DE67907C - Maschine mit kreisendem Kolben und einem an den Einlafsschieber gekuppelten Widerlagsschieber für den Cylinderdruckraum - Google Patents
Maschine mit kreisendem Kolben und einem an den Einlafsschieber gekuppelten Widerlagsschieber für den CylinderdruckraumInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01C—ROTARY-PISTON OR OSCILLATING-PISTON MACHINES OR ENGINES
- F01C3/00—Rotary-piston machines or engines with non-parallel axes of movement of co-operating members
- F01C3/02—Rotary-piston machines or engines with non-parallel axes of movement of co-operating members the axes being arranged at an angle of 90 degrees
- F01C3/04—Rotary-piston machines or engines with non-parallel axes of movement of co-operating members the axes being arranged at an angle of 90 degrees with axially sliding vanes
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
schieber für den Cylinderdruckraum.
Vorliegende Maschine ist dadurch gekennzeichnet, dafs der Schieber, welcher die Aufgabe
hat, nach jedem Auspuff hinter dem Kolben vom Cylinder einen Raum abzutheilen, in welchem
der Kraftträger auf den Kolben wirken kann, mit einem zweiten Schieber derart gekuppelt
ist, dafs dieser zur Zeit des für den Durchlafs des Kolbens nöthigen Rückganges des ersten Schiebers den Eintritt neuer Kraftflüssigkeit
in den Cylinder verhütet. Dieser Doppelschieber wird mittelst eines besonderen Organs so gesteuert, dafs er nach dem den
Auspuff und Abschlufs der Dampfzuströmung einleitenden Zurückgang und dem die neue
Absperrung des Cylinderraumes und die Dampfzuströmung einleitenden Vorwärtsgang, welche
Bewegungen schnell auf einander folgen, eine längere Hubpause durchmacht, im Verlaufe
welcher der Kolben unter Wirkung des Kraft-. mittels seinen Kreislauf vollenden kann.
Die Maschine ist in den Figuren der beiliegenden Zeichnung in einem Aufrifs (Fig. 1),
einem Grundrifs (Fig. 2) und einem senkrechten Längenschnitt (Fig. 3) dargestellt. Von den
übrigen Figuren zeigen Fig. 4 eine Innenansicht des Dampfcylinders, Fig. 5 eine Draufsicht auf
den Schieberkasten für die Dampfvertheilungsschieber, Fig. 6 eine Seitenansicht und Fig. 7
eine Oberansicht des genannten Doppelschiebers mit Schieberstange, schliefslich Fig. 8 eine
Seitenansicht der den Doppelschieber bethätigenden Daumen. Der Dampfcylinder besteht aus
einer cylindrischen Kapsel 1 mit angegossenem Fufs 2 und dampfdicht aufgeschraubtem Deckel 3,
Fig. 3. Der Innenraum des Cylinders wird bis auf einen äufseren Ringraum 4 durch eine auf
die Schwungradwelle 5 aufgekeilte Scheibe 6 erfüllt, aus deren cylindrischem Umfang der
eigentliche Dampf kolben 7, ein Ringsector, derart hervortritt, dafs er den Querschnitt des
von der Scheibe 6 freigelassenen Ringraumes 4 erfüllt, um unter Dampfdruck in diesem herumgetrieben zu werden. Damit der durch den
Dampfeinströmungskanal 8, Fig. 4, in den Ringraum 4 eintretende Dampf (oder sonstige Kraftträger,
wie comprimirte Luft, Gasluftgemisch u. dergl.) auf den Kolben 7 zur Wirkung
kommen, d. h. ihn verschieben kann, mufs der Raum hinter dem Kolben rückwärts durch eine
starre Wand abgeschlossen werden. Diesem Zwecke dient ein durch später zu beschreibende
Bewegungsorgane bethätigter Schieber 9, Fig. 4. Bei dem Beginn der Einströmung haben
Schieber und Kolben ungefähr die in Fig. 4 gegebene Lage zu einander. Der Schieber 9
schliefst den unmittelbar hinter dem Kolben befindlichen Theil des Cylinderringraumes rückwärts
ab, so dafs der durch Kanal 8 einströmende Dampf den Kolben 7 vor sich herschieben,
d. h. durch Vermittelung der Scheibe 6 die Schwungradwelle 5 in Umdrehung versetzen
kann. Bevor der Kolben 7 bei seiner Kreisbewegung an dem vom Schieber g eingenommenen
Querschnitt des Cylinderringraumes gelangt, wird der Schieber 9 zurückgezogen und gleichzeitig mittelst eines anderen Schiebers
die Dampfzuströmung durch Kanal 8 aufgehoben. Der verbrauchte Dampf, welcher bis-
her zwischen Schieber 9 und Kolben 7 eingeschlossen war, kann in dem Augenblick der
Zurückziehung des Schiebers 9 zur vorderen Kolbenfläche gelangen, in welcher sich die
Mündung des Ausströmungskanals 10 befindet. Dieser führt den Abdampf zunächst in einen
zur Hälfte in der Scheibe 6, zur anderen Hälfte im Cylinderdeckel 3 ausgesparten Ringkanal 11,
von wo er durch einen den Cylinderdeckel durchsetzenden Kanal 12 hindurch in die Auspuffleitung
13 entweicht. Der Ringkanal 11 ist nöthig, damit für jede Stellung des Kolbens 7
der Auspuffkanal offen bleibt.
Sobald der Kolben 7 die Bahn des Schiebers 9 passirt hat, tritt dieser wieder in den
Cylinderringraum ein, und die Dampfeinströmung beginnt von neuem. Der vom vorausgehenden
Hub im Cylinderringraum befindliche Dampf kann während des neuen Hubes ungehindert durch die Auspuffleitung entweichen.
Nächst der hiermit gegebenen Wirkungsweise des Dampfcylinders ist die Art der Steuerung des Schiebers 9 und des erwähnten,
den Dampfeintritt steuernden zweiten Schiebers von Wichtigkeit.
Die Dampfzuführungsleitung 14, Fig. 2, verläuft
zunächst quer zur Schwungradwelle 5, biegt dann um und geht in Richtung dieser zum Cylinder. In dem quer zur Schwungradwelle
verlaufenden Zweige ist ein in Fig. 5 im Grundrifs gegebener Schieberkasten 15 angeordnet,
in welchem zwei Schieber spielen. Der eine 16 von ihnen hat mit dem Schieber 9,
welcher, wie beschrieben, den Cylinderringraum abtheilt, eine gemeinschaftliche Stange 17, Fig. 6
und 7, macht mit ihm gemeinsam Bewegungen durch, und besteht aus einer Platte,
deren Durchbohrung 18 der Weite des Dampfzuleitungsrohres 14 entspricht. Wird der Schieber
9 in den Cylinder hineingeschoben, so wird die Durchbohrung 18 des Abschlufsschiebers
16 bündig mit der Rohrleitung 14, und die Dampfeinströmung kann erfolgen.
Wird dagegen der Schieber 9 aus dem Cylinder herausgezogen, in welchem Falle ja kein Dampf
mehr in diesen einströmen darf, so tritt ein undurchbrochener Theil des Schiebers 16 in
die Dampfleitung 14 ein und unterbricht mit dieser die Dampfeinströmung. Die gleichzeitige
Steuerung beider Schieber 9 und 16 geht von der senkrechten Welle 19, Fig. 1, 2, 3 und 7,
aus, welche mittelst der konischen Triebe 20, 21 von der Schwungradwelle 5 aus Antrieb empfängt.
Auf dieser Welle 19 sitzen über einander zwei Daumen 22 und 23, Fig. 3, 7
und 8, welche in ein in waagrechter Ebene liegendes Viereck 24, Fig. 7, der gemeinschaftlichen
Schieberstange 17 der Schieber 9 und 16 eingreifen. Dieses Viereck besteht aus zwei
über einander liegenden, aber zu einem Ganzen vereinigten Hälften 24a und 24b, deren obere
24b dem Daumen 23 angehört Und auf allen vier Seiten geschlossen ist, während die untere
24% dem anderen Daumen 22 angehörige, auf
der vom Dampfcylinder abgewendeten Längsseite 25 offen ist. Den Hingang der Schieber 9
und 16, d. h. die Hineinbewegung des ersteren 9 in den Cylinder 1 und die das Dampfrohr
14 freigebende Bewegung des letzteren 16 bewirkt der Daumen 22, indem er gegen die
dem Dampfcylinder zugekehrte Breitseite seines Vierecks 24a drückt; er würde auch nach
kurzer Weiterdrehung eine Zurückbewegung der beiden Schieber 9,16 bewirken, wenn
nicht die hintere, d. h. vom Dampfcylinder abgewendete Längsseite 25 des zu ihm gehörigen
Vierecks 24% gegen welche er zwecks Hervorbringung dieser Zurückbewegung stofsen
müfste, fehlte. Der Daumen 22 wird also seine Bewegung fortsetzen können und das Viereck
24 wird trotz dieser Bewegung so lange in Ruhe bleiben, bis der zweite Daumen 23
seinerseits gegen die vom Dampfcylinder abgewendete Breitseite seines Vierecks 24b stöfst.
Der Winkel a, um welchen die beiden Daumen von einander divergiren, mifst also den Zusatz
der Zeit, während welcher das Viereck 24 und damit die beiden Schieber 9, 16 noch in Ruhe
bleiben. Diese Ruhe beider Schieber ist nöthig, damit der Kolben 7 erst seinen vollen Kreislauf
vollenden kann, bevor der Schieber 9 aus" dem Cylinder 1 herausgezogen und gleichzeitig
der Schieber 16 in eine Stellung zurückgezogen wird, in welcher er die Dampfzufuhr absperrt.
Das die gemeinsame Schieberstange 17 bethätigende Organ mufs demnach ein unterbrochen
wirkendes sein, wie das beschriebene, und es war ausgeschlossen, den Antrieb der
Schieberstange zum Beispiel durch ein.Excenter zu bewirken, da dieses eine continuirliche Hin-
und Herbewegung erzeugt.
Aufser dem Schieber 16, welcher sich in horizontaler Bahn bewegt, ist in dem Schieberkasten
15, wie bereits oben erwähnt wurde, noch ein zweiter Schieber 26, Fig. 3 und 5,
angeordnet, welcher sich in senkrechter Bahn vorschiebt. Dieser Schieber liegt in Bezug auf
die Leitung 14 hinter dem ersteren 16, d. h. kann die durch diesen freigegebene Dampfmenge
noch beeinflussen, bevor sie in den Dampfcylinder gelangt; er wird direct von einem Regulator, vortheilhaft einem Centrifugalregulator,
in der Weise beeinflufst, dafs er den vom Schieber 16 rechtzeitig freigegebenen
Dampfweg nach Erfordernifs verengt.
Der nicht dargestellte Centrifugalregulator sitzt auf der Welle 27, Fig. 1, 2 und 3, welche
mittelst der konischen Triebe 28, 29 von der Schwungradwelle 19 aus Antrieb empfängt.
Der Regulator greift an der Stange 30 des Schiebers 26 an.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι. Eine Maschine mit kreisendem Kolben, bei welcher der den Cylinderraum hinter dem Kolben (7) zeitweilig abschliefsende Schieber (9) mit einem die Kraftflüssigkeit zeitweilig absperrenden Schieber (16) derart verbunden ist, dafs der Schieber (16) bei dem für den Durchlafs des Kolbens nöthigen Rückgang des Schiebers (9) die Kraftflüssigkeit absperrt, bei dem Vorgang des Schiebers (9) dagegen der Kraftflüssigkeit Zutritt hinter den Kolben gewährt.
- 2. Eine Maschine nach Anspruch 1., gekennzeichnet dadurch, dafs die Steuerung der beiden Schieber durch zwei über einander liegende und gegen einander versetzte Daumen (22,23) erfolgt, welche in einem mit der gemeinschaftlichen Schieberstange (17) der beiden Schieber (9, 16) verbundenen Vierecke (24) umlaufen, dessen Hinterwand nicht in die Bahn des vorauslaufenden Daumens greift, so dafs der letztere nur den Vorwärtsgang, der zweite nacheilende Daumen nur den Rückgang der Schieber bewirkt, zum Zweck, den Kolben langer unter Druck arbeiten zu lassen, als bei Anwendung nur eines Kolbens möglich ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE67907C true DE67907C (de) |
Family
ID=341488
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT67907D Expired - Lifetime DE67907C (de) | Maschine mit kreisendem Kolben und einem an den Einlafsschieber gekuppelten Widerlagsschieber für den Cylinderdruckraum |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE67907C (de) |
-
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- DE DENDAT67907D patent/DE67907C/de not_active Expired - Lifetime
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