Befestigungsvorrichtung für Armlehnen
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung für die
Befestigung von Armlehnen und insbesondere, jedoch nicht
ausschließlich, eine Anordnung, die es Armlehnen ermöglicht,
in einem begrenzten Bereich geschwenkt werden zu können.
Obwohl die Erfindung bei vielen verschiedenen
Gestaltungsformen von Armlehnen anwendbar ist, ist sie in erster Linie
zum Gebrauch bei Stühlen, Klosettanlagen und dergleichen für
behinderte Personen vorgesehen.
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An für behinderte Personen vorgesehenen Stühlen und ähnlichen
Sitzvorrichtungen montierte Armlehnen können normalerweise
zwischen einer im allgemeinen horizontalen Position und einer
im allgemeinen vertikalen Position geschwenkt werden, wobei
die erstgenannte die normale Arm-Ruheposition ist und wobei
die zweitgenannte es einer Person ermöglicht, sich von einer
Seite annähernd auf den Stuhl zu setzen. Diese letztgenannte
vertikale Lehnenposition ist sehr wesentlich, wenn sich eine
behinderte Person von einem Rollstuhl in einen konventionellen
Stuhl bewegt, was oftmals durch eine Bewegung in seitlicher
Richtung zwischen den Stühlen durchgeführt wird.
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Für die schwenkbare Montage von Armlehnen an Stühle und
ähnliche Sitzvorrichtungen gibt es im Stand der Technik viele
Lösungen. Diese Lösungen enthalten verschiedene Arten von
Anschlagstiften und Nuten, welche die Schwenkbewegung der
Armlehne begrenzen. Diese bekannten Lösungen sind jedoch mit
gewissen Nachteilen behaftet. Zum Beispiel kann in dem Fall
einfacherer Gestaltungsformen, die in der Praxis relativ
gängig sind, die von der in dem Stuhl sitzenden Person
getragene Kleidung sehr leicht zwischen dem Stift und der Nut
eingeklemmt oder eingequetscht werden. Teurere Konstruktionen
enthalten die Anbringung getrennter Schutzvorrichtungen. Die
Stifte und Nuten erfordern auch separate Herstellungs- und
Anpassungsverfahren, und da die Ausrüstung der Art, auf die
sich die vorliegende Erfindung bezieht, in der Mehrzahl der
Fälle kunststoffbeschichtete Röhren enthält, ist es schwierig,
das Kunststoffmaterial auf den Verschleißoberflächen um die
Bolzen zu erhalten. Diese Bereiche, von denen sich der
Kunststoff gelockert hat, sind anfällig für Rost, was in dem
Ablösen des Kunststoff s über fortschreitend größer werdende
Bereiche resultiert.
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Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das erwähnte
Problem zu lösen. Die Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen
definierte Ausführungsart gelöst.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen im
einzelnen erläutert.
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Es zeigen:
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Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer
erfindungsgemäßen Armlehnen-Anordnung, vorgesehen für die
Anbringung an einem Klosettbecken;
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Fig. 2 eine Schnittansicht der Anbringung der schwenkbaren
Armlehne;
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Fig. 3 eine perspektivische Draufsicht auf eines der zwei
Elemente, die die schwenkbare Armlehne an ein
Klosettbecken befestigt halten; und
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Fig. 4 eine perspektivische Unten-Ansicht des anderen
Elements, welches die schwenkbare Armlehne an ein
Klosettbecken befestigt hält.
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Die in der Fig. 1 dargestellte Armlehnenanordnung 1 ist für
ein Klosettbecken oder eine Toilettenschüssel vorgesehen und
ist zusammengesetzt aus einer Befestigungsvorrichtung 2 und
zwei Armlehnen 3 und 4, die einzeln schwenkbar mit der
Befestigungsvorrichtung 2 verbunden sind. Ein Paar von
Schrauben 5 erstreckt sich von der Unterseite der
Befestigungsvorrichtung 2 nach außen, von denen jede mit einer entsprechen
den Mutter 6 an ihrer Unterseite versehen ist. Diese Schrauben
5 sind, dafür vorgesehen, um in entsprechende Löcher in dem
Teil des Klosettbeckens eingesetzt zu werden, der zwischen
dem Wassertank und dem eigentlichen Becken oder der Schüssel
angeordnet ist, d.h. auf konventionelle Weise, wenn ein
Toilettensitz und der Toilettendeckel an das Becken befestigt
werden, wobei die Muttern 6 der sicheren Befestigung der
Befestigungsvorrichtung 2 dienen. Wie in der Fig. 1
dargestellt, weist die Befestigungsvorrichtung 2 eine relativ
längliche Konfiguration auf, und die Armlehnen 3, 4 ragen von
den entsprechenden kurzen Enden der Befestigungsvorrichtung
nach außen weg. Die Befestigungsvorrichtung 2 ist ebenso mit
zwei Paaren von Aufhängeösen 7, 8 versehen, welche in Richtung
auf das Klosettbecken zeigen, wenn die Befestigungsvorrichtung
2 in Position ist und welche vorgesehen sind für die
schwenkbare Befestigung eines Toilettensitzes und optional ebenso
eines Sitzdeckels. Im Fall der dargestellten Ausführungsform
ist die Befestigungsvorrichtung 2 ebenso mit einem Paar von
scheibenförmigen Vorsprüngen 9, 10 versehen, welche dafür
vorgesehen sind, um auf dem Rand des Klosettbeckens
aufzuliegen und mit diesem eine Stütze der
Befestigungsvorrichtung 2 gegen die Kräfte zu bilden, denen die
Befestigungsvorrichtung ausgesetzt ist, wenn auf die Armlehnen 3, 4 eine
Last ausgeübt wird.
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Die Befestigungsvorrichtung 2 weist zwei Teile auf, einen
oberen Teil 12, an dem die erwähnten Paare von Aufhängeösen 7,
8 angebracht sind, und einen unteren Teil 11, der dafür
vorgesehen ist, um gegen das Klosettbecken anzuliegen und der
sowohl mit den Vorsprüngen 9, 10 als auch mit den
Befestigungsschrauben 5 versehen ist.
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Die zwei Armlehnen 3, 4 bestehen aus im Querschnitt
kreisrunden Röhren und sind zueinander spiegelbildlich angeordnet
und enthalten einen geraden Teil 13, der sich ausgehend vom
Inneren der Befestigungsvorrichtung 2 erstreckt und in einem
kurzen Abstand von ihr endet, einen im wesentlichen vertikalen
Teil 14 und einen im wesentlichen horizontalen Teil 15, der
sich in Vorwärtsrichtung nach der Seite erstreckt, auf der die
Person, auf dem Klosettbecken sitzt. Der horizontale Teil 15
ist gepolstert oder in anderer Weise derart ausgebildet, um
für die Person, die ihre Arme auf die Armlehnen auflegt, ein
angenehmes Gefühl zu erzeugen. Es versteht sich, daß die
Armlehnen auch in anderen Konfigurationen ausgeführt werden
können und daß die hier beschriebene Konfiguration nur eine
von einer Vielzahl von möglichen Konfigurationen ist.
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Fig. 2 zeigt, wie eine Armlehne, in diesem Fall die in der
Fig. 1 dargestellte Armlehne 3, an die
Befestigungsvorrichtung 2 auf eine Weise befestigt wird, die den Bereich, in
dem die Armlehne 3 zwischen zwei extremen Positionen beschränkt
werden kann, begrenzt, wobei die Armlehne 3 bei einer Position
in horizontaler Lage ist, dargestellt in durchgezogenen Linien,
und eine Position, in der die Armlehne 3 in eine Position
geschwenkt ist, in der sie kein Hindernis bildet, dargestellt
in gestrichelten Linien. Der Teil des Armlehnenteils 13, der
innerhalb der Befestigungsvorrichtung 2 angeordnet ist, wurde
bei der Herstellung einem Preßvorgang bei zwei diametral
gegenüberliegenden Bereichen 16, 17 unterworfen, um Hohlräume
oder abgesenkte Bereiche zu bilden, wobei diese Bereiche durch
zwei Rippen 18, 19 voneinander getrennt sind, die diametral
einander gegenüberliegend angeordnet sind. Der röhrenförmige
Teil 13 behält seine ursprüngliche Form und Ausdehnung in
axialer Richtung auf beiden Seiten der abgesenkten Bereiche
oder Hohlräume 16, 17.
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Im dem unteren Teil 11 der Befestigungsvorrichtung 2 ist
ein Element 20 angeordnet, welches von oben betrachtet eine im
allgemeinen rechteckige Form mit zwei nach oben gerichteten
Rippen 21, 22 aufweist, die sich auf den beiden langen Seiten
des Elements 20 befinden und somit Parallel mit dem
Armlehnenteil 13 verlaufen. Die Länge der Rippen 21, 22 ist praktisch
dieselbe wie die Länge der abgesenkten Bereiche 16, 17, wobei
die Rippen in einen der abgesenkten Bereiche, nämlich den mit
dem Bezugszeichen 16 bezeichneten, hineinragen.
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In dem oberen Teil 12 der Befestigungsvorrichtung 2 befindet
sich ein Paar von Rippen 23, 24, die den Rippen 21, 22 in dem
unteren Teil der Befestigungsvorrichtung im wesentlichen
gegenüberliegen, wobei diese Rippen in den anderen abgesenkten
Bereich 17 hineinragen. Die Positionen der Rippen 18, 19 auf
dem Armlehnenteil 13 ist derart in Bezug auf die Armlehne 3
und die Rippen 21-24 in den entsprechenden Teilen 11, 12 der
Befestigungsvorrichtung angeordnet, um zu gewährleisten, daß
die Armlehne 3 nur zwischen den zwei extremen Positionen
geschwenkt werden kann.
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In Fig. 3 ist der Aufbau des unteren oder des Bodenteils 11 der
Befestigungsvorrichtung 2 dargestellt. Dieser untere Teil
enthält im Prinzip eine Wand 25, die zum Teil einen
rechteckförmigen Bereich definiert und gegen den oberen Teil 12 der
Befestigungsvorrichtung 2 anliegen soll. In den entsprechenden
kurzen Seiten 26 des unteren Teils der Befestigungsvorrichtung
befindet sich eine halbkreisförmige Ausnehmung 27, deren
Radius dem Radius des Armlehnenteils 13 entspricht oder etwas
größer als dieser ist, und somit ein Teil eines Achslagers für
den Armlehnenteil bildet. Etwas innerseits der kurzen Seite 26
befindet sich das mit den Rippen 21, 22 versehene Element 20.
Das Element 20 besitzt im wesentlichen eine kastenähnliche
Form. Etwas innerseits des Elements 20 befindet sich eine
innere transversale Wand 28, die ebenso eine halbkreisförmige
Ausnehmung aufweist, die der oben erwähnten Ausnehmung 27
entspricht. Ein ausgedehntes, durchgehendes Loch 29 erstreckt
sich von dem Element 20 bis zu einer weiteren transversalen
Wand 30, die etwas innerseits der transversalen Wand 28
angeordnet ist, und die ebenso mit einer halbkreisförmigen
Ausnehmung versehen ist, die den oben erwähnten Ausnehmungen
entspricht. Das Loch 29 ist dafür vorgesehen, eine
Befestigungsschraube 5 aufzunehmen, mit deren Hilfe das Loch auf
Positionen eingestellt werden kann, die bei verschiedenen
Abständen zwischen den in dem Klosettbecken vorgesehenen
Befestigungslöchern liegen. Der untere Teil 11 der
Befestigungsvorrichtung 2 ist ebenso mit in der Nähe der Endwände und der
transversalen Wände angebrachten durchgehenden Löchern 31
versehen, um die Teile mit Hilfe von Schrauben zu befestigen.
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In Fig. 4 ist der Aufbau des oberen Teils 12 der
Befestigungsvorrichtung dargestellt. Die äußere Form des oberen
Befestigungsteils 12 entspricht der durch die Wand 25 des
unteren Befestigungsteils 11 dargestellten Form. Die Endwände
32 sind mit halbkreisförmigen Ausnehmungen 33 versehen, die
denselben Radius aufweisen wie der Radius der entsprechenden
Ausnehmung 27 des unteren Befestigungsteils 11, wobei
transversale Wände 34, 35 mit halbkreisförmigen Ausnehmungen
an Positionen befindlich sind, die mit den entsprechenden
transversalen Wänden 28, 30 in dem unteren Befestigungsteil
einrasten. Die oben erwähnten Rippen 23, 24 sind zwischen den
Endwänden 32 und den transversalen Wänden 34 angeordnet. In
der Nähe der Endwände und der transversalen Wände sind
nicht-durchgehende gewindegebohrte Löcher 36 angeordnet, in
die beim Zusammenbau der Befestigungsvorrichtung 2 Schrauben
eingeschraubt werden, wobei diese Schrauben sich durch die in
dem unteren Befestigungsteil 11 angeordneten Löcher 31
erstrecken.
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Wenn sich der Armlehnenteil 13 in der zusammengebauten
Befestigungsvorrichtung 2 in Position befindet, bilden die
Endwände 26, 32 und die transversalen Wände 28, 30, 34, 35
Achslager für die Armlehne 3, die eine Schwenkbewegung der
Armlehne in der oben beschriebenen Weise ermöglichen. Da die
Rippen 21-24 in die in dem Armlehnenteil 13 befindlichen
abgesenkten Bereiche 16, 17 hineinragen und im allgemeinen
dieselbe Länge wie dieser Teil aufweisen, wird der Teil 13 und
somit auch die Armlehne 3 blockiert, so daß die Armlehne daran
gehindert wird, aus der Befestigungsvorrichtung 2 herausgezogen
oder in diese hineingedrückt zu werden.
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Aus der obigen Beschreibung wird deutlich, daß die Armlehnen
3, 4 jede mögliche Gestaltungsform innerhalb des Schutzumfangs
der vorliegenden Erfindung aufweisen können, mit der Ausnahme
des Armlehnenteils 13, der mit der Befestigungsvorrichtung 2
zusammenwirken muß, um der Armlehne eine Schwenkbewegung in
dem begrenzten Bereich zwischen den genannten Extrempositionen
zu erlauben. Ebenso ersichtlich ist, daß die
Befestigungsvorrichtung verschiedene Konfigurationen aufweisen kann, um in
der verschiedensten Weise angewendet werden zu können, und daß
die Erfindung daher nicht auf den Gebrauch mit Klosettbecken
beschränkt ist. Das wesentliche Merkmal ist in dieser Hinsicht,
daß die Komponenten der Befestigungsvorrichtung einfach und
zuverlässig sind und eine preisgünstigen und zufriedenstellende
Lösung der in der Einleitung beschriebenen Probleme darstellen.