DE680052C - Hubvorrichtung fuer die Kippbruecke von Strassenfahrzeugen, insbesondere Lastkraftwagen - Google Patents
Hubvorrichtung fuer die Kippbruecke von Strassenfahrzeugen, insbesondere LastkraftwagenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60P—VEHICLES ADAPTED FOR LOAD TRANSPORTATION OR TO TRANSPORT, TO CARRY, OR TO COMPRISE SPECIAL LOADS OR OBJECTS
- B60P1/00—Vehicles predominantly for transporting loads and modified to facilitate loading, consolidating the load, or unloading
- B60P1/04—Vehicles predominantly for transporting loads and modified to facilitate loading, consolidating the load, or unloading with a tipping movement of load-transporting element
- B60P1/06—Vehicles predominantly for transporting loads and modified to facilitate loading, consolidating the load, or unloading with a tipping movement of load-transporting element actuated by mechanical gearing only
- B60P1/12—Vehicles predominantly for transporting loads and modified to facilitate loading, consolidating the load, or unloading with a tipping movement of load-transporting element actuated by mechanical gearing only with toothed gears, wheels, or sectors; with links, cams and rollers, or the like
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Description
Bei Lastkraftwagen und Anhängern für Lastkraftwagen wird der Wagenkasten vielfach
als Kippbrücke ausgebildet, so daß man den Wagenkasten um. eine in Richtung der
Längsachse verlaufende Achse nach rechts oder links kippen kann. Die Hubvorrichtung
bestellt meist aus einer Hauiptkippwelle, auf der mehrere, z. B. zwei, Ritzel befestigt
sind, die in Zahnstangen eingreifen.
Die Zahnstangen sind an der Unterseite der Kippbrücke gelenkig befestigt. Zum Drehen
der Hauptkippwelle verwendet man ein Zahnradvorgelege mit Handkurbelantrieb. Das
Zahnradvorgelege oder Windengetriebe wird mehrstufig, z. B. vierstufig, ausgeführt. In der
höchsten Stellung wird die Hubvorrichtung mittels Sperrhebel festgesetzt. Soll die Kippbrücke
wieder in die Ruhestellung zurückgeführt werden, so erfolgt dies durch Lösen des Sperrhebels und entsprechendes Zurückdrehen
der Hauptkippwelle mittels der Handkurbel. Da dieses Zurückdrehen mittels der Handkurbel als unbequem empfunden wird,
so wird in den meisten Fällen die Handkurbel abgezogen, so daß sich nach Lösen der Sperrung
die Kippbrücke durch ihr eigenes Gewicht wieder in die Ausgangsstellung zurückführt.
Dies ist möglich, weil das Windengetriebe aus Zahnrädern besteht und infolgedessen
nicht selbstsperrend ist. Es treten nun beim Herunterlassen der Kippbrücke erhebliche
Schwungkräfte auf, die äußerst plötzlich abgebremst werden, sobald sich die Kippbrücke
auf ihre Lager aufsetzt. Dieses plötzliche Abbremsen der Schwungkräfte führt zu unangenehm hohen Beanspruchungen der
Zahnräder bzw. Ritzel. Infolgedessen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, das
Auftreten gefährlicher Schwungkräfte beim Zurückfallen der Kippbrücke zu verhindern.
680 05ä
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Windengetriebe mit
einer auf Fliehkraftwirkung beruhenden selbsttätigen Bremsvorrichtung versehen ist.
Die Bremsvorrichtung besteht zweckmäßig aus einer ortsfesten Bremstrommel, innerhalb
welcher ein Paar Bremsbacken angeordnet ist. Die Bremsbacken sind undrehbar mit der zu
bremsenden Welle befestigt, können sich aber ίο in radialer Richtung frei bewegen. Sobald
also die Hauptkippwelle bzw. die von der Handkurbel zu betätigende Vorgelegewelle
beim Zurückfallen der Kippbrücke eine bestimmte Drehzahl erreicht hat, legen sich die
Bremsbacken an die Bremstrommel an und verhindern auf diese Weise, daß die Drehzahl
der Welle in unerwünschter Weise steigt. Man kann infolgedessen ohne Gefahr für die
Zahnräder und sonstigen Teile der Hubvorrichtung die Kippbrücke in die Ausgangsstellung
zurückfallen lassen.
Es ist bekannt, die Kippbewegung der Kippmulde einer fahrbaren Vorrichtung zum
Beladen von Fahrzeugen mit Schüttgut mit Hilfe einer Flüssigkeitsbremse zu steuern.
Die Anwendung dieser Maßnahme auf die Kippbrücke von Straßenfahrzeugen ist möglich,
erscheint aber sowohl aus geldlichen als aus betrieblichen Gründen nicht zweckmäßig.
Die Verwendung einer auf Fliehkraftwirkung beruhenden selbsttätigen Bremsvorrichtung
gemäß der Erfindung ist jedenfalls nicht nur billiger und einfacher, sondern gewährt auch
eine größere Betriebssicherheit gegenüber der an sich möglichen Verwendung von Bremsen,
die auf " der geregelten Verdrängung der Flüssigkeit in einem Zylinder beruhen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι im Aufriß einen Lastkraftwagenanhänger mit Kippbrücke und Fliehkraftregler,
Fig. 2 im Aufriß und Schnitt das Windengetriebe mit Fliehkraftregler,
Fig. 3 eine Seitenansicht auf den Fliehkraftregler im Schnitt auf der Linie HI-III
der Fig. 2.
In dem Untergestell 10 des Fahrzeuges ist
die Hauptkippwelle 11 drehbar gelagert, auf der zwei Ritzel befestigt sind. Jedes Ritzel
greift in eine der beiden Zahnstangen 12 ein, die an der Unterseite der Kippbrücke 13 gelenkig aufgehängt sind. In dem Untergestell
10 des Fahrzeuges ist ferner eine Handkurbelwelle 14 gelagert, deren rechtes Ende mit
einem Vierkant zum Aufsetzen der abnehmbaren Handkurbel I56 versehen ist. Das linke
Ende 14° der Welle 14 ist in dem Gehäuse 15
eines Vorgeleges, des sogenannten Windengetriebes, bei 15° drehbar gelagert. Zwischen
den beiden Lagerstellen 15s ist auf der Welle
14° ein Ritzel 16 befestigt, welches in ein
Zahnrad 17 eingreift. Dieses ist auf der Zwischenwelle 18 befestigt, die mit einem Ritzel
19 versehen ist. Das Ritzel 19 greift in ein
nicht dargestelltes Zahnrad ein, mit dessen Hilfe die Hauptkippwelle 11 gedreht wird.
An das Gehäuse 15 ist eine Kappe 20 abnehmbar
angesetzt, welche die Welle 14" umschließt. An der Innenfläche der senkrechten
Außenwand der Kappe 20' ist eine Brems-^ trommel 21 mit Hilfe von Schraubenbolzen
22 abnehmbar befestigt. Ein Vierkantteil 14"
der Handkurbelwelle 14 ist ferner mit einer Muffe 23 versehen, an der zwei radial stehende
Zapf en 24 befestigt sind. In dem Ringraum
zwischen der Muffe 23 und der Bremstrommel 21 sind zwei als Halbringe ausgebildete
Bremsbacken 25 angeordnet. Jede der beiden Bremsbacken 25 ist mit einem Kanal 26 versehen,
der zur Aufnahme des zugehörigen Zapfens 24 der Muffe 23 dient. Die Anordnung
ist so getroffen, daß jede der beiden Bremsbacken 25 mit Hilfe der Zapfen 24 zu gemeinsamer Drehung mit der Muffe 23, d. h.
mit der Welle 14, verbunden ist, während gleichzeitig jede der beiden Bremsbacken in
radialer Richtung freies Spiel hat.
Claims (3)
- Patentansprüche:- i. Hubvorrichtung für die Kippbrücke von Straßenfahrzeugen, insbesondere Lastkraftwagen und deren Anhänger, mit einem Windengetriebe, das zum gemeinsamen Antrieb der an der Kippbrücke angreifenden Zahnstangen dient, dadurch gekennzeichnet, daß das Windengetriebe (15-19) mit einer auf Fliehkraftwirkung beruhenden selbsttätigen Bremsvorrichtung (21-26) versehen ist, so daß beim Zurückfallen derKippbrückegef ährliche Schwungkräfte vermieden werden.
- 2. Hubvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fliehkraft- 10g bremse aus mindestens einem Paar Bremsbacken (25) besteht, die mit der zu bremsenden Welle (14°) zu gemeinsamer Drehungverbunden, aber in radialer Richtung frei beweglich innerhalb einer ortsfesten no Bremstrommel (21) angeordnet sind.
- 3. Hubvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsbacken (25) auf radialen Vorsprüngen oder Zapfen (24) der zu bremsenden Welle frei verschiebbar gelagert sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC53598D DE680052C (de) | 1938-01-21 | 1938-01-21 | Hubvorrichtung fuer die Kippbruecke von Strassenfahrzeugen, insbesondere Lastkraftwagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC53598D DE680052C (de) | 1938-01-21 | 1938-01-21 | Hubvorrichtung fuer die Kippbruecke von Strassenfahrzeugen, insbesondere Lastkraftwagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE680052C true DE680052C (de) | 1939-08-21 |
Family
ID=7027808
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC53598D Expired DE680052C (de) | 1938-01-21 | 1938-01-21 | Hubvorrichtung fuer die Kippbruecke von Strassenfahrzeugen, insbesondere Lastkraftwagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE680052C (de) |
-
1938
- 1938-01-21 DE DEC53598D patent/DE680052C/de not_active Expired
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