DE692853C - Verfahren zum Herstellen von Vorgarnen, Garnen, Dochten usw. aus Glasfaeden - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Vorgarnen, Garnen, Dochten usw. aus Glasfaeden

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Publication number
DE692853C
DE692853C DE1937S0130102 DES0130102D DE692853C DE 692853 C DE692853 C DE 692853C DE 1937S0130102 DE1937S0130102 DE 1937S0130102 DE S0130102 D DES0130102 D DE S0130102D DE 692853 C DE692853 C DE 692853C
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DE
Germany
Prior art keywords
twisting
fleece
threads
yarns
stretching
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Expired
Application number
DE1937S0130102
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English (en)
Inventor
Piero Modigliani
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Saint Gobain Italia SpA
Original Assignee
Vetreria Italiana Balzaretti Modigliani SpA
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Publication date
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G3/00Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for
    • D02G3/02Yarns or threads characterised by the material or by the materials from which they are made
    • D02G3/16Yarns or threads made from mineral substances
    • D02G3/18Yarns or threads made from mineral substances from glass or the like

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von Vorgarnen, Garnen, Dochten usw. aus Glasfäden Garne und Zwirne aus Glasfäden werden bisher in der Weise hergestellt, daß eine Mehrzahl von aus der geschmolzenen Masse ausgezogenen Fäden zu einem Bündel zusammengefaßt und dieses unter Drillen aufgespult wird. Für zu Textilzwecken geeignete Glasfäden ist aber eine hohe Ziehgeschwindigkeit von beispielsweise 2om/Sek. erforderlich, um den erforderlichen geringen Fadendurchmesser von etwa 5 bis i o Mikron züi -erzielen. Für die hohen Geschwindigkeiten sind 'aber die für unmittelbares Drillen von Fadenbündeln erforderlichen kleinen Spulen ungeeignet. Will man jedoch beim Zusammenfassen der Bündel vorläufig vom DriHen absehen, so kann man zwar größere Spulen verwenden, die für die hohen Ziehgeschwindigkeiten wesentlich besser geeignet sind, aber es kommt danri,leicht vof, daß die einzelnen Fäden sich auf den Spulen miteinander verfangen und das Abspulen erschwer-en. Letzteres kann allerdings dadurch behoben werden, daß man die Bündel in Kreuzwickelforni aufspult. Bei der hohen Ziehgeschwindigkeit muß ab-er für die Erzeugung des, Kreuzwickels die Hinundherbewegung des Fadenbündels mit so großer Geschwindigkeit erfolgen, daß hierdurch die einzelnen Fäden leicht reißen, wodurch die Arbeit hinsichtlich Güte und Menge des Erzeugnisses stark leidet.
  • Auch hat'sich gezeigt, daß Garne aus endlosen #ilasfäden in bezug auf Biegsamkeit und Knüpfbarkeit Garnen aus Glasfasern unterlegen sind. Es ist daher bereits vorgeschlagen worden, Garne, Vorgarne u. dgl. aus Glasfasern herzustellen, indem man die von der Erzeugungsstelle kommenden Glasfasern wirr durch-einander zu einem Flor auf einer Unterlage ablegt und -von diesem Flor fortlaufend ein, Faserbündel in Form eines Faierbandes abzieht, welches gegebenenfalls unter Drehung zu einem Vorgarn gebildet und aufgespult wird.
  • Ge enstand der Erfindung ist ein Verfallg b ren zum Herstellen von Vorgarnen, Garnen, Dochten und Zwirnen aus Glasfäden oder Fäden aus ähnlichen in der Hitze plastischen, anorganischen Massen, durch welches die Schwierigkeiten und Nachteile der oben erläuterten bekannten Verfahren umgangen bzw. vermieden werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß ein aus mehreren kreuzweistübereinanderliegenden Schichten parallel gelagerter Fäden bestehendes Vließ gestreckt und während oder nach dem Strecken unter Drill#en oder Zwirnen weiter zu einem Garn usw. verarbeitet wird.
  • Bei der Herstellung der Vliese kann man sich der bei der Herstellung von Glasfadenmatten an sich bekahnten Methode des Aufwickelns der von der Erz#eu,gungsstelle kommenden Fäden in kreuzweisen Lagen auf einer Trommel bedienen. Diese Trommeln können einen großen, Durchmesser haben, so daß sie für beliebige Ziehgeschwindigkeiten geeignet sind. Der auf der Trommel entstandene Wickel kann durch mehrere parallel geführte, - zweckmäßig den Kreuzungswinkel der einzelnen La-gen halbierende Scl-mitte in schmälere Vliesstreifen geschnitten und dies,- dann der weiteren Bearbeitung unterworfen werden.
  • Bei der Erzeugung solcher Vliese ist man von der Ziehgeschwindigkeit der Glasfädien unabhängig. In den aus den Vliesen gebildeten Garnen usw. sind die Fäden nicht mehr endlos, sondern von kurzer Länge, wodurch sich eine bessere Biegsamkeit und Knüpfbarkeit ergibt.
  • Wie an sich bei der Verarbeitung von Fäden zu Vorgarnen, Garnen usw. bekannt, 1--ann auf die Vliesstreifen während des Strekkens und/oder Drillens und Zwirnens eine Zurichteflüssigkeit, vorzugsweise durch Sprühen aufgebracht werden.
  • Das Verfahren ermöglicht es auch, dem Vlies bzw. den Vliesstreifen während der Streck-, Drill- oder Zwirnbehandlung andere Fasern oder Faserstreifen zwecks Verarbeitung mit den ersteren zuzuführen, so daß Misc4garne entstehen.
  • Nachstehend sei das Verfahren unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung erläutert.
  • In dieser zeigen: Abb. i schematisch eine Einrichtung zur Erzeugung eines Vlieses durch Aufwickeln von Gl#asfäden auf einer Trommel, Abb. 2 eine Draufsicht eines Teiles des von der Trommel abgenommenen Vlieses, ,Abb. 3, 4 und 5 drei aus dem Vlies geschnittene Streifen verschiedener Breite, Abb- 6 schematisch !eine Anordnung zum gleichzeitigen Strecken und Drillen eines Vliesstreifens zwecks Erzeugung eines gezwirnten Garnes, Abb. 7 und 8 Vorder- und Seitenansichten der in Abb. 6 gezeigten Wickel- -Lind Zwirnungs-spulen, Abb. 9 eine Darstellung eines Vliesstreifens beim Strecken, Drillen und Aufspulen, Abb. i o und i i Spinnöfen zum Erzeugen von groben und feinen Fäden und Abb. 12 eine schematische Darstellung der Fadenlage desVIieses und'seiner Streckrichtung. Gemäß Abb. i wird das Vlies i in der Weise gebildet, daß auf der Trommel 2 Glasfäden aufgewickelt werden, welche aus; Öfen 3, 3' ausgezogen werden. Diese Öfen -werden von einem zum anderen Ende der Trommel längs dieser mit einer Geschwindigkeit hin und her bewegt, die zur Umfangsgesch-windigkeit der Trommel in -einem solchen VerMItnis steht, daß die parallel gelagerten Fäden der übereinander sich bildenden Fadenschichten sich in -einem spitzen Winkel kreuzen,.
  • Das von dem Fadenwickel auf der Trommel gebildete Vlies wird durch Aufschneiden in einem parallel zur Trommelachse längs dem Trommelumfang geführten Schnitt von der Trommel gelöst und abgenommen. Das Vlies wird dann gestreckt und während oder nach dem Strecken unter Drillen oder Zwirneu weiterverarbeitet. Zweckmäßig wird je- doch das Vlies längs Linien 4 (Abb. 2) in schmale Streifen 5 geschnitten, die dann #entsprechend weiterverarbeitet werden. Die parallelen Schnitte4 werden zweckmäßig so geführt, daß sie den stumpfen Kreuzungswinkel der einzelnen Fadenlagen halbieren. Die Breite der Vliesstreifen 5 richtet sich, nach der Art der herzustellenden Dochte, Garne o. dgl. Die Breite kann etwa zwischen 3 bis 15 cm liegen. Das Strecken des Vlieses oder der Vliesstreifen erfolgt ebenfalls zweckmäßig in Richtung der vorgenannten Halbierungslinie, wie insbesondere durch den PfeiIX im Abb. 12 angedeutet ist.
  • Eine Einrichtung zur Durchführung des Streck- und Zwirnvorganges an einem Vliesstreifen 5 ist durch die Abb. 6 veranschaulicht. Die Einrichtung besteht aus Zugrollen 6, 7 und 8 sowie einer Spule 9, welche sich um ihre eigene Achse dreht und gleichzeitig eine Drehbewegung um eine zu ihrer Dreh achse senkrechte Achse ausführt. Zur Durchführung dieser Drehbewegungen greift ein an der Spulenspindel befestigtes Zahnradio in ein Bockradii ein, so daß beim Drehen des Radesio die Spuleg w-n den Mittelpunkt des Bockrades i i rotiert. Es können auch ein- oder z%veiflügelige Zwischenspindeln verwendet werden, um einfache oder doppelte Zwirnung zu erzielen.
  • Die Abb. i o und i i sollen erläutern, daß man Spinnöfen 13 bzw. 12 mit Fadenziehdüsen in einer oder mehreren Reih-en und/oder von, verschiedenen Durchmessern verwenden kann.

Claims (2)

  1. PATENT AN srpüci-ir - i. Verfahren zum Herstellen von Vorgarnen, Garnen, Düchten und Zwirnen aus Glasfäden oder Fäden aus ähnlichen in der Hitze plastischen, anorganischen Massen, daduroch gekennzeichnet, daßein aus mehreren kreuzweise übereinanderlie-,genden Schichten parallel gelagerter Fäden bestehendes Vlies gestreckt und während oder nach dem Strecken unter Drillen oder Zwirnen weiterverarbeitet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies durch Auf-,wickeln der von der Erzeugungsstelle kommenden Fäden in kreuzweisen Lagen auf einer Trommel hergestellt und der eiltstandene Wickel durch mehrere parallel geführte, zweckmäßig den Kreuzungswinkel der einzelnen Lagen halbierende Schnitte in schmälere Vliesstreifen gesc#.iutten wird, die dann der weiteren Bearbeitung unterworfen werden. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Vliesstreifen während des Streckens und/oder Drillens und Zwirnens eine Zurichteflüssigkeit, vorzugsweise durch Sprühen aufgebracht wird. - 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Vliesbzw. den Vliesstreifen während der Streck- oder Drill- oder Zwirnbehandlun#- andere Fasein oder Faserstreifen zwecks Verarbeitun- mit den ersteren zugeführt werden.
DE1937S0130102 1936-12-23 1937-12-24 Verfahren zum Herstellen von Vorgarnen, Garnen, Dochten usw. aus Glasfaeden Expired DE692853C (de)

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