DE682201C - Geschmiedeter Laeuferkoerper mit eingearbeiteten Wichlungsnuten fuer elektrische Maschinen hoher Drehzahl - Google Patents
Geschmiedeter Laeuferkoerper mit eingearbeiteten Wichlungsnuten fuer elektrische Maschinen hoher DrehzahlInfo
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- DE682201C DE682201C DEA77418D DEA0077418D DE682201C DE 682201 C DE682201 C DE 682201C DE A77418 D DEA77418 D DE A77418D DE A0077418 D DEA0077418 D DE A0077418D DE 682201 C DE682201 C DE 682201C
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K3/00—Details of windings
- H02K3/04—Windings characterised by the conductor shape, form or construction, e.g. with bar conductors
- H02K3/24—Windings characterised by the conductor shape, form or construction, e.g. with bar conductors with channels or ducts for cooling medium between the conductors
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Iron Core Of Rotating Electric Machines (AREA)
Description
A 77418
Bei Läufern elektrischer Maschinen hoher Drehzahl (Turbogeneratoren), die mit verteilter,
in Nuten liegender Wicklung ausgeführt werden, erfolgt die Zuführung der Kühlluft
zu den inneren Kühlkanälen des wirksamen Läufereisens von den Stirnenden her
unter den Wickelköpfen hindurch. Die axialen Lüftungskanäle verlaufen innerhalb der Zähne
oder, besonders bei Läufern mit eingesetzten Wicklungsschaltern, an den Flanken der Wicklung
.entlang. Um den Zutritt der Luft zu jenen Lüftungskanälen zu ermöglichen und
die Wickelköpfe selbst durch die einströmende Luft zu kühlen, pflegt man in den häufigsten Fällen die Wickelköpfe frei tragend
und im größeren radialen Abstand von den Enden des Läuferkörpers anzuordnen!
welche von den Wickelköpfen umgeben sind. Da auf diese Weise der Durchmesser der
Läuferenden wesentlich kleiner ist als derjenige des Kreises, auf dem die Nutenböden
bzw. die inneren Begrenzungsflächen der Wikkelköpfe liegen, so ergibt sich durch diese
starke Verjüngung der Läuferenden eine unerwünscht niedrige kritische Drehzahllage, so
daß besonders bei zweipoliger Ausführung der Läuferkörper nicht steif ge"nug ist.
Es ist auch bereits bei Läufern mit eingesetzten Wicklungshaltern bekannt, die massiven
Enden des geschmiedeten Läuferkernes so stark zu bemessen, daß sie bis an die
Wickelköpfe heranreichen und diesen als Widerlager dienen. Um hierbei jedoch die Zuführung
der Kühlluft zu den inneren Kühlkanälen unter den Wickelköpfen hindurch zu ermöglichen und letztere selbst zu belüften,
hat man, über den Umfang der im Bereich der Wickelköpfe liegenden Enden des massiven
Läuferkernes verteilt, in diese Enden tiefe Längsnuten eingefräst, welche in gleieher
Richtung wie die Zähne angeordnet wurden und schwalbenschwanzförmigen Querschnitt
erhielten, damit durch sie die Wicklungshalter bzw. die einsetzbaren Zähne axial
eingeschoben werden konnten. Die Wickelköpfe ruhten daher auf den zwischen den eingefrästen Nuten der Läuferenden verbliebenen
Stegen. Durch diese aus dem vollen Schmiedematerial ausgearbeiteten Stege werden
die Läuferenden steifer als bei den vorerwähnten Ausführungen mit frei tragenden
Wickelköpfen und stark verjüngten Wellenenden. Das trifft auch gegenüber ebenfalls
bekannten Ausführungen zu, bei denen die Wickelköpfe durch besondere auf die Läuferenden
geschobene Büchsen abgestützt werden. Andererseits ist beachtlich, daß bei gleichartiger Ausführung der Läuferenden ein
*) Von dem Patent sucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Robert Pohl in Birmingham, England.
Läufer mit eingesetzten Zähnen bzw. Wicklungshaltern eine niedrigere kritische Drehzahllage
aufweist als ein Läuferkörper, dessen Wicklungsnuten in das massive Schmiedematerial
unmittelbar eingearbeitet sind.
Nun hat aber das Einfräsen von axialen Luftzuführungskanälen in die massiven, bis
zu den Wickelköpfen reichenden Läuferenden mannigfache Nachteile. Wenn die Wickelköpfe
auf den im massiven Material verbliebenen Stegen, also auf einem gezahnten Läuferende
ruhen, muß jeder dieser Stege von einem besonderen Isolationsschuh überdeckt
werden, welcher die Kanten der Stege übergreift, um gegen tangentiale Verlagerungen
gesichert zu sein. Dadurch wird das Isoliermaterial an jenen Kanten mechanisch hoch
beansprucht. Dieser Nachteil würde dann auch in Erscheinung treten, wenn das gezahnte
Läuferende am Umfang mit einem geschlossenen Isolationsmantel umkleidet wäre. Es ist vielmehr erwünscht, für die Isolation
eine glatte, ununterbrochene Zylinderfläche der massiven Läuferenden als gleichmäßige
Unterlage zu besitzen. Das Einfräsen der Längsnuten in die Läuferenden erfordert auch
einen erheblichen Aufwand, an Arbeit, Zeit und Kosten. Obgleich selbst die am massiven
Material der Läuferenden verbliebenen Stege dazu beitragen, die Steifigkeit zu eAöhen, so
würde die Steifigkeit noch wesentlich gesteigert werden, wenn das massive Material am
äußeren Umfang der Läuferenden in gleichmäßigem Zusammenhang bleiben könnte.
Um gegenüber vorbekannten Ausführungen einen Läuferkörper mit einer noch günstig&- ren kritischen Drehzahllage zu erhalten, dieserhalb die Unterbrechung am äußeren Umfang stärkerer massiver Läuferenden durch Einschnitte zu vermeiden und trotzdem die axiale Luftzuführung zu den inneren Kühlkanälen des Läufers unter den Wickelköpfen hindurch zu ermöglichen, werden erfindungsgemäß bei geschmiedeten Läuferkörpern mit eingearbeiteten Wicklungsnuten die Luftzuführungswege unter den Wickelköpfen durch eine Anzahl über den Umfang verteilter, yon den Stirnseiten her axial geführter Bohrungen innerhalb der im Bereich der Wickelköpfe verdickten Enden des Schmiedestückes gebildet. Da nun diese Läuferenden so stark bemessen werden können, daß sie bis an die Wickelköpfe heranreichen und sie tragen, ist auch für die Isolationsschicht zwischen Wickelköpfen und Läuferende eine glatte Unterlagsfläche vorhanden, so daß sie aus einem zusammenhängenden Zylindermantel bestehen kann, der einfacher herzustellen und aufzubringen ist als eine größere Anzahl einzelner Isolationsschuhe und welcher nicht meihr durch Kantenwirkungen mechanisch beansprucht wird. Das Einbohren der Zuführungskanäle läßt sich auch einfacher und billiger vornehmen als das Einfräsen von Nuten.
Um gegenüber vorbekannten Ausführungen einen Läuferkörper mit einer noch günstig&- ren kritischen Drehzahllage zu erhalten, dieserhalb die Unterbrechung am äußeren Umfang stärkerer massiver Läuferenden durch Einschnitte zu vermeiden und trotzdem die axiale Luftzuführung zu den inneren Kühlkanälen des Läufers unter den Wickelköpfen hindurch zu ermöglichen, werden erfindungsgemäß bei geschmiedeten Läuferkörpern mit eingearbeiteten Wicklungsnuten die Luftzuführungswege unter den Wickelköpfen durch eine Anzahl über den Umfang verteilter, yon den Stirnseiten her axial geführter Bohrungen innerhalb der im Bereich der Wickelköpfe verdickten Enden des Schmiedestückes gebildet. Da nun diese Läuferenden so stark bemessen werden können, daß sie bis an die Wickelköpfe heranreichen und sie tragen, ist auch für die Isolationsschicht zwischen Wickelköpfen und Läuferende eine glatte Unterlagsfläche vorhanden, so daß sie aus einem zusammenhängenden Zylindermantel bestehen kann, der einfacher herzustellen und aufzubringen ist als eine größere Anzahl einzelner Isolationsschuhe und welcher nicht meihr durch Kantenwirkungen mechanisch beansprucht wird. Das Einbohren der Zuführungskanäle läßt sich auch einfacher und billiger vornehmen als das Einfräsen von Nuten.
Die Verbindung der Enden von den einzelnen axialen Bohrlöchern mit den Eintrittsöffnungen der inneren axialen Kühlkanäle
des Läufers wird vorzugsweise durch radiale Einschnitte in den Stirnseiten des wirksamen
Läuferteiles vorgenommen. Um die Wickelköpfe selbst von den Luftzuführungskanälen
aus zu belüften, kann man letztere insbesondere an den Stellen zwischen benachbarten
Spulenköpfen radial von außen anbohren, ohne daß dadurch an den erreichten vorteilhaften
Wirkungen 'etwas geändert wird.
In den Abb. 1 und 2 der Zeichnung ist
ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in einem Längs- und Querschnitt durch das
Stirnende des gezahnten massiven Läuferkörpers eines Turbogenerators dargestellt.
Es bezeichnet α den wirksamen Teil des massiven Läuferkörpers, b die mit ihm aus
einem Stück bestehenden Zähne, c die Polbereiche, d die in Nuten liegende Wicklung,
/ die Spulenköpfe, ρ die axial unterteilte Drahtbandage zur Befestigung der Spulenköpfe,
w das eine von den Spulenköpfen umschlossene Läuferende, k und tn die axialen
Kühlkanäle in den Zähnen.
Das von den Spulenköpfen/ umschlossene Läuferende W ist so dick bemessen, daß es
bis zu den Wickelköpfen reicht und diese trägt. In diesen massiven Teil sind erfindungsgemäß
von den Stirnseiten her die axialen Zuführungskanäle g eingebohrt. An
ihrem Ende sind sie durch radiale Einschnitte h in den Stirnseiten der Zähne mit
den Eintrittsöffnungen der Kühlkanäle k und m verbunden. Unter Umständen würde
auch für diesen Zweck eine radiale Anbohrung der Zuführungskanäle zwischen den
Stirnseiten der Zähne und der ihnen zugekehrten Flanke des innersten Spulenkopfes
genügen. Für die Belüftung der Spulenköpfe sind die Zuf ührungskanäle g auf ihrer Länge
mehrfach mit radialen Auslässen 2 versehen. Ebenso besitzen die Kühlkanäle k und m
radiale Austrittsöffnungen y zum Luftspalt. In
den Bolbereichen können erforderlichenfalls auch axiale Kühlkanäle λ' angeordnet sein,
welche die Luft von besonderen Bohrungen g' im Läuferende über Verbindungseinschnitte h!
zugeführt erhalten.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Geschmiedeter Läuferkörper mit eingearbeiteten Wicklungsnuten für elektrische Maschinen hoher Drehzahl, bei welchen den inneren Kühlkanälen des wirksamen Läuferteiles die Kühlluft von denStirnseiten her unter den Wickelköpfen hindurch zugeführt -wird, dadurch gekennzeichnet, daß diese Luftzuführungswege durch eine Anzahl über den Umfang verteilter, von den Stirnseiten her axial geführter Bohrungen (g) innerhalb der im Bereich der Wickelköpfe (/) verdickten Enden (w) des Schmiedestückes gebildet sind, so daß das massive Schmiedematerial dieses die Wickelköpfe tragenden Teiles der Wellenenden über den ganzen Umfang eine glatte Zylinderfläche bildet.
- 2. Geschmiedeter Läuferkörper nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der die Zuführungswege der Kühlluft bildenden Bohrungen (g) mit den Eintrittsöffnungen der axialen Kühlkanäle [k, tn) durch radiale Einschnitte [K) in den Stirnseiten des wirksamen Läuferteiles verbunden sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA77418D DE682201C (de) | 1935-10-24 | 1935-10-24 | Geschmiedeter Laeuferkoerper mit eingearbeiteten Wichlungsnuten fuer elektrische Maschinen hoher Drehzahl |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA77418D DE682201C (de) | 1935-10-24 | 1935-10-24 | Geschmiedeter Laeuferkoerper mit eingearbeiteten Wichlungsnuten fuer elektrische Maschinen hoher Drehzahl |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE682201C true DE682201C (de) | 1939-10-10 |
Family
ID=6947090
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA77418D Expired DE682201C (de) | 1935-10-24 | 1935-10-24 | Geschmiedeter Laeuferkoerper mit eingearbeiteten Wichlungsnuten fuer elektrische Maschinen hoher Drehzahl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE682201C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1022675B (de) * | 1956-06-04 | 1958-01-16 | Licentia Gmbh | Teilweise genuteter Laeufer elektrischer Maschinen, insbesondere von Turbogeneratoren |
-
1935
- 1935-10-24 DE DEA77418D patent/DE682201C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1022675B (de) * | 1956-06-04 | 1958-01-16 | Licentia Gmbh | Teilweise genuteter Laeufer elektrischer Maschinen, insbesondere von Turbogeneratoren |
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