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Gegentaktschaltanordnung zur Modulation Die Erfindung betrifft eine
Modulationsanordnung, insbesondere für Fernsehzwecke, bei der eine Modulationsfrequenz,
z. B. die eines Fernsehmodulationsgerätes, eine Hochfrequenz hundertprozentig moduliert.
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Es ist bekannt, eine Modulation durch Steuerung des Innenwiderstandes
einer Röhre vorzunehmen, die in einem Brückenzweig angeordnet ist, und die so weit
vorgespannt ist, daß der Arbeitspunkt in der unteren Krümmung der Kennlinie liegt,
weil sich in diesem Teil der Kennlinie der Innenwiderstand der Röhre stark mit der
Gittervorspannung ändert. Es sind auch Spezialröhren mit Exponentialkennlinie bekannt,
deren Innenwiderstand stetig veränderlich ist. Dies sind durchweg Schirmgitterröhren
mit einem hohen Innenwiderstand von etwa r Megohm. Dieser Widerstand ist jedoch
für empfindliche Brückenanordnungen zu hoch, so daß die Verwendung dieser Röhren
in vielen Fällen nicht möglich ist. Besonders, wenn es sich um die Modulation breiter
Wellenbänder. handelt und der Widerstand der Resonanzkreise niedrig ist, ist die
Anpassung des Röhrenwiderstandes an den niedrigen Widerstand der Resonanzkreise
erforderlich. Es sind auch Gegentaktmodulationsschaltungen bekannt, doch konnte
bei diesen ein großer linearer Bereich der Modulation und eine Anpassung an Verbraucher
mit niedrigem Innenwiderstand nicht ohne weiteres erhalten werden.
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Gemäß der Erfindung wird nun bei einer Gegentaktschaltanordnung zur
Modulation einer Trägerfrequenz mindestens eine Röhre mit Regelcharakteristik und
verhältnismäßig niedrigem Innenwiderstand (beispielsweise 5ooo bis ro ooo Ohm) angeordnet.
Eine derartige Röhre kann z. B. in einer Dreipolröhre bestehen mit einer besonderen
zweckmäßigen Formgebung des Gitters, oder es kann gemäß der weiteren Erfindung eine
Schirmgitterröhre mit Regelcharakteristik durch Verbindung der Anode mit dem Schirmgitter
in eine Dreipolröhre. mit geringem Innenwiderstand umgewandelt werden. Eine solche
Röhre hat den Vorteil, daß keine große negative Vorspannung benötigt wird. Die Kennlinie
einer derartigen Röhre ist über einen großen Bereich gleichmäßig gekrümmt, so daß
sich der Innenwiderstand stetig über diesen Bereich, der als Arbeitsbereich benutzt
wird, ändert. Die Röhre läßt sich beispielsweise mit einer Hochfrequenzamplitude
von 15 bis 2o V voll aussteuern. Die Erfindung ermöglicht es also, einen
großen linearen Bereich der Modulation zu
erhalten und Verbraucher
mit niederem Widerstand an die Modulationsschaltung leicht anzupassen.
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Um zu einer besonders einfachen Schaltun zu gelangen, werden gemäß
der Erfindt. zwei derartige Röhren mit einem DifferentYal .: transförmator so zusammengeschaltet,
dai# = bei Steuerung einer oder beider- Röhren das Gleichgewicht des Transformators,
dem die Hochfrequenz in der -elektrischen Mitte zugeführt wird; gestört wird. Eine
derartige Anordnung kann entweder die beiden Röhren in Gegentaktschaltung enthalten,
wodurch die Unterdrückung der Modulationsfrequenz möglich ist, öder es kann auch
eine Röhre mit konstantem innerem Widerstand und eine Röhre mit veränderlichem Innenwiderstand
so verbunden sein, däß beiden Röhren die .Modulation im Gleichtakt zugeführt, die
modulierte Hochfrequenz von den Röhren aber im Gegentakt abgenommen wird.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Es ist Fig. i eine Gegentaktschaltung mit, zwei Röhren mit Exponentialken41inie,
Fig. 2 eine Gegentaktschaltung -mit Kompensation der Modulationsfrequenz und Fig.
3 eine Schaltung mit nur einer Röhre mit Exponentialkennlinie.
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Die Schaltung der Fig. i enthält die beiden Röhren i und 2; die eine
Exponentialkennlinie aufweisen und niedrigen Innenwiderstand besitzen. Den Gittern
der beiden Röhren wird an den Klemmen 3 und- d die Modulationsfrequenz im Gegentakt
zugeführt. Im Anodenkreis der Röhre liegt ein. Differentialtränsformator 5. Die
Höchfrequenzträgerwelle wird an den Klemmen. t und 7 dem.elektrischen Mittelpunkt
des Differentialtransformators zugeführt, so daß bei genau gleichem Innenwiderstand
beider- Röhren in dem Differentialtransformator kein Feld erzeugt. wird. Um eine
möglichst weitgehende Kompensation zu erzielen, ist zum Phasenausgleich noch ein
Differentialkondensator 8 vorgesehen. Der Abgleich des Innenwiderstandes der Röhre
kann durch Veränderung des Kathodenwiderstandes g in groben Stufen, die durch einen
Feinabgleich mittels Schleifdraht, überbrückt sind, erfolgen. Die Anwendung eines
Differentialtransformators hat den Vorteil größerer Empfindlichkeit der Anordnung
gegenüber einer normalen Brückenschaltung.
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In vielen Fällen ist es erwünscht, die Modulationsfrequenz im Ausgang
zu kompensieren, wenn sie sich -der Hochfrequenz stark nähert und nicht mehr durch
einen Resonanzkreis ausgesiebt werden kann. Zu diesem-Zweck wird nach Fig. 2 die
modulierte Hoch-. frequenz_-m Gleichtakt an den Klemmen io und i i abgenommen und
die Trägerfrequenz über den Differentialtransformator 5 den JZlemmen 6 und 7 zugeführt.
Die Modu-1,tionsfrequenz hebt sich dann im Anodeneeis der beiden Röhren auf.
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Es ist jedoch nicht immer möglich, eine Gegentaktschaltung im Eingang
anzuwenden. Z. B. bereitet dies Schwierigkeiten, wenn: die Modulation durch eine
Sekundäremissionsphotozelle erfolgen soll, die zu ihrem Betrieb eine Gleichspannungequelle
erfordert. Um trotzdem eine Kompensation der Modulationsfrequenz zu erzielen, wird
gemäß Fig. 3 eine Röhre a2 mit konstantem und eine Röhre 13 mit veränderlichem Innenwiderstand
mit dem Differentialtransformator 5 zusammengeschaltet. Die Röhren werden im Gleichtakt
gesteuert. Die Verstärkung ist so eingestellt, `däß beim Abnehmen der modulierten
Hochfrequenz an den Klemmen io und ii die Modulationsfrequenz unterdrückt ist. Da
die Röhre 12. einen konstanten inneren Widerstand hat, wird der Modulationsvorgang
nicht gestört. Uni _ bei den beiden Röhren denselben Verstärkungsgrad zu erhalten,
wird z%veckfnäßig der Röhre 12 eine regelbare Modulationsspannung zugeführt, so
daß sich Unterschiede im Verstärkungsfaktor ausgleichen lassen.