DE685392C - Verfahren zum Nachbehandeln von elastischen dehnbaren Gegenstaenden aus Polyvinylalkoholen - Google Patents

Verfahren zum Nachbehandeln von elastischen dehnbaren Gegenstaenden aus Polyvinylalkoholen

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DE685392C
DE685392C DEV32286D DEV0032286D DE685392C DE 685392 C DE685392 C DE 685392C DE V32286 D DEV32286 D DE V32286D DE V0032286 D DEV0032286 D DE V0032286D DE 685392 C DE685392 C DE 685392C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F6/00Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof
    • D01F6/02Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D01F6/14Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds from polymers of unsaturated alcohols, e.g. polyvinyl alcohol, or of their acetals or ketals

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Description

V32286 X
Aus Polyvinylalkoholen allein oder unter Zusatz von Weichmachungsmitteln hergestellte Gegenstände werden wegen ihrer kautschukähnlichen Eigenschaften und ihrer Unlöslichkeit in organischen Lösungsmitteln in der Technik vielfach verwendet, so z. B. als Leitungen für Flüssigkeiten und Gase, welche Gummi angreifen würden, als Membranen für Brennstoffpumpen und Meßapparate, als Fäden für Gewebe, Dichtungen und Beläge usw. Bei allen diesen Gegenständen ist eine elastische Dehnung erwünscht und diese Eigenschaft hat der Werkstoff auch in ähnlichem Maße wie Weichgummi. Gegenüber Weichgummi hat er aber den Nachteil, daß bei Überschreitung einer gewissen Grenze die elastische Dehnung in eine plastische Dehnung1 übergeht, d.h. der Werkstoff reißt zwar nicht, erfährt aber eine bleibende Formveränderung. Diese Eigenschaft hat sich besonders bei Schlauchleitungen und Membranen sehr unangenehm bemerkbar gemacht, indem erstere bei gewollter oder ungewollter größerer Zugbeanspruchung sich unter Verminderung· ihres Querschnittes längten, während die letzteren in demselben FaUe sich unter Verminderung ihres Querschnittes ausdehnten. Bei Druckschläuchen war die Auswirkung dieses Übergangs der elastischen Dehnung in eine plastische Dehnung besonders unangenehm, weil hier bei einer vorübergehenden Steigerung des Druckes über das normale Maß hinaus an einzelnen etwas schwächeren Stellen des Schlauches bleibende Blasen gebildet wurden. Man war daher zur Vermeidung dieses Nachteils gezwungen, 'die Gegenstände mit zur Aufnahme der über eine gewisse Grenze hinausgehenden Zugbeanspruchung· dienenden Gewebeeinlagen zu versehen, welche aber naturgemäß auch die erwünschte elastische Dehnbarkeit ungünstig beeinflußten.
Es wurde nun gefunden, daß der Bereich der plastischen Dehnung der Gegenstände aus Polyvinylalkoholen im Gegensatz zu anderen Stoffen nicht bis an die Reißgrenze geht, daß vielmehr überraschenderweise die plastische Dehnbarkeit dieses Stoffes mit zunehmender Streckung abnimmt und daß zwischen dem Bereich der plastischen Dehnung und der Reißgrenze sogar ein neuerlicher Bereich rein 'elastischer Dehnung vorhanden ist, in welchem also eine weitere bleibende Verformung der Gegenstände nicht mehr erreicht werden kann, die Gegenstände vielmehr nach Aufhören der auf sie einwirkenden Streckkraft bis zu einem gewissen Maß dieser Kräfte ihre ursprüngliche Gestalt wieder zurückgewinnen und beim Überschreiten dieses Maßes reißen.
Diese Erkenntnis wird nun gemäß der Erfindung dadurch zur Beseitigung der eingangs erwähnten Nachteile nutzbar gemacht, daß die aus Polyvinylalkoholen bestehenden. Gegenstände von vornherein einer Streckung unterworfen werden, welche eine blefB^i^ Formveränderung zur Folge hat. Je hoB^r'* diese bleibende Formveränderung· getrieben '* wird, um so mehr vermindert sich die noch
ίο verbleibende plastische Dehnbarkeit des Werkstoffes, um so höhere Beanspruchung kann also der betreffende Gegenstand im Gebrauch aushalten, ohne daß eine weitere bleibende Verformung eintreten würde. Je nach dem Grade der zu erwartenden oder möglichen Beanspruchung des Werkstoffes im praktischen Gebrauch wird man daher mit dem Verformen verschieden weit gehen; ist bei dem betreffenden Gegenstand betriebsmäßig mit einer bis nahe an die Reißgrenze gehenden Beanspruchung zu rechnen, dann wird die absichtliche bleibende Verformung zweckmäßig bis zur Grenze des Bereichs der plastischen Dehnbarkeit getrieben, bei welcher also erneut eine nur elastische Dehnbarkeit eintritt, so daß eine weitere bleibende Verformung nicht mehr möglich ist, der Werkstoff vielmehr bei Überschreitung derjenigen Grenzbeanspruchung·, nach deren Aufhören er wieder seine ursprüngliche Gestalt zurückgewinnt^ unmittelbar reißt. Diese völlige Ausschaltung der plastischen Dehnbarkeit ist insbesondere bei Druckschläuchen zweckmäßig, da bei diesen die plastische Dehnung bei Überbeanspruchung an einzelnen Stellen eher eintritt als an anderen, so daß der Schlauch dem
■Druck zwar standhält, aber verunstaltet wird. λ Es ist vorteilhaft, die erfindungsgemäße
,'Nachbehandlung bei gleichzeitigem Erwärmen bis auf weniger als ioo° C durchzuführen, da hierbei einerseits die anzuwendenden Kräfte geringer werden und andererseits die unter dem Einfluß der Streckung stattfindende Beseitigung . etwaiger Fehlerstellen begünstigt wird.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Nachbehandeln von elastischen dehnbaren Gegenständen aus Polyvinylalkoholen, dadurch gekennzeichnet, daß diese Gegenstände einer Strekkung unterworfen werden, welche eine bleibende Verformung zur Folge hat.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bleibende Verformung der Gegenstände bis zur Grenze der plastischen Dehnbarkeit getrieben wird, bei welcher erneut eine nur elastische Dehnbarkeit eintritt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Strekkung bei gleichzeitigem Erwärmen bis auf weniger als 1000C bewirkt wird.
DEV32286D 1935-11-10 1935-11-10 Verfahren zum Nachbehandeln von elastischen dehnbaren Gegenstaenden aus Polyvinylalkoholen Expired DE685392C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE867335C (de) * 1942-09-18 1953-02-16 Ernst Dr Schnabel Loesbare Befestigung fuer quellende Schlaeuche
DE1024443B (de) * 1956-04-09 1958-02-13 Wilhelm Zander Dr Ing Rohrverbindung fuer Kanalisationsrohre
DE1043625B (de) * 1953-08-01 1958-11-13 Basf Ag Gegenstaende mit gelenkartigen Verbindungen aus thermoplastischen linearen Kunststoffen

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DE1043625B (de) * 1953-08-01 1958-11-13 Basf Ag Gegenstaende mit gelenkartigen Verbindungen aus thermoplastischen linearen Kunststoffen
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