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Verbindung für Rohre aus knetbaren Metallen und Legierungen Zusatz
zum Patent 667 485 Das Hauptpatent betrifft eine Verbindung für Rohre aus weichen,
in kaltem Zustand leicht verformbaren Metallen und Legierungen, z. B. Aluminium,
Kupfer o. dgl., bei der die aufgeweiteten Rohrenden zwischen Klemmstücken unter
Bildung von Absätzen abdichtend festgehalten werden. Dass Wesen der durch das Hauptpatent
geschützten Erfindung liegt darin, daß von den beiden im wesentlichen zylindrisch
ausgebildeten Dichtungsflächen die innere Dichtungsfläche an ihrem dem anzuschließenden
Rohr zugekehrten Ende scharfkantig abgesetzt ist, während die äußere Dichtungsfläche
an dem mit dem Rohr zuerst in Eingriff kommenden vorderen Ende abgerundet ist, so
daß beim Aufschrauben der mit der äußeren Dichtungsfläche versehenen Klemmhülse
das aufgeweitete Rohr sich gegen die scharfe Kante abstützt, mit der abgerundeten
Schulter der sich drehenden Klemmhülse auf die innere Klemmfläche gedrückt und alsdann
in den zwischen den Dichtungsflächen liegenden ringförmigen Raum gepreßt wird, dessen
lichte Weite geringer als die Rohrwandstärke ist.
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Bei manchen Rohren macht es Schwierigkeiten, die Rohrenden so weit
aufzuweisen, daß die durch das Hauptpatent geschützte Rohrverbindung angewendet
werden kann. Diese Schwierigkeit kann auf dem Werkstoff beruhen, aus dem das Rohr
besteht, oder auf seinen geringen Durchmesser zurückzuführen sein. So lassen sich
in der Regel Ölleitungen, wie sie im Motorenbau üblich sind, nicht so weit nufweiten,
daß sie mit der Verbindung gemäß Hauptpatent miteinander verbunden werden können.
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Diesem Mangel wird erfindungsgemäß abgeholfen durch eine Rohrverbindung,
bei der
an die Stelle des aufgeweiteten Rohrendes ein konisch gestalteter
Ring tritt, der einerseits mit den Dichtungsflächen der Rohrverbindung und anderseits
mit dem Rohr selbst so, verbunden wird, daß eine einwandfreie Abdichtung zustande
kommt, ohne daß die Las barkeit der Verbindung leidet. Der Rmg,' besitzt erfindungsgemäß
an seinem engeren Ende einen solchen Durchmesser, daß .er auf das anzuschließende
Rohr .aufgeschoben werden kann. Innen ist er mit einer kantigen Stufe versehen,
die sich in das Rohr eindrückt, wenn der Ring von außen zusämmengepreßt wird. Auch
kann der Ring mit mehreren Stufen versehen werden und dadurch eine der Anzahl der
Stufen entsprechende mehrfache Abdichtung erzielt werden. Das erweiterte Ende des
Ringes wird ,ebenso wie bei der Rohrverbindung nach dem Hauptpatent das erweiterte
Rohrende zwischen den äußeren und inneren Dichtungsflächen der Klemmstücke erfaßt
und zwischen ihnen ausgestreckt.
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Man hat schon bei anderen Rohrverbindungen den Vorschlag gemacht,
auf das Rohr einen Ring zu schieben, der die Abdichtung herstellen soll. Dieser
Ring ist mit einer scharfen Kante versehen, reit der er von außen in das Rohr .eingedrückt
wird, während er außerdem gegen eine konische Dichtungsfläche gedrückt wird, durch
die die Abdichtung nach außen hin bewirkt werden soll. Diese bekannte Verbindung
hat aber einmal den Nachteil, daß es fraglich ist, ob diese Abdichtung zwischen
Ring und Dichtungsfläche, die auf einem bloßen Aneinanderdrücken beruht, in allen
Fällen, insbesondere auch bei höheren Drücken, dichtet und vor allem, daß bei der
geringsten Lockerung der Anzugelemente, wie z. B. üb,erwurfmuttern, diese Abdichtung
hinfällig wird. Die Schwierigkeit beruht also nicht in der Aufgabe, den übergeschobenen
Ring mit dem Rohr selbst dicht zu verbinden. Diese Aufgabe ist leicht dadurch zu
lösen, daß man den Ring etwas in das Rohr hineindrückt. Die Schwierigkeit beruht
vielmehr in der Abdichtung zwischen Ring und. Abschlußstück. Diese Abdichtung wird
erfindungsgemäß in gleicher Weise erzeugt wie beim Gegenstand des Hauptpatents,
so daß alle Vorteile dieser Rohrverbindung gewonnen werden, ohne daß man darauf
Rücksicht zu nehmen braucht, ob sich die Rohre konisch aufweiten lassen oder nicht.
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Für die Herstellung der Abdichtung werden zwei Arbeitsflächen benötigt.
Die erste besteht in der äußeren Dichtungsfläche; die mit der Dichtungsfläche des
inneren Klemmstückes den ringförmigen Raum bildet, in den der Ring hineingeschoben
wird. Diese Arbeits- und Dichtungsfläche geht wie beim Gegenstand des Hauptpatents
,allmählich in die Stirnfläche des äußeren Klemmstückes '-Über: Die zweite Arbeitsfläche
hat die Aufden Ring mit seiner Stufe in das Röhr °-:oi#)iudrücken. Sie ist .ebenfalls
so gestaltet, @,;;eä:ß sie allmählich in die Stirnfläche übergeht. Dadurch; daß
der Ring selbst dort, wo er die Stufe besitzt, noch konisch ist, wird diese Stufe
beim Vorwärtsbewegen der Arbeitsfläche nach innen gedrückt.
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Um das Anziehen der Rohrverbindung zu erleichtern und ein Mitdrehen
des Rohrendes zu verhindern, empfiehlt es sich, die erste Arbeits- und Dicbtungsfläche
an einem besonderen Ring anzuordnen, der in dem äußeren Klemmstück sitzt (Fig. 2).
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Das Herstellen der Rohrverbindung kann weiterhin dadurch erleichtert
werden, daß die beiden Arbeitsflächen an zwei verschiedenen Klemmstücken, vorzugsweise
zwei überwurfmuttern, angeordnet werden (Fig. 5). Zieht man zunächst die erste überwurfmutter
an, die selbst oder in Gestalt eines eingelegten Ringes die erste Arbeits- und Dichtungsfläche
trägt, so wird- dadurch der Ring an den Rohrverbindungsstücken dicht befestigt.
Diese Arbeit könnte z: B. schon in der Fabrik geleistet werden. Man braucht dann
nur noch das Rohr mit seinem Ende in den Ring einzuführen und die zweite Mutter
festzuziehen, um die Verbindung herzustellen: Auf der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele
der Rohrverbindung dargestellt, und zwar zeigen Fig. i in teilweisem Längsschnitt
eine Verbindung mit einem Nippel, auf das von beiden Seiten überwurfmuttern aufgeschraubt
werden; Fig. a eine Verbindung mit einem inneren Klemmstück ohne Gewinde; Fig.3
in vergrößertem Maßstab im Schnitt das äußere Klemmstück mit den zwei Arbeitsflächen
sowie den auf das Rohr geschobenen Ring vor Anziehen der Verbindung und Fig. q.
denselben Ausschnitt nach Anziehen der Verbindung und Fig.5 die neue Rohrverbindung
mit geteilten überwurfmuttern.
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Die Verbindung nach Fig. i besteht aus einem mittleren Nippel a, auf
den von beiden Seiten die überwurfmuttern b aufgeschraubt werden. An den überwurfmuttern
b befinden sich die Arbeits- und Dichtungsflächen e, die eine abgerundete Arbeitskante
l besitzen, mit der sie in die Stirnfläche übergehen. Hinter der ersten Arbeits-
und Dichtungsflächee besitzen die überwurfmuttern noch Arbeitsflächenn in Gestalt
einer abgerundeten Kante, i die in einen zylindrischen Teil übergeht. Jeder Dichtungsfläche
e gegenüber liegt am
Nippel eine Dichtungsfläche f ; zwischen den
Flächen e und f besteht ein ringförmiger Raum.
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Auf das Rohr c ist der Ring n geschoben, der mit seinem weiten Teil
o zwischen den Flächen e und f verformt wird. Zweckmäßig besitzt er am Teil o eine
Stufe, die sich gegen die Arbeitskante h an der Dichtungs: flache f legt
und dadurch den Ring n innen festhält, wenn der Teil o beim Anziehen der
Verbindung in den ringförmigen Raum zwischen den Dichtungsflächen e und f hineingezogen
wird. Am engeren Ende s ist der Ring o mit einer inneren Stufe g versehen. Gegen
dieses ebenfalls konische Endes legt sich die Arbeitskante p. Wird die Verbindung
angezogen, so wird die Stufe g von außen in das Rohr o hineingedrückt.
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Bei der in Fig.2 dargestellten Ausführungsform der Verbindung ist
innerhalb der Überwurfmutter b ein Ring t vorgesehen, an dem die Dichtungsfläche
e mit Arbeitskanten L und p ausgebildet ist.
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Bei der Rohrverbindung nach Fig. 5 ist die Überwurfmutter b unterteilt
in zwei Muttern b1 und b2. Die Mutter b1 besitzt die Arbeitsfläche e mit Arbeitskante
1, während die Mutter b2 mit der Arbeitskante und -flache p versehen ist.