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Die Erfindung betrifft einen Sprühbehälter für eine
Zweikomponentenzusammensetzung zum Versprühen unter Druck&sub1; mit
einem Außenbehälter für die erste Komponente, welcher eine
Öffnung und ein in dieser Öffnung befestigtes Ventil zur
Freigabe des Inhalts des Sprühbehälters aufweist, wobei das
Ventil zu diesem Zweck einen Stempel mit einem longitudinalen
Auslaßkanal aufweist, der unten mit mindestens einer
Auslaßöffnung versehen ist, und der Stempel zwischen einer
Ruhestellung und einer niedergedrückten Stellung verschiebbar
in einer Dichtungsmanschette angeordnet ist in einer Weise, daß
in der Ruhestellung der Stempel durch elastische Mittel nach
außen gedrückt wird, so daß die Auslaßöffnung verschlossen
wird, und in der niedergedrückten Stellung die Auslaßöffnung
offen ist, mit einem Innenbehälter für die zweite Komponente,
welcher an einem Ende eine Öffnung aufweist, die durch einen
Deckelteil verschlossen ist, von dem der Innenbehälter in den
Außenbehälter herabhängt, sowie mit einer Einrichtung zum Lösen
des Innenbehälters von der Außenseite des Druckbehälters her
von seinem Deckelteil, wobei die Einrichtung einen Zylinder-
Plunger-Mechanismus umfasst, dessen Plunger beim Niederdrucken
in seine ausgezogene Stellung mit dem Innenbehälter zu seinem
Loslösen zus ammenwirkt.
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Ein derartiger Sprühbehälter ist in dem US-Patent 3,318,484
offenbart. Bei diesem bekannten Sprühbehälter ist das
Deckelteil des Innenbehälters am Außenbehälter befestigt. Das
Deckelteil des Innenbehälters ist insbesondere einstückig mit
der Dichtungsmanschette ausgebildet, in der der Stempel des
Ventils verschiebbar angeordnet ist. Zum Lösen des
Innenbehälters wird der Stempel mittels eines Stiftes nach
unten bewegt, der sich vom Bodendes Innenbehälters nach unten
erstreckt. Da der Stempel und die Dichtungsmanschette des
Ventils gleichzeitig einen Zylinder-Plunger-Mechanismus zum
Lösen des Innenbehälters von seinem Deckelteil bilden, werden
nicht nur die Auslaßöffnungen in diesem Stempel beim
Niederdrücken des Stempels geöffnet, sondern der Innenbehälter
wird zur selben Zeit auch losgelöst.
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Ein Nachteil dieses bekannten Sprühbehälters besteht darin, daß
nach dem Füllen des Sprühbehälters der Außenbehälter nicht
unter Druck gesetzt werden kann, indem Luft oder ein inertes
Gas durch den Auslaßkanal und die Auslaßöffnungen in dem
Stempel in den Sprühbehälter geblasen wird. In der Tat werden
diese Auslaßöffnungen in der Ruhestellung des Stempels
verschlossen. Ein Wieder-Öffnen dieser Auslaßöffnungen durch
Niederdrücken des Stempels ist nicht mßglich, da der
Innenbehälter dann zur selben Zeit losgelöst werden würde.
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Falls der Sprühbehälter, wie in US-A-3,318,484 beschrieben, in
einer anderen Weise unter Druck gesetzt werden könnte, würde
dieser bekannte Sprühbehälter immer noch den Nachteil haben,
daß der Druck in diesem Sprühbehälter durch die Auslal3öffnungen
und den Auslaßkanal entweichen würde, bevor beide Komponenten
in dem Sprühbehälter gemischt sind, wenn der Stempel
niedergedrückt wird, um den Innenbehälter zu lösen.
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Daher wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß das Deckelteil
des Innenbehälters am Stempel des Ventils unterhalb der
Auslaßöffnung in diesem Ventil derart befestigt ist, daß der
Auslaßkanal mit der Innenseite des Außenbehälters durch
Niederdrücken des Stempels des Ventils ohne Loslösung des
Innenbehälters verbunden werden kann, und daß der Zylinder des
Zylinder-Plunger-Mechanismus am Boden des Stempels des Ventils
in Reihe mit dem Auslaßkanal angeordnet ist, wobei der Plunger
ein Gummiplunger ist und wobei die Loslöse-Einrichtung ferner
einen durch den Auslaßkanal hindurch beweglichen Austreibstift
aufweist, um den Gummiplunger in die ausgezogene Stellung zu
bringen.
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Es dürfte klar sein, daß auf diese Weise das Öffnen des Ventils
und das Lösen des Innenbehälters unabhängig voneinander
vorgenommen werden können, so daß das Ventil nicht nur zur
Freigabe des Inhalts des Sprühbehälters verwendet werden kann,
sondern auch dafür, daß der Sprühbehälter nach dem Füllen unter
Druck gesetzt werden kann.
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Nach dem Lösen des Innenbehälters wird der Gummiplunger durch
den Druck in dem Sprühbehälter automatisch zurück in seine
Anfangsstellung gedrückt, so daß kein Druck durch den Zylinder
entweichen kann.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der folgenden Beschreibung eines Sprühbehälters für eine
Zweikomponentenmischung. Diese Beschreibung gibt nur ein
Beispiel wieder und schränkt nicht die Erfindung ein. Die
Bezugszeichen beziehen sich auf die beiliegenden Figuren.
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Figuren 1, 2 und 3 sind Längsschnitte von Bauteilen, die zu dem
erfindungsgemäßen Sprühbehälter gehören.
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Figur 4 ist ein Längsschnitt durch die Bauteile gemäß Figur 3
und zeigt zusätzlich einen Gummiplunger.
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Figur 5 ist ein Längsschnitt gemäß Figur 4 und zeigt darüber
hinaus einen Innenbehälter für einen der zwei Komponenten, eine
Sicherheitskappe und einen Austreibstift zur Ausübung eines
axialen Druckes auf den Gummiplunger.
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Figur 6 ist in kleinerem Maßstabein Längsschnitt durch den
erfindungsgemäßen Sprühbehälter und beschränkt sich auf den
Außenbehälter mit eingebautem Innenbehälter.
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Figur 7 ist in gleichem Maßstab ein Längsschnitt durch den in
Figur 6 gezeigten Sprühbehälter mit niedergedrücktem Ventil und
mit einer schematischen Darstellung des Weges, den das unter
Druck stehende Gas in dem Sprühbehälter nimmt.
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Figur 8 zeigt den in Figur 6 dargestellten Sprühbehälter und
darüber hinaus eine Sicherheitskappe und einen Austreibstift,
wie in Figur 5 gezeigt, und ferner einen Deckel.
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Figur 9 zeigt den Sprühbehälter gemäß Figur 8, jedoch ohne
Deckel.
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Figur 10 zeigt, wie der Innenbehälter durch Niederdrücken des
Austreibstiftes gelöst wird.
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Figur 11 zeigt die nächste Phase, wobei die Sicherheitskappe
und der Austreibstift entfernt sind.
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Figur 12 ist in einem größeren Maßstab ein Längsschnitt nur
durch den Stempel des Ventils, der unter anderem in Figur 2
gezeigt ist.
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Figur 13 ist ein Querschnitt entlang der Linie XIII-XIII von
Figur 12.
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In den Figuren beziehen sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche
oder analoge Elemente.
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Der Sprühbehälter gemäß der Erfindung dient zum Versprühen
einer Zweikomponentenzusammensetzung, wobei die zwei
Komponenten erst vor Gebrauch miteinander gemischt werden. Es
liegt auf der Hand, daß jede dieser zwei Komponenten mehrere
unterschiedliche chemische Substanzen enthalten kann. Die erste
Komponente kann beispielsweise ein Polyol und ein Isocyanat auf
einem Zweikomponenten-Polyurethansystem umfassen, worin gegen
die zweite Komponente ein geeigneter Katalysator ist.
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Der in den Figuren gezeigte Sprühbehälter umfasst einen
Aussenbehälter 1 für die erste Komponente und einen kleineren
Innenbehälter 2 für die zweite Komponente. Der Aussenbehälter 1
ist an seinem obersten Ende mit einer Öffnung versehen, in die
ein kreisförmiges Kragenstück 3 in einer bekannten und
herkömmlichen Weise eingesetzt ist. In diesem Kragenstück 3 ist
ein Ventil 6 zur Freigabe des Inhalts des Sprühbehälters
befestigt. Für diesen Zweck umfasst das Ventil 6 einen Stempel
5, der verschiebbar in einer elastischen Dichtungsmanschette 4
befestigt ist. Die Dichtungsmanschette 4 hält den Stempel 5 in
Ruhestellung, wie es beispielsweise in Figur 4 gezeigt ist,
ermöglicht es aber darüber hinaus, daß der Stempel 5, wie in
Figur 7 dargestellt, hineingedrückt werden kann.
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Durch den Stempel 5 erstreckt sich ein longitudinaler
Auslasskanal 7, aus dem vier seitliche Auslassöffnungen 8
unterhalb der Dichtungsmanschette 4 in den Außenbehälter 1
munden. In der Ruhestellung des Stempels 5 sind diese vier
Auslassöffnungen 8 in dichter Weise zu, da der Stempel 5 gegen
den Boden der Dichtungsmanschette 4 gedrückt wird. Um die
Auslassöffnungen 8 zu öffnen, muß der Stempel 5 des Ventils 6
niedergedrückt werden. Um die Auslassöffnungen 8 herum ist eine
kreisförmige Ausnehmung 18 in der elastischen
Dichtungsmanschette 4 vorgesehen.
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Unterhalb der Auslassöffnungen 8 ist der Stempel 5 mit einem
Deckelteil 9 versehen, von dem der Innenbehälter 2 in den
Aussenbehälter 1 herabhängt. Genauer gesagt ist der
Innenbehälter 2 teilweise über das Deckelteil 9 gedrückt. Ein
elastischer O-Ring 10, der sich teilweise in einer äußeren
kreisförmigen Nut 19 des Deckelteils 9 und teilweise in eine
gegenüberliegende innere Nut 20 in dem Innenbehälter 2
erstreckt, sorgt dafür, daß der Innenbehälter 2 an seinem
Deckelteil 9 befestigt bleibt.
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An seinem untersten Ende ist der Stempel 5 ferner mit einem
Zylinder-Plunger-Mechanismus versehen, der einen Zylinder 11
und einen Guinmiplunger 12 zum Lösen des Innenbehälters
aufweist, wenn er von seiner Ausgangsstellung, wie in Figur 9
gezeigt, in seine ausgezogenen Stellung, wie in Figur 10
gezeigt, gedrückt wird. Für diesen Zweck befindet sich zwischen
dem Gummiplunger 12, der aus einer elastischen Scheibe
aufgebaut ist, und dem Boden des Innenbehälters 2 ein
Kolbenstift 13, der, wie in den Figuren dargestellt, an dem
Gummiplunger 12 befestigt sein kann, der aber auch von dem
Gummiplunger 12 frei sein kann. Vorzugsweise passt das oberste
Ende 21 des Kolbenstiftes 13 genau in den Zylinder 11, genauer
gesagt mit Hilfe von Ringen 22, um auf diese Weise den
Kolbenstift 13 oben zu halten, wenn der Innenbeliälter 2
losgelöst ist (siehe Figur 11). In einer anderen
Ausführungsform, die in den Figuren nicht dargestellt ist, ist
der Kolbenstift 13 frei von dem Kolben 12 und kann dann
beispielsweise oben im Innenbehälter 2 mittels Querverbindungen
gegenüber der Wand dieses Behälters 2 befestigt sein.
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Bei dem in den Figuren gezeigten Sprühbehälter befindet sich
der Zylinder 11 in Reihe mit dem Auslaßkanal 7 des Ventils 6,
so daß der Gummiplunger 12 mittels eines durch den
Auslaßkanal 7 hindurchgehenden Austreibstiftes 14 in die
ausgezogene Stellung gedrückt werden kann. Der Auslaßkanal 7
ist vorzugsweise mittels einer dünnen Wandung 15 von dem
Zylinder 11 getrennt, so daß während der Lagerung des
Sprühbehälters kein Druck entweichen kann. Vor Gebrauch muß
diese dünne Wandung 15 mittels des Austreibstiftes 14
durchstoßen werden.
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Beim Durchstoßen dieser dünnen Wandung 15 ist es wichtig zu
verhindern, daß der Stempel niedergedrückt wird, da sonst der
Druck in dem Sprühbehälter durch die Auslaßöffnungen 8
entweichen würde. Zu diesem Zweck weist der erfindungsgemäße
Spruhbehälter eine Sicherheitskappe 16 auf, die, wie in den
Figuren 9 und 10 dargestellt, auf der Außenseite auf den
Stempel 5 des Ventils 6 aufgeschraubt ist.
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Ein wichtiger Vorteil des erfindungsgemäßen Sprühbehälters
liegt darin, daß es einfach ist, ihn nach dem Füllen und dem
Zusammenbau beider Behßlter (siehe Figur 6) unter Druck zu
setzen, genauer gesagt mit Hilfe des Ventils 6 zur Freigabe des
Inhalts des Sprühbehälters. Tatsächlich kann das Ventil 6 in
einfacher Weise geöffnet werden, wie in Figur 7 dargestellt,
indem auf den Stempel 5 gedrückt wird, ohne daß dabei der
Innenbehälter 2 abgelöst wird.
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Nachdem der Druckbehälter unter Druck gesetzt worden ist, wird
die Sicherheitskappe 16 auf das Ventil 6 aufgeschraubt und der
Austreibstift 14 in das Ventil 6 eingesetzt. Schließlich wird
ein Deckel 17 auf den Druckbehälter aufgesetzt bzw.
aufgeschraubt.
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Um den Sprühbehälter für den Gebrauch fertig zu machen, muß der
Deckel 17 entfernt und der Austreibstift 14 mit Hilfe eines
schweren Gegenstandes nach innen geschlagen werden. Nach
Entfernung dieses Austreibstiftes 14 und der Sicherheitskappe
16 kann ein sog. "Adapter", der an sich bekannt ist, auf das
Ventil 6 aufgesetzt werden.
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Die Konstruktion dieses Adapters gehört nicht zum Wesen der
Erfindung und wird daher nicht näher beschrieben. Die
Zweikomponentenzusammensetzung kann dann in gewöhnlicher Weise
mit Hilfe des Adapters versprüht werden.