DE68905482T2 - Vorrichtung fuer die regelung einer steuerkenngroesse einer innenbrennkraftmaschine auf einen vorbestimmten wert. - Google Patents

Vorrichtung fuer die regelung einer steuerkenngroesse einer innenbrennkraftmaschine auf einen vorbestimmten wert.

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Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erzeugen eines Sollwertes eines Motor-Regelparameters eines Verbrennungsmotors, entsprechend dem Oberbegriff von Anspruch
  • 1.
  • Eine derartige Vorrichtung ist aus EP-A 59 586 bekannt. Sie nutzt einen Digital-Mikroprozessor zuin Steuern des Verstellmechanismus. Verschiedene Verstell-Kennfelder sind für verschiedene Motor-Betriebsarten vorgesehen. Bei Verstell-Kennfeldern wird zwischen stationären Kennfeldern und Beschleunigungs-Kennfelder unterschieden. Umschalten zwischen diesen Kennfeldern erfolgt durch gekoppelte Gatter, mit Umschalten von einer Betriebsart auf die andere durch eine Torsteuerung.
  • US-A-4 596 221 lehrt für die Verstellsteuerung die Leistungsänderungsrate als Größe zum Umschalten von einer Betriebsart auf die andere. Das erwähnte Dokument lehrt, daß für eine Umschaltung von der dynamischen Betriebsart, in der die Motorleistung signifikant variiert, zurück in die statische Betriebsart, in der nur schwache Variationen der Motorleistung erfolgen, die Verstellwerte nur stufenweise geändert werden sollten.
  • DE-A-35 40 813 zeigt eine Vorrichtung, betreffend die Einstellung des Einspritzzeitpunktes eines Dieselmotors mit elektronischer Diesel-Regel (EDC).
  • Zweck der in diesem Dokument beschriebenen Vorrichtung ist Verzögern der Kraftstoffeinspritzung bei einer schnellen Leistungssteigerung, um die ansonsten erfolgende, vorübergehende Zunahme des Motorgeräusches zu vermeiden oder abzuschwächen. Die Einspritz-Verzögerung ist bezogen auf den Kurbelwellenwinkel festgelegt; sie erfolgt plötzlich, die anschließende Verstellung allerdings stufenweise, das Einsetzen verzögert. Außerdem kann diese Vorrichtung den Einspritzzeitpunkt bei einer plötzlichen Verringerung der Motorleistung nicht verzögern und ist eine derartige Einrichtung zur Verringerung des Motorgeräusches keinesfalls erforderlich.
  • Verstellung des Einspritzbeginns in einem Dieselmotor für günstigsten Kraftstoffverbrauch ist bekannt. Bekannt ist außerdem Verstellen des Einspritzpunktes zum Minimieren der Schadstoffemission im Abgas. Desweiteren ist für die EDC bekannt, daß ein Kennfeld für den angestrebten Einspritzzeitpunkt in Abhängigkeit von einem oder mehreren Motor-Betriebsparametern, wie Soll- Kraftstoffeinspritzmenge und Motordrehzahl abgespeichert werden kann.
  • Im stationären Zustand, d.h. bei Betrieb mit im Wesentlichen konstanter Drehzahl und Last, kann die Schadstoffemission bei Einstellung auf günstigsten Kraftstoffverbrauch innerhalb der vorgeschriebenen europäischen Grenzwerte liegen, ohne das im stationären Zustand erzielbare Minimum zu erreichen. Außerdem ist stationärer Betrieb in der Regel nur bei Fahrt außerhalb von Städten möglich, das heißt in Gebieten, in denen die Schadstoffemission weniger kritisch ist. Es besteht aber die Wahrscheinlichkeit einer überhöhten oder zu beanstandenden Schadstoffemission bei Steigerung oder Verringerung der Motorlast (Kraftstoff-Einspritzmenge) dann, wenn der Einspritzzeitpunkt auf günstigsten Kraftstoffverbrauch eingestellt ist.
  • Vorteile der Erfindung
  • Günstigster Kraftstoffverbrauch im stationären Zustand und eine annehmbar niedrige Schadstoffemission beim Beschleunigen und Verzögern sind mit den Merkmalen nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 erzielbar.
  • Von daher gesehen ist es bei Einsatz der Vorrichtung zur Verstellung des Einspritzbeginns vorteilhaft, betreffende Kennfelder der Grund-Einspritzzeitpunkte für günstigsten Kraftstoffverbrauch bzw. für niedrigste Schadstoffemission anhand der Maßnahmen nach Anspruch 2 abzuspeichern.
  • Um Ruckeln möglichst zu vermeiden, empfiehlt sich eine allmähliche Umschaltung von der einen Betriebsart in die andere gemäß Anspruch 3.
  • Das Befehlsignal zum Triggern des Umschaltens zwischen den statischen und den dynamischen Betriebsarten kann entsprechend den Merkmalen nach Anspruch 4 gewonnen werden. Das Merkmal nach Anspruch 5 ist zum Verhüten zu häufigen Wechselns zwischen den beiden Betriebsarten sinnvoll.
  • Es empfiehlt sich, Veränderungen der Kühlmittel- Temperatur entsprechend Anspruch 6 und Veränderungen des Barometerdrucks (Höhe) entsprechend Anspruch 7 zu kompensieren.
  • In der Regel wird der Sollwert (SBdes) mit einem Mess- oder Istwert (SBact) in einem geschlossenen Servokreis verglichen, der einen PI-Regler zum Regeln des Servos selbst enthält. Bei einem Mehrzylinder-Viertaktmotor kann der Istwert des Regelparameters (SB), z.B. der Einspritzzeitpunkt, nur einmal je zwei Motorumdrehungen gemessen werden. Der PI-Regler muß daher verzögert ansprechen, insbesondere um Sägen oder Überschwingen im Motor-Leerlauf zu verhindern.
  • Um zu vermeiden, daß kein gemessener Istwert (SBact) beim Starten des Motors und im Schiebebetrieb des Fahrzeugs, z.B. bei Bergabfahrt, vorliegt, ist eine "antizipatorische" Open-Loop-Regelung entsprechend Anspruch 8 aüßerst sinnvoll.
  • Mit den Maßnahmen nach Anspruch 9 kann die antizipatorische Regelung hinsichtlich Einspritzbeginn Verstell-Kennfelder für die statischen und dynamischen Betriebsarten beinhalten.
  • Ein separates Verstell-Kennfeld für das Starten des Motors kann entsprechend Anspruch 10 benutzt werden.
  • Die Erfindung wird im weiteren, beispielhaft, unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Die Zeichnungen zeigen:
  • Fig. 1 ist ein Blockschaltbild einer Ausführungsart der Vorrichtung zum Erzeugen eines Grund-Sollwertes für die Einstellung des Einspritzbeginns eines Dieselmotors,
  • Fig. 2 ist ein Schaltungsdetail der Vorrichtung nach Fig. 1,
  • Fig. 3 ist ein Stromlaufplan, ähnlich wie Fig. 1, zeigt aber eine zweite Ausführungsart,
  • Fig. 4 ist ein Schaltungsdetail eines modifizierten Teils der Schaltung zum Erzeugen eines Einstellfaktors,
  • Fig. 5 ist ein Schaltungsdetail einer weiteren Ausführungsart des Teils der Schaltung zum Erzeugen eines Einstellfaktors,
  • Fig. 6 ist eine Modifikation des Blockschaltbildes von Fig. 1 in dem die Motortemperatur und der Atmosphärendruck (Höhe) berücksichtigt sind.
  • Fig. 7 ist ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zum Einstellen des Zeitpunktes der Kraftstoffeinspritzung in einen Dieselmotor.
  • Beschreibung der bevorzugten Ausführungsart
  • Eine Vorrichtung zum Einstellen des Einspritzbeginns (Beginn der Kraftstoffeinspritzung) in einen Dieselmotor beinhaltet eine Vorrichtung zum Erzeugen eines Sollwertes (SBdes) des Einspritzwinkels, wie in Fig. 1 dargestellt. Parallele Zweige (24, 26) umfassen geeignete Speicherzonen (20, 22) einer elektronischen Diesel- Regelung (EDC). Das Kennfeld in der Zone 20 speichert Grundwerte SBGWs des Einspritzzeitpunktes für den stationären oder statischen Betriebszustand des Motors für verschiedene Werte der Motorleistung, ausgedrückt durch die Kraftstoff-Einspritzmenge Q und die Motordrehzahl n. Anders ausgedrückt, liefert die Zone 20 für die statische Betriebsart, in der die Kraftstoff- Einspritzmenge kaum variiert dQ/dt O, für das statische Kennfeld oder Verstell-Kennfeld für den stationären Zustand einen geeigneten Grundwert SBGWs, empirisch bestimmt zum Einstellen des Einspritzbeginns für günstigsten Kraftstoffverbrauch entsprechend der gegebenen Kraftstoff-Einspritzmenge Q und Motordrehzahl n. Entsprechend liefert die Zone 22 für die dynamische Betriebsart, in der die Kraftstoff-Einspritzmenge Q 6 signifikant steigt oder fällt dO/dt » 0 dQ/dt « 0 oder für das dynamische Kennfeld oder das Verstell-Kennfeld für den Übergangszustand einen geeigneten Grundwert SBGWd, empirisch bestimmt zum Einstellen des Einspritzbeginns für niedrigsten Schadstoffgehalt des Abgases des Motors.
  • Der Grund-Verstellwert SBGWs im statischen Betrieb wird durch den Zweig 30 einem Addiereingang eines Subtrahierers 42 eingespeist, dessen Ausgangssignal der Sollwert SBdes für den Einspritzbeginn ist. Der Zweig 32 enthält ein Subtrahierer 38 und einen Multiplizierer 40. Die Grundwerte SBGWs und SBGWd für den statischen bzw. dynamischen Betrieb werden den jeweiligen Addier- und Subtrahiereingängen des Subtrahierers 38 eingespeist. Dieser gibt die Differenz SBGWs - SBGWd an den Multiplizierer 40 weiter. Diese Differenz wird mit einem Einstellfaktor c multipliziert, so daß ein Einstellwert SBD für den instationären oder dynamischen Betrieb gewonnen wird; der Einstellwert wird dann dem Subtrahiereingang des Subtrahierers 42 zugeleitet.
  • Zum Gewinnen eines Einstell-Triggersignals k, daß anzeigt welcher der Grundwerte SBGWs und SBGWd zum Bestimmen des Einspritzzeitpunktes benutzt werden soll, wird die Kraftstoff-Einspritzmenge Q in einem Differenzierglied 24 differenziert. Das Ausgangssignal dQ/dt des letzteren geht zu einem Betrag-Former 26 der den Betrag dQ/dt von dQ/dt erzeugt. Diese Größe wird einem Komparator 28 eingespeist, der an seinem Ausgang das Einstell-Triggersignal k liefert. Dieses Signal beträgt k = 0, wenn dQ/dt 0, wenn aber die Änderungsrate der Kraftstoff-Einspritzmenge signifikant wird, überschreitet der Betrag dQ/dt die untere Schwelle des Komparators 28 und somit wird k = 1. Das Einstell-Triggersignal kann dem Multiplizierer 40 unmittelbar als der Einstellfaktor c zugeleitet werden. Somit gilt, wenn c = 0, SBd = 0 und SBdes = SBGWs. Wenn c = 1, gilt SBd = SBGWs - SBGWd und somit SBdes = SBWGd. Um aber eine plötzliche Änderung von SBdes beim Übergang vom statischen in den dynamischen Betrieb und umgekehrt zu vermeiden, wechselt der Faktor c bei einer Änderung gleichmäßig von einem Wert zum anderen. Außerdem wird bei einem Wechsel von k von 1 auf 0, der Faktor c nur nach der Verzögerungszeit t von 1 auf 0 umgestellt. Dadurch wird kurzfristiges Umschalten von der dynamischen Betriebsart in die statische Betriebsart verhindert. Eine Berechnungsschaltung 34 zum Erzeugen des Faktors c ist vorgesehen.
  • Die Berechnungsschaltung 34 ist in der Fig. 2 etwas ausführlicher dargestellt. Sie umfaßt zwei Zweige 44,46, jeweils mit einer Schaltung 48,50 zur Verzögerung. Zusätzlich enthält der Zweig 46 einen Verzögerungs- Zeitschalter 52 für die Verzögerungszeit t. Jede Funktionsschaltung 48,50 enthält einen Integrator 54 und einen Proportional-Vorrichtung 56 zwischen dem Ausgang des Integrators 54 und dem Subtrahiereingang eines Subtrahierers 58 auf der Eingangsseite des Integrators 54. Das Ausgangssignal jeder Funktionsschaltung 48,50 steigt somit exponentiell von 0 auf 1, wenn der Eingangspegel plötzlich von 0 auf 1 steigt.
  • Das Signal k geht unmittelbar zum positiven Eingang des Subtrahierers 58 im Zweig 44, der dann wirksam wird, wenn k von 0 auf 1 wechselt. Der Ausgang der Funktionsschaltung 48 im Zweig 44 führt zu einem Pol eines elektronischen Umschalters 60, an dessen Ausgang der Faktor c erscheint. Der elektronische Schalter 60 wird von der ausgezogen dargestellten Position in die gestrichelt dargestellte Position dann umgeschaltet, wenn das Signal k von 0 auf 1 wechselt und umgekehrt.
  • Der Zweig 46 ist mit Invertern 62,64 in Form von Subtrahieren dargestellt an deren Addier-Eingängen 1-pegel liegen. Wechselt das Signal k von 1 auf 0, wird der Zeitschalter 52 ausgelöst und nach der Verzögerung t wechselt der Ausgangswert von 0 auf 1. Geschieht dieses, wechselt das Ausgangssignal der Funktionsschaltung 50 exponentiell von 0 auf 1, mit der Folge, daß das Ausgangssignal des Inverters 64, der an den zweiten Pol des elektronischen Umschalters 60 angeschlossen ist, exponentiell von 1 auf 0 fällt.
  • Es könnte sein, daß das Signal k wieder von 0 auf 1 wechselt, ehe der Faktor c den Wert 0 erreicht hat, nachdem vorher ein Wechsel von k von 1 auf 0 erfolgt ist. Um eine plötzliche, sprunghafte Wertänderung des Faktors c beim Umschalten des Schalters 60 zu verhindern, muß sichergestellt sein, daß der Wert am Ausgang der Funktionsschaltung 48 gleich dem Wert des Faktors c unmittelbar vor dem Umschalten des Schalters 60 ist. Wenn also das Signal k von 0 auf 1 wechselt, wird der Istwert von c am Ausgang des Schalters 60 unmittelbar vor dem Umschalten des Schalters 60 am Ausgang der Verzögerungsschaltung 48 gespeichert; siehe schematische Darstellung durch gestrichelte Linien. Entsprechend wird, wenn das Signal k von 1 auf 0 wechselt, der Istwert von c am Ausgang des Schalters 60 unmittelbar vor dem Umschalten des Schalters auf der Ausgangsseite der Verzögerungsschaltung 50 gespeichert. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß keine plötzliche Wertänderung des Faktors c erfolgt, wenn der Schalter 60 umschaltet, selbst dann nicht, wenn der Wert von c unmittelbar vor dem Umschalten zwischen 0 und 1 liegt.
  • In Fig.1 ist SBdes = (1 - c). SBGWs + c.SBWGd. Wenn also die Motorleistung - dargestellt durch die Kraftstoff- Einspritzmenge Q - signifikant zu- oder abnimmt, wechselt der Faktor k von 0 auf 1, aber der Soll-Einspritzbeginn SBdes wechselt exponentiell vom statischen Grundwert SBGWs für günstigen Kraftstoffverbrauch, auf den dynamischen Grundwert SBGWd für niedrige Schadstoffemission. Nimmt die Motorleistung nicht mehr zu oder geht sie signifikant zurück, wechselt das Signal k von 1 auf 0, aber der Soll-Verstellwert SBdes wechselt exponentiell vom dynamischen Wert SBGWd auf den statischen Wert SBGWs, jedoch erst nach der Verzögerungszeit t. Die Verzögerung t für Rückkehr in den statischen Betriebszustand trägt dazu bei, sicherzustellen, daß der Motor im Stadtverkehr überwiegend in der Betriebsart für minimale Abgasemission läuft, da der Fahrer häufig beschleunigen und verzögern muß. Außerhalb von Städten, dann, wenn die Abgasemissionsfrage nicht so kritisch ist, kann der Motor in seiner wirtschaftlichsten Betriebsart laufen, da der Fahrer dann mit im wesentlichen konstanter Geschwindigkeit fährt.
  • In der Fig. 3 sind der Fig. 1 entsprechende Teile mit gleichem Kennummern bezeichnet. Die Fig. 3 unterscheidet sich von der Fig. 1 insofern, als das Signal SBGWd einem Addierer 42a eingespeist wird, an dessen Ausgang der Sollwert SBdes des Einspritzbeginns erscheint. Der Subtrahierer 38 und der Multiplizierer 40 sind bei dieser Ausführungsart im Zweig 30 mit dem Speicher 20 für das statische Verstell-Kennfeld angeordnet. Der Multiplizierer 40 liegt zwischen dem Ausgang des Subtrahierers 38 und dem zweiten Addiereingang des Addierers 42a. Das Ausgangssignal der Berechnungsschalter 34 geht zu einem Inverter, der als ein Subtrahierer 36 dargestellt ist und an dessen Addiereingang eine 1 liegt. Der Einstellfaktor c'- erscheint am Ausgang des Subtrahierers 36 und geht zum Multiplizierer 40. Auf diese Weise wird erreicht, daß der Einstellfaktor c'- allmählich von 1 auf 0 abfällt, nachdem das Signal von 0 auf 1 gewechselt hat, und umgekehrt. In der Fig. 3 gilt SBs = c'(SBGWs-SBGWd), so daß SBdes = SBGWs in der statischen Betriebsart und SBdes = SBGWd in der dynamischen Betriebsart, wie bei der ersten Ausführungsart. Das Umschalten von der einen Betriebsart in die andere erfolgt allmählich, dann mit Verzögerung, wenn von der dynamischen Betriebsart in die statische Betriebsart zurückgeschaltet wird.
  • Die Fig. 4 zeigt eine Modifikation der Berechnungsschaltung 34a bei der der Faktor c'- exponentiell von 1 auf 0 fällt, wenn das Ausgangsignal k'- des Komparators 28a von 1 auf 0 wechselt und der Faktor c'- nach der Verzögerung t, exponentiell von 1 auf 0 steigt, wenn das Ausgangssignal k'- des Komparators 28a von 0 auf 1 wechselt.Der Komparator 28a wechselt am Ausgang k'- von 1 auf 0, sobald dQ/dt den relativ niedrigen Schwellenwert überschreitet.
  • Der Einstellfaktor c'wird somit unmittelbar am Ausgang der Berechnungsschaltung 34a gewonnen; der Subtrahierer 36 mit dem 1-Eingang entfällt.
  • Die Fig. 5 zeigt eine Ausführungsart, bei der ein Tiefpass 70 zwischen dem Betrag-Former 26 und dem Komparator 28 angeordnet ist. Wegen dieser Maßnahme spricht der Komparator bei schnell zunehmendem dQ/dt verzögert an. Auf diese Weise wird verhindert, daß kurzzeitige Betätigungen desFahrpedals eine Umschaltung von dem einen Kennfeld zum anderen bewirken. Der Tiefpass 72 und die Verzögerungsschaltung 74 der Berechnungsschaltung sind schematisch dargestellt.
  • Ein Vorteil der bisher beschriebenen Schaltungen ist, daß der kleinstmögliche Kraftstoffverbrauch bei stationärem Fahrbetrieb mit konstanter Geschwindigkeit erzielt wird, andererseits aber die Abgasvorschriften bei vorübergehenden Veränderungen der Fahrbedingungen (Betätigen des Fahrpedals zum Erhöhen oder Verringern der Fahrgeschwindigkeit und/oder Gangwechsel) eingehalten werden können.
  • Die Fig. 6 zeigt eine Adaption der Schaltung von Fig. 1, so daß der Einspritzzeitpunkt für die Kühlmittel- Temperatur T und den atmosphärischen Luftdruck P oder die Höhe korrigiert werden kann. Die Komponenten 20 bis 42 von Fig. 1 sind in der Fig. 6 wiederum gezeigt. Die Verstell-Kennfelder in den Speicher 20 und 22 entsprechen der Kühlmittel-Temperatur bei warmem Motor und normalem atmosphärischem Druck, wenn sich das Fahrzeug in Meereshöhe oder ungefähr in derselben befindet.
  • Eine Grund-Einspritzverstellkorrektur SBUW1 des statischen Grundwertes SBGWs für eine Temperaturdifferenz Th-Tc zwischen der normalen Betriebstemperatur Th und der üblichen kalten Temperatur Tc (d.h. die Temperatur, die sich einstellt, nachdem das Fahrzeug eine erhebliche Zeit lang gestanden ist) wird einem abgespeicherten Kennfeld oder Verstell-Kennfeld 88, abhängig von der Kraftstoff- Einspritzmenge Q und der Motordrehzahl n entnommen. Anschließend wird diese Größe mit dem temperaturabhängigen Faktor f&sub1; in einem Multiplizierer 90 multipliziert. Der Temperaturfaktor f&sub1; wird einer gespeicherten Kennkurve 92 in Abhängigkeit von der tatsächlichen Kühlmittel-Temperatur T entnommen. für T = Tc, gilt f&sub1; = 1. Der tatsächliche Korrekturwert Kt = f&sub1; x SBUW1 wird einem Addierer 94 hinter dem Multiplikator 42 eingespeist. Dadurch erfolgt die Kraftstoffeinspritzung bei kaltem Motor zur Berücksichtigung des verzögerten Verbrennungsbeginns früher. Bei sehr kalten Bedingungen gilt T < Tc und f&sub1; > 1.
  • Für die Höhenkompensation wird ein Korrekturwert SBUW&sub2; für eine nominelle oder Grundhöhe, gemessen über einen barometrischen Druck Ph, verglichen mit dem atmosphärischen Standarddruck Po, einem abgespeicherten Kennfeld bzw. Verstell-Kennfeld 96 in Abhängigkeit von Q und n entnommen. SBUW2 wird anschließend in einem Multiplizierer 98 mit einem Faktor f&sub2; multipliziert, der selbst von der tatsächlichen Höhe oder dem tatsächlichen atmosphärischen Druck abhängt. Der Höhen-Korrekturfaktor f&sub2; wird aus einer logischen oder abgespeicherten Kennkurve 100 so gewonnen, daß f&sub2; = Po - P/Po - Pn
  • Die Verstellung des Einspritzbeginns zum Ausgleich für den größeren Zündverzug in Höhe wird anschließend dadurch erreicht, daß ein Korrekturwert Kp = F&sub2; x SBUW2 einem Addierer 102 hinter dem Addierer 94 eingespeist wird.
  • Der Soll-Einspritzzeitpunkt SBdes liegt am Ausgang des Addierers 102. Mit diesem Wert wird der Einspritzbeginn wie in der Fig. 7 dargestellt geregelt.
  • In der Fig. 7 ist die Schaltung nach Fig. 6 als die Sollwert-Schaltung 104 bezeichnet. Einflußgrößen sind die Motorleistung (Kraftstoff-Einspritzmenge Q), die Motordrehzahl n, die Kühlmittel-Temperatur T und der Barometerdruck p. Der Sollwert SBdes für den Verstellwinkel wird einem Servokreis eingespeist der einen Komparator 106, einen Regler 108, einen Verstellservo 110 und einen Istwert-Transducer 112 enthält. Der Komparator 106 ist als Subtrahierer dargestellt. Er subtrahiert den Ist-Einspritzzeitpunkt SBact vom Sollwert SBdes und liefert das resultierende Fehlersignal SB - SBdes -SBact an den Regler 108. Letzterer ist ein PI-Regler; sein Ausgangssignal steuert den Servo 110 an. Der Servo 110 ist eine elektrofluidische Vorrichtung oder eine Solenoid- Vorrichtung mit mechanischem Abtrieb zum mechanischen Verstellen des Verstellwinkels der Kraftstoffeinspritzpumpe.
  • Bedingt durch Phänoma, die auf den tatsächlichen Einspritzbeginn Einfluß nehmen - unterscheidet sich von dem an der Kraftstoffeinspritzpumpe eingestellten Zeitpunkt -, wird der Istwert SBact des Kraftstoff- Einspritzbeginns SB bei einer der Kraftstoffeinspritzdüsen mit einen Istwert-Transducer 112 gemessen. Dieser erfasst das Abheben der Nadel in der Einspritzdüse und mißt den Kurbelwellenwinkel zwischen dem Abheben der Nadel und einer Bezugsmarke BM auf der Kurbelwelle. Die Bezugsmarke BM ergibt ein Signal, das jedesmal dann geliefert wird, wenn die Kurbelwelle des Motors eine festgelegte Winkellage durchläuft. Der Servokreis in dem der PI-Regler 108 liegt kann somit für langsame Veränderungen oder Langzeit-Fehler in Folge des Einflusses der Kraftstofftemperatur auf die Kompressibilität des Kraftstoffs - von Einfluß auf den Düsenöffnungsdruck - kompensieren.
  • Da der Transducer 112 einen Istwert SBact nur ein einziges Mal je zwei Umdrehungen der Kurbelwelle (gilt für einen Viertakt-Motor) liefern kann, gibt es eine besonders lange Verzögerung zwischen einer Verstellung des Einspritzwinkels und dem Empfang eines Rückkopplungssignal, entsprechend der Einstellung, dann, wenn der Motor niedertourig dreht (Leerlauf). Der PI- Regler 108 muß daher zum Vermeiden von Sägen verzögert ansprechen. Beim Starten des Motors oder im Schiebebetrieb des Fahrzeugs (der Motor wirkt dann als Verzögerer oder Bremse) wird kein Kraftstoff eingespritzt, dementsprechend kann der Transducer 112 einen Istwert SBact nicht liefern. In Folge dessen kann der PI-Regler 108 ein Ausgangssignal zum Anpassen des Servo 110 vor dem Kraftstoffeinspritzbeginns nicht liefern. In Folge der trägen Reaktion gibt es eine große Verzögerung - im Extremfall eine Sekunde - zwischen der ersten Kraftstoff-Zumessung in die Motorzylinder und der richtigen Anpassung des Einspritzbeginns an den Sollwert SBdes. Von daher gesehen ist es ratsam, einen offen Regelkreis oder Bybass vorzusehen, zum Einstellen des Einspritzbeginns auf einen geeigneten Wert ehe Kraftstoffeinspritzung tatsächlich erfolgt. Man kann hier von einer "Vorwegnahmeregelung" oder "antizipatorischen Regelung" sprechen.
  • Die antizipatorische Regelung umfasst einen Sollwert- Former 114, der genauso gebaut sein kann, wie der Sollwert-Former 104 in Fig. 6. Dementsprechend kann er auch zwei Verstell-Kennfelder für die statische bzw. dynamische Betriebsart enthalten, außerdem eine Einrichtung zur Korrektur für Veränderungen der Motortemperatur. Eine Kompensation für den Barometerdruck (Höhe) ist aber verzichtbar, da der Einfluß von Änderungen des Barometerdrucks relativ gering ist und beim Wirksamwerden des Regelkreises kompensiert werden kann. Das Ausgangssignal des Sollwert-Formers 114 geht zu einem Addierer 116, der im geschlossenen Regelkreis zwischen dem PI-Regler 108 und dem Servo 110 liegt.
  • Auf diese Weise korrigiert die antizipatorische Regelung den Einspritzzeitpunkt auf einen geeigneten Wert, falls ein Ausgangssignal vom PI-Regler 108 fehlt.
  • Beim Starten des Motors gelten besondere Bedingungen, insbesondere dann, wenn der Mator kalt ist und der vom Sollwert-Former 114 gelieferte Sollwert ungeeignet ist. In Folge dessen beinhaltet die antizipatorische Regelung für Startzwecke ein Start-Kennfeld 120. Beim Starten schaltet ein elektronischer Schalter 118 um und verbindet das Verstell-Kennfeld 120 mit dem Addierer 116, nicht mit dem Sollwert-Former 114. Das Verstell-Kennfeld 120 erzeugt einen Sollwert für den Einspritzzeitpunkt, der nur von der Motortemperatur (Kühlmittel-Temperatur) und der Motordrehzahl abhängt; der Servo 110 passt den Einspritzbeginn entsprechend an. Sobald der Motor angesprungen ist, d.h. sobald die Startdrehzahl oder eine niedrige Leerlaufdrehzahl erzielt ist, wechselt der Schalter 118 in die ausgezogen dargestellte Stellung um. Mittlerweile ist der geschlossene Regelkreis in Funktion getreten und regelt den Einspritzzeitpunkt.

Claims (8)

1. Vorrichtung zum Erzeugen eines Einspritzbeginns- Sollwertes (SBdes) eines Verbrennungsmotors mit einer elektronischen Regelung des Einspritzbeginns, die zwei Zweige umfassen (30,32), mit Speichern, in denen Kennfelder (20,22) für verschiedene Einspritzbeginn-Grundwerte (SBGWS, SBGWd) für die jeweiligen Betriebsarten des Motors abhängig von wenigstens einem Motor-Betriebsparameter (Q, n) abgespeichert sind, wobei zumindest einer der Zweige (30 oder 32) ein arithmetisches Mittel (40) zum Umschalten von der einen Betriebsart in die andere enthält, mit einem ersten Kennfeld (20) mit Einspritzbeginn-Grundwerten (SBGWs) für optimalen Kraftstoffverbrauch für eine statische Betriebsart mit im wesentlichen konstanter oder nur wenig varriierender Motorlast (Q) und mit einem zweiten Kennfeld (22) für Einspritzbeginn-Grundwerte (SBGWd) für niedrige Schadstoffemission im Abgas für eine dynamische Betriebsart, in der die Motorlast (Q) signifikant wechselt, dadurch gekennzeichnet, daß das Umschalten von der statischen Betriebsart in die dynamische Betriebsart so allmählich erfolgt, daß der Einspritzbeginn nur allmählich varriert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (24) zum Feststellen des Betrages der Änderungsrate (dQ/dt) der Last und einen Komperator (28), der bei einem Betrag der Änderungsrate (dQ/dt) der Last über einem relativ niedrigen Mindestwert zum Umschalten von einem Grundwert (SBGWs) auf den anderen Grundwert (SBGWd) und umgekehrt anspricht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Tiefpass (70) auf der Eingangsseite des Komparators (28) angeordnet ist, damit letzterer nicht auf kurzzeitige Änderungen der Last reagiert.
4. Vorrichtung nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Temperaturkorrektur (Kt) des Grundwerts (SBGWs oder SBGWd) beim Ermitteln des Sollwertes (SBdes) erfolgt.
5. Vorrichtung nach einem der obigen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Höhenkorrektur (Kp) des gelieferten Grundwert (SBGWs oder SBGWd) beim Ermitteln des Sollwertes (SBdes) erfolgt.
6. Vorrichtung nach einem der obigen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steuerung des Motor-Regelparameters (SB) vorgesehen ist, wenn kein Rückkopplungssignal oder Istwert (SBact) zum Vergleich mit dem Sollwert (SBdes) vorliegt, in einem geschlossenen Regelkreis der einen Regler (108) beinhaltet, insbesondere einen PI-Regler zum Regeln eines Ausgangsservos (110), der den Regelparameter (SB) anpasst.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die antizipatorische Regelung (114) ebenfalls eine Vorrichtung nach einen der Ansprüche 1 bis 6 umfasst.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet daß die antizipatorische Regelung für den Startfall ein abgespeichertes Kennfeld enthält, zum Erzeugen eines Sollwertes des Motor- Regelparameters (SB) in Abhängigkeit von zumindest einem Motorbetriebsparameter (Q,T).
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