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Die Erfindung bezieht sich auf die Technik einer
Vorrichtung zum Ausführen von Arbeit an rohrförmigen
Metallwerkstücken und insbesondere auf eine verbesserte Vorrichtung
zum Walzen von Nuten in Metallröhren oder -rohre nach dem
Oberbegriff von Anspruch 1.
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Eine Nutwalzvorrichtung ist natürlich gut bekannt und
beinhaltet im allgemeinen ein unteres Gehäuse, das eine
angetriebene untere Nutwalze drehbar lagert, und ein oberes
Gehäuse, das eine drehbare obere Nutwalze lagert, die
zusammenpassend mit der unteren Walze konturiert ist, so daß ein
rohrförmiges Werkstück zwischen ihnen bei Relativdrehung
der Nutwalzen und Vorschub der oberen Walze zu der unteren
Walze mit einer Umfangsnut versehen wird. Im allgemeinen
wird die untere Walze durch den Antriebsmotor einer
Antriebseinheit gedreht, und wenn ein Werkstück zwischen der
oberen und unteren Walze angeordnet ist, versetzt die
angetriebene untere Walze das Werkstück in Drehung, welches
seinerseits die Drehung auf die obere Nutwalze überträgt,
und die letztgenannte wird allmählich zu der unteren Walze
bewegt, um fortschreitend die Umfangsnut in dem Werkstück
zu formen.
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Bislang ist ein Verlagern des die obere Walze tragenden
Gehäuses nach oben und nach unten durch den Einsatz von mit
Gewinde versehenen Vorschubspindelanordnungen zwischen dem
oberen und dem unteren Gehäuse und einer
Vorschubspindelkomponente erreicht worden, an die ein Werkzeug wie z.B.
ein Schraubenschlüssel zur manuellen Drehung der
Vorschubspindel angesetzt werden kann. Oft sind das obere und das
untere Gehäuse zur linearen Verlagerung des oberen Gehäuses
zum unteren Gehäuse hin und von ihm weg in gegenseitigem
Eingriff, wobei es klar sein wird, daß eine beträchtliche
Zeit benötigt wird zum Einrichten und zum Durchführen eines
Nutwalzvorganges an einem Rohr oder einer Röhre. In dieser
Hinsicht muß die Vorschubspindel manuell in der Richtung
zum Trennen der Nutwalzen gedreht werden, um das Einführen
des Endes eines Rohres zwischen dieselben zu ermöglichen,
und die Vorschubspindel muß dann manuell in die
entgegengesetzte Richtung gedreht werden, um die obere Nutwalze in
Eingriff mit der äußeren Oberfläche des Werkstückes zu
bringen. Oft beinhaltet die Vorschubspindelanordnung einen
einstellbaren Anschlag, um die Abwärtsbewegung des oberen
Gehäuses zu begrenzen, um die Tiefe der Nut zu steuern,
welche von einem Werkstück zu einem anderen abhängig von
solchen Faktoren wie dem Durchmesser, dem Material und der
Wanddicke des Werkstückes variieren kann. Solch ein
Einstellmechanismus beinhaltet im allgemeinen eine mit
Gewinde versehene Mutter auf der Vorschubspindel, welche
längs derselben durch Drehen der Mutter per Hand
einstellbar positioniert wird, wodurch klar sein wird, daß weitere
Zeit zum Vorbereiten der Vorrichtung für einen bestimmten
Nutwalzvorgang benötigt wird. Sind die notwendigen
Einstellungen einmal gemacht, wird die untere Nutwalze
angetrieben, um das Werkstück und die obere Nutwalze zu drehen und
die Vorschubspindel wird manuell in die Richtung zum
Verlagern des oberen Gehäuses zum unteren Gehäuse hin gedreht,
um so die obere Nutwalze in Richtung auf die untere
Nutwalze zu verlagern, um fortschreitend die Umfangsnut in dem
Werkstück zu formen. Wenn die gewünschte Nuttiefe erreicht
ist, wird das Antreiben der unteren Nutwalze gestoppt, und
die Vorschubspindel wird manuell in die entgegengesetzte
Richtung gedreht, bis ein ausreichender Abstand zwischen
den beiden Walzen geschaffen ist, damit das genutete
Werkstück zwischen ihnen herausgenommen werden kann.
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Zusätzlich zu der Zeit, die zum Durchführen eines
Nutwalzvorganges benötigt wird, und der relativ uneffizienten Art
und Weise der Ausführung desselben kann die Zeit, die zur
manuellen Drehung der Vorschubspindelanordnungen zum
gegenseitigen Verlagern der Nutwalzen benötigt wird, zu einer
Beschädigung des Werkstückes führen, welche letztgenanntes
unakzeptabel macht und/oder Beschädigung oder unerwünschten
Verschleiß an den Bauteilen der Nutwalzvorrichtung
verursacht,
was deren Lebensdauer verkürzt. Mehr im besonderen
ist es in dieser Hinsicht, falls irgendein Problem während
des Nutwalzvorganges auftritt, unmöglich, schnell die
Nutwalzen freizugeben, um so eine Beschädigung von letzteren,
eine Beschädigung des Werkstückes oder ein Auftreten von
unerwünschten Kräften an den Walzen und anderen Bauteilen
der Nutwalzvorrichtung, die zu deren Beschädigung oder
beträchtlichem Verschleiß führen, zu verhindern. Es ist z.B.
notwendig, daß das Werkstück genau mit den Walzachsen
während des Nutwalzvorganges ausgerichtet ist, so daß der Lauf
der Nut senkrecht zur Werkstückachse ist. Eine
Fehlausrichtung bei Beginn des Vorganges kann bewirken, daß der Lauf
der Nut relativ zu der Werkstückachse spiralig ist, wodurch
das Werkstück zwischen den Nutwalzen axial nach außen
wandert. Wenn die obere Nutwalze nicht sofort von dem
Werkstück entfernt wird, kann das Werkstück bis zu dem Ausmaß
beschädigt werden, daß der Nutbetrieb nicht vollendet
werden kann, um so ein akzeptables Endprodukt zu schaffen,
und/oder das Werkstück kann am Ende der Walzen herabfallen
und die Bedienungsperson verletzen. Obwohl die
Energiezufuhr zu der Antriebseinheit sofort unterbrochen werden
kann, wird Zeit benötigt, um das Momemt in dem Getriebe zu
überwinden, wodurch der unerwünschte Laufeingriff mit dem
Werkstück nicht sofort aufhört. Ebenso kann der
unerwünschte Lauf nicht schnell gestoppt werden, wenn zur
Entfernung der oberen Nutwalze aus dem Eingriff mit dem
Werkstückes eine manuelle Drehung einer mit Gewinde versehenen
Vorschubspindel erforderlich ist, speziell wenn die
Bedienungsperson einen Ratschenschraubenschlüssel benutzt und
erst den Schraubenschlüsselantrieb umschalten muß und dann
mit der umgekehrten Drehung der Vorschubspindel beginnt.
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Bei anderen Nutwalzvorrichtungen, wie z.B. bei der
Nutwalzvorrichtung der Victaulic VE-2265 der Victaulic Tool
Company, einer Tochter der Victaulic Company of America,
Easton, Pennsylvania, USA, die hierfür geschaffen worden
sind und wie sie im Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs
1 definiert sind, ist das die obere Nutwalze tragende
Gehäuse schwenkbar an dem unteren Gehäuse angebracht, aber
eine Verlagerung des oberen Gehäuses zu dem unteren Gehäuse
hin und von ihm weg erfolgt immer noch durch den Gebrauch
einer Vorschubspindelanordnung. Daher ist die Zeit, die
benötigt wird, um die Nutwalzen zur Einfuhr eines
Werkstückes zwischen dieselben voneinander zu entfernen, sowie
die Zeit, die benötigt wird, um einen Nutwalzvorgang
auszuführen, grundsätzlich die gleiche wie bei einer
Vorrichtung, bei der die Gehäuseteile relativ zueinander linear
verlagerbar sind. Darüber hinaus ist aus den gleichen wie
oben diskutierten Gründen die Vorschubspindelanordnung
wegen der Unmöglichkeit, die Nutwalzen schnell zu lösen oder
den Nutwalzvorgang auf andere Art und Weise zu
unterbrechen, unsicher.
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Andere Probleme, die bei beiden o.g. Nutwalzvorrichtungen
mit Vorschubspindel vorhanden sind, resultieren aus der
Tatsache, daß ein beträchtliches Drehmoment auf die
Vorschubspindel während des Nutwalzvorganges ausgeübt werden
muß und von der Bedienungsperson durch Drehen der
Vorschubspindel um eine vertikale Achse ausgeübt wird. Es ist
klar, daß die Kraft, die benötigt wird, um eine solche
Drehung zu erzielen, ein Auftreten von gerichteten Kräften
gegen die Vorrichtung in einer horizontalen Ebene bewirkt,
die dazu tendieren, eine Fehlausrichtung zwischen der
Vorrichtung und dem Werkstück zu fördern. Das wiederum fördert
das "Wandern" des Werkstückes, speziell beim Beginn des
Nutwalzvorganges. Dieses Ausüben von horizontal gerichteten
Kräften ist weiter unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit
der Bedienungsperson bedenklich, weil die Gefahr des
Umkippens der Vorrichtung besteht, speziell wenn die gerichtete
Kraft quer zur Arbeitsachse ist. Darüber hinaus unterstützt
die Drehkraft, die auf die Vorschubspindel von der
Bedienungsperson ausgeübt werden muß, die Instabilität von
letzterer während eines Nutwalzvorganges, was hinsichtlich der
Sicherheit der Bedienungsperson sowohl ermüdend als auch
gefährlich ist.
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Ähnlich wie bei der letztgenannten Nutwalzvorrichtung ist
es bekannt, einen Röhren- oder Rohrschneider mit einem
Schneidrad zu schaffen, das zur Verlagerung zu Haltewalzen
hin und von ihnen weg drehbar an einem Halteteil befestigt
ist. Ein zu schneidendes Werkstück wird zwischen die
Haltewalzen und das Schneidrad gebracht, und das drehbar
befestigte Schneidrad wird in einer Art und Weise ähnlich der
oben beschriebenen zu den Walzen hin und gegen das
Werkstück durch einen Vorchubspindelmechanismus während einer
relativen Drehung zwischen dem Werkstück und der
Schneidvorrichtung vorbewegt. So ist es wie bei der ähnlichen
Nutwalzvorrichtung nicht möglich, während eines
Schneidvorganges das Schneidrad schnell von dem Werkstück zu entfernen,
falls das notwendig oder wünschenswert werden sollte, und
nach dem Schneidvorgang ist es notwendig, den
Vorschubspindelmechanismus manuell in die entgegengesetzte Richtung zu
drehen, um das Schneidrad für den nächsten Schneidvorgang
zurückzusetzen.
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Es wird auch auf die US-A-4 030 331 Bezug genommen, welche
ein Rändelwerkzeug mit einem Schnellösemechanismus
offenbart. Eine Stellschraubenanordnung ist vorgesehen, um die
gewünschte Rändeltiefe einzustellen, wobei sich der
Schnellösemechanismus in der Eingriffs- oder
Verriegelungsposition befindet und bevor das Werkstück gedreht wird, das
zuvor in die Rändelvorrichtung eingeführt worden ist.
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Ziel der Erfindung ist es, eine Nutwalzvorrichtung der
vorgenannten Art zu schaffen, die dafür ausgebildet ist, die
Zeit und Anstrengung zu minimieren, die erforderlich sind,
um die Vorrichtung für einen Nutwalzvorgang an einem
Werkstück vorzubereiten und diesen auszuführen und ein
sofortiges Lösen des Arbeitseingriffes zwischen den Nutwalzen und
einem Werkstück zwischen denselben zu jeder Zeit während
eines Nutwalzvorganges zu bewirken.
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Gemäß der Erfindung wird, um dies zu erreichen, eine
Nutwalzvorrichtung nach Anspruch 1 geschaffen. Die
Hebeleinrichtung
verhindert vorteilhafterweise, daß der obere
Walzenträger durch den Gebrauch einer Vorschubspindelanordnung
gehandhabt werden muß, und minimiert in Verbindung mit der
Vorbereitung und Durchführung eines Nutwalzvorganges die
Zeit und die Anstrengung, die auf der Seite der
Bedienungsperson erforderlich sind. In dieser Hinsicht läßt sich die
obere Nutwalze von der unteren Nutwalze durch die
Hebeleinrichtung leicht entfernen, um die Einführung eines
Werkstückes zwischen dieselben zu erleichtern, und in ähnlicher
Weise läßt sich die obere Nutwalze leicht zu dem Werkstück
und der unteren Nutwalze hin verlagern, um den
Nutwalzvorgang einzuleiten. Darüber hinaus wird letzterer mit weniger
körperlicher Anstrengung auf der Seite der Bedienungsperson
und in kürzerer Zeit erreicht, da das Drehen einer
Vorschubspindel durch einen Schraubenschlüssel od. dgl. durch
einfache Verschwenkung eines Hebelarms ersetzt wird, um die
obere Nutwalze zu der unteren Nutwalze hin vorzubewegen und
fortschreitend die Umfangsnut in dem zwischen derselben
gelegenen Werkstück herzustellen. Es wird auch klar sein, daß
die Hebeleinrichtung vorteilhafterweise ein Vervielfachen
der Arbeitskraft ermöglicht, die auf die obere Nutwalze
ausgeübt wird relativ zu der Kraft, die durch die
Bedienungsperson auf die Hebeleinrichtung ausgeübt wird, um so
die Leichtigkeit, mit der das Nutwalzen erfolgt, weiter zu
erleichtern.
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Zusätzlich zu den vorgenannten Vorteilen in Verbindung mit
der Vorbereitung und Durchführung eines Nutwalzvorganges
befähigt die Hebeleinrichtung die Bedienungsperson
vorteilhafterweise, sofort die obere Nutwalze von dem Werkstück zu
lösen, sollte ein Problem wie Spurverstellung auftreten, um
so eine Beschädigung des Werkstückes zu minimieren oder zu
vermeiden. Darüber hinaus kann dieses sofortige Lösen des
Eingriffes zwischen der oberen Nutwalze und dem Werkstück
zu jeder Zeit während eines Nutwalzvorganges erreicht
werden, sollte das notwendig oder wünschenswert werden.
Zusätzlich zum Schutz des Werkstückes und/oder der Bauteile
der Nutwalzvorrichtung vor Beschädigung sorgt das durch
Hebelbetätigung erfolgende Schnellösen der oberen Nutwalze
für verbesserte Sicherheit für die Bedienungsperson, indem
eine mögliche Verletzung vermieden wird, die daraus
resultieren könnte, daß das Werkstück von dem Ende der unteren
Nutwalze herunterwandert, und indem vermieden wird, daß die
Bedienungsperson ein Werkzeug wie z.B. einen
Schraubenschlüssel benutzen muß, um eine Vorschubspindel zu drehen,
wobei dieses Werkzeug sowohl die Konzentration der
Bedienungsperson beeinträchtigen als auch sich von der
Vorschubspindel lösen und ungewollt in die Nähe der drehenden Teile
und des Werkstückes fallen kann.
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Vorzugsweise ist die Schwenkverbindung zwischen dem Halter
für die obere Nutwalze und dem Halter für die untere
Nutwalze einstellbar, um das Variieren der Tiefe der Nut in
einem Werkstück zu erleichtern und um Werkstücke von
unterschiedlichem Durchmesser und mit unterschiedlichen
Wanddicken besser aufnehmen zu können. Weiterhin ermöglicht die
Einstellung die Aufrechterhaltung einer Ausrichtung
zwischen der oberen und unteren Nutwalze, die das gerichtete
Ausüben von Kraft zwischen denselben während eines
Nutvorgangs optimiert und so die Hebelvorteile optimiert. Noch
weiter ermöglicht die Einstellbarkeit, die Vorrichtung mit
einem festgesetzten oder konstanten Anschlagpunkt für den
Hebelarm in der Richtung der Verlagerung desselben beim
Ausführen eines Nutwalzvorganges zu versehen.
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Die vorgenannten Merkmale und andere werden teilweise auf
der Hand liegen und teilweise in Verbindung mit der
geschriebenen Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ausführlicher dargelegt werden, welche in den
beigefügten Zeichnungen gezeigt ist, in denen:
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Fig. 1 eine Draufsicht auf die Nutwalzvorrichtung ist;
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Fig. 2 eine Endseitenansicht der Nutwalzvorrichtung ist, in
der Richtung von rechts nach links in Fig. 1 gesehen;
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Fig. 3 eine Schnittansicht der Vorrichtung nach der Linie
3-3 in Fig. 2 ist; und
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Fig. 4 eine Schnittansicht nach der Linie 4-4 in Fig. 2 ist
und den Mechanismus zum Einstellen der Schwenkachse
zwischen dem oberen und dem unteren Halteteil der Vorrichtung
zeigt.
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Nimmt man nun weiter im Detail Bezug auf die Zeichnungen,
deren Darstellungen dem Zweck des Zeigens einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung und nicht dem Zweck der
Begrenzung der Erfindung dienen, umfaßt die
Nutwalzvorrichtung 10 ein unteres Halteteil 12, das eine untere Nutwalze
14 drehbar lagert, die einstückig mit einer Antriebswelle
16 für die Vorrichtung ausgebildet ist, und ein oberes
Halteteil 18, das eine obere Nutwalze 20 drehbar lagert. In
der Ausführungsform, die in den Zeichnungen gezeigt ist,
ist die Nutwalzvorrichtung 10 dafür ausgebildet, von einer
Antriebseinheit getragen und angetrieben zu werden, die
schematisch in Fig. 1 gezeigt ist und insgesamt mit der
Zahl 22 bezeichnet ist. Wie es gut bekannt ist, hat eine
solche Antriebseinheit ein Gehäuse 24, das dafür
ausgebildet ist, auf einer Werkbank oder einem Ständer befestigt zu
werden, und einen drehbaren Spannfuttermechanismus 26, der
durch einen Elektromotor 28 über ein geeignetes Getriebe in
dem Gehäuse angetrieben wird. Das Gehäuse 24 trägt auch ein
Paar rohrförmige Teile 30 und 32, die seitlich beabstandet
und parallel zueinander sind und die sich vorderhalb von
der Antriebseinheit erstrecken, um ihrerseits die
Nutwalzvorrichtung 10 in der Weise zu tragen, die im folgenden
ausführlicher dargelegt ist. Der Spannfuttermechanismus 26
der Antriebseinheit hat eine Achse, und wenn die
Nutwalzvorrichtung auf den Trägern 30 und 32 befestigt ist, ist
die Spannfutterachse koaxial mit der Achse A der
Antriebswelle 16. Wie weiter gut bekannt ist, hat der
Spannfuttermechanismus 26 mehrere, nicht gezeigte, werkstückerfassende
Backen, die dazu dienen, die Antriebswelle 16 an deren
angetriebenes Ende 16a zu erfassen und zu drehen, um die
Nutwalzvorrichtung
anzutreiben, wenn der Motor 28
eingeschaltet ist. Vorzugsweise ist das angetriebene Ende 16a mit
Abflachungen 34 versehen, um den gegenseitigen
Antriebseingriff zwischen den Spannfutterbacken und der Antriebswelle
zu optimieren.
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Wie am besten aus den Fig. 2 und 3 der Zeichnungen
ersichtlich, beinhaltet das untere Halteteil 12 einen
kreisförmigen Rumpfteil 36 mit einer Bohrung 38, die sich
axial durch diesen erstreckt und in der die Antriebswelle
16 zur Drehung durch Lagerteile 40 gelagert ist. Das untere
Halteteil beinhaltet weiterhin eine Tragstütze 42, die in
eine Seite des Rumpfteils 36 integriert ist und sich
seitlich von dieser aus erstreckt, und einen Hebelhalteteil 44,
der sich seitlich von der entgegengesetzten Seite des
Rumpfteils 36 aus erstreckt und in einer Tragstütze 46
endet. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist das seitlich äußere
Ende der Tragstütze 42 mit einer nach außen offenen,
U-förmigen Ausnehmung 48 versehen, die das Halterohr 30
aufnimmt, wenn die Vorrichtung an der Antriebseinheit
befestigt ist, und die Tragstütze 46 ist mit einer nach außen
und nach unten hin offenen Ausnehmung 50 versehen, die das
Halterohr 32 aufnimmt, wenn die Vorrichtung an der
Antriebseinheit befestigt ist. Wie aus Fig. 2 ersichtlich
ist, erleichtern die Ausnehmungen 48 und 50
vorteilhafterweise die schnelle Befestigung und Entfernung der
Nutwalzvorrichtung 10 relativ zu der Antriebseinheit 22. Wird in
diesbezüglich angenommen, daß sich die Bauteile in den in
den Fig. 1 und 2 gezeigten Positionen befinden, und
weiterhin angenommen, daß die Spannbacken von dem angetriebenen
Ende 16a der Antriebswelle 16 gelöst werden sollen, ist es
nur notwendig, die Nutwalzvorrichtung 10 auswärts entlang
der Tragrohre 30 und 32 zu schieben, bis das angetriebene
Ende 16a die Spannvorrichtung 26 freigibt, woraufhin ein
Verlagern der Vorrichtung im Uhrzeigersinn aus der in Fig.
2 gezeigten Position die Ausnehmung 50 aus dem Eingriff mit
dem Tragrohr 32 bringt und das Entfernen der Vorrichtung
durch Wegziehen der Ausnehmung 48 aus dem Eingriff mit dem
Tragrohr 30 erleichtert.
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Das untere Gehäuseteil 12 hat weiterhin eine sich aufwärts
erstreckende Stütze 52, die an dessen axial vorwärts
gerichtetem Ende anliegt und seitlich versetzt von der
Achse A auf einer Seite derselben ist, und das obere
Halteteil 18 besitzt ein entsprechendes seitlich geschlitztes
Ende, um ein Paar Schenkel 54 zu schaffen, die die Stütze
52 zwischen sich aufnehmen. Das obere Halteteil 18 ist mit
dem unteren Halteteil 12 mittels eines Stiftes 56, der eine
Schwenkachse parallel zur Achse A und beabstandet über
einer horizontalen Ebene durch die Achse A bildet, schwenkbar
verbunden. Wie am besten aus Fig. 4 ersichtlich, erstreckt
sich der Stift 56 durch Öffnungen in den Schenkeln 54 und
durch einen vertikal verlängerten Schlitz 58 im Stützenteil
52 des unteren Halteteils 12 und ist in dem Schlitz 58
vertikal verschiebbar. Das Stützenteil 52 des unteren
Halteteils 12 ist mit einer vertikalen Bohrung versehen, die ein
unteres Ende 60 unter dem Schlitz 58 hat, und eine
Druckfeder 62 ist in dem unteren Ende 60 aufgenommen und faßt
unter den Stift 56. Die vertikale Bohrung hat ein mit Gewinde
versehenes oberes Ende 64, das ein mit passendem Gewinde
versehenen Schaftteil einer Einstellschraube 66 aufnimmt.
Die Schraube 66 hat ein inneres Ende, das an der oberen
Seite des Stiftes 56 anliegt, und einen Betätigungskopf 68
an ihrem äußeren Ende. Die Einstellschraube 66, die Feder
62 und der Schlitz 58 dienen zum Einstellen der vertikalen
Position des Stifts 56 und damit der Schwenkachse für das
obere Halteteil 18 relativ zur Achse A für den Zweck, auf
den im folgenden näher eingegangen wird.
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Das obere Halteteil 18 erstreckt sich von dem Stift 56 aus
quer über die Achse A und hat eine nach unten offene Kammer
70, die die obere Nutwalze 20 aufnimmt. Die Kammer 70 hat
axial beabstandete Wände 72 mit Öffnungen, um ein oberes
Nutwalzachsenteil 74 aufzunehmen, das lösbar daran
befestigt ist, z.B. durch eine Stellschraube 76. Das Achsenteil
74 hat eine Achse B parallel zu der Achse A, und die obere
Nutwalze 20 ist zur Drehung relativ zu der Achse 74 durch
zwischen ihnen angeordnete Lager 78 gelagert. Wie am besten
aus Fig. 3 ersichtlich, hat die untere Nutwalze 14 axial
beabstandete kreisförmige Teile 80 und eine umgebende
Ausnehmung 82 zwischen diesen, und die obere Nutwalze 20
besitzt eine dazu passende Kontur und hat dementsprechend
kreisförmige Teile 84, die über den Teilen 80 der unteren
Nutwalze liegen, und einen radialen, kreisförmigen
Vorsprung 86 zwischen diesen, der über der Ausnehmung 82 in
der unteren Nutwalze liegt. Die kreisförmigen Oberflächen
80 an der unteren Nutwalze 14 sind gerändelt, um deren
Antriebseingriff mit der inneren Oberfläche eines zu nutenden
Werkstückes zu erhöhen.
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Das obere Halteteil 18 hat weiterhin einen Arm 88, der sich
bezüglich Achse A seitlich nach außen auf der Seite
derselben erstreckt, die der Stelle des Schwenkstiftes 56
gegenüberliegt, und das seitlich äußere Ende des Arms 88 ist
mit einer Hebelanordnung 90 derart verbunden, daß letztere
betätigt werden kann, um das obere Halteteil 18 in
entgegengesetzte Richtungen um die Achse des Stiftes 56 zu
verschwenken, um so die obere Nutwalze 20 zu der unteren
Nutwalze 14 hin und von ihr weg zu verlagern. Mehr im
einzelnen hat diesbezüglich die Hebelanordnung 90 einen Hebelarm
92, der schwenkbar am Teil 44 des unteren Halteteils 12
mittels eines Schwenkstiftes 94 befestigt ist, der parallel
zu der Achse A liegt und sich durch für diesen vorgesehene
Öffnungen in dem Halteteil 44 und dem Hebelarm 92
erstreckt. Der Hebelarm ist lösbar an den Stift 94 befestigt,
z.B. durch eine Feststellschraube 96. In der gezeigten
Ausführungsform ist der Hebelarm 92 an der axial äußeren Seite
des Teils 44 des unteren Halteteils 12 angebracht, und
vorzugsweise hat die Hebelanordnung einen insgesamt U-förmigen
Griff 98 mit einem ersten Schenkel 100, der das äußere Ende
des Hebelarms 92 aufnimmt, und einen zweiten Schenkel 102
mit einem abgeflachten Ende 104 mit Öffnungen, um den
Schwenkstift 94 aufzunehmen. Vorzugsweise nimmt der Stift
94 eine Mutter 95 auf, die an der äußeren Seite des
abgeflachten Teiles 104 anliegt, um letzteren axial
festzuhalten. Weiter ist der Schenkel 100 des Griffes 98 leicht
abgeflacht, um in Paßberührung mit den axial
entgegengesetzten Seiten des Hebelarms 92 zu kommen, und
ist geeignet daran befestigt, z.B. durch einen
Gewindebolzen 106. Ein Überbrückungsteil 108 zwischen den
Griffschenkeln 100 und 102 ist vorzugsweise gerade und von
ausreichender Länge, um dafür zu sorgen, daß die Bedienungsperson
den Hebelmechanismus bequem ergreifen und betätigen kann.
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Das seitlich äußere Ende des Arms 88 des oberen Halteteils
18 ist mit einem langgestreckten Schlitz 110 versehen, und
das obere Halteteil ist schwenkbar mit dem Hebelarm 92
mittels eines Stiftes 112 verbunden, der parallel zur Achse A
liegt und dessen inneres Ende geeignet an dem Hebelarm 92
befestigt ist, z.B. mittels einer nicht gezeigten
Feststellschraube. Der Stift 112 erstreckt sich durch den
Schlitz 110 nach außen und empfängt eine Mutter 114, die an
der axial äußeren Seite des Arms 88 des oberen Halteteils
18 anliegt. Wie aus Fig. 2 klar wird, ist der Stift 112
seitlich von dem Hebelschwenkstift 94 versetzt und bildet
ein Kurvenelement, und der Schlitz 110 bildet eine
Kurvenbahn für den Stift. Dementsprechend bringt ein Verschwenken
des Hebelarms 92 im Uhrzeigersinn um den Schwenkstift 94
das obere Halteteil 18 dazu, sich im Uhrzeigersinn um den
Schwenkstift 56 zu verschwenken, um die obere Nutwalze 20
nach oben weg von der unteren Nutwalze 14 zu entfernen, und
ein Verschwenken des Hebelarms 92 entgegen den
Uhrzeigersinn in Fig. 2 bewirkt, daß die obere Nutwalze 20 nach
unten gegen die untere Nutwalze 14 verlagert wird. Das
Schwenken des Hebelarms 92 gegen den Uhrzeigersinn um die
Achse des Stiftes 94 wird durch ein Anschlagelement 116
begrenzt, das von der Tragestütze 46 des unteren Halteteils
12 axial nach vorn vorsteht, so daß er unter dem Hebelarm
92 relativ zum Lauf der Bewegung von letzterem gegen den
Uhrzeigersinn um Stift 94 liegt.
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Es wird angenommen, daß der Betrieb der Nutwalzvorrichtung
10 aus der vorstehenden Beschreibung klar ist. Kurz gesagt,
die Bedienungsperson stellt die Position des Schwenkstiftes
56 durch Drehung der Einstellschraube 66 in eine
vorbestimmte Position relativ zu Achse A ein, um eine erwünschte
Nuttiefe für einen bestimmten Werkstückdurchmesser und eine
bestimmte Werkstückwanddicke zu erhalten. Die
Bedienungsperson ergreift dann das äußere Ende 108 des Griffes 98 und
verschwenkt letzteren und so den Hebelarm 92 im
Uhrzeigersinn um die Achse des Schwenkstiftes 94, um das obere
Halteteil 18 und so die obere Nutwalze 20 nach oben weg von
der unteren Nutwalze 14 zu verlagern. Das zu nutende
Werkstück wird dann axial über die untere Nutwalze 14 und
zwischen die obere und die untere Nutwalze eingeführt, und der
Griff 98 wird gegen den Uhrzeigersinn in Fig. 2
verschwenkt, um die obere Nutwalze in Eingriff mit der äußeren
Oberfläche des Werkstückes nach unten zu bewegen. Die
Antriebseinheit wird dann eingeschaltet, um die Antriebswelle
16 und so die untere Nutwalze 14 anzutreiben. Die äußere
Oberfläche der unteren Nutwalze 14 ist in Kontakt mit der
inneren Oberfläche des Werkstückes, wodurch eine Drehung
der unteren Nutwalze das Werkstück in Drehung versetzt, und
die obere Nutwalze 20 wird durch das drehende Werkstück
über den Eingriff des Nutvorsprunges 86 mit der äußeren
Oberfläche des Werkstückes gedreht. Die Bedienungsperson
verschwenkt dann allmählich den Griff 98 und so den
Hebelarm 92 gegen den Uhrzeigersinn in Fig. 2, wodurch der obere
Walzenvorsprung 86 und die untere Walzenausnehmung 82
gegenseitig mit der Wand des Werkstückes zwischen ihnen in
Eingriff kommen, um fortschreitend die gewünschte
Umfangsnut in das Werkstück zu formen. Der Nutwalzvorgang ist
vollendet, wenn der Hebelarm am Anschlag 116 anliegt,
worauf die Bedienungsperson den Griff im Uhrzeigersinn um die
Achse des Stiftes 94 verschwenkt, um die Nutwalzen zu
trennen und eine Entfernung des genuteten Werkstückes zwischen
den Walzen zu erleichtern. Ähnlich wird angenommen, daß aus
den Zeichnungen und der vorstehenden Beschreibung ohne
weiteres klar wird, daß die Nutwalzvorrichtung nach der
vorliegenden
Erfindung eine sofortige Wegnahme der wirksamen
Kraft und eine Verlagerung der oberen Nutwalze weg von der
unteren Nutwalze in dem Fall ermöglicht, daß irgendwelche
Probleme während des Nutwalzvorganges auftreten, die
möglicherweise die Bedienungsperson verletzen oder das Werkstück
und/oder Bauteile der Nutwalzvorrichtung beschädigen
könnten.
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Obwohl hier besondere Betonung auf die bevorzugte
Ausführungsform der Nutwalzvorrichtung und der
strukturellen Beziehungen zwischen deren Bauteilen untereinander
gelegt worden ist, wird klar sein, daß andere
Ausführungsformen der Erfindung angefertigt werden können und daß
Modifizierungen der bevorzugten Ausführungsform vorgenommen
werden können, ohne von den Prinzipien der in den Ansprüchen
definierten Erfindung abzuweichen. Zum Beispiel wird klar
sein, daß der Hebelarm und die Griffanordnung einstückig
ausgeführt sein können und daß die Stift- und
Schlitzanordnung zwischen dem Hebelarm und dem oberen Halteteil
umgekehrt sein könnte oder durch andere Kurven- und
Kurvenbahnanordnungen ersetzt werden könnte. Ebenso kann die
Schwenkstift- und Schlitzanordnung zum Einstellen der
Schwenkachse zwischen dem oberen und dem unteren Halter
umgekehrt oder durch andere Einstellanordnungen ersetzt
werden.