DE686348C - Wechselstrommessbruecke zum Messen beliebiger Widerstaende durch Vergleich mit Normalen gleichen Charakters - Google Patents

Wechselstrommessbruecke zum Messen beliebiger Widerstaende durch Vergleich mit Normalen gleichen Charakters

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DE686348C
DE686348C DE1937S0129144 DES0129144D DE686348C DE 686348 C DE686348 C DE 686348C DE 1937S0129144 DE1937S0129144 DE 1937S0129144 DE S0129144 D DES0129144 D DE S0129144D DE 686348 C DE686348 C DE 686348C
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DE
Germany
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measuring
resistance
bridge
comparison
alternating current
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Expired
Application number
DE1937S0129144
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English (en)
Inventor
Karl Kuehnemann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R17/00Measuring arrangements involving comparison with a reference value, e.g. bridge

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Resistance Or Impedance (AREA)
  • Measurement Of Length, Angles, Or The Like Using Electric Or Magnetic Means (AREA)
  • Measuring Instrument Details And Bridges, And Automatic Balancing Devices (AREA)

Description

  • WechselstrommeßBrücke zum Messen beliebiger Widerstände durch Vergleich mit Normalen gleichen Charakters Zur Messung beliebiger Widerstände, beispielsweise zur Messung von Kapazitäten und Induktivitäten, werden Wheatstonesche Brükkenanordnungen benutzt. So sind Brückenanordnungen bekannt, bei denen zwei benachbarte Brückenzweige aus Ohmschen Widerständen aufgebaut und in dem zum Meßzweig benachbarten Brückenzweig Normalkondensatoren oder Normalinduktivitäten angeordnet sind. Es ist bekannt, mehrere Normalwiderstände bzw. Kondensatoren vorzusehen, die wahlweise eingeschaltet werden können. Es ist auch bereits bekannt, den einen Widerstandszweig regelbar zu gestalten, beispielsweise durch parallel liegende Stufenwiderstände. Diese bekannten Meßbrücken werden bei einem größeren Meßbereich und gleichzeitig hoher Genauigkeit außerordentlich umfangreich und kostspielig.
  • Die Nachteile dieser bekannten Meßbrücken vermeidet eine bereits vorgeschlagene Meßbrücke für Kapazitäten, bei der wenige, insbesondere dekadisch gestufte Normalkondensatoren unabhängig voneinander an beliebige Teilwerte des einen der beiden Ohmschen Vergleichszweige von einem Brückeneckpunkt aus geschaltet werden. Hierdurch wird eine Kapazitätsmeßbrücke geschaffen, die einfach im Aufbau und billig in der Herstellung ist.
  • Die inneren Widerstände der Spannungsteilung werden bei dieser Meßbrücke vorzugsweise dadurch besonders niederohmig gemacht, daß sie durch eine symmetrische Drossel gebildet werden, die mit vielfädigem Draht bewickelt ist. Hierdurch wird auch erreicht, daß das Teilerverhältnis sehr genau und konstant ist.
  • Die vorliegende Erfindung macht es sich'( zur Aufgabe, eine Meßbrücke zum Messen beliebiger Widerstände durch Vergleich inil: nur einem festen Normal gleichen Charakters zu schaffen, die in ihrem Aufbau die gleiche Einfachheit wie die vorstehend behandelte Feinkapazitätsmeßbrücke zeigt und mit geringstem Aufwand eine direkte und äußerst genaue Messung beliebiger Widerstände gestattet.
  • Gemäß der Erfindung wird bei einer solchen Meßbrücke der eine der beiden Vergleichszweige aus einer vorzugsweise dekadisch unterteilten Drossel gebildet, deren einzelne Abteilungen magnetisch streuungsarm miteinander verkettet sind und an die zur weiteren Unterteilung weitere gleichartige Drosseln angeschlossen sind, derart, daß die Schalter jeder Stufenreihe zweipolig an zwei benachbarte Abgriffpunkte der vorhergehenden Drossel abgreifen.
  • Es ist an sich bereits bekannt, ein zweites Potentiometer parallel zu einem ersten zu schalten. Tritt jedoch die Forderung auf, daß der Gesamtwiderstand des Spannungsteilers konstant bleiben soll, so muß das zweite Potentiometer hochohmig gegenüber dem ersten bleiben, und dann ist diese Bedingung auch nur näherungsweise erfüllt. Diese bekannte Schaltungsanordnung läßt sich nicht mehrmals wiederholen. und es kann auch nicht jede geforderte Einstellgenauigkeit erzielt werden.
  • Man hat daher schon vorgeschlagen, bei einem aus mehreren Stufenreihen bestehenden Mehrdekadenp otentiometer jede Stufenreihe über einen Schalter von der entsprechenden Widerstandsreihe derart zweipolig abgreifen zu lassen, daß der gesamte Widerstand zwischen diesen beiden Abgriffen gleich ist dem Widerstand zwischen je zwei benachbarten Abgriffpunkten. Hierdurch wird eine große Anzahl von Stufenreihen möglich.
  • Dieses bekannte Mehrstuf enp otentiometer erscheint für die Zwecke der vorliegenden Erfindung theoretisch für tiefe Meßfrequenzen geeignet; es ist aber wirtschaftlich untragbar, da alle einzelnen Teilwiderstände die Güte des Normals besitzen müßten.
  • Die für die Meßbrücke nach der Erfindung benutzten symmetrischen Drosseln werden vorzugsweise aus vielfädigem Draht gewickelt.
  • Die Abgriffe werden dadurch gebildet, daß die einzelnen Fäden in Reihe geschaltet sind.
  • Die Schalter jeder Stufenreihe greifen zweipolig an zwei benachbarten Abgriffpunkten der vorhergehenden Widerstandsreihe ab. Für die einzelnen Stufen können gleiche Drosseln benutzt werden. Die Staffelung kann hierbei mehrfach wiederholt werden, ohne daß sich eine zu niederohmige Anordnung ergeben lsönnte. Hierdurch wird ein Mehrstufenpotentirneter geschaffen, dessen Gesamtwiderstand Westant bleibt und bei dem das Teilerverhälmis auf Io-s bis Io-6 genau wird und konstant bleibt.
  • In besonders zweckmäßiger Weiterbildung der Erfindung erhält die Drossel jeder oder eines Teiles der Stufenreihe außer den Teilwicklungen, die zwischen der Sparnungszuführung liegen, noch eine oder mehrere weitere Teilwicklungen, so daß eine Enveiterung des Bereiches jeder Stufenreihe beispielsweise von 10/ 10 einer Dekade auf I I/I 0 Dekade erzielt wird. Dies ist wertvoll zur schnelleren Eingrenzung des Meßwertes.
  • Eine gemäß der Erfindung aufgebaute Induktivitätsmeßbrücke ist in der Fig. 1 schematisch dargestellt. Die Meßbrücke wird in den Zweigen DA und DB durch symmetrische Drosseln gebildet, die insbesondere mit vielfädigem Draht, z. B. 11 I-bzw. 22drähtiger Litze, bewickelt sind. Die zwischen D und ß liegende Drossel ist in zehn gleiche Teilwicklungen von je gleichem wirksamem Teilwiderstand r/10 unterteilt und mit Abgriffen o bis 10 versehen. Die Drossel hat zwischen dem Abgriff 10 und 1 1 eine zusätzliche Teilwicklung, deren Widerstandswert gleichfalls 7 beträgt. Durch diese Teilwicklung wird eine Erweiterung der Dekade um i/ 10 erreicht, was bei Dekadenpotentiometern aus Widerständen unmöglich ist. Von der ersten Stufenreihe greift eine die zweite Stufenreihe bildende gleiche Drossel, die die gleiche Unterteilung zeigt, zweipolig ab, hiervon wieder eine weitere Stufenreihe gleichen Aufbaus.
  • Die Staffelung kann so oft wiederholt werden. wie der gesamte Innenwiderstand der Teilung gegenüber dem sonstigen Widerstand der Brückenseite BC vernachlässigbar ist. Zwischen A und C liegt eine Normalinduktivität LN. Die zu messende Induktivität Lx bildet den letzten Brückenzweig und kann an einem der Abgriffe der letzten Stufenreihe angeschaltet werden.
  • Bei einer solchen Ausbildung der Brücke sind die infolge der magnetischen Verketr ung anem wllksament wierstance aucn 10 bei messung mit holhen Frequenche praktisch gleich dem Gleichstromwiderstand und sehr genau untereinander gleiche. Sie sind so niederohmig, daß keine Winkeldrehung durch Parallelkapazitäten auftreten kann. So ist beispielsweise der Widerstandswert eines Teilwiderstandes in der Größenordnung von 1 Ohm. Von dem Teilwiderstand aus gesehen ist die die folgende Stufenreihe bildende Drossel jedoch hochohmig, beispielsweise in der Größenordnung von look Q, so daß auch der Gesamtwiderstand des Spannungsteilers konstant bleibt. Es wurde schon ausgeführt. daß die einzelnen Teilwiderstände sehr genau untereinander gleich sind. Das Teilerverhältnis bleibt auch mit der Unsicherheit von Io-j bis Io-6 konstant, da Temperatureinflüsse und Alterung bei streuungsarmen Drosseln nur mit ihrem eigenen Prozentsatz die genannte Unsicherheit beeinflussen.
  • Zur Abstimmung der Brücke entsprechend der gewünschten Meßgenauigkeit muß auch die Phase abgeglichen werden. In der Fig. 2 ist eine dafür bevorzugte Ausführungsform gezeigt. Parallel zu einem der Brückenzweige AD oder DB ist eine veränderbare Kapazität C angeordnet. Um diese Kapazität klein zu halten und ihre Wirksamkeit vervielfachen zu können, liegt in Reihe mit der Induktivität ein veränderbarer Widerstand R.
  • Die Kapazität C und der Widerstand R können auch vertauscht werden. Eines dieser Elemente kann in tg õ beschriftet werden.
  • Soll die Beschriftung für mehrere Frequenzen gelten, so kann das andere Element in Abhängigkeit von der Freuqenz geändert werden (tg=CR !?=/[<)]).
  • Bei einer solchen Ausbildung der Meßbrücke kann an den Ab griffen der einzelnen Stufenreihen die Ablesung direkt und mit großer Genauigkeit erfolgen. Zur Erweiterung des Meßbereiches kann der zweite Vergleichszweig ebenfalls, vorzugsweise dekadisch, unterteilt sein. Die Erfindung ist nicht auf die Messung von Induktivitäten beschränkt. Die Brücke ist vielmehr zur Messung beliebiger Widerstände geeignet. : Bei der Messung von Kapazitäten wird jedoch die zu messende Kapazität zwischen A und C und der Normalkondensator an einen Abgriff der letzten Stufenreihe geschaltet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Wechselstrommeßrücke zum Messen beliebiger Widerstände, insbesondere in großem Bereich und mit großer Genauigkeit, durch Vergleich mit Normalen gleichen Charakters, dadurch gekennzeichnet, daß bei drei festen Brückenseiten die vierte Brückenseite aus einer vorzugsweise dekadisch unterteilten Drossel besteht, deren einzelne Abteilungen magnetisch streuungsarm miteinander verkettet sind, und daß an diese Drossel zur weiteren Unterteilung weitere gleichartige Drosseln angeschlossen sind, derart, daß die Schalter jeder Stufenreihe zweipolig an zwei benachbarte Abgriffpunkte der vorhergehenden Drossel abgreifen.
  2. 2. Meßbrücke nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosseln zusätzliche Abteilungen aufweisen, die außerhalb der Spannungszuführungen liegen.
  3. 3. Meßbrücke nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Regelung der Phase ein veränderbarer Kondensator parallel zu einem Vergleichszweig angeordnet ist, dem ein veränderbarer Widerstand in Reihe geschaltet ist.
DE1937S0129144 1937-10-15 1937-10-15 Wechselstrommessbruecke zum Messen beliebiger Widerstaende durch Vergleich mit Normalen gleichen Charakters Expired DE686348C (de)

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DE (1) DE686348C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE765862C (de) * 1942-09-12 1954-08-09 Siemens & Halske A G Wechselstrommessbruecke

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE765862C (de) * 1942-09-12 1954-08-09 Siemens & Halske A G Wechselstrommessbruecke

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