DE69011998T2 - Verfahren und Gerät zur Erfassung und genauen Digitalisierung analoger Daten. - Google Patents
Verfahren und Gerät zur Erfassung und genauen Digitalisierung analoger Daten.Info
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Description
- Die vorliegende Erfindung hat ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erfassung analoger Signale für eine Digitalisierungsanordnung zum Gegenstand, wobei es ermöglicht wird, eine hohe Genauigkeit bei den erhaltenen digitalen Werten zu erreichen.
- Die Erfassung analoger Signale und ihre Wandlung in digitale Wörter kommen auf zahlreichen Gebieten vor. Beispielsweise ist dies der Fall auf dem Gebiet der seismischen Prospektion, bei der die von Geophonen oder Hydrophonen aufgenommenen und von unterirdischen Reflektoren stammenden analogen Signale registriert werden, so daß für den Untergrund repräsentative seismische Schnitte erstellt werden. Im allgemeinen werden sie verstärkt, abgetastet und digitalisiert, so daß sie verschiedenen Verarbeitungen zugänglich sind. Die seismischen Signale haben aufgrund der häufig beträchtlichen Ausdehnung der explorierten Zonen eine sehr große Variationsdynamik. Oft überschreitet diese Dynamik die Kapazitäten der in den Erfassungsketten verwendeten Analog/Digital-Wandler, die bestenfalls mit 16 Bits arbeiten.
- Aus dem Patent FR-A-2 512 212 ist ein Erfassungssystem für seismische Signale bekannt, das einen mit Mitteln zur Abtastung und zur Analog/Digital-Wandlung verbundenen Verstärker und eine automatische Steuereinrichtung aufweist, die so ausgelegt ist, daß die Signale vor der Verstärkung oder nach der Verstärkung entsprechend dem Pegel des verstärkten Signals ausgewählt werden, damit die dem Wandler zugeführten Signalabtastproben mit seinem Wandlungsbereich kompatibel sind.
- Aus dem Patent FR-A-2 625 634 ist ein Verfahren bekannt, das es ermöglicht, die Dynamik digitalisierbarer analoger Signale mittels eines Digital/Analog-Wandlers eines solchen Typs zu vergrößern, der einen Eingang zur Zuführung einer sehr stabilen Bezugsspannung aufweist. Das frühere Verfahren besteht im wesentlichen darin, mit diesem Eingang einen Spannungsgenerator zu verbinden, der zwei Spannungen gleichen Ausmaßes, aber entgegengesetzten Vorzeichens erzeugt. Entsprechend dem Vorzeichen des zu digitalisierenden Eingangssignals führt man entweder die positive Bezugsspannung oder die negative Bezugsspannung zu. Das Verfahren ermöglicht es, ein Bit Dynamik zu gewinnen. Aus dem Patent FR-A-2 626 423 ist ein weiteres System zur Dynamikvergrößerung bekannt, das einen Verstärker mit fester Verstärkung, einen Abtaster sowie einen Analog/Digital-Wandler aufweist, dem eine sehr feste Bezugsspannung zugeführt wird, die aus einer Gruppe stabiler Spannungen gewählt wird, welche mittels Subdivisionen einer selben Spannung erhalten werden. Ein solches System erlaubt also die Erhaltung einer hohen Genauigkeit bei der Digitalisierung verhältnismäßig schwacher Eingangssignale und damit in wesentlicher Weise die Vergrößerung der Umwandlungsdynamik, jedoch unter der Bedingung, daß die zu digitalisierenden Eingangssignale nicht zu schwach und inkompatibel mit dem durch den Wandler herbeigeführten Rauschpegel sind.
- Die seismischen Verstärker mit variabler Verstärkung, die man benutzt, um die seismische Erfassung zu machen, werden oft so ausgebildet, daß sie verstärkte Signale liefern, die durch eine gegenüber der maximalen durch den Wandler digitalisierbaren Spannung geringere Mantisse mit gleitendem Komma und einen Exponenten, der gewöhnlich eine Potenz der Zahl Zwei ist, definiert sind. Die sich ergebenden digitalen Wörter umfassen eine gewisse Bitzahl, die den digitalisierten Wert der Mantisse definiert, zu der sich der im Binären digitalisierte Wert des Exponenten hinzufügt. Die Verstärker mit gleitendem Komma geben gute Ergebnisse unter der Bedingung, daß man mit Genauigkeit die Verstärkung der verschiedenen Verstärkungsstufen kennt, die den Exponenten der verstärkten Spannung liefern. Dies ist nicht immer der Fall. Die Verstärkung der Stufen, insofern sie mit einer hohen Genauigkeit im Moment ihres Aufbaus bekannt ist, ist wegen der Regelungsschwierigkeit Veränderungen mit der Temperatur und dem Zeitverlauf unterworfen. Es können Verstärkungssprünge vorkommen, welche die Genauigkeit der Abtastproben der digitalisierten Signale berühren. Die pauschale Linearität des Verstärkers mit dem nachfolgenden Wandler ist im allgemeinen unterschiedlich gegenüber derjenigen des Wandlers allein.
- Das Verfahren zur Erfassung analoger Signale gemäß der Erfindung umfaßt die Verstärkung der genannten Signale, ihre Abtastung sowie die Digitalisierung der Abtastproben der Signale und gestattet das Erreichen einer hohen Genauigkeit bei den erhaltenen digitalen Werten.
- Es ist dadurch gekennzeichnet, daß es die Verwirklichung einer Folge aufeinanderfolgender Digitalisierungszyklen umfaßt, von denen jeder aufweist:
- - die Zuführung des Signals an einen Verstärker, dessen Verstärkung um wenigstens einen Nennwert herum einstellbar ist;
- - die Digitalisierung einer aufeinanderfolgend an dem nicht verstärkten Signal und dem verstärkten Signal entnommenen Abtastprobe, um ein erstes digitales Wort und ein zweites digitales Wort zu erhalten;
- - die Auswahl der digitalisierten Abtastprobe, deren Amplitude mit dem Variationsbereich des erwähnten Wandlers kompatibel ist;
- - die Messung der wirklichen, der Abtastprobe zugeführten Verstärkung durch Bestimmung des Verhältnisses zwischen dem ersten und dem zweiten digitalen Wort, und
- - gegebenenfalls die Einstellung des Wertes der tatsächlich zugeführten Verstärkung, wenn sich dieser Wert von der Nennverstärkung unterscheidet.
- Die Erfassungsvorrichtung gemäß der Erfindung umfaßt einen Verstärker, Abtastmittel und wenigstens einen Analog/Digital- Wandler, der für die Digitalisierung der von den Abtastmitteln stammenden Abtastproben ausgelegt ist.
- Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß der Verstärker wenigstens eine Verstärkungseinheit umfaßt, die eine Verstärkung anlegt, deren Wert in der Lage ist, um eine Nennverstärkung herum zu variieren, und mit Mitteln zum Einstellen der Verstärkung versehen ist, wobei die Abtastmittel einen ersten Abtaster zur direkten Abtastung des Analogsignals und wenigstens einen zweiten Abtaster für die Abtastung des verstärkten Signals umfassen, das aus jeder Verstärkungseinheit stammt, wobei die Vorrichtung im übrigen Umschaltmittel zur aufeinanderfolgenden Verbindung der Ausgänge der Abtaster mit dem Eingang des Wandlers, Mittel zum Speichern des ersten und zweiten digitalen, aus dem Wandler stammenden Wortes anschließend an diese aufeinanderfolgende Verbindung, Mittel zur Auswahl des mit dem Variationsbereich des Wandlers kompatiblen, digitalen Wortes und eine mit den Mitteln zum Einstellen zusammenwirkende logische Anordnung zum Detektieren eventueller Abweichungen der tatsächlichen, auf die Nennverstärkung bezogenen Verstärkung jeder Verstärkungseinheit durch Vergleich dieser digitalen Wörter umfaßt, um eventuell die Verstärkung jeder Verstärkungseinheit einzustellen.
- Die logische Anordnung zum Detektieren umfaßt z.B. Mittel, um bei jedem Zyklus eine zur Abweichung zwischen den Werten der Nennverstärkung und der gemessenen wirklichen Verstärkung proportionale Menge zu bestimmen, indem das Verhältnis des ersten und des zweiten digitalen Wortes gebildet wird, und Wichtungsmittel dieser Abweichung, die mit den erwähnten Mitteln zur Einstellung der Verstärkung verbunden sind.
- Die logische Anordnung kann ein erstes und ein zweites Schieberegister, die beide mit dem Ausgang des genannten Wandlers verbunden sind, sowie Mittel umfassen, um die Inhalte des ersten und zweiten Schieberegisters zu subtrahieren. Die Wichtungsmittel umfassen z.B. einen Integrator.
- Es lassen sich Wichtungsmittel verwenden, die eine Verarbeitungseinheit umfassen, um einen mittleren Wert des Verhältnisses zwischen der Nennverstärkung jeder Verstärkungseinheit und ihrer wirklichen Verstärkung zu berechnen, ausgehend vom ersten und vom zweiten digitalen Wort, die jeweils im ersten und zweiten Schieberegister enthalten sind. Die Verarbeitungseinheit weist z.B. einen Speicher für eine festgelegte Anzahl aufeinanderfolgender Werte dieses Verhältnisses auf.
- Weitere Merkmale und Vorteile des Verfahrens und der Vorrichtung gemäß der Erfindung erscheinen besser beim Lesen der nachfolgenden Beschreibung, wobei auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen wird, worin zeigen:
- - Fig.1 das Ubersichtsschema einer ersten Ausführungsart der Einrichtung gemäß der Erfindung, wobei ein Integrator zur Glättung der Verstärkungskorrekturen benutzt wird,
- - Fig.2 das Übersichtsschema einer logischen Anordnung, welche die Auswahl digitaler Werte und die eventuelle Einstellung der Verstärkungswerte gewährleistet,
- - Fig.3 das Ubersichtsschema einer zweiten Ausführungsart, bei der man digitale Speichermittel einsetzt, um die zu den Verstärkungseinheiten zu bringenden Verstärkungskorrekturwerte zu glätten.
- In Fig.1 sieht man, daß die analogen Signale Ve dem Eingang eines ersten Abtasters 1 und dem Eingang eines Verstärkers 2 eigegeben werden, der ihnen eine Nennverstärkung Gn zuführt. Das vom Verstärker 2 kommende Signal wird einem zweiten Abtaster 3 eingegeben. Die Ausgänge der beiden Abtaster 1, 3 sind mit den zwei Eingängen eines elektronischen Umschalters 4 verbunden. Der Ausgang desselben ist mit dem Eingang eines Analog/Digital-Wandlers (ADC) 5 verbunden, der digitale Wörter von festgelegter Länge von z.B. 16 Bit erzeugt. Eine Synchronisierungseinheit 6 erzeugt Taktsignale zur Steuerung der Abtaster 1, 3 und des Wandlers (ADC) 5 bei jedem Abtastdigitalisierungszyklus. Sie ist auch dazu ausgelegt, um bei jedem Zyklus ein Steuersignal des Umschalters 4 zu bilden, das es ermöglicht, aufeinanderfolgend dem Eingang des Wandlers (ADC) 5 die vom Abtaster 1 kommende, nicht verstärkte Abtastprobe oder die gleiche, vom Verstärker 2 stammende, verstärkte Abtastprobe zuzuführen.
- Die Vorrichtung umfaßt auch eine logische Einheit 7, welche die vom Wandler 5 stammenden digitalisierten Wörter empfängt und ausgelegt ist, um Korrektursignale zu erzeugen, die im folgenden präzisiert werden. Diese Signale werden dem Eingang eines Integrators 8 zugeführt. Die Verstärkung des Verstärkers 2 wird in klassischer Weise durch ein Gegenkopplungsnetzwerk gesteuert, das einen zwischen seinem Ausgang s und seinem Invertiereingang e- eingeschalteten, ersten Widerstand R1 und zwei Widerstände R2 und r in Reihe aufweist, um den gleichen Invertiereingang e- an Masse anzuschließen. Der Widerstand r wird aus einem FET-Transistor 9 gebildet, zu dessen Kanal ein Totwiderstand parallel geschaltet ist. Der Ausgang des Integrators 8 ist mit dem Gitter (oder Gate) des Transistors 9 verbunden. Der Wert des Widerstands r ändert sich also in Abhängigkeit von der diesem Gitter zugeführten Spannung.
- Die logische Steuereinheit 7 weist zwei Register 10, 11 auf (Fig.2), deren Eingänge parallel mit den Ausgängen des Wandlers 5 verbunden sind. Ein erster Impuls CH1 steuert den Zugang zum Register 10 des Worts N1, das sich aus der Digitalisierung der nicht verstärkten Abtastprobe ergibt. Ein zweiter Impuls CH2 steuert gleichermaßen den Zugang zum Register 11 des Worts N2, das der mit der Verstärkung G verstärkten Abtastprobe entspricht. Ein Subtrahierer 12 vergleicht die Inhalte der Register 10 und 11 und entsprechend dem Ergebnis des Vergleichs erzeugt er ein Signal vom logischen Wert 0 oder 1, das dem Integrator 8 zugeführt wird. Die logische Einheit 7 weist auch einen Schwellwertvergleicher 13 mit zwei Eingängen auf. Ein erster Eingang ist an den Eingang des Wandlers 5 angeschlossen. Über den zweiten Eingang wird eine Bezugsspannung Vm zugeführt, die der maximalen Amplitude entspricht, die der Wandler 5 in der Lage ist, in digitales Wort umzuwandeln. Der Ausgang des Schwellwertvergleichers 13 ist mit dem Steuereingang eines ersten UND-Gatters 14 und, über einen logischen Inverter 15, mit dem Steuereingang eines zweiten UND-Gatters 16 verbunden. Die jeweiligen Ausgänge der Register 10 und 11 sind jeweils mit den Eingängen der Gatter 14 und 16 verbunden. Die miteinander verbundenen Ausgänge der beiden UND-Gatter 14 und 16 bilden den Ausgang der Vergleichseinheit.
- Das allgemeine Funktionsprinzip der Vorrichtung besteht für jeden Abtastzyklus darin, eine doppelte digitale Wandlung zu bewerkstelligen, die erste für die nicht verstärkte, vom Abtaster 1 stammende Abtastprobe, die zweite für die verstärkte, vom Abtaster 3 stammende Abtastprobe, und festzustellen, ob die wirkliche Verstärkung G des Verstärkers gut konform ist mit der Nennverstärkung Gn, indem das Verhältnis zwischen den jeweils erhaltenen digitalen Wörtern N1 und N2 gebildet wird, und eine eventuelle Differenz zu korrigieren. Der Vergleich der Verstärkungen G und Gn läßt sich in gleichwertiger Weise ausführen, indem das erhaltene digitale Wort N2 nach Verstärkung real mit dem Wort N1 verglichen wird, dem man die Nennverstärkung Gn zugeführt hat.
- Für jede gespeicherte analoge Abtastprobe in den Abtastern 1 und 3
- - verbindet man aufeinanderfolgend mittels des Umschalters 4 die Ausgänge der Abtaster 1, 3 mit dem Eingang des Wandlers 5. Die beiden sich daraus ergebenden digitalen Wörter werden aufeinanderfolgend zum ersten ins Register 10 der Vergleichseinheit 7 und zum zweiten ins andere Register 11 aufgenommen. Man führt einen ersten Pegelvergleich durch. Wenn das Signal am Eingang der Vorrichtung genügend groß ist, damit nach der Verstärkung mit dem Verstärkungsgrad G seine Amplitude die maximale Spannung, die dazu in der Lage ist, vom Wandler 5 digitalisiert zu werden, überschreitet, wählt die Vergleichseinheit das erste digitale Wort N1, entsprechend der nicht verstärkten Abtastprobe. Dies wird durch den Schwellwertvergleicher 13 realisiert, der das Gatter 14 öffnet und das andere Gatter 16 sperrt. Im entgegengesetzten Fall, wenn sich das verstärkte Signal im durch den Wandler digitalisierbaren Spannungsfenster befindet< führt die Vergleichseinheit einen zweiten Vergleich zwischen dem zweiten erzeugten digitalen Wort N2 und einem dritten Wort N3 aus, um festzustellen, ob die der verstärkten Abtastprobe zugeführte wirkliche Verstärkung G gut der im abschließenden Regelungsaugenblick des Verstärkers gemessenen Nennverstärkung Gn entspricht. Dieses Wort N3 wird durch Multiplizieren des im Register 10 (nicht verstärkte Abtastprobe) gespeicherten digitalen Worts N1 mit der Nennverstärkung Gn erhalten. Wenn die Nennverstärkung z.B. gleich zwei hoch die Potenz m (wobei in eine beliebige ganze Zahl ist) ist, ergibt sich die Multiplikation, wie bekannt ist, durch eine Verschiebung von in Rängen des Inhalts des das Wort N1 enthaltenden Registers. Das Wort N1*Gn im Register 11 wird wie das Wort N2 dem Subtrahierer 12 zugeführt, der also die Differenz N2-N1*Gn oder das, was äquivalent der Differenz N1(N2/N1-Gn)=N1(Gr-Gn) ist, bildet.
- Wenn N2-N1*Gn=0, gibt der Vergleicher 12 eine logische 0 ab. Andernfalls gibt er eine logische 1 ab. Das vom Subtrahierer 12 stammende logische Signal wird dem Integrator 8 eingegeben. Die dadurch am Ausgang des Integrators 8 resultierende Spannungsänderung ändert die Verstärkung des Verstärkers 2 leicht, so daß ihm eine der Nennverstärkung entsprechende Verstärkung gegeben wird.
- Über das UND-Gatter 16 steuert man dann die Ausgabe des digitalen Worts N2 entsprechend dem verstärkten Signal.
- Gemäß der in Fig.3 gezeigten Ausführungsvariante wird die Korrektur eventueller Abweichungen zwischen der wirklichen Verstärkung G des Verstärkers 5 und dem Nenngewinn G nicht mehr durch Integration bewerkstelligt, sondern indem ein Mittel aus ihrem Verhältnis über eine gewisse Anzahl von aufeinanderfolgenden Abtastzyklen gebildet wird. Den wirklichen Wert der Verstärkung G, der durch das Verhältnis N2/N1 gegeben ist, ermittelt man aus dem Verhältnis Gn/G zwischen der Nennverstärkung und der wirklichen Verstärkung, indem man das Produkt C=Gn*N1/N2 berechnet. Die Register 10 und 11 der logischen Einheit 7 sind an eine Verarbeitungsanordnung 17 angeschlossen, die ein Rechenelement 18, das ausgelegt ist, um bei jedem Abtast- und Verstärkungszyklus den Wert des Koeffizienten zu bestimmen, und einen Speicher 19 z.B. vom den Fachleuten wohlbekannten FIFO-Typ aufweist, der in der Lage ist, eine bestimmte Anzahl p digitaler Wörter zu speichern. Die aufeinanderfolgenden Werte von C werden in den Speicher 19 eingeführt. Bei jedem Zyklus bestimmt das Rechenelement 18 den mittleren Wert der p letzten gespeicherten Werte des Koeffizienten C. Der mittlere Wert des Verhältnisses wird dann dazu benutzt, um den digitalisierten Wert jeder der aufeinanderfolgenden Abtastproben zu ändern. Das Rechenelement 18 führt diese Anderung aus, indem mit diesem mittleren Wert das digitalisierte Wort N2, entsprechend jeder verstärkten Abtastprobe, multipliziert wird.
- In der beschriebenen Ausführungsform wurde der Fall eines Verstärkers mit einstellbarer Festverstärkung betrachtet. Man verläßt allerdings nicht den Rahmen der Erfindung, indem man das beschriebene Korrekturprinzip auf einen Verstärker ausweitet, dessen Verstärkung mehrere verschiedene Werte mit Einstellmöglichkeiten um diese Werte herum annehmen kann. In diesem Fall kann die Vorrichtung mehrere Stufen mit verschiedenen Verstärkungen parallel zueinander, einen Analog/Digital-Wandler, der bei jedem Abtastzyklus nacheinander mit allen den Stufen über einen Multiplexer verbunden wird, Mittel zur Korrektur der Abweichungen zwischen den Nennverstärkungen der verschiedenen Verstärkungsstufen und den wirklichen Verstärkungen, analog zu den anhand der Ausführungsbeispiele beschriebenen, und Mittel zur Auswahl der Verstärkung der Stufe aufweisen, die unter Berücksichtigung des benutzten Wandlers den genauesten digitalisierten Wert gibt.
Claims (9)
1. Verfahren zur Abtastung eines Analogsignals (Ve), umfassend
die Verstärkung des Signals, seine Abtastung und
Digitalisierung der Abtastungen durch einen Analog-Digital-Wandler,
wobei es ermöglicht wird, einen Genauigkeitsgrad in den
erhaltenen digitalen Werten zu erhalten, dadurch
gekennzeichnet, daß es die Realisierung einer Folge auf
einanderfolgender Digitalisierungs-Zyklen umfasst, die je
umfassen:
- das Anlegen des Signals an einen Verstärker (2),
dessen Verstärkung (G) einstellbar um wenigstens einen
Nominalwert (Gn) ist,
- die Digitalisierung einer aufeinanderfolgend an dem
nicht-verstärkten Signal und dem verstärkten Signal
entnommenen Abtastung oder Probe, um ein erstes
digitales Wort (N1) und zweites digitales Wort (N2) zu
erhalten;
- die Auswahl der digitalisierten Probe bzw. Abtastung,
deren Amplitude kompatibel mit dem Variationsbereich
dieses Wandlers ist;
- die Messung der reellen an die Probe gelegten
Verstärkung (G) durch Bestimmung des Verhältnisses zwischen
dem ersten und dem zweiten digitalen Wort und
- gegebenenfalls die Einstellung des Wertes (G) der
tatsächlich angelegten Verstärkung, wenn dieser Wert
sich von der Nennverstärkung (Gn) unterscheidet.
2. Vorrichtung zum Erfassen eines Analogsignals (Ve),
umfassend: einen Verstärker (2), Abtastmittel (1, 3) und
wenigstens einen Analog-Digital-Wandler (5), der zur
Digitalisierung der aus den Abtastmitteln stammenden Abtastungen
ausgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstärker
wenigstens eine Verstärkereinheit (2) umfasst, die eine
Verstärkung (G) anlegt, deren Wert in der Lage ist, um eine
Nenn-Verstärkung (Gn) zu variieren und mit Mitteln (9) zum
Einstellen der Verstärkung versehen ist, wobei die
Abtastmittel einen ersten Abtaster (1) zur direkten Abtastung des
Analogsignals und wenigstens einen zweiten Abtaster (3) für
die Abtastung des verstärkten Signals umfassen, das aus
jeder Verstärkungseinheit stammt, wobei die Vorrichtung im
übrigen Umschaltmittel (4) umfasst, um die
aufeinanderfolgende Verbindung der Ausgänge der Abtaster (1, 3) mit dem
Eingang des Wandlers (5), Mittel zum Speichern des ersten
und zweiten digitalen aus dem Wandler (5) stammenden Wortes
anschliessend an diese Folgeverbindung, Mittel zur Auswahl
des digitalen Wortes, das mit dem Bereich der Variation des
Wandlers (5) kompatibel ist und eine logische Anordnung (7)
umfasst, die mit den Einstellmitteln (9) zusammenwirkt, um
die eventuellen Abweichungen der effektiven Verstärkung (G)
jeder Verstärkungseinheit, bezogen auf die Nennverstärkung
(Gn) durch Vergleich dieser digitalen Worte zu ermitteln,
um eventuell die Verstärkung (G) jeder verstärkungseinheit
einzustellen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die logische Ermittlungs- oder Detektor-Anordnung Mittel
(7) umfasst, um bei jedem Zyklus eine Menge proportional
zur Abweichung zwischen den Werten der Nennverstärkung (Gn)
und der gemessenen reellen Verstärkung (G) zu bestimmen, in
dem das Verhältnis des ersten und des zweiten digitalen
Wortes hergestellt wird und Wichtungsmittel, die
Abweichung, die mit diesen verstärkungseinstellmitteln (9)
verbunden sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die logische Anordnung (7) ein erstes und ein zweites
Schieberegister (10, 11) umfasst, die beide mit dem Ausgang
dieses Wandlers (5) verbunden sind sowie Mittel (12), um
die Inhalte des ersten und des zweiten Schieberegisters
abzuziehen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wichtungsmittel einen Integrator (8) umfassen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wichtungsmittel (17) eine Verarbeitungseinheit (18)
umfassen, um einen mittleren Wert des Verhältnisses
zwischen der Nennverstärkung jeder Verstärkungseinheit (2) und
ihrer reellen Verstärk.ung (G) ausgehend von dem ersten und
dem zweiten digitalen Wort zu berechnen, die jeweils in dem
ersten und dem zweiten Schieberegister (10, 11) enthalten
sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verarbeitungseinheit (18) einen Speicher (19) für eine
festgelegte Anzahl aufeinanderfolgender Werte dieses
Verhältnisses umfasst.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
diese Verstärkungseinheit (2) ein Gegenkopplungsnetz
umfasst, das mit einem elektronisch einstellbaren Widerstand
(9) versehen ist, der mit dem Ausgang des Integrators (8)
verbunden ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verarbeitungseinheit (18) so ausgelegt ist, daß sie die
digitalisierten, aus dem Wandler (5) stammenden Werte als
Funktion dieses mittleren Wertes korrigiert.
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