DE679659C - Verfahren zur Verbesserung von Zahn- und Mundpflegemitteln - Google Patents
Verfahren zur Verbesserung von Zahn- und MundpflegemittelnInfo
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Description
- Verfahren zur Verbesserung von Zahn- und Mundpflegernitteln Das Verfahren zur Verbesserung von Mitteln für die Zahn- und Mundpflege nach der vorliegenden Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß diese mit dem unter dem Namen Bacillus alcaligenes bekannten Bazillus versetzt werden, wobei entweder die Zusammiensetzung des Mittels selbst als Nährboden für den Bazillus dient oder, falls dies nicht der Fall ist, dem Mittel ein Nährboden für den Bazillus einverleibt wird, um die Bazillen lebensfähig zu erhalten.
- Da bekannt ist, daß der alkalische Zustand der Mundhöhle für die menschliche Gesundheit und namentlich für den Zustand der Zähne von großer Bedeutung ist, hat man versucht, durch viele der für die Zahnpflege gebräuchlichen Mittel anorganische Stoffe alkalischer Beschaffenheit mindestens zeitweise der Mundhöhle zuzuführen. Durch das vorliegende Verfahren wird nun diese zeitweise Alkalität der Mundhöhle insofern verbessert, als durch Stärkung der Alkalität der alkalische Zustand der Mundhöhle mindestens während der Zeit zwischen zwei Zahnpflegeperioden aufrechterhalten wird. Da die anorganischen Stoffe sich nur vorübergehend günstig verhalten, wird nach der vorliegenden Erfindung ein Lebewesen dem Zahnpflegemittel einverleibt, das nicht nur den Säuraezustand auf alkalischen umwandelt, sondern das auch noch während seiner ganzen Lebens dauer und gerade infolge seiner Fortpflanzung in der Mundhöhle diesen alkalischen Zustand viel längere Zeit verbürgt. Als Lebewesen wird der Bacillus alcaligenes verwendet, und zwar läßt er sich allen Zahn- und Mundpflegemitteln, die auf dem Markt erhältlich sind, einverleiben, wobei der Bazillus auch unter Luftabschluß am Leben bleibt. Die im Mund verbleibenden Nahrungsmittelrückstände dienen dabei als zusätzlicher Nährboden für diesen Bazillus, so daß er sich in der Mundhöhle rasch fortpflanzt und die neu entstandenen Bazillen den alkalischen Zustand noch weit er aufrechterhalten. Infolge seiner Lebenskraft verhindert er auch das Wachstum anderer Bakterien, namentlich der säureerzeugenden Bakterien.
- Unabhängig von der Zusammensetzung des Zahnpflegemittels haben die verschiedenen Versuche bestätigt, daß 1 Volumprozent einer physiologischen Salziö sungsuspension von Bacillus alcaligenes, welche nicht weniger als 2000 Millionen Lebewesen je Kubikzentimeter enthält, genügt. Die neutralisierende Wirkung gegenüber dem Säurezustand und das Wachstum des Bazillus sind so kräftig, daß sie den dynamischen Beeinflussungen der Strömung aus den Speicheldrüsen und anderen Stromungen im Mund Widerstand leisten und den Säureeinfiuß derselben vernichten. Der gleiche Bazillus kann auch im Körper an Geweben Verwendung findung, wenn es sich darum handelt, den Einfluß anderer pyogenischer Bakterien hintanzuhalten.
- Die im Handel erhältlichen Zahnpasten wurden gemäß der vorliegendeal Erfindung behandelt, indem auf 10 g Zahnpaste oder Zahnkreme je 1 ccm einer salzigen Aufschwemmung des Bazillus zugegeben wurde.
- Die Aufschwemmung enthielt mindestens 5000 Alillionen Organismen, und es wurde gefunden, daß nach gründlicher Mischung der Bazillus auch unter Luftabschluß am Leben bleibt.
- Durch eine große Anzahl von Prüfungen wurde festgestellt, daß ein übermäßiger Säure zustand in der Mundhöhle bei zweimaligenr täglicher Reinigung der Zähne mit dieser behandelten Paste innerhalb 48 Stunden nachgibt und neutral wird, während bei weiterer Behandlung ein alkalischer Zustand herbeigeführt wird. Es werden aber auch Infektionen dadurch beseitigt oder wenigstens abgeschwächt, wie durch diese Prüfungen festgestellt wurde.
- Die Einwirkung des Bacillus alcaligenes wurde auf nachstehende Bakterien untersucht: Bacillus acidophilus, Bacillus bulgaricus, Streptococcus viridans, Streptococcus haemolyticus, Staphylococcus albus, Staphylococcus aureus, Pneumococcus Typen 1, II, III und IV, Micrococcus catarrhalis, Bacillus influenzae, Friedländer-Bacillus.
- Diese Bazillen wurden in je eine Kulturbrühe eingeführt und 48 Stunden lang bei einer Temperatur von 37,5° belassen. Eine kräftige Fortpflanzung- der Organismen wurde wahrgenommen. In diese Kulturbrühe wurde dann Bacillus alcaligenes durch eine Öse aus einer Kulturbrühe dieses Bazillus übertragen, und daraufhin ließ man die Mischungen wie der 48 Stunden lang bei einer Temperatur von 37,50 stehen. Nach dieser zweiten Zeitspanne fand man, daß die verschiedenzen Kulturen reine Kulturen von Bacillus alcaligenes waren.
- Für die Behandlung von Infektionen sei als Beispiel folgendes aufgeführt: Eine Aufschwemmung des Bazillus kann mit einer Spritze unter einen infizierten Zahn eingeführt werden. Eine derartige Aufschwemmung enthält auch zweckmäßig einen Nährboden für den Bazillus, wie beispielsweise Dextrose.
- Nach 48 bis 72 Stunden findet man, daß die Infektion vollständig verschwunden ist, und die Tasche unter dem Zahn, die vorher mit Eiter gefüllt war, zeigt beim Anschneiden, daß nur noch die reine Kultur des Bazillus vorhanden ist.
Claims (2)
- P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1. Verfahren zur Verbesserung von Zahn- und Mundpflegemitteln, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit dem unter dem Namen Bacillus alcaligenes bekannten Bazillus versetzt werden, wobei die Zusammensetzung des Mittels selbst als Nährboden für den Bazillus dient.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Zahnpflegemitteln, falls sie nicht selbst einen Nährboden für den Bazillus darstellen, ein Nährmittel für den Bazillus einverleibt, um die Bazillen lebensfähig zu erhalten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF80535D DE679659C (de) | 1936-01-12 | 1936-01-12 | Verfahren zur Verbesserung von Zahn- und Mundpflegemitteln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF80535D DE679659C (de) | 1936-01-12 | 1936-01-12 | Verfahren zur Verbesserung von Zahn- und Mundpflegemitteln |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE679659C true DE679659C (de) | 1939-08-10 |
Family
ID=7113493
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF80535D Expired DE679659C (de) | 1936-01-12 | 1936-01-12 | Verfahren zur Verbesserung von Zahn- und Mundpflegemitteln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE679659C (de) |
-
1936
- 1936-01-12 DE DEF80535D patent/DE679659C/de not_active Expired
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