DE682240C - Gleichstromgenerator der Metadynenbauart - Google Patents
Gleichstromgenerator der MetadynenbauartInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K47/00—Dynamo-electric converters
- H02K47/12—DC/DC converters
- H02K47/16—Single-armature converters, e.g. metadyne
Landscapes
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Description
Die Erfindung betrifft Gleichstromgeneratoren der Metadynenbauart, die mit einem
stark veränderlichen Hauptfeld zwischen den Arbeitsbürsten und einem annähernd konstanten
Feld zwischen den an einer Erregerstromquelle liegenden Erregerbürsten arbeiten.
Um bei Änderungen in dem Arbeitsstromkreis des Generators möglichst günstige statische
und dynamische Regulierverhältnisse zu erzielen, ist erfindungsgemäß in den mit der Erregerstromquelle verbundenen primären
Stromkreis lediglich die Ankerwicklung eingeschaltet und im Ständer des Generators
eine im Nebenschluß zu den Arbeitsbürsten
ig erregte Regelwicklung vorgesehen, die in Richtung der Erregerbürstenachse ein Feld
erzeugt, das mit dem von dem primären Strom erzeugten Ankerfeld zusammenwirkt.
Die Erfindung ist in der Zeichnung (Abb. 3 bis 7) beispielsweise veranschaulicht.
Zur Erläuterung der Metadynenbauart ist in Abb. 1 eine Umformermetadyne in einfachster
Schaltung dargestellt. Eine solche Umformermetadyne besitzt einen Anker, der ähnlich dem Anker einer Gleichstrommaschine
mit Wicklungen und einem Stromwender versehen -ist. Auf dem Stromwender sind über
den Umfang verteilt beispielsweise vier Bürstensätze A, B, C und D angeordnet. Die primären
Bürsten A und C sind 'mit einer Gleich-Stromquelle konstanter oder annähernd konstanter
Spannung verbunden, während von den sekundären Bürsten der in dem Anker
der Metadyne erzeugte Strom abgenommen und dem Laststromkreis zugeführt wird. Der
Läufer rotiert mit konstanter Drehzahl in einem Magnetfeld, das von den in den Ankerwicklungen
fließenden Strömen erzeugt wird. Der von den Ankerströmen erzeugte Fluß besitzt in dem Ständer der Metadyne einen magnetischen
Rückschluß von geringem magnetischem Widerstand.
• Die Wirkungsweise der Umformermetadyne ist folgende: Der primäre StromI1 erzeugt
einen FMS(P1, der zwischen den Bürsten/?,D
eine EMK erzeugt. Der in dem sekundären Stromkreis fließende Strom /2 erzeugt in
Richtung der sekundären Bürsten B1D einen
Fluß Φ2, der seinerseits eine. Gegen-EMK zwischen
den primären Bürstend,C induziert. Der primäre Strom wird daher proportional
der Differenz zwischen der den primären Bürsten aufgedrückten Spannung und der durch den sekundären Fluß erzeugten Gegen-EMK
sein. Die Gegen-EMK selbst ist aber, da sie von dem sekundären Flußi>2 erzeugt
wird, dem sekundären ■ Strom I2 proportional.
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß
irgendeine Änderung des sekundären Stromes eine entsprechende entgegengesetzte Änderung
des primären Stromes mit dem Ziele hervorruft,
den sekundären Strom konstant zu halten Nimmt man z. B. für einen gegebenem
Augenblick an, daß durch eine Vergrößerung des Widerstandes des sekundären Stromkreises
der Strom I2 abnimmt, dann wird in gleicher Weise der Fluß Φ2 sich vermindern.
to Hierdurch wird auch die an den primären Bürsten auftretende Gegen-EMK kleiner. Der
Strom I1 und damit der Fluß φχ werden dann
größer. Bei größer werdendem Fluß Φ1 wird aber auch die an den sekundären Bürsten B, C
auftretende EMK größer und ist bestrebt, den zu Beginn des Vorgangs verkleinerten
sekundären Strom auf seine frühere Größe zurückzubringen, d.h. ihn konstant zu halten.
Die sekundäre Spannung und der primäre ao Strom dagegen ändern sich entsprechend den
Änderungen der Last.
Vernachlässigt man die elektrischen und mechanischen Verluste, so wird die primär
aufgenommene Leistung U1 · I1 normalerweise
ag gleich, sein der sekundär abgegebenen Leistung U2-I2, wobei U1 die primäre und U2
die sekundäre Spannung bedeuten. Normalerweise ist die Summe aller in der Maschine
erzeugten Drehmomente gleich Null. Ein motorisches Drehmoment wird zwar durch Reaktion
zwischen dem aufgenommenen Strom I1 und Φ2 und ein generatorisches Drehmoment
durch Reaktion zwischen dem abgegebenen Strom I2 und φχ erzeugt. Da aber bei den
gewöhnlichen Betriebsverhältnissen die Beziehung I1 · φ2 = I2 · Φ1 gilt, so sind beide
Drehmomente einander gleich und entgegengesetzt gerichtet, d. h. sie heben sich gegenseitig
auf.
Bei der Anordnung nach Abb. 2 ist die Metadyne, mit einer Feldwicklung VW, einer
sogenannten Regelwicklüng, im Ständer versehen, deren Feld in gleicher Richtung wirkt
wie das primäre Ankerfeld φν Eine derartige
Anordnung zeigt aus den folgenden Gründen generatorisches Verhalten:
Fließen in dem primären und sekundären Kreis die gleichen Ströme I1 bzw. I2 wie in
der Anordnung gemäß Abb. 1, so bleibt der Fluß Φ2 und mithin auch die Spannung E1
unverändert, dagegen wächst φ1 und mit ihm E2 infolge der zusätzlichen Ständererregung.
Zu der unveränderten primären Leistungsaufnahme E1 · I1 gehört also eine gegenüber
dem reinen Umformerbetrieb erhöhte sekundäre Leistungsabgabe^-E2'. Der Betriebszustand
ist demnach nur erreichbar bei gleichzeitiger elektrischer und mechanischer
Leistungszufuhr.
Eine wichtige Eigenschaft der Generatormetadyne ist, daß ihr ein ausgezeichnetes
statisches wie dynamisches Reguliervermögen erteilt werden kann. Hierunter soll folgendes verstanden werden:
Von jedem Konstantstromgenerator wird erstens verlangt, daß er im Arbeitsbereich
von Kurzschluß bis Vollast zu jeder Stromänderung eine möglichst große Spannungsänderung liefert, d.h. die Steilheit seiner
statischen Stromspannungscharakteristik soll möglichst groß sein. Zweitens soll der Generator stoßweise Belastungsänderungen im Sekundärkreis
ohne allzu große Auisgleichströme in den Erregerwicklungen sehr schnell,
aber aperiodisch ausregulieren, d.h. auch seine dynamische Reguilierfähigkeit soll gut
sein.
Große Steilheit ist technisch bekanntlich daran gebunden, daß kleine Stromänderungen
im Lastkreis große Erregungsänderungen hervorrufen. Bei einer Generatormetadyne
gemäß Ahb. 2 ist der Erregersüym Z1 direkt
proportional der Differenz der Netzspannung und der zwischen den Bürsten A, C durch den
Kraftfluß Φ2 induzierten Spannung und umgekehrt
proportional dem gesamten Ohmschen Widerstand des Erregerkreises, der sich im wesentlichen aus dem Widerstand des Ankers
und dem der Feldwicklung VW zusammensetzt. Der gesamte Ohmsche Spannungsabfall
im Erregerkreis kann klein gehalten werden, verglichen mit der Netzspannung einerseits
und der zwischen den Bürsten A, C induzierten Spannung andererseits.
Setzt man die Netzspannung (Erregerspannung) als praktisch konstant voraus, so rufen
demgemäß kleine Änderungen der zwischen den Bürsten^C induzierten Spannung, die
Φ2 proportional ist, große Änderungen von/5
und damit auch von Φχ hervor. Da Φ2 seinerseits
J2, Φ2 aber Φχ proportional ist, so gehören
auch zu kleinen Änderungen von J2 große Änderungen von Φ2, d.h. die Steilheit
wird groß. Sie findet ihre praktisch wirtschaftliche Grenze nur in dem für die Wicklung VW
zulässigen Kupferaufwand.
Eine erste Grundbedingung für gute dynamische Regulierfähigkeit ist dagegen, daß alle
induzierenden Flüsse den Änderungen der sie erzeugenden Durchflutungen augenblicklich
folgen, d.h. daß die Flüßänderungen ihrerseits keine nennenswerten Dämpferströme eräugen
können. Die von den Ankerströmen J1 und /o in dem lameliierten Ankerkörper erleugten
Flüsse Φ1 und Φ2 teilen sich beim
Austritt aus dem Anker in je zwei Felder, in einen Ständerfluß und in einen Streufluß.
Während der Ständerfluß eine bestimmte Dämpfung durch Wirbelströme erfährt,
ist das Streufeld, das ausschließlich durch lamelliertes Eisen und Luft verläuft,
praktisch dämpfungslos. Auf dieser Tatsache
beruht im wesentlichen das ausgezeichnete dynamische Verhalten der Metadyne bei Belastungsänderungen.
Ein zweite Grundbedingung ist, daß die durch Flußänderungen hervorgerufenen Änderungen
der zwischen den Bürsten induzierten EMK sich möglichst rasch in Stromänderungen
umsetzen können, d. h. daß die Wicklungsinduktivitäten verhältnismäßig klein sind.
ίο Diese Bedingung erfüllen Gleichstromankerwicklungen
allein als Erregerwicklungen leicht (vgl. Abb. i). Eine Ständerwicklung, z.B.
VW in der Anordnung gemäß Abb. 7, erhöht dagegen die Gesamtinduktivität des Erreger kreises
und erschwert damit eine rasche Änderung von Z1 und damit auch von Φν
Eine Anordnung gemäß Abb. 2 stellt im übrigen ihrem Wesen nach nur einen Übergang
von der reinen Umformermetadyne zur reinen Generatormetadyne dar. Je kleiner Z1
wird, um so kleiner wird der elektrisch zugeführte Anteil und um so größer der mechanisch
zugeführte Anteil der gesamten primären Leistung, um so größer aber auch die Abweichung der Regelfähigkeit von dem
Höchstwert, den der Umformer besitzt.
Dieser Mangel der Anordnung gemäß Abb. 2 wird erfindungsgemäß dadurch beseitigt,
daß die Anordnung gemäß Abb. r mit einer Regelwicklung versehen wird, die im Nebenschluß zum Arbeitsstromkreis erregt ist
und einen Fluß in Richtung der primären Kommutierungsachse erzeugt. Zweckmäßig wird, wie in Abb. 3 dargestellt, außer der
selbsterregten Wicklung VW2, die an die Arbeitsstrombürsten
B, D angeschlossen ist, eine mit ihr gleichsinnig wirkende fremderregte WiCkIuHgVMZ1 vorgesehen. Ferner ist eine
reine Ankerfremderregung über die primären Bürsten vorhanden, die der Anordnung der
Umformermetadyne gemäß Abb. 1 entspricht. Die beiden Fremderregungen können an der.
gleichen Stromquelle liegen, doch kann es zweckmäßig sein, sie an verschiedene Stromquellen
zu schalten, z. B. VW1 an ein Gleichstromnetz, die Bürsten A1 C dagegen an die
Klemmen einer besonderen Erregermaschine. Die Arbeitsweise der Generatormetadyne
entspricht derjenigen der Umformermetadyne, wie sie vorstehend beschrieben wurde. Jeder
Erhöhung der sekundären Arbeitsspannung entspricht beim Umformer eine äquivalente
Erhöhung von J1. Beim Generator gemäß Abb. 3 dagegen wirken die Ankerfremderregung
und die Nebenschlußselbsterregung derart zusammen, daß J1 in dem ganzen Arbeitsbereich
zwischen Kurzschluß und Vollast in der Beharrung ausgesprochen klein bleibt, z.B. etwa 100/0 von J2 beträgt, also annähernd
in der Größenordnung eines Fremderregerstromes liegt.
Die Überlegenheit des Generators gemäß Abb. 3 gegenüber dem Generator gemäß
Abb. 2 in statischer Hinsicht beruht auf der Tatsache, daß die durch eine Änderung von /0
und damit auch von φ2 hervorgerufene Änderung
der Differenz zwischen der konstanten Netzspannung und der zwischen den primären
Bürsten A, C induzierten Spannung sich um so kräftiger in einer Änderung von J1
auswirken kann, je kleiner der Gesamtwiderstand des Kreises ist. Letzterer erreicht in
dem Generator gemäß Abb. 3 genau wie beim Umformer gemäß Abb. 1 seinen möglichen
Mindestwert, nämlich den einfachen Ankerwiderstand selbst, was bei der Anordnung
gemäß Abb. 2 unmöglich ist. In dynamischer Hinsicht ergeben sich entsprechende Verhältnisse.
In der Anordnung gemäß Abb. 3 widersetzt sich einer Änderung von J1 genau wie
in der Anordnung gemäß Abb. 1 ausschließlich die Ankerinduktivität; jede schädliche
Vergrößerung derselben entfällt im Gegensatz zu der Anordnung gemäß Abb. 2, sobald
man J1 verhältnismäßig klein halten will.
Ein Generator gemäß Abb. 3 reguliert plötzliche große Belastungsänderungen im
wesentlichen allein mit Hilfe des Streuanteils seines Ankerflusses aus. Die selbsterregte
Nebenschlußwicklung VW2 hat zwar unmittelbar auf die dynamische Regulierfähigkeit infolge
ihrer sehr großen Induktivität keinen wesentlichen Einfluß, erfüllt aber die sehr
wichtige Aufgabe, die Ankerfremderregung in der Beharrung von jeder größeren Stromentnahme
zu entlasten.
Jeder Reguliervorgang besteht bei der Generatormetadyne gemäß Abb. 3 aus zwei
zeitlich trennbaren Abschnitten: Jede Änderung von J2 bzw. Φ2, bringt zunächst die als
selbsttätiges Regelorgan wirkende Anker-■-fremderregung
mit sehr großer Schnelligkeit und Stärke zum Ansprechen, so daß sich ein neuer Beharrungszustand näherungsweise
sehr rasch einstellt. Erst· dann beginnt als verhältnismäßig träger, aber unbedingt
aperiodisch wirkender Regler die Nebenschlußselbsterregung im gleichen Sinn zu wirken,
stellt den endgültigen neuen Beharrungszustand her und hebt dadurch die Inanspruchnahme
der Ankerfremderregung nahezu wieder auf. Das ist besonders wertvoll für den praktisch wichtigen Fall, daß für letztere
eine besondere Erregermaschine aus spannungstechnischen Gründen vorgesehen werden
muß; sie braucht nur für nach Sekunden zählende Belastungszeiten entworfen zu werden;·
In Abb. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, in erster Linie für
kleinere Generatoren gedacht, dargestellt, bei dem die Wicklungen VW1 und VW2 ersetzt
werden durch die Regelwicklung VW3, die
(582240
teilweise von der Stromquelle des primären Stromkreises und teilweise von dem sekundären
Stromkreis erregt wird. Der Widerstand ^1 zwischen der Regelwicklung und der
primären Stromquelle und der Widerstand R2' zwischen der Regelwicklung und dem sekundären
Stromkreis gewährleistet, daß die durch die Regelwicklung fließenden Ströme den primären
und sekundären Spannungen proportional sind, und zu gleicher Zeit die durch die primären und sekundären Stromkreise fließenden
Ströme begrenzt werden.
In Abb. 5 ist eine Anordnung der Wicklung für die in Abb. 3 veranschaulichte Metadyne
dargestellt. In der bei Gleichstrommaschinen mit zwei Bürstenpaaren an sich bekannten
Spaltpolanordnung erzeugen die Südpole 55 einen, Vom Anker aus betrachtet, auswärts
gerichteten Fluß und die Nordpole NN einen einwärts gerichteten Fluß. Der resultierende
Fluß verläuft senkrecht in der Richtung von C nach A. T1 sind'die Klemmen des primären
Teils, des Erregerteils, der Metadyne, die mit der Stromquelle konstanter Spannung verbunden
sind. T2 sind die mit dem Arbeitsstromkreis verbundenen Klemmen des sekundären Teils
der Metadyne.
In vielen Fällen kann es wünschenswert bzw. dringend notwendig sein, die Generatormetadyne
mit Stabilisierungswicklungen zur Dämpfung von mechanischen und elektrischen
Schwingungen, z, B. von Pendelunge;tt, zu versehen. Diese Wicklungen bestehen im wesentlichen
aus verhältnismäßig kleinen Hüfswicklungen 'und sind magnetisch in dem einen
Stromkreis und elektrisch in dem anderen Stromkreis angeordnet. Eine sekundäre Stabilisierungswicklung
beispielsweise würde aus einer Spule bestehen, die einen Fluß in Rich-"rung der primären Bürstenachse erzeugt, und
in den sekundären Stromkreis eingeschaltet t ist. Die Richtung des Flusses ist dem Ankerfluß
Φχ entgegengerichtet. Nimmt man an,
daß der sekundäre Strom I2 sich vergrößert, dann erhält man eine Verminderung des primären
Flusses Φ1 und damit eine Verminderung der sekundären EMK an den Bürsten-5,
D, welche bestrebt ist, den Strom I2
konstant zu halten. In anderer Betrachrungsweise kann man auch sagen, daß eine Gegen-EMK
in den sekundären Stromkreis bei einer Vergrößerung des Stromes eingeführt wird.
Die Stabilisierungswicklung hat daher die gleiche Wirkung wie ein in den Sekundär-Stromkreis
eingeschalteter Widerstand und dient zur Dämpfung von in dem Stromkreis
auftretenden plötzlichen Schwingungen. In ähnlicher Weise kann auch eine primäre
Stabilisierungswicklung zur Dämpfung von in dem Primärstromkreis auftretenden Schwingungen
verwendet werden. Eine derartige Wicklung würde in den primären Stromkreis
eingeschaltet und derart angeordnet sein, daß sie einen Fluß in Richtung der sekundären
Bürstenachse erzeugt. Hierbei sind dieser Fluß und der Ankerfluß nicht entgegengesetzt,
sondern gleichgerichtet.
Vorstehend wurde bereits darauf hingewiesen,
. daß die ausgezeichnete dynamische Regulierfähigkeit de"r Generatormetadyne nicht
am wenigsten von dem Streufeld des Ankers herrührt, das außer Luft nur lameliiertes
Eisen, also kein massives Eisen, in welchem kräftige Wirbelströme entstehen können,
durchsetzt. Dieser Streufluß ist daher annähernd frei von dämpfenden Einflüssen.
Diese Wirkung kann noch dadurch verstärkt werden, daß zusätzliche Streupfade zwischen
den Polen vorgesehen werden. Diese Streupfade können aus lameliierten. Eisenteilen
bestehen, die in der Umfangsrichtung der Maschine wesentlich über die Wicklungen
hinausragen, so daß der Ankerfluß praktisch nicht durch 'das Joch geht, sich also
bereits über die magnetischen Streupfade schließt.
Abb. 6 zeigt eine derartige Anordnung. In der Metadyne gemäß Abb. 6 sind auf den
Polen Stabilisierungswicklungen SW verhältnismäßig nahe an den Polschuhen angeordnet.
Die Regelwicklungen VW6 sind auf den Polschenkeln nahe dem Joch. M vorgesehen.
Zwischen den Regelwicklungen VW6 und den Stabilisierungswicklungen 5W sind lameliierte
Eisenteile P vorgesehen, welche seitlich aus den Polen herausragen und einen zusätzlichen
Streupfad für den Arikerfluß bilden, der dann an dem massiven Magnetjoch M vorbeigeht
und daher frei von Dämpfungen ist. Sofern dazwischenliegende Hilfspole vorhanden ioq
sind, werden die lamellierten Eisenteile derart ausgebildet, daß sie die Zwischenpole umgehen.
Zwischen den Eisenteilen P von zwei benachbarten Polen ist ein Luftspalt vorgesehen.
Dieser Luftspalt wird vorteilhafterweise größer als die Summe der Luftspalte
zwischen dem Anker und dem Nordpol bzw. dem Südpol gemacht, so daß der von der
Regelwicklung erzeugte Fluß nicht geneigt no
ist, den Streuweg zu benutzen.
Die vorstehend beschriebene Anordnung besitzt noch den Vorteil, daß der über die
lamellierten Eisenstücke verlaufende Ankerstreufluß zwar mit der Stabilisierungswicklung,
nicht aber mit der Regelwicklung verkettet ist.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Gleichstromgenerator der Metadynen- 12a bauart, der mit einem stark veränderlichen Hauptfeld zwischen den Arbeitsbürstenund einem annähernd konstanten Feld zwischen den an einer Erregerstromquelle liegenden Erregerbürsten arbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung eines günstigen statischen und dynamischen Verhaltens des Generators bei Belastungsänderungen in den mit der Erregerstromquelle verbundenen primären Stromkreis lediglich die Ankerwicklung eingeschaltet ist, und daß im Ständer des Generators eine im Nebenschluß zu den Arbeitsbürsten ' (B, D) erregte Regelwicklung (VW2) vorgesehen ist, die in Richtung der Erregerbürstenachse (A, C) ein Feld erzeugt, das mit dem von dem primären Strom erzeugten Ankerfeld zusammenwirkt.
- 2. Gleichstromgenerator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß außer der an die sekundären Bürsten (B, D) angeschlossenen Regelwicklung (VMZ2) noch eine zweite Regelwicklung (VW1) vorgesehen ist, die an eine Fremdstromquelle angeschlossen ist, gleichsinnig mit der ersten Regelwicfclung (VMZ2) wirkt und insbesondere zur willkürlichen Beeinflussung des Konstantstromes dient.
- 3. Gleichstromgenerator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Regelwicklung (VMZ1) an die für den primären Stromkreis des Generatorankers vorgesehene Stromquelle angeschlossen ist (Abb. 3, s).
- 4. Gleichstromgenerator nach den An-Sprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle der beiden Regelwicklungen( VMZ2) eine einzige Regelwicklung(VMZ3) vorgesehen ist, die zweckmäßig über Widerstände (R1, R2) sowohl im Nebenschluß zu den Erregerbürsten (A, C) als auch im Nebenschluß zu den Arbeitsbürsten (B, D) liegt (Abb. 4).
- 5. Gleichstromgenerator nach Anspruch 1 oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verhütung mechanischer und elektrischer Schwingungen Stabilisierungswicklungen (5MZ) vorgesehen sind, die auf den Ständerpolen in der Nähe des Ankers angeordnet sind und von dem primären Strom (Erregerstrom) und bzw. oder von dem sekundären Strom (Arbeitsstrom) des Generators derart durchflossen werden, daß die von ihnen erzeugten Durchflutungen derjenigen des Ankers entgegenwirken, und daß zwischen den in der Nähe des Ankers angeordneten Stabilisierungswicklungen (5MZ) und den in der Nähe des Jochs liegenden Regelwicklungen (VMZ6) magnetische Nebenwege (P) aus lamelliertem Eisen ange-■ordnet sind, die in der Umfangsrichtung der Maschine wesentlich über die Wicklungen hinausragen, so daß der Ankerfluß praktisch nicht durch das Joch geht.
- 6. Gleichstromgenerator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die die Nebenwege bildenden lameliierten Eisenkörper (P) benachbarter Pole durch einen Luftspalt getrennt sind, dessen Größe etwas größer ist als die' Summe der Luftspalte zwischen dem Anker und zwei benachbarten ungleichnamigen Polen (Abb. 6).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB682240X | 1933-04-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE682240C true DE682240C (de) | 1939-10-11 |
Family
ID=10492543
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP69229D Expired DE682240C (de) | 1933-04-03 | 1934-04-04 | Gleichstromgenerator der Metadynenbauart |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE682240C (de) |
-
1934
- 1934-04-04 DE DEP69229D patent/DE682240C/de not_active Expired
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