DE6923398U - Zerstaeuber fuer fluessige stoffe - Google Patents
Zerstaeuber fuer fluessige stoffeInfo
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Description
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PATENTANWALT DIPL-ING1INGRISCH1WUPPERTAL-ELBERFELd WALL27/29
Wuppertal-Elberfeld, den 11. Juni 1969
12/seh/4413
Grebrauchsmusteranmeldung
Anwaltsakte Nr. 4413
Anwaltsakte Nr. 4413
Zerstäuber für flüssige Stoffe
Die Erfindung betrifft einen Zerstäuber für flüssige Stoffe gleich welcher Viskosität, insbesondere für
Wirkstoffe wie Haarfestiger, Duftstoffe, Möbelpoliturmittel od. dgl., wobei der Wirkstoff in einem Behälter
aufgenommen ist und die Austrittsdüse bzw. der Sprühkopf in einem auf dem Behälter sitzenden Oberteil
angeordnet ist.
Wirkstoffe der vorgenannten Art werden üblicherweise in Druckdosen, sogenannte Aerosoldosen gefüllt und mit
etwa 50% Treibgas angereichert, damit der Wirkstoff bzw0
das Wirkstoffgasgemisch über ein Sprühventil bei Bedarf der Dose wieder entnommen werden kann. Obgleich sich diese
"Spraydosen" durchsetzen konnten, weisen sie erhebliche Nachteile auf. So müssen, bedingt durch den Treibgaszusatz,
- wie gesagt - Druckdosen verwendet werden, aie in
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till .
der Herstellung relativ aufwendig und kostspM-ig
sind. Diese Mehrkosten müssen,ebenso wie die Kosten des Treibgases, das nahezu gleich den Kosten des Wirkstoffes
sein kann, auf letzteres umgelegt werden, so daß die Kosten einer Spraydose, in bezug auf den effektiven
Wirkstoff gesehen, weit überfordert sind«
Von größerem Übelstand ist jedoch die Tatsache, daß sich in den Dosen bei höherer Umgebungstemperatur ein
gefährlicher Überdruck aufbaut, der - wie die Praxis wiederholt gezeigt hat - zu detonationsartiger Zerstörung
der Dosen führen kann. Aus diesem Grunde sind die amtlichen Sicherheitsvorschriften sehr streng und
erlauben u. a. nur eine beschränkte lagerhaltung, was insbesondere von Kaufhauskonzernen als sehr nachteilig
empfunden wird, da hier aufgrund der relativ großen Absatzlage eine größere Lagerhaltung sehr erwünscht wäre.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, einen Zerstäuber für die in bezug genommenen flüssigen Wirkstoffe
zu schaffen, mit dem die aufgezeigten Nachteile vermieden werden« Eine Dichtigkeitsprüfung, wie bei Aerosoldosen
erforderlich, entfällt.
Ausgehend von einem Zerstäuber der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe der Erfindung zufolge gelöst
durch eine den Wirkstoff über ein Röhrchen absaugende und durch den Sprühkopf pressende Pumpe, die mittels
eines batteriegespeisten oder eines anderen energiagespeisten Motors betrieben wird,
69233&S
Sowohl die Pumpe als auch der Motor können im Oberteil
angeordnet sein« Gemäß der Erfindung kann als Pumpe eine Kolbenpumpe, in gleich vorteilhafter Weise aber
auch eine Kreiselpumpe oder Membranpumpe, zur Anwendung kommen. Bevorzugt ist jedoch vorgesehen, daß aus einer
Gleichstromquelle mittels eines Prequenz-Generatorseine
Magnetkolbenpumpe betrieben wird. Die Förderleistung der Pumpe ist einstellbar, so daß der Sprühnebel als nahezu
gebündelter Strahl oder wunschweise mit mehr oder weniger Streuung aus dem Sprühkopf treten kann. Der Sprühvorgang
wird in jedem Falle nach Betätigung eines Kontaktes eingeleitet.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen werden folgende
Vorteile erzielt;
1. Meuanschaffungen und Wartungen von Aerosol-Abfüllanlagen
sind nicht mehr erforderlich und in diesem Zusammenhang entfällt auch die Dichtigkeitsprüfung, die bisher in einem auf
ca. 50 C erhitzten Wasserbad durchgeführt wurde.
2. Yfiirden die Dosen wie bisher mit Treibgas gefüllt
(A°T0^cla^fv.llung), so sind Druckmessungen
iur jede einzelne Dose erforderlich.
Diese Drückmessungen entfallene
3. Vorratsbehälter für Treibgase, die ebenfalls unter einem relativ hohen Druck stehen, sind
überflüssig«
4. Schon innerhalb der Produktionsstätte ist die lagerung gefahrlos.
5. Der Transport, sei es zum Großhändler, Zwischenhändler, Detaillisten und sei es zu den Waren-
" häusern und zum Endverbraucher, ist ungefährlich.
6. Der Wirkstoffbehälter kann zumindest die Menge
an Wirkstoff mehr aufnehmen, als die konventionelle,
ζ.Ζ, sich im Handel "befindliche Aerosoldose an Treibgas volumenmäßig enthält.
Volumenmäßig ist insofern betont, als das spzifische Gewicht des Treibgases ca. 1,5 "beträgt.
7. Ein Überdruck kann im Wirkstoff behälter auch bei stark erhöhter Temperatur nicht mehr entstehen,
wie dieser bei den konventionellen sich im Handel befindlichen Dosen mit Sicherheit entstehen
würde. Somit findet die sehr strenge Druckgasverordnung im Zusammenhang mit Aerosoldosen
keine Anwendung. Alle Aerosoldosen müssen wie folgt gekennzeichnet sein:
"Dose steht unter Druck, Mt "te
nicht gewaltsam öffnen, nicht über 50 C erwärmen und nur völlig entleert wegwerfen".
Auch dieser Hinweis entfallt.
Die Dose nach dem von uns beschriebenen Prinzip ist auch dann nicht gefährlicher als z.B. ein
nicht völlig entleertes Haarwassergebinde·
8. Kettenreaktionen, in vielen Fällen schon ausgelöst durch eine einzige Aerosoldose, werden verhindert.
9. Der Wirkstoffbehälter bzw. dessen Inhalt kann
bei jeder Temperatur versprüht werden.
10. Der Verbraucher ist in der Lage, die Versprühungsart bzw. den Sprühstrahl individuell seinen Verhältnissen
und Wünschen entsprechend einzustellen,
11. Wässrige Lösungen bzw. Wirkstoffe können ohne Mehrkosten abgefüllt, vertrieben und versprüht
bzw. zerstäubt werden. (Bei wässrigen Lösungen ist ein ganz besonders teures Treibgas erforderlich,
darüber hinaus Spezialdosen, da bei wässrigen Lösungen die Gefahr der Korrosion natürlich
sehr groß ist.)
12. Der Formgbuung ü~» T7irks t off behält er s sind wesentlich
bessere und geschmackvollere Möglichkeiten gegeben.
13. Der Endverbraucher hat erhebliche wirtschaftliche Vorteile dadurch, daß der Zerstäuber immer
wieder auf eine Dose mit entsprechendem Wirkstoff aufgeschraubt werden kann. Die neugekaufte Dose
enthält zumindest doppel'c soviel Wirkstoff wie eine konventionelle Aerosoldose, wobei der End-
— 5 —
Verkaufspreis unter dem Preis einer konventionell hergestellten Aerosoldose sein kann.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist auf der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Pig. 1 in schematischer Darstellungsmanier einen Behälter mit aufgesetzein Oberteil,
Pig. 2 in vergrößertem Maßstab eine Einzelheit des Oberteils und
Pig. 3 Blockschaltbild.
Der neuartige Zerstäuber besteht im wesentlichen aus idem Wirkstoffbehälter 4» dessen Formgestaltung beliebig
sein kann und dem Oberteil 5. Der Behälter 4 weist einen mit Gewinde versehenen Hals 41 auf, der zur Aufnahme des
Oberteils 5 bestimmt ist. Anstelle einer Schraubverbindung kann auch eine Aufsteck-, Überstülp- od. dgl. Verbindung
vorgesehen sein.
Im Oberteil 5. ist die Austrittsdüse 51 sowie die gesamte Mechanik eingebaut. Mittels der Batterie 52, die aus einer
oder mehreren leistungsstarken Knopfzellen bestehen sollte, wird ein Motor 53 gespeist, der seine Leistung auf eine
Pumpe 54 überträgt. Sowohl Motor als auch Pumpe sind im Kleinformat gebaut und brauchen nur wenige Millimeter
groß zu sein.
Insbesondere*Pig. 2 ist die Wirkungsweise des neuartigen *aus - 6 -
β t · β it
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>*■■*■· II
Zerstäubers leicht zu erkennen. Das Pumpenaggregat besteht aus dem Zylinder 55, in dem ein Kolben 56
geführt ist. Der Zylinderraum steht mit der Behälterflüssigkeit über ein Saugröhrchen 57 in Verbindung, so
daß beim Zurückfahren des Kolbens 56 die Wirkstoffflüssigkeit
in den Zylinderraum gesaugt wirdo Durch Ventile 58, 59 ist sichergestellt, daß sich im Zylinderraum ein
genügend großer Druck aufbauen kann. Am freien Ende der Kolbenstange 56' ist eine Zugfeder 60 vorgesehen, die den
Kolben stets in Ausgangsstellung zurückholt. Die Betätigung des Kolbens kann beispielsweise durch einen astabilen
Multivibrator oder einen anderen Frequenz-Generator 6 gesteuert werden, wie er in Fig« 3 schematisch dargestellt
ist, wobei die Frequenzverschiebung durch einen verstellbaren Widerstand 7 erreicht werden kann. Der astabile
Multivibrator oder ein anderer Frequenz-Generator 6 kann ferner mit einer Stromverstärkerstufe 8 als integrierte
Schaltung gekoppelt sein, wobei mit 9 die Magnetwicklung bezeichnet ist. Durch Betätigung des Kontaktes S wird der
Sprühvorgang eingeleitet.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. So ist beispielsweise die Ausbildung
und Anordnung der Pumpe und des Motors nur mittelbare Aufgabe der Erfindung. Der Motor kann beispielsweise
mittels Treibstoff, Federwerk ode sonstiger Energiequellen
betrieben werden. Das Wesen der Erfindung wird vor allem
darin gesehen, daß auf Treibgase vollkommen verzichtet
wird und daß die Wirkstoff-Flüssigkeit mittels einer Pumpe, beliebiger Bauart, aus dem Behälter gesaugt
und durch die Austrittsdüse gepreßt wird.
Alles was in der Beschreibung und Zeichnung enthalten ist und nach dem Stande der Technik noch neu sein kann,
soll als erfindungswesentlich gelten, auch wenn es nicht besonders beansprucht ist.
Claims (10)
1. Zerstäuber für flüssige Wirkstoffe wie Haarfestiger, Duftstoffe, Möbelpoliturmittel od. dgl.,
wobei der Wirkstoff in einem Behälter aufgenommen ist und die Austrittsdüse bzw. der Sprühkopf in einem
auf dem.Behälter sitzenden Oberteil angeordnet
ist, gekennzeichnet durch eine den Wirkstoff aus dem Behälter (4) über ein Röhrchen (57)
absaugende und durch den Sprühkopf (51) pressende Pumpe (54), die mittels eines Motors (53) "betrieben
wird.
Zerstäuber nach Anspruch 1, d<.a;*d u r c h gekennzeichnet, daß die Pumpe (54) mittels
eignes batteriegespeisten Motors betrieben wird«
3. Zerstäuber nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Pumpe (54)
als auch der Motor (53) im Oberteil (5) angeördüet
sindo
4ο Zerstäuber nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Pumpe als Kreiselpumpe ausgebildet ist.
5. Zerstäuber nach den Ansprüchen 1 bis 3« dadurch
gekennzeichnet, daß die Pumpe als Kolbenpumpe ausgebildet ist.
fei
K _ 2 _
6. Zerstäuber nach den Ansprüchen 1 bis 5» da.-, *~ " s *».
dv.u rch gekennzeichnet, daß die. ff - ^
Pumpe in bezug auf ihre Förderleistung einstell·«· * «^'
• bar ist. · Z.'
7. Zerstäuber nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß nach
Betätigung des Kontaktes (S) der Sprühvorgang einge- f
.1 leitet wird·
8. Zerstäuber nach einem oder mehreren der vorangegangenen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß aus einer Gleichstromquelle mittels Frequenz-Generators
eine Magnet kolbenpumpe betrieben wird.
9. Zerstäuber nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Behälter (4)
aus CrIaβ . Glaskristall, Metall, Kunststoff oder an- ,
derem beliebigen Material besteht.
10. Zerstäuber nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichn et, daß das Oberteil (5) am
Behälter (4) durch Aufstecken, Aufschrauben, Auf klemmen oder anderweitig befestigt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19696923398 DE6923398U (de) | 1969-06-12 | 1969-06-12 | Zerstaeuber fuer fluessige stoffe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19696923398 DE6923398U (de) | 1969-06-12 | 1969-06-12 | Zerstaeuber fuer fluessige stoffe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6923398U true DE6923398U (de) | 1969-12-04 |
Family
ID=6602835
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19696923398 Expired DE6923398U (de) | 1969-06-12 | 1969-06-12 | Zerstaeuber fuer fluessige stoffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6923398U (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2623324A1 (de) * | 1976-05-25 | 1977-12-15 | Wella Ag | Motorantrieb fuer spruehpumpen |
| DE3838558A1 (de) * | 1988-11-14 | 1990-05-17 | Peter Kwasny | Einweg-airless-spruehdose mit elektrischem antrieb |
| EP2165769A3 (de) * | 2008-09-19 | 2011-11-02 | Ing. Erich Pfeiffer GmbH | Austragvorrichtung |
-
1969
- 1969-06-12 DE DE19696923398 patent/DE6923398U/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2623324A1 (de) * | 1976-05-25 | 1977-12-15 | Wella Ag | Motorantrieb fuer spruehpumpen |
| DE3838558A1 (de) * | 1988-11-14 | 1990-05-17 | Peter Kwasny | Einweg-airless-spruehdose mit elektrischem antrieb |
| DE3838558C2 (de) * | 1988-11-14 | 1999-03-11 | Peter M Kwasny | Einweg-Airless-Sprühdose mit elektrischem Antrieb |
| EP2165769A3 (de) * | 2008-09-19 | 2011-11-02 | Ing. Erich Pfeiffer GmbH | Austragvorrichtung |
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