DE683028C - Laboratoriumsfilternutsche oder Vorstoss - Google Patents

Laboratoriumsfilternutsche oder Vorstoss

Info

Publication number
DE683028C
DE683028C DEF82083D DEF0082083D DE683028C DE 683028 C DE683028 C DE 683028C DE F82083 D DEF82083 D DE F82083D DE F0082083 D DEF0082083 D DE F0082083D DE 683028 C DE683028 C DE 683028C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
filtrate
filter
advance
suction filter
laboratory
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF82083D
Other languages
English (en)
Inventor
Erich Fest
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEF82083D priority Critical patent/DE683028C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE683028C publication Critical patent/DE683028C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01LCHEMICAL OR PHYSICAL LABORATORY APPARATUS FOR GENERAL USE
    • B01L3/00Containers or dishes for laboratory use, e.g. laboratory glassware; Droppers
    • B01L3/56Labware specially adapted for transferring fluids
    • B01L3/567Valves, taps or stop-cocks

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Clinical Laboratory Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Sampling And Sample Adjustment (AREA)

Description

  • Laboratoriumsfilternutsche oder Vorstoß Der Erfindungsgegenstand stellt eine wesentliche Vervollständigung und Verbesserung der unter dem Namen Büchnertrichter allgemein bekannten Laboratoriumsfilternutsche dar. Die bisher bekannten Trichternutschen besitzen zum Ablauf des Filtrates nur ein Rohr, während die vorliegende verbesserte Laboratoriumsfilternutsche deren mehrere besitzt, die durchein Mehrwegehahnküchen an den Filtratraum anschaltbar sind.
  • Hierdurch ergibt sich eine wesentliche Erweiterung des Anwendungsgebietes der Filternutsche. In erster Linie soll dieses Gerät die Möglichkeit geben, genaue Mengenmessungen von verschiedenen Filtraten, die während eines Filterprozesses anfallen, vorzunehmen.
  • Die getrennte Auffangung verschiedener Filtrate ist einwandfrei gewährleistet durch die mehrfachen Filtratabläufe. Diese Forderung ist insbesondere für Filterschlamm gegeben, der nach dem Filtrieren gewaschen werden muß, um eine Neutralisation des Schlammes herbeizuführen. Ebenfalls ist diese Forderung gestellt für Filterschlamm, der im Anschluß an das Filtrieren mit einem Lösungstnittel nachbehandelt werden muß, ohne daß der Filtervorgang zeitlich unterbrochen werden darf. Die erfindungsgemäßeFilternutsche stellt hiernach ein sehr brauchbares Gerät dar, das für die Voruntersuchung bezüglich der Filterfähigkeit von Schlämmen, insbesondere beim Entwurf und bei der Betriebsüberwachung von ununterbrochen arbeitenden Filtervorrichtungen der chemischen Großindustrie wertvoll ist. Es lassen sich mitHilfe der Nutsche die Filtergeschwindigkeiten sowie die Waschwirkung bei Anwendung von verschiedenen Unterdruckhöhen einwandfrei feststellen und gleichzeitig können die anfallenden Filtrate sowie die erforderlichen Waschflüssigkeiten nach der Menge und Zeit sofort bestimmt werden. Es ergeben sich hiernach wertvolle Aufschlüsse über die anzuwendenden Maßnahmen während eines Filterprozesses, um die Wirtschaftlichkeit auf ein Höchstmaß zu bringen.
  • In den rein laboratoriumsmäßigen Vorversuchen hat der Erfindungsgegenstand seine Bewährung einwandfrei erbracht. Vor allen Dingen sei besonders aufmerksam gemacht, daß der Aufbau der Nutsche jeder Zusammenstellung aus einzelnen Laboratoriumsteilgeräten überlegen ist. Der Filtratablauf ist infolge des unmittelbar in der Nutsche eingebauten Mehrwegehahnkückens denkbar günstig und führt auf dem kürzesten Wege zum tratsammelgefäß. Das Filtrat wird hierd in allen Ablaufkanälen fast restlos gewon da die Kanäle mit starkem Gefälle z<i -Sammelgefäß führen und ohne Stoßstellen in kurzer, glatter Form verlaufen.
  • Weiter sei darauf hingewiesen, daß dieVerwendung der erfindungsgemäßen Filternutsche. stets einen mehr oder weniger großen Zeitgewinn gegenüber einer Zusammenstellung aus vorhandenen Laboratoriumseinzelgeräten bedeutet. Infolge des fest in der Nutsche eingebauten Mehrwegehahnkückens wird jede Verbindungsstelle durch Gummischläuche o. dgl. vermieden, und die daraus entstehenden Nachteile sind ausgeschaltet. Diese bleibende und sofortige Dienstbereitschaft der Nutsche tritt vor allen Dingen dann in Erscheinung, wenn die Nutsche nur von Zeit zu Zeit benötigt wird und somit die nötigen Aufstellungsarbeiten fortfallen.
  • Der Aufbau der Filternutsche sei an Hand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
  • Die Abb. I und 2 stellen im Schnitt und Grundriß eine Filternutsche mit mehreren Filtratabläufen dar. Es sind beispielsweise zwei Abläufe und b vorhanden, die durch ein im Boden lt angeordnetes Mehrwegehahnkücken c an den Filtratraum i der Nutsche anschaltbar sind.
  • Die Abb. 3und4 stellen ebenfalls imSchnitt und Grundriß ein Zusatzgerät dar, das unter gleichen Gesichtspunkten entwickelt ist. Eine gewöhnliche Filternutsche t wird hier mit Hilfe des : Einsatzstopfens s an das Hilfsgerät (Vorstoß) angeschlossen. Am Boden des Gefäßes k befindet sich ebenfalls das Mehrwegehahnkücken c, um beispielsweise die beiden Filtratabläufe a und b mit dem Filtratraum i des Vorstoßes zu verbinden.
  • Die Herstellung der dargestellten Geräte kann in Glas, Porzellan, Metall, Holz oder Kunststoff erfolgen.
  • Nachfolgend sollen die vorstehend angeführten betrieblichen Vorteile, die die Verwendung des Erfindungsgegenstandes bietet, näher beschrieben werden.
  • Trennung der Filtrate eines Filterprozesses, ohne den Filtervorgang zeitlich zu unterbrechen Die Trennung der Filtrate eines Filterprozesses muß, um eine größtmögliche Wirtschaftlichkeitherbeizuführen, oft durchgeführt werden. Insbesondere die selbsttätig arbeitenden Saugzellendrehfilter sind oft auf diesem Prinzip aufgebaut. Man unterscheidet hier im wesentlichen zwei Arten der Filtrattrennung, nämlich Trennung von Trübe- und Klarfiltrat und Trennung von Urfiltrat und Waschfiltrat. bei a) Trennung von Trübe- und Klarfiltrat.
  • Filterschlämme mit feinen Feststoffteilen zugeben bei Beginn der Filtration fast immer trübes Filtrat. Bei quantitativen Feststoffbestimmungen im Laboratorium ist man in einem solchen Falle gezwungen, den Filterprozeß zu unterbrechen, um die Feststoffteile des Trübefiltrates mit zu erfassen. Diesen Nachteil vermeidet der Erfindungsgegenstand vollständig, da infolge des Mehrwegehahnkückens sofort ein Umschalten vom Trübefiltratkolben auf den Klarfiltratkolben möglich ist, ohne daß der Filterprozeß unterbrochen wird. Während des weiteren Verlaufes der Filtration kann dann ohne weiteres der Trübefiltratkolben abgenommen werden und das Trübefiltrat dem Filterschlamm wieder zugeführt werden. Man erhält durch diese Arbeitsweise einwandfrei klares Filtrat, da eine Unterbrechung des Filterprozesses vermieden wird. Die Trennung und mengenmäßige Bestimmung des Trübe- und Klarfiltrates spielt nun außerhalb des Laboratoriums bei den technischen Großfiltern eine große Rolle. Namentlich bei diesen ununterbrochen arbeitenden Filtein ist es sehr oft erforderlich, die Betriebsvorgänge genau zu überwachen. Hier stellt deshalb die erfindungsgemäße Nutsche ein einfach zu handhabendes Prüfgerät dar. b) Trennung von Urfiltrat und Waschfiltrat.
  • Viele Filterschlämme erfordern nach der Filtrierung ein Auswaschen. Beieiner solchen Filtration ergeben sich naturgemäß Filtrate mit verschiedenen spezifischen Gewichten. Es fällt in dem ersten Teil der Filtration das sog. Mutter- oder Urfiltrat an. Das ist die Flüssigkeit, mit der die Feststoffteile im Filterschlamm ursprünglich vermischt sind.
  • Dem auf der Filterfläche zurückgehaltenem mehr oder weniger trockenen Schlamm setzt man nun im zweiten Teil der Filtration eine Waschflüssigkeit zu, um das restliche Urfiltrat aus dem Schlamm zu verdrängen. Das dann anfallende Waschfiltrat kann nun mit Hilfe des Erfindungsgegenstandes vollständig getrennt abgeführt werden. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, wertvolle Aufschlüsse über den zeitlichen Verlauf der Waschwirkung zu finden, und die Filtration und Ausiwaschung des Filterschlammes kann fortlaufend ohne Unterbrechung durchgeführt werden.
  • Zur Erhärtung dieser Behauptung sei folgender Anwendungsfall näher erläutert: Ein Filterschlamm muß nach erfolgter Filtration von anhaftender Säure bzw. Alkali befreit werden. Es ist deshalb die Aufgabe gestellt, die erforderliche Menge Waschwasser genauestens zu ermitteln und weiterhin das spezifische Gewicht der Waschflüssigkeit im Verlauf derWaschzeit mehrmals festzustellen. Dies ist nur möglich, indem dafür Sorge getragen wird, daß eine öftere Trennung der Filtrate ohne Unterbrechung des Filterprozesses vorgenommen werden kann.
  • Es ergeben sich hieraus genaue Unterlagen für den Betrieb, inwieweit die Waschflüssigkeit der Betriebsleistung wieder zugeleitet werden muß. Man findet auf jeden FallUnterlagen, um die Wirtschaftlichkeit eines Filtervorganges auf ein Höchstmaß zu bringen.
  • Ein anderer Anwendungsfall ist folgender: Beim Filtrieren von Olen oder Erdölrückständen muß entweder mit hohen Plustemperaturen bzw. hohen Minustemperaturen gearbeitet werden. Auch in diesem Falle ist die Trennung der Filtrate eine Forderung, da die Rückstände (Gatsch) mittels Lösungsmittel vom Öl befreit werden müssen. Die Untersuchungen der getrennt aufgefangenen Filtrate gestatten dann eine Beurteilung des Wasch- bzw. Entölungsvorganges und geben wertvolleAufschlüsse über die anzuwendende Menge der Lösungsmittel.

Claims (1)

  1. P A T E N T A N S P R U C H E : Laboratoriumsfilternutsche oder Vorstoß, dadurch gekennzeichnet, daß statt eines Filtratabflußrohres deren mehrere (a, b) angeordnet sind, die jeweils durch ein im Boden des Gerätes (h, h) vorgesehenes Mehrwegehahnkücken (c) an den Filtratraum (i) anschaltbar sind.
DEF82083D 1936-11-25 1936-11-25 Laboratoriumsfilternutsche oder Vorstoss Expired DE683028C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF82083D DE683028C (de) 1936-11-25 1936-11-25 Laboratoriumsfilternutsche oder Vorstoss

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF82083D DE683028C (de) 1936-11-25 1936-11-25 Laboratoriumsfilternutsche oder Vorstoss

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE683028C true DE683028C (de) 1939-10-30

Family

ID=7113831

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF82083D Expired DE683028C (de) 1936-11-25 1936-11-25 Laboratoriumsfilternutsche oder Vorstoss

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE683028C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4726931A (en) * 1983-07-05 1988-02-23 Rhone-Poulenc Chimie De Base Apparatus for withdrawing liquid samples

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4726931A (en) * 1983-07-05 1988-02-23 Rhone-Poulenc Chimie De Base Apparatus for withdrawing liquid samples

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0451721B1 (de) Verfahren zum Reinigen von Gegenständen sowie Anlage zur Durchführung eines solchen Verfahrens
EP0196644B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Wiederaufbereiten von wässrigen , öl- und fetthaltigen Reinigungslösungen
DE3031773A1 (de) Anlage zur elektrochemischen schmutzwasserreinigung
DE683028C (de) Laboratoriumsfilternutsche oder Vorstoss
DE2701075C3 (de) Vorrichtung zur kontinuierlichen Messung der Ölkonzentration in ölhaltigem Wasser
EP0864636A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung von Kühlschmierstoffen für Werkzeugmaschinen oder dgl.
DE4402185A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Entfettungsmitteln
DE19724172A1 (de) Verfahren zum Reinigen von Öl
DE19654619A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten von Wasch- und Spülwasser zwecks Wiederverwendung
EP0245715A2 (de) Einrichtung zur Aufbereitung von Verunreinigungen, Rückständen und/oder Alterungsprodukten aufweisenden Flüssigkeiten
EP0553408A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Wiederaufbereiten und Wiederverwenden von wässrigen, öl- und/oder fetthaltigen Reinigungslösungen
DE3011482A1 (de) Abscheider fuer schwimm- oder sinkstoffe
DE102021001983B4 (de) Mehrwegtrennvorrichtung für Abflusssysteme
DE2736691A1 (de) Verfahren und einrichtung zur aufbereitung von oel-wasser-emulsionen
DE2942291A1 (de) Vorrichtung zum klaeren der spuelfluessigkeit einer feilmaschine
DE3149793C2 (de)
DE19810976B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von industriellem Abwasser aus Druckereien
CH671217A5 (de)
DE3740267A1 (de) Verfahren zum abtrennen von schwerfluessigkeiten aus abwasser
DE497906C (de) OElablassvorrichtung und OElbehaelter fuer Filter zur Luft- und Gasreinigung mit drehbarem, aus Filterelementen zusammengesetztem Umlaufband
DE4307723A1 (en) Pressure back-flushing in-line filter for removing solids from liquids - with differential pressure monitoring of fouling
DE395637C (de) Kontinuierlich arbeitende Filterpresse mit einem durch volle Zwischenringe unterbrochenen Filterringstapel
DE355473C (de) Verfahren zum Gewinnen von suspendierten OElen und Fetten aus Abwaessern
DE950150C (de) Vorrichtung zum Reinigen von aus Samen oder Nuessen gewonnenen OElen oder Fetten
DE19820840A1 (de) Sedimentierungsverfahren und -einrichtung