand durch Ausbildung des Wandteiles 2 als
tragenden, die Beanspruchungen aufnehmenden Schalenkörper eine große Widerstandsfähigkeit
gegen äußere Kräfte, so daß sie sich insbesondere als Begrenzungswand eines als
Höhenkammer, ausgebildeten Aufenthaltsraumes eignet.
Claims (14)
1. Selbsttragender Schalenkörper aus durchsichtigem Werkstoff bei Flugzeugen,
gekennzeichnet durch seine Ausbildung als ringförmig die Luftfahrzeuglängsachse.
oder eine Parallelachse umgebende Wand in der Größe, daß mindestens ein Aufenthaltsraum
für einen Menschen in sitzender Stellung umschlossen wird.
2. Selbsttragender Schalenkörper aus durchsichtigem Werkstoff nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß in den von der durchsichtigen Wand (2) umschlossenen
Raum (1) gegenüber dem Luftfahrzeug fest abgestützte Tragglieder (4) hineinragen,
die zur Aufnahme von im Rauminneren wirkenden, beispielsweise durch Menschen oder Lasten erzeugten oder für
die Bedienung des Luftfahrzeuges aufzuwendenden Kräften dienern
3. Selbsttragender kuppelartiger Schalenkörper aus durchsichtigem Werkstoff,
gekennzeichnet durch seine Ausbildung als Rumpfspitze, die als Rotationskörper
entstanden ist und deren Durchmesser mindestens gleich der Höhe eines sitzenden Menschen ist.
4. Selbsttragender Schalenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschluß der durchsichtigen Wand (2) an den übrigen Teil des Luftfahrzeuges in einer wenigstens
angenähert senkrecht zur Längsachse des Raumes stehenden Ebene erfolgt.
5. Selbsttragender Schalenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der anschlußseitige Rand der Wand einen Wulstring (8, 8') aufweist, an dem die Befestigungsglieder
(9, 12) angreifen.
6. Selbsttragender Schalenkörper nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Wulstring (8) in einer entsprechend ringförmig verlaufenden, den Wulst
klauenartig umgreifenden Fassung (9) gehalten ist.
7. Selbsttragender Schalenkörper nach Anspruch S, dadurch gekennzeichnet, daß
der einseitig über die anschließende durchsichtige Wand nach innen vorstehende
Wulst (8') an der inneren Schulterfläche von Festhaltegliedern (12) erfaßt
wird, die -ihn mit seiner Stirnfläche gegen den ein festes Widerlager bildenden
übrigen Teil des Luftfahrzeuges anziehen, und daß Einrichtungen vorgesehen "05
sind, die ein gegenseitiges Verschieben der durchsichtigen. Wand und des übrigen
Teiles des Luftfahrzeuges in Richtung der Anschlußebene verhindern.
8. Selbsttragender Schalenkörper nach no
Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die durchsichtige Wand (2) am anschlußseitigen
Ende, Und zwar vorzugsweise an der einem einseitig nach innen vorspringenden
Wulst (8') gegenüberliegenden ns Wandfläche ein außen herumgelegtes
Spannglied, beispielsweise einen schließend aufgezogenen Ring (17), aufweist.
9. Selbsttragender Schalenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die durchsichtige Wand (2) in an sich bekannter Weise doppel-
wandig ausgebildet ist und der Zwischenraum zwischen den beiden Wandteilen
(2 und 3) von einem gasförmigen Wärmeträger durchströmt wird.
S
10. Selbsttragender Schalenkörper nach
Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Wandteil (3) in an sich bekannter
Weise eine geringere Wandstärke aufweist als der innere Wandteil (2).
11. Selbsttragender Schalenkörper nach einem der Ansprüche 9 und 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der äußere Wandteil (3) durch auf -dem inneren Wandteil (2)
festliegende Stege (18) abgestützt ist, die in Ebenen liegen, welche in Flugrichtung
verlaufen.
12. Selbsttragender Schalenkörper nach
einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Wandteil
(3) in Art eines eine außerordentlich geringe Wandstärke aufweisenden -Films
ausgebildet ist.
13. Selbsttragender Schalenkörper nach einem der Ansprüche 2 und 9 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß der sich durch den unteren Teil des von der durchsichtigen
Wand (2, 3) umschlossenen Raumes (1) erstreckende, gegenüber dem Luftfahrzeug
fest abgestützte Tragholm (4) als Zuführungsrohr für den den Zwischenraum zwisehen
Außen- und Innenteil der Wand durchströmenden Wärmeträger dient.
14. Selbsttragender Schalenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schalenkörper die Begrenzungswand eines unter innerem Überdruck stehenden Aufenthaltsraumes
für Menschen bildet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1936J0056734 DE693159C (de) | 1936-12-29 | 1936-12-29 | Selbsttragender Schalenkoerper aus durchsichtigem Werkstoff bei Flugzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1936J0056734 DE693159C (de) | 1936-12-29 | 1936-12-29 | Selbsttragender Schalenkoerper aus durchsichtigem Werkstoff bei Flugzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE693159C true DE693159C (de) | 1940-07-03 |
Family
ID=7207186
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1936J0056734 Expired DE693159C (de) | 1936-12-29 | 1936-12-29 | Selbsttragender Schalenkoerper aus durchsichtigem Werkstoff bei Flugzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE693159C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4215577A1 (de) * | 1992-05-12 | 1993-11-18 | Schubert Werner | Flugzeuge/Luftraumkörper mit verbesserter Stabilität |
| DE19650416A1 (de) * | 1996-12-05 | 1998-06-10 | Daimler Benz Aerospace Airbus | Fenster für ein Flugzeug mit einer Druckkabine |
| US5884865A (en) * | 1996-12-05 | 1999-03-23 | Daimler-Benz Aerospace Airbus Gmbh | Non-fogging aircraft window arrangement |
-
1936
- 1936-12-29 DE DE1936J0056734 patent/DE693159C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4215577A1 (de) * | 1992-05-12 | 1993-11-18 | Schubert Werner | Flugzeuge/Luftraumkörper mit verbesserter Stabilität |
| DE19650416A1 (de) * | 1996-12-05 | 1998-06-10 | Daimler Benz Aerospace Airbus | Fenster für ein Flugzeug mit einer Druckkabine |
| US5884865A (en) * | 1996-12-05 | 1999-03-23 | Daimler-Benz Aerospace Airbus Gmbh | Non-fogging aircraft window arrangement |
| US5988566A (en) * | 1996-12-05 | 1999-11-23 | Daimlerchrysler Aerospace Airbus Gmbh | Aircraft window construction |
| DE19650416B4 (de) * | 1996-12-05 | 2004-10-07 | Airbus Deutschland Gmbh | Fenster für ein Flugzeug mit einer Druckkabine |
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