-
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen
Richtstrahlscheinwerfer, insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, für ein
Kraftfahrzeug.
-
Straßenfahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge, sind
bekanntlich mit Scheinwerfern versehen, die so konstruiert sind, daß eine
Strahlwinkeleinstellung in einer im wesentlichen vertikalen Ebene und in
Funktion einer Belastung ermöglicht wird.
-
Bekannte Richtstrahlscheinwerfer umfassen üblicherweise ein
topfförmiges äußeres Gehäuse, das an der Fahrzeugkarrosserie anbringbar
konstruiert ist und frontseitig durch eine transparente Scheibe
abgeschlossen ist. Dieses Gehäuse enthält gewöhnlich einen parabolförmigen
Reflektor, in dessen Brennpunkt eine Lichtquelle montiert ist und dessen
Position relativ zu dem Gehäuse von außen einstellbar ist. Auf einer
Seite ist der Reflektor üblicherweise mit dem Gehäuse mittels einer
Verbindungseinrichtung verbunden, die ein zylindrisches Scharnier mit einer
im wesentlichen horizontalen Achse definiert und andererseits mittels
einer Richteinrichtung, die an dem Gehäuse befestigt ist und mit dem
Reflektor verbunden ist für Einstellung von dessen Position um die
Horizontalachse und in Relation zu einer Grundbetriebsposition.
-
Bestimmte bekannte Richteinrichtungen umfassen einen
elektromechanischen Linearaktuator, der von außen steuerbar ist und eine
Ausgangsachse umfaßt, die so konstruiert ist, daß sie sich axial in
Richtung senkrecht zur Achse des zylindrischen Scharniers bewegt. Diese
Achse dringt in das Gehäuse ein und ist mit dem Reflektor mittels eines
Gelenks verbunden, das zwei gewöhnlich als Kugelgelenke ausgebildete
Verbindungen aufweist, von denen mindestens eine leicht lösbar sein muß,
um das Abnehmen des Aktuators von dem Scheinwerfer und Gehäuse zwecks
Wartung oder Austausch zu ermöglichen.
-
Um unbeabsichtigtes Lösen dieser lösbaren Verbindung zu
verhindern, ist diese mit einer Verriegelungseinrichtung versehen, die aus
einer Betriebsverriegelungsposition in eine Löseposition umschaltbar
ist, in der ein störungsfreies Entfernen des Aktuators möglich ist. Bei
bekannten Einstelleinrichtungen des vorgenannten Typs muß diese
Verriegelungseinrichtung von innerhalb des Scheinwerfergehäuses betätigt
werden.
-
In den meisten Fällen läßt sich der obige Arbeitsgang, der
üblicherweise die Verwendung eines Werkzeugs erfordert, ziemlich leicht
bei demontierten Scheinwerfern ausführen, er ist jedoch normalerweise
schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, wenn der Scheinwerfer an dem
Fahrzeug montiert ist infolge des begrenzten zur Verfügung stehenden
Platzes.
-
Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, einen Scheinwerfer
zu schaffen mit einer kraftbetätigten Reflektorrichteinrichtung, bei dem
der Aktuator der Richteinrichtung schnell, einfach und preisgünstig
unter allen Bedingungen abnehmbar ist und insbesondere dann, wenn der
Scheinwerfer an dem Fahrzeug montiert ist. Im Hinblick auf dieses Ziel
wird gemäß der vorliegenden Erfindung ein Richtstrahlscheinwerfer gemäß
der Definition von Anspruch 1 geschaffen.
-
Eine Anzahl von nicht als Beschränkung zu verstehenden
Ausführungen der vorliegenden Erfindung werden unter Bezugnahme auf die
beigefügten Zeichnungen beschrieben, in welchen:
-
Fig. 1 einen schematischen, teilweise axialen Schnitt einer
bevorzugten Ausführungsform des Scheinwerfers gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigt,
-
Fig. 2 eine maßstäblich vergrößerte Frontansicht eines ersten
Details der Fig. 1 zeigt,
-
Fig. 3 eine Rückansicht des Details der Fig. 2 zeigt,
-
Fig. 4 eine Unteransicht der Einzelheit der Fig. 2 zeigt,
-
Fig. 5 einen Schnitt nach Linie V-V der Fig. 2 zeigt,
-
Fig. 6 denselben Schnitt wie in Fig. 5 zeigt, jedoch mit der
Einzelheit der Fig. 2 in abweichender Betriebsposition.
-
Bezugszeichen 1 in Fig. 1 markiert einen
Richtstrahlscheinwerfer mit einem topfförmigen äußeren Gehäuse 2 mit einer Frontöffnung
(nicht gezeigt), die durch eine transparente Scheibe (nicht gezeigt)
abgeschlossen ist.
-
Das Gehäuse 2 umfaßt eine Seitenwandung 3, die nach hinten
durch eine Endwandung 4 abgeschlossen ist mit einem zentralen Loch 5 mit
einem peripheren Kanal 6 für die Aufnahme der Kante (nicht gezeigt),
einer abnehmbaren Kappe (nicht gezeigt).
-
Fig. 2 enthält einen Parabolreflektor 7 mit einer optischen
Achse 8 und einer Lichtquelle 9 in seinem Brennpunkt.
-
An der Oberseite (nicht gezeigt) ist der Reflektor 7 mit dem
Gehäuse 2 mittels eines zylindrischen Scharniers (nicht gezeigt)
verbunden, das eine im wesentlichen horizontale Achse senkrecht zur optischen
Achse 8 aufweist und um die der Reflektor 7 schwenken kann relativ zum
Gehäuse 2 für die Verlagerung des Strahls, der vom Reflektor 7 in einer
Vertikalebene emittiert wird.
-
Ein Bodenabschnitt der Wandung 4 wird begrenzt von einem
rohrförmigen Fortsatz 10, der sich parallel zur Achse 8 erstreckt und nahe
einem rückwärtigen Abschnitt der Wandung 3. Der Fortsatz 10 ist
rückseitig durch eine Endwandung 11 abgeschlossen mit einem zentralen
Durchgangsloch 12, in welchem fluiddicht durch Zwischenlage einer Dichtung 13
ein rohrförmiger Endfortsatz 14 eines rohrförmigen Ausgangselements 15
des Gehäuses 16 eines elektromechanischen Linearaktuators 17 angeordnet
ist.
-
Der Aktuator 17 bildet das Betätigungsglied einer
kraftbetriebenen Richteinrichtung, die als Ganzes mit 18 bezeichnet ist, für die
Regulierung der Position des Reflektors 7 relativ zum Gehäuse 2 um die
Achse des horizontalen, zylindrischen Scharniers (nicht gezeigt) und in
Richtung auf bzw. von der in Fig. 1 dargestellten Grundbetriebsposition.
-
Wie in Fig. 1 gezeigt, umfaßt zusätzlich zum Aktuator 17 die
Richteinrichtung 18 ferner eine gelenkige Achse 19, die zwischen dem
Ende eines Armes 20, einstückig verbunden mit der Rückfläche des
Reflektors 7 und sich in Richtung der Endwandung 4 in einer Richtung im
wesentlichen koaxial zum Fortsatz 10 erstreckend, und dem freien Ende
eines axial beweglichen Ausgangsgliedes 21 des Aktuators 17 angeordnet
ist.
-
Dieses Ausgangsglied 21 umfaßt eine Ausgangsachse 22 des
Aktuators
17 koaxial mit und hin- und herbeweglich längs des Fortsatzes 10,
und eine Schraube 23, die koaxial mit Achse 22 am freien Ende der Achse
22 montiert ist und axial mittels einer Mutter 24 einstellbar ist.
-
Die Achse 19 ist mit einem ersten Ende mit dem freien Ende von
Arm 20 mittels eines ersten Kugelgelenks 25 verbunden und am zweiten
Ende mit dem freien Ende der Schraube 23 mittels eines zweiten
Kugelgelenks 26.
-
Das Kugelgelenk 25 umfaßt eine Kugel oder einen Kugelkopf 27
einstückig mit Achse 19 und ein Sockelelement 28, das durch ein Loch 29
am Ende des Armes 20 geführt ist, und einen sphärischen Sitz 30 für die
stabile Aufnahme der Kugel 27 begrenzt, wenn das Sockelelement 28 durch
das Loch 29 befestigt ist.
-
Das Kugelgelenk 26 umfaßt eine Kugel oder einen Kugelkopf 31
einstückig mit Achse 19 und ein Sockelelement 32, das einen sphärischen
Sitz 33 für die Kugel 31 definiert und mit der Schraube 23 verbunden
ist. Wie insbesondere in Figuren 5 und 6 gezeigt, umfaßt das
Sockelelement 32 eine runde Basis 34, von deren Peripherie sich in Axialrichtung
eine Anzahl von geformten, elastischen Laschen 35 erstreckt, die den
Kugelsitz 33 begrenzen. Die Basis 34 weist ein axial durchgehendes
Gewindeloch 36 auf, das im Eingriff ist mit einem einstellbaren
Längsabschnitt der Schraube 23 mittels der Mutter 37.
-
Das Kugelgelenk 26 ist eine lösbare Verbindung, bei der es
möglich ist, die Kugel 31 aus dem Sitz 33 herauszuziehen, indem einfach
die Laschen 35 elastisch deformiert werden, und umfaßt eine
Verriegelungseinrichtung 38 auf der Achse 19.
-
Wie insbesondere in Fig. 2 bis 6 gezeigt, umfaßt die
Einrichtung 38 einen runden Flansch 39, einstückig verbunden mit einem
Zwischenpunkt auf Achse 19 und versehen mit einem radialen peripheren
Schlitz 40. Ein peripherer Abschnitt des Flansches 31 diametral
gegenüber Schlitz 40 ist mit einer Gabel 41 versehen, die sich parallel zur
Achse 19 in Richtung der Kugel 31 erstreckt und einen Querzapfen 42
abstützt, der einem Endabschnitt der Laschen 35 gegenüberliegt.
-
Der Zapfen 42 bildet den Drehpunkt eines Kipphebels 43 mit
einem ersten Arm 44, bestehend aus einem sich nach außen von der Achse
19 erstreckenden Hebel mit einem Endabschnitt 45, der im wesentlichen
dem Loch 5 gegenüberliegt und ohne weiteres von außerhalb durch das Loch
5 zugänglich ist, und einem zweiten Arm, bestehend aus einem Ring 46,
durch den sich die Achse 19 erstreckt und der einen Innendurchmesser
aufweist, der im wesentlichen gleich dem Außendurchmesser des
Sockelelements 32 im undeformierten Zustand ist.
-
Auf der Seite diametral gegenüber jener, die mit dem Arm 44
verbunden ist, weist der Ring 46 einen radialen Fortsatz 47 auf, der,
wie in Figuren 5 und 6 gezeigt, durch manuelles Einwirken auf einen
Endabschnitt 45 zwischen einer offenen Position (Fig. 6), in der der Ring
46 schräg steht relativ zur Achse 19 zwischen den freien Enden der
Laschen 35 und Flansch 39, wobei der Fortsatz 47 in den Schlitz 40 ragt,
und einer Verriegelungsposition (Fig. 5) beweglich ist, in der der Ring
46 im wesentlichen senkrecht zur Achse 19 ist und auf den Endabschnitt
der Laschen 35 paßt für das Verhindern der elastischen
Auswärtsdeformation derselben, und wobei der Fortsatz 47 in einen elastischen Sitz 48
(Fig. 4) eingreift, der in einer Anschlageinrichtung 49 am Flansch 39
ausgebildet ist.
-
Wie insbesondere in Fig. 4 gezeigt, umfaßt die
Anschlageinrichtung 49 einen im wesentlichen U-förmigen Bügel 50, der seinerseits
zwei Arme 51 umfaßt, welche sich parallel zur Achse 19 von
entsprechenden Punkten an der äußeren Peripherie von Flansch 39 auf einander
gegenüberliegenden Seiten des Schlitzes 40 erstrecken. An dem Ende gegenüber
jenem, das integral ist mit Flansch 39, sind die Arme 51 miteinander
über eine Traverse 52 verbunden, von deren Mittelpunkt sich in Richtung
des Flansches 39 zwei elastische Blätter 53 parallel zueinander und zur
Achse 19 erstrecken und einen Sitz 48 definieren.
-
Aus der vorstehenden Beschreibung folgt deshalb, daß die
manuelle Betätigung des Kipparms 43, was durch das Loch 5 hindurch erfolgen
kann ohne Unterstützung durch ein Werkzeug und selbst dann, wenn der
Scheinwerfer 1 an dem Fahrzeug montiert ist, eine störungsfreie, billige
Entfernung des Ringes 46 vom Sockelelement 32 ermöglicht wird und
nachfolgendes störungsfreies Abnehmen des Aktuators 17, der wieder mit der
Achse 19 verbunden werden kann durch Befestigung des rohrförmigen
Fortsatzes
14 innerhalb des Loches 12 und Bewegen des Kipparms 43 von der
Freigabeposition, dargestellt in Fig. 6, in die Verriegelungsposition,
gezeigt in Fig. 5, wobei ein unbeabsichtigtes Lösen des Ringes 46 vom
Sockelelement 32 durch die Anschlageinrichtung 49 verhindert wird.