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Die Erfindung betrifft einen Führungsschienenabschnitt zum
Abtrennen eines Teils einer Fahrbahn mit einem Fuß und an
den Fuß anschließenden Seitenwänden, wobei an einem Ende des
Führungsschienenabschnittes der Fuß und/oder die Seitenwände
mit jeweils dem Fuß oder den Seitenwänden eines ähnlichen
Führungsschienenabschnitts gekuppelt werden kann, und wobei
wenigstens eine Wand der Führungsschiene nahe des Endes mit
einer Öffnung und einem in sie eingesetzten lösbaren
Montagedeckel versehen ist.
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Ein solcher Führungsschienenabschnitt ist aus der Praxis
bekannt und wird verwendet, um eine Führungsschiene aus ihr
zusammenzusetzen, indem mehrere Führungsschienenabschnitte
zusammengekuppelt werden. Führungsschienenabschnitte werden in
einer Fabrik hergestellt und dann zu dem gewünschten
Errichtungsplatz transportiert. An diesem Platz müssen die
Führungsschienenabschnitte einfach zu kuppeln sein, um die
Fahrbahn an dem Punkt wieder so bald wie möglich für den Verkehr
verfügbar zu machen. Das Miteinanderkuppeln der
Führungsschienenabschnitte mit Blechstreifen, die in Längsrichtung
über die Enden der beiden aneinander grenzenden
Führungsschienenabschnitte gelegt werden und mit den
Führungsschienenabschnitten durch Bolzen und Muttern und/oder Nieten
befestigt werden, erfordert Zeit. Um in der Lage zu sein,
den Bolzen oder die Mutter in dem Innenraum eines
Führungsschienenabschnittes zu erreichen, ist ein Montagedeckel nahe
des Endes eines Führungsschienenabschnittes eingesetzt. Der
bekannte Montagedeckel hat eine rechteckige Form und ist an
dem Führungsschienenabschnitt durch eine Anzahl von Bolzen
befestigt. An eine Führungsschiene werden
Festigkeitsanforderungen sowohl hinsichtlich einer Längs- als auch einer
Querlast gestellt. Der Montagedeckel darf die
Festigkeitseigenschaften der Führungsschiene nicht unterhalb der minimalen
Festiqkeitsanforderungen verringern.
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Ein Nachteil des bekannten Montagedeckels ist, daß das
Einsetzen von ihm, nachdem die Führungsschienenabschnitte
miteinander gekuppelt worden sind, viel Zeit erfordert. Es wird
danach gestrebt, daß eine Tag- oder Nachtschicht wenigstens
1000 m von Führungsschienenabschnitten installiert. Die
Notwendigkeit, den Montagedeckel einzusetzen, bildet eine
Begrenzung der Menge von Führungsschienen, die pro Schicht
installiert werden können.
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Ein weiterer Nachteil ist, daß in dem Fall einer temporären
Installation nach einiger Zeit der Montagedeckel schwer zu
entfernen ist, weshalb die Beseitigung einer temporären
Führungsschiene viel Zeit erfordert.
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Eine Aufgabe der Erfindung ist es, einen
Führungsschienenabschnitt anzugeben, mit dem die oben genannten Probleme
eliminiert oder um ein beträchtliches Maß verringert werden
und mit dem andere zusätzliche Vorteile erreicht werden.
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Hierzu ist ein Führungsschienenabschnitt gemäß der Erfindung
dadurch gekennzeichnet, daß der Montagedeckel mit wenigstens
einer Twistlock-Befestigungsvorrichtung versehen ist, um ihn
in der Wand festzuklemmen. Die Twistlock-Befestigung
ermöglicht ein schnelles Einsetzen des Montagedeckels; die
Konstruktion der Anordnung kann so stabil sein, daß die
Twistlock-Befestigungsvorrichtung noch nach einer langen
Aussetzung zum Außenklima hin ohne ein Problem lösbar ist.
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Eine weitere Ausführungsform der Erfindung, die für eine
Anwendung mit einer größeren Formenvielfalt des Montagedeckels
geeignet ist, ist dadurch gekennzeichnet, daß die Twistlock-
Befestigungsvorrichtung einen an dem Deckel befestigten Arm
aufweist, welcher Arm geeignet ist, in Verriegelungskontakt
mit dem inneren Teil der Wand gebracht zu werden.
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Eine Ausführungsform der Erfindung, bei der der
Montagedekkel sehr schnell eingesetzt werden kann, ist dadurch
gekennzeichnet, daß der Montagedeckel eine im wesentlichen
kreisförmige Platte ist und daß der innenliegende Teil der Wand
mit einer Klemmplatte versehen ist, an der der Arm in
Verriegelungskontakt gebracht werden kann. Die Ausführungsform
hat den zusätzlichen Vorteil, daß eine geringere
Spannungskonzentration um die Öffnung, in welche der Montagedeckel
eingesetzt ist, auftritt, weshalb die mechanische Festigkeit
des Führungsschienenabschnittes weniger in nachteiliger
Weise beeinflußt wird.
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Nachdem sie geformt worden sind, werden die
Führungsschienenabschnitte galvanisiert, um sie gegen die Korrosionswirkung
der Umgebung widerstandsfähig zu machen. Um zu verhindern,
daß Restsäure aus den Galvanisierungsbädern in den Schlitzen
bleibt, ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung
dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmplatte mit einem Abstand
von der Wand befestigt ist.
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Um die Befestigung des Montagedeckels zu vereinfachen, ist
eine weitere Ausführungsform der Erfindung dadurch
gekennzeichnet, daß der Montagedeckel mit Mitteln versehen ist, um
den Montagedeckel um seine Mitte zu drehen.
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Die Erfindung wird im Nachfolgenden unter Bezugnahme auf
eine Zeichnung weiter erläutert werden.
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In der Zeichnung
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Figur 1A ist eine Längsansicht eines
Führungsschienenabschnittes,
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Figur 1B ist eine Vorderansicht eines
Führungsschienenabschnittes und
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Figur 2 ist eine weitere Einzelheit eines Montagedeckels
gemäß der Erfindung.
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In Fig. 1A bezeichnet die Bezugsziffer (1) einen
Führungsschienenabschnitt. Führungsschienenabschnitt (1) hat einen
Fuß (2) und Seitenwände (3). An einem Ende ist die
Seitenwand (3) mit einer runden Öffnung (4) versehen, in die ein
Montagedeckel (5) eingesetzt ist. An dem Ende ist nahe dem
Montagedeckel (5) ein Verbundflansch (6) mittels einer
Anzahl von Nieten (7) befestigt. Falls gewünscht, kann das
andere Ende des Führungsschienenabschnitts mit einer zweiten
Öffnung (8) und einem in sie eingesetzten Montagedeckel (9)
versehen sein.
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Fig. 1B zeigt eine Vorderansicht eines
Führungsschienenabschnittes. An einem Ende ist der Führungsschienenabschnitt
mit einem Verbundflansch (6) versehen, der praktisch über
die gesamte innere Wand des Führungsschienenabschnittes
verläuft. Dieser Flansch (6) ist mit dem Ende eines
ähnlichen Führungsschienenabschnittes durch Bolzen zu verbinden.
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Fig. 2 zeigt einen Teil eines Führungsschienenabschnittes
mit der Öffnung (4) und dem in sie eingesetzten
Montagedekkel (5). Der runde Montagedeckel (5) ist mit Armen (11)
versehen, die starr an dem Montagedeckel (5) befestigt sind. An
der Innenwand des Führungsschienenabschnittes sind
Klemmplatten (12) mit einem Abstand von der Wand vorgesehen. In der
dargestellten Situation liegen die Teile (13) der Arme (11)
unter den Klemmplatten (12) gesehen in der gezeichneten
Situation, und sind in Verriegelungskontakt mit den
Klemmplatten (12). Der Streifen (14) ist ein Anschlag zur Begrenzung
des Rotationswinkels des Montagedeckels. Bezugsziffer (15)
bezeichnet eine mittige Öffnung in dem Montagedeckel, in die
ein geeignetes Werkzeug paßt, um eine Drehung zu ermöglichen
und damit die Befestigung oder Lösung des Montagedeckels zu
ermöglichen.