DE679771C - Verfahren zum Herstellen von Matern durch Warmpraegen mittels warm erweichender Druckformen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Matern durch Warmpraegen mittels warm erweichender Druckformen

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DE679771C
DE679771C DEU13751D DEU0013751D DE679771C DE 679771 C DE679771 C DE 679771C DE U13751 D DEU13751 D DE U13751D DE U0013751 D DEU0013751 D DE U0013751D DE 679771 C DE679771 C DE 679771C
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Germany
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temperature
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hot
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mats
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DEU13751D
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English (en)
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Dipl-Ing Ernst Strunk
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ERNST STRUNK DIPL ING
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ERNST STRUNK DIPL ING
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C3/00Reproduction or duplicating of printing formes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Shaping Of Tube Ends By Bending Or Straightening (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von Matern durch Warmprägen mittels warm erweichender Druckformen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Warmprägen von Matern mittels solcher Druckformen, bei denen die Festigkeitseigenschaften des Werkstoffs, aus dem sie bestehen, mit zunehmender Wärme geringer werden. Dies ist einmal der Fall bei metallischen Druckformen, z. B. aus leicht schmelzbaren Bleilegierungen, insbesondere aber bei Formen aus thermoplastischen Kunststoffen. Als besonders vorteilhaft hat sich die Erfindung in ihrer Anwendung auf Druckformen aus solchen thermoplastischen Kunststoffen erwiesen, deren in bezug auf die erforderlichen Festigkeitseigenschaften kritischer Erweichungsgrad nur wenig über derjenigen Temperatur liegt, die die Mater an ihrer Oberfläche zur Erreichung der gewünschten Wirkung haben muß.
  • Das Warmprägen von Matern mittels Druckformen, insbesondere von Maternpappe u. dgl., ist an sich bekannt und wird deshalb angewendet, weil die Bildsamkeit und damit das Wiedergabevermögen der Mater in der Wärme besser ist.
  • Die bekannten Einrichtungen zum Warmprägen von Matern bestehen aus Pressen, z. B. Kniehebelpressen, Spindelpressen oder hydraulischen Pressen, bei denen der Untertiscb, auf dem die Druckform ruht, in geeigneter Weise, z. B. mittels Gas oder Elektrizität, beheizt ist.
  • Vor dem Prägen wird die Druckform auf den beheizten Untertisch geschoben und so lange angewärmt, bis auch die Oberfläche der Druckform annähernd die gewünschte Temperatur erreicht hat, die an der Maternoberfläche wirksam werden soll. Dieses Anwärmen dauert je nach der Art der Druckform eine Minute und länger.
  • Dann erst erfolgt das eigentliche Prägen, indem die Maternpappe auf die Druckform gelegt wird, wobei meistens darüber noch ein oder mehrere elastische Bogen aus Filz oder Fließpapier gelegt werden, die Druckform eingeschoben und dann geprägt wird. Der Prägedruck bleibt so lange aufrechterhalten, bis erfahrungsgemäß die gewünschte Prägung in der Maternpappe so weit gefestigt ist, daß diese beim Nachlassen des Prägedrucks mög-" lichst wenig wieder verlorengeht.
  • Hierbei muß der Prägedruck oft verhä ltnis,-mäßig sehr lange, beispielsweise bis zur Dauer einer halben Stunde, aufrechterhalten werden, während man sich überall da, wo, wie bei der Zeitungsherstellung, ein rasches Arbeiten erforderlich ist, notgedrungen mit kürzerer Zeit begnügt, diese allerdings durch Anwendung höherer Temperaturbereiche auszugleichen sucht.
  • Es sind ferner bereits Prägepressen ausgeführt worden, bei denen beide Platten, d. h. sowohl der Untertisch als auch die Oberplatte (Kopfplatte), beheizt sind. Der Zweck dieser Einrichtung soll der sein, die zur Erzielung größerer Bildsamkeit gefeuchtete Mater auf der Form trocknen oder zumindest vortrocknen zu können. Andernfalls schwindet nämlich die Mater nach Aufheben des Prägedruckes, so daß die letztgenannte Arbeitsweise hauptsächlich dann angewendet wurde, wenn ein solches Schwinden möglichst verhindert werden sollte. Um ein rascheres Trocknen zu erzielen, hat man auch vorgeschlagen, an der Oberplatte feine Kanäle anzuordnen, durch die der beim Trocknen der Mater entstehende Wasserdampf leichter entweichen kann.
  • Es ist auch eine Prägepresse vorgeschlagen worden, bei der in der Oberplatte oberhalb der Absaugekanäle und der dort vorgesehenen Kammern zum Absaugen der beim Trocknen der Mater entstehenden Dämpfe ein beheizbarer Hohlraum vorgesehen ist. Nach diesem Vorschlage kann jedoch nur eine geringe Erwärmung der Oberplatte an der der :Mater zugewandten Fläche erzielt werden, weil die dazwischenliegenden Hohlräume in starkem Maße wärmeisolierend wirken. Durch die bekannte Einrichtung wird nur eine gewisse Steigerung der Trockenwirkung erzielt.
  • Bei der Verwendung der bekannten Verfahren auf Druckformen, bei denen die Festigkeit des Werkstoffs bei steigender Wärme nachläßt, hat sich als erheblicher Nachteil herausgestellt, daß eine Verformung, besonders der feinsten Teile, des abzuformenden Bildes eintritt, so daß ein einwandfreies Ergebnis nicht erzielt werden kann und außerdem die Druckform meist schon bei einer Warmprägung für weitere Anwendung unbrauchbar wird. Es ist dies darauf zurückzuführen, daß die Temperatur der Druckform höher ist als diejenige Temperatur, die an der Maternoberfläche erforderlich ist.
  • Gemäß der Erfindung wird gegenüber den bekannten Verfahren und deren eben beschriebenen Nachteilen eine Verbesserung erzielt, indem das Prägen mittels der Druckform aus den genannten Werkstoffen ausschließlich durch Oberheizung, d. h. mittels der beheizten :Oberplatte der Presse, erfolgt. Es wurde dürrch eingehende Versuche die nicht zu ertende und den bekannten Verfahren widersprechende Wirkung festgestellt, daß bei Anwendung zweckentsprechender Temperaturen eine ausreichende Erwärmung an der Maternoberfläche erreicht wird, ohne daß eine Beheizung des Untertisches stattfindet.
  • An einem Beispiel soll die Erfindung näher erläutert werden.
  • An der Oberfläche einer Maternpappe, die vor dem Prägen kellerfeucht war, soll eine Temperatur von etwa 6o° C erreicht werden. Diese Temperatur hat sich bei Anwendung guter Maternpappen als vollkommen ausreichend erwiesen, um eine einwandfreie Abformung auch feinerer Rasterdruckformen zu erreichen.
  • Nach den bekannten Verfahren muß hierzu der Untertisch der Prägepresse auf eine Temperatur von etwa 9o bis ioo° an seiner Oberfläche geheizt werden. Zwischen Oberfläche des Tisches und Unterseite der Druckform ist beim Wärmeübergang ein Temperaturabfall vorhanden, so daß die Unterseite der Druckform eine Temperatur von etwa So bis 9o° annimmt. Entsprechend der Wärmeleitfähigkeit der Druckform ist, sobald eine Wärmeabfuhr an der Oberfläche der Druckform stattfindet, ein Temperaturgefälle vorhanden, das von der Wärmeleitfähigkeit des Druckformwerkstoffes abhängig ist. Bei einer Druckform aus einer Bleilegierung würde sich nach unserem Beispiel an der Oberfläche der Druckform eine Temperatur von etwa 7o bis 8o° einstellen, so daß also unter Berücksichtigung des Temperaturabfalls beim Wärmeübergang die gewünschte Temperatur an der Maternober fläche vorhanden ist.
  • Die mittlere Temperatur der Druckform beträgt dann also 8o° C. Bei dieser Temperatur sind die Festigkeitseigenschaften der Druckformen bereits so weit geringer als im kalten Zustande, daß die obenerwähnten Verformungen und die damit verbundenen Nachteile eintreten, besonders wenn man berücksichtigt, daß der Einfluß der Temperatur durch die Wirkung der meist sehr erheblichen Prägedrücke noch außerordentlich gesteigert wird. So treten an der Oberfläche des Druckformenbildes Drücke in der Größenordnung von ioo kg/cm= auf.
  • Diese Verhältnisse werden noch ungünstiger werden, je schlechter die Wärmeleitfähigkeit des Druckformenwerkstoffes ist, da dann ein entsprechend größeres Wärmegefälle bis- zu der an der '@Iaternoberfläche gewünschten Temperatur notwendig wird und damit die mittlere Druckformtemperatur noch höher wird als oben angegeben.
  • Das letztere gilt besonders für thermoplastische Kunststoffe.
  • Im Gegensatz 'zu den vorstehend beschriebenen bekannten Verfahren wird bei dem Verfahren gemäß der Erfindung die Oberplatte auf beispielsweise go bis ioo° geheizt. Das Temperaturgefälle durch die Mater und die gegebenenfalls darüberbefindliche Zwischenlage ist infolge der im allgemeinen schlechten Leitfähigkeit erheblich. Es wurde jedoch dachgewiesen, daß beispielsweise bei geeigneten Maternpappen bei der angegebenen Temperatur der Oberplatte an der Oberfläche der Maternpappe die gewünschte Temperatur von etwa 6o° C erreicht wird.
  • Da die Unterplatte gemäß der Erfindung unbeheizt ist, darüber hinaus sogar entweder, da sie ja aus Metall ist, bereits als solche Wärme ableitet oder auch noch künstlich gekühlt werden kann, nimmt die Unterseite der Druckform eine Temperatur an, die annähernd der Raumtemperatur entspricht oder bei künstlicher Kühlung noch darunterliegt. Durch den Temperaturabfall beim Wärmeübergang zwischen Mater und Oberseite der Druckform nimmt letztere eine Temperatur von etwa 4.5 bis 5o° C an, so daß also, wenn beispielsweise die Temperatur an der Unterseite der Druckform 2o° beträgt, die mittlere Temperatur der Druckform zwischen 30 und 35' C liegt. Dies ist jedoch ein Bereich, wo eine Verminderung der Festigkeitseigenschaften gegenüber denen bei Raumtemperatur praktisch bei dem hier in Frage kommenden Werkstoff noch nicht vorhanden ist.
  • Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß ein Vorwärmen der Druckform vor dein Prägen, das oben beschrieben ist und das ja dazu dienen soll, die Temperatur der Form zu erhöhen, nicht erforderlich ist. Dies ist insofern von Bedeutung, als eine Zeitersparnis eintritt, die nicht nur bei der Zeitungsherstellung vorteilhaft ist.
  • Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht in einer Wärmeersparnis nicht allein durch den Fortfall des Vorwärmens, sondern auch dadurch, daß der Gesamttemperaturbereich niedriger gehalten werden kann und die Wärmeabstrahlungen an den Oberflächen geringer sind.
  • Die abzuprägenden Formen sind häufig gemischt aus Satz und Bilderformen. Die Warmprägung wird vornehmlich deshalb angewandt, um ein besseres Abprägen der Bildformen mit feinen Rasterpunkten zu erzielen, während sich für reinen Satz im allgemeinen die Warmprägung erübrigt. Es ist an sich bekannt, zwischen Bildätzung und Unterlage, die letztere beispielsweise aus Eisenstegen bestehend, ein Papierblatt zu legen, damit das Bild schließlich in der aus der Mater gegossenen endgültigen Druckform höher steht und besser eingefärbt wird. Es hat sich herausgestellt, daß die Anwendung dieser Arbeitsweise für das Verfahren gemäß der Erfindung besondere Vorteile bietet, da bereits eine dünne Papierzwischenlage zwischen Ätzung und Unterlage eine derartig wärmeisolierende Wirkung hat, daß infolge verminderter Wärmeabfuhr an dieser Stelle die Ätzung eine höhere Temperatur annimmt als der umgebende Satz. Dadurch wird die Bildsamkeit der Maternpappe in vorteilhafter- Weise noch verbessert. Das Verfahren gemäß der Erfindung eröffnet auch einen besonders vorteilhaften Weg, Druckformen, die aus metallischem Material und Kunststoffmaterial gemischt sind, abzuprägen. Bei den bekannten Verfahren müßte die Temperatur des Untertisches so hoch gewählt werden, daß auch für die Kunststofformen eine genügende Erwärmung der Maternpappe erzielt wird, wobei sich an der Stelle der metallischen Form nachteilig hohe Temperaturen ergeben. Dieser Nachteil wird bei dein Verfahren gemäß der Erfindung vermieden.
  • Es ist selbstverständlich, daß bei dem Verfahren gemäß der Erfindung das Trocknen der Mater unter Druck auf der Form in der gleichen Weise stattfinden kann wie bei den bekannten Verfahren. Als besonders vorteilhaft hat sich das Verfahren in seiner Anwendung auf Druckformen aus thermoplastischen Kunststoffen erwiesen, deren merkbare Erweichung bei Temperaturen beginnt, die nur wenig über der an der Maternoberfläche erforderlichen Temperatur liegen.

Claims (1)

  1. PATENT ANSI'RÜC11G: i. Verfahren zürn Herstellen von Matern, z. B. Pappmatern, durch Warmträgen mittels warm erweichender Druckformen, dadurch gekennzeichnet, daß das Prägen mit Oberhitze erfolgt, während die unbeheizte bzw. wärmeabführende Unterplatte, auf der die Druckform ruht, gegebenenfalls noch künstlich gekühlt wird. a. Verfahren nach Anspruch i zum gleichzeitigen Prägen mittels warm erweichender Druckformen und mittels Metallätzungen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Metallätzung und deren Unterlage eine Papierschicht gelegt wird.
DEU13751D 1937-02-27 1937-02-28 Verfahren zum Herstellen von Matern durch Warmpraegen mittels warm erweichender Druckformen Expired DE679771C (de)

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