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Fahrradunterstand Die Erfindung bezieht sich auf einen Fahrradunterstand
aus mehreren aneinandergereihten, je zur getrennten Unterbringung eines einzelnen
Fahrrades dienenden, gegeneinander und nach außen abgeschlossenen Zellen.
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Die namentlich zur Unterstellung von Motorrädern verwendeten bisherigen
Kleingaragen dieser Art bestehen je für sich aus einem Eisengerippe und einem
vollständigen Kasten mit zwei Seitenwänden, Decke, Boden und einer Tür. Um mehrere
Fahrräder, die verschiedenen Personen gehören, getrennt aufbewahren zu können, i
st es erforderlich, eine entsprechende Mehrzahl vollständiger Unterstände nebeneinander
aufzustellen. Für jede neue Zelle müssen also die vollen Anschaffungs- und Aufstellungskosten
einer solchen Kleingarage aufgewendet werden. Mit der Erfindung wird bezweckt, diesem
Übelstande abzuhelfen und einen Fahrradunterstand zu schaffen, der aus nur wenigen
Einzelteilen leicht lösbar zusammengefügt ist und im Bedarfsfalle mit einer verminderten
Anzahl von Einzelteilen zu beliebig vielen Zellen erweitert werden kann. Dieses
Ziel ist erfindungsgemäß. dadurch erreicht, daß jede Zelle des Gemeinschaftsgefüges
aus zwei parallel hintereinander angeordneten, für die Vorder-, Rück- und eine Seitenwand
sowie für das Dach bestimmten U-förmig gestalteten, durch eine Einfahr- bzw. Standrinne
für das Fahrrad miteinander verbundenen Gerippen besteht, die mit ihrer offenen
Seite an die Seitenwand einer Nachbarzelle angeschlossen werden. Hierdurch ist nicht
allein der Vorteil erzielt, daß für Erstellung des Fahrradunterstandes eine außerordentlich
geringe
Anzahl serienmäßig hergestellter und leicht miteinander zu verbindender bzw. voneinander
zu trennender Metallteile benötigt wird, sondern es ist durch die neue Bauart auch
eine verbilligte Herstellung eines Gemeinschaftsgefüges ermöglicht, da an eine Urzelle
mit wenigen Ergänzungsteilen beliebig viele Nachbarzellen angebaut werden können
und dabei jeweils eine Seitenwand erspart wird. Zur weiteren Verbilligung des Fahrradunterstandes
können die einzelnen Zellen ohne Böden belassen werden. Auf diese Weise ist jedem
einzelnen Volksgenossen die Möglichkeit gegeben, sich ohne große Unkosten einen
nur ihm zugänglichen wetter-, diebes- und feuersicheren Fahrradunterstand außerhalb
seiner Wohnung zu schaffen. Bei einem Wohnungswechsel kann der Zellenbesitzer die
, ihm gehörenden Teile seiner Zelle, die nur wenig Platz beanspruchen und
leicht zu transportieren sind, mitnehmen und an seiner neuen Wohnstelle wieder an
bereits vorhandene Zellen anschließen oder zu einem vollständigen Fahrra#dunterstand
ergänzen, indem er zwei an den U-förmig gestalteten -Gerippen anzuschraubende Ergänzungsteile
und die daran zu befestigende fehlende Seitenwand nachbeschafft.
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Es ist zwar schon der Vorschlag gemacht worden, für den Aufbau eines
Wohnhauses beliebig viele hintereinandergereihte Binderrahmen zu benutzen und durch
Angliederung weiterer Binderrahmen den Wohnraum in der Tiefenrichtung zu vergrößern,
wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse es erforderlich machen. Demgegenüber unterscheidet
sich die Erfindung grundsätzlich dadurch, daß nicht ein einzelner Raum in einer
bestimmten Richtung verlängerbar, sondern eirf Fahrradunterstand derart erweiterungsfähig
ist, daß an eine Urzelle beliebig viele, in sich abgeschlossene Zellen angebaut
werden können. Demgemäß werden auch nicht geschlossene Rahmen hintereinander, vielmehr
werden U-förmig gestaltete Gerippe in gemeinsamen Längsebenen nebeneinandergereiht,
und es erhalten die einzelnen Zellen an ihren vorderen Schmalseiten je für sich
abschließbare Türen, so daß jede einzelne Zelle unabhängig von den Nachbarzellen-
benutzt werden kann.
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Auf der Zeichnung, sind in einem Ausführungsbeispiel die zur
Herstellung eines Fahrradunterstandes mit zwei Zellen dienenden Gerippeteile auseinandergenommen
schaubildlich dargestellt.
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,Das Eisengerippe jeder einzelnen Zelle des Fahrradunterstandes besteht
aus zwei U-förinig gebogenen Schienen 1, 2, 3, welche in einem der Länge
des unter'zustellenden Fahrrades entsprechenden Abstande hintereinander angeordnet
sind, und zwar so, daß ihre Stege 2 senkrecht und ihre Schenkel 1, 3
waagerecht
verlaufen und die U-förmigen Schienen mit Bezug auf eine senkrechte Querebene eine
symmetrische Lage einnehmen. Die aus Winkeleisen hergestellten beiden U-Gerippe
1, 2, 3 sind durch eine als Einfahr- bzw. Standrinne dienende
Schiene 4 U-förmigen Querschnittes miteinander verbunden und gegeneinander abgestützt.
Diese Verbindungsschiene 4 ist mit ihrer Offenseite nach oben gekehrt in der Mitte
der unteren Schenkel 3, 3 beider U-Gerippe 1, 2, 3 angeschraubt.
Zur Freilegung des Rinnenquerschnittes ist wenigstens der Schenkel 3 des
vorderen U-Gerippes 1, 2, 3 im Bereiche der U-Schiene 4 mit einem
Ausschnitt versehen, in welchen das vordere Ende der U-Schiene 4 eingefügt ist.
Der ausgeschnittene Teil 5 ist uni eine senkrechte Kante #nach hinten zurückgebogen
und dient als Befestigungsflansch für die U-Schiene 4. Am hinteren Ende der U-Schiene
4 sind dann noch zum seitlichen Abstützen des Vorderrades des Fahrrades an den (beiden
Außenseiten der Schienenschenkel 4 Flacheisenbügel 6 angebracht.
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Die freien Enden der waagerechten Schenkel i, i beider U-Gerippe
1, 2, 3 sind gegeneinander und parallel zum Steg rechtwinklig abgebogen.
Auf den Abbi#egungen 7 sind Durchtrittslöcher 8 für Schrauben angebracht,
denen an entsprechenden Stellen der senkrechten Stege 2 der U-Gerippe
1, 2, 3 einer Nachbarzelle Durchtrittslöcher 8 gegenüberstehen.
Es ist also nach Zusammenrücken der U-Gerippe i, ->, 3 zweier benachbarter
Zellen möglich, beide Gerippe durch Schrauben leicht lösbar miteinander zu verbinden
und so an bereits bestehende Zellen neue Zellen anzubauen.
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Für den Abschluß der U-Gerippe 1, 2, 3 der ersten Zelle
sind gerade Winkeleisenstücke 9
vorgesehen, die an ihren Enden, soweit diese
die Abbiegungen 7 der U-Gerippe I, --, 3 übergreifen, unter Bildung
von Lappen io ausgeschnitten sind. Auf den Lappen io befinden sich Löcher
8, welche sich mit den Durchtrittslächern 8 an den Schenkelabbiegungen
7
der U-Gerippe 1, -2, 3 decken, wenn die Ergänzungsschienen
9 von der Seite her gegen die Schenkel 1, 3 der U-Gerippe angesetzt
werden. So können die U-Gerippe 1, 2, 3 der ersten Zelle durch. Anschrauben
der Schienen 9
zu vollständig geschlossenen Rahmen ergänzt werden.
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Des weiteren -weisen die U-Gerippe 1, 2, 3
bzw. die Ergänzungsschienen
9 an den erforderlichen Stellen nicht gezeichnete Bohrungen auf, welche dazu
bestimmt sind, die Schrauben zur Befestigung der die Seitenwände, die Kastenrückwand
und die Kastendecke bildenden Bretter oder Platten, welche
an entsprechenden
Stellen mit Durchtrittslöchern versehen sind, aufzunehmen. Es ist ohne weiteres
ersichtlich, daß infolge der neuen Bauart das Zusammenstellen der Kleingarage, zumal
von der Herstellerfirma sämtliche Eisen- und Verkleidungsteile, also die Schienen
wie auch die zur Bildung der Kastenwände dienenden Bretter bzw. Tafeln oder Platten
- ein Fußboden ist aus Ersparnisgründen nicht vorgesehen -, schon
mit den zum Durchziehen der Verbindungsschrauben dienenden Löchern 8 versehen
ge-
liefert werden, außerordentlich rasch vonstatten geht und auch von jedem
Nichtfachinann vorgenommen werden kann.
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Ein ganz besonderer Vorzug der neuen Bauart besteht aberdarin, daß
an die einzelne Garage (einzellige Garage), d. h. an den zur Aufnahme eines
einzelnen Fahrrades dienenden Unterstand, weitere Zellen zur Unterbringung
je eines weiteren Fahrrades leicht angebaut werden können. Soll beispielsweise
ein einzelliger Unterstand zu einem zwei-oder inehrzelligen erweitert werden, so
braucht man nur an die erste Zelle (s. die Zeichnung) vorn und hinten
je ein U-förmiges Gerippe 1, -4 3 heranzuschieben und dessen Abbiegungen
7 mit dem Steg:2 der Gerippe der schon vorhandenen Zelle zu verschrauben.
Es bildet dann die in der Zeichnung rechte Seitenwand der bisherigen Zelle zugleich
die linke Seitenwand der neuen Zelle, so daß diese nur mit der rechten Seitenwand,
der Rückwand, der Tür und der Fahrrinne versehen zu werden braucht.
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Zu den einzelnen Zellen gehören schließlich noch auf der Zeichnung
nicht mit dargestellte Türen, für deren Aufhängung an den senkrechten Stegen :2
der vorderen U-förmigen Gerippe 1, 2, 3 Türangeln i i vorgesehen sind. An
den Stegen 2 und an -der vor-deren Ergänzungsschiene 9 der ersten Zelle ist
außerdem je eine vorstehende gelochte Lasche 12, ein Winkel oder sonstiger
Schließteil befestigt, der mit einem an der Tür angebrachten, in seinem vorspringenden
Schenkel ebenfalls gelochten Winkel oder einem anderen Schließteil zusammenwirkt
und das Anbringen eines Vorhängeschlosses ermöglicht.