DE674848C - Fluessigkeitsbremseinrichtung fuer mit Eindruckschmiervorrichtung ausgeruestete Kraftfahrzeuge - Google Patents
Fluessigkeitsbremseinrichtung fuer mit Eindruckschmiervorrichtung ausgeruestete KraftfahrzeugeInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
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- B60T11/10—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator without power assistance or drive or where such assistance or drive is irrelevant transmitting by fluid means, e.g. hydraulic
- B60T11/26—Reservoirs
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Description
Die Erfindung betrifft eine Flüssigkeitsbremse mit Nachfüllvorrichtung für Kraftfahrzeuge, die
mit einer Eindruckschmierung ausgerüstet sind. Für gewöhnlich besteht die Nachfüllvorrichtung
aus einem besonderen zusätzlichen Behälter, der entweder mit dem Hauptbremszylinder vereinigt
oder getrennt an der Spritzwand des Fahrzeugs angeordnet ist. Die Erfindung bezweckt,
diesen üblichen Nachfüllbehälter zu vermeiden, um auf diese Weise die Bremsanlage zu vereinfachen
und zu verbilligen. Erreicht wird dies dadurch, daß der Hauptbremszylinder in eine an
die Eindruckschmiervorrichtung angeschlossene Ringleitung derart eingeschaltet wird, daß beim
Betätigen der Eindruckschmierung gleichzeitig ein gewisser Schmierölteilstrom in den Hauptbremszylinder
gedrückt wird, wobei die den Auffüllbedarf der Bremsdruckanlage übersteigende Schmierölmenge über ein Überströmventil wieder
in den Schmierölvorratsbehälter zurückgelangt. Die Erfindung vermeidet nicht nur die Anordnung
eines besonderen Nachfüllbehälters, sondern schaltet auch gleichzeitig die damit verbundenen
Nachteile aus.
Es sei darauf hingewiesen, daß es an sich schon bekannt ist, die Flüssigkeitsbremse mit einer
Zentraldruckschmierung zu vereinigen. Bei dieser bekannten Anlage ist aber zwischen beiden
Einrichtungen ein besonderer druckregelnder Zwischenbehälter eingeschaltet, der als Vorratsbehälter
für die Flüssigkeitsbremse dient. Für diesen Vorratsbehälter wird ebenso wie bei den
bekannten üblichen Flüssigkeitsbremsen ein besonderer Platz benötigt. Die Erfindung bedeutet
demgegenüber eine erhebliche Vereinfachung der Bremsanlage mit dem gleichzeitigen Erfolg
besserer Raumausnutzung.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht,
und zwar zeigt
Abb. ι im Schema eine hydraulische Bremse für Kraftfahrzeuge in Verbindung mit einer Eindruckschmiervorrichtung,
zum größten Teil im Längsschnitt,
Abb. 2 einen Querschnitt durch den Hauptbremszylinder nach Linie H-II der Abb. 1.
Es bezeichnet 1 den Vorratsbehälter mit dem darunterliegenden Saugzylinder (Pumpenraum) 2
einer an sich bekannten Eindruckschmiervorrichtung. In dem Zylinder 2 befindet sich der
Druckkolben 3, gegen dessen vordere Stirnseite sich die Dichtungsmanschette 4 aus nachgiebigem
Stoff, z.B. Gummi, legt. Der Druckkolben 3 läuft nach hinten in die Kolbenstange 5 aus, die
in dem Knopf 7 endigt. Der Druckkolben steht unter dem Einfluß einer Rückdruckfeder 6, die
über die Kolbenstange 5 gesteckt ist; diese Feder findet ihr Widerlager einerseits am Knopf 7 und
andererseits auf der Außenseite des Zylinderbodens der Zentralschmiervorrichtung. Der zum
Antrieb des Kolbens 3 dienende Knopf 7 ist so angeordnet, daß er von Hand oder mit dem Fuß
bedient werden kann. Zwischen dem Schmiermittelvorratsbehälter ι und dem Druckraum 2
der Zentralschmierpumpe ist ein Ventil 8 angeordnet,
das beim Förderhub der Zentralschmierpumpe geschlossen ist. An den Druckraum 2 der Schmierpumpe sind zwei Druckleitungen
g und io angeschlossen; die Leitung 9
führt zum Hauptbremszylinder 11 und die Leitung 10 zu den nicht dargestellten Schmierstellen
des Fahrzeuges. Der Hauptbremszylinder besteht, wie üblich, aus Druckzylinder 11, Druckkolben
12, Dichtungsmanschette 14, Kolbenstange
15 und dem hiermit gelenkig verbundenen Fußhebel 16, der um den Punkt 16,3 schwenkbar
ist. In der Ruhestellung des Bremshebels legt sich dieser gegen einen nachgiebigen Anschlag 17,
beispielsweise in Form einer Feder oder eines Gummipolsters. Die von dem Druckraum 2 der
Zentralschmierpumpe kommende Leitung 9 mündet bei χτα in den Hauptbremszylinder ii,
Diese Einmündungsstelle wird in der Bremsruhestellung durch den Ringflansch der Dichtungsmanschette
14 verdeckt. In gleicher senkrechter Ebene ist eine zweite Öffnung 21 im Hauptbremszylinder
vorgesehen (s. Abb. 2), an die eine nach dem Schmiermittelvorratsbehälter 1 führende
Rückleitung 20 angeschlossen ist. Ebenso wie die öffnung nawird auch die Öffnung 21 im
Hauptbremszylinder in der Bremsruhestellung durch den Ringflansch der Dichtungsmanschette
14 verdeckt.
Die Arbeitsweise der beschriebenen Anlage ist folgende: Durch Hinundherbewegen des Kolbens
3 der Zentralschmierpumpe wird eine gewisse Flüssigkeitsmenge aus dem Druckraum 2
durch die Leitung 9 in den Hauptbremszylinder 11 gefördert, indem die Flüssigkeitssäule in der
Zuleitung 9 den Ringflansch der Dichtungsmanschette vor der Einlaßöffnung na zurückdrückt,
so daß der Einlaß in den Hauptbremszylinder freigegeben ist. Durch das Zuströmen
von Flüssigkeit aus der Zuleitung 9 in den Hauptbremszylinder wird der Verlust an Flüssigkeit in
der Bremsanlage wieder ersetzt. Damit nun aber darüber hinaus keine weitere Flüssigkeit in das
Bremsleitungsnetz eingepumpt wird, wodurch die normale Vorspannung im Bremsleitungsnetz
überschritten werden könnte, was ein ungewolltes Anlegen der Bremsbacken zur Folge
haben würde, ist die erfindungsgemäße Einrichtung so beschaffen, daß die überschüssige
Flüssigkeitsmenge durch die Leitung 20 in den Vorratsbehälter 1 der Schmierpumpe gefördert
wird. Ist nämlich die normale Vorspannung in der Bremsanlage durch Auffüllen des Bremsleitungsnetzes
erreicht, so wird beim weiteren Zufließen von Flüssigkeit durch die Leitung 9
und Steigen der Vorspannung der Kolben 12 auf Grund seines nachgiebigen Anschlages 17 nach
rückwärts bewegt, so daß die Dichtungsmanschette 14 die Abflußöffnung 21 (Abb. 2) freilegt. Die nunmehr dem Bremszylinder unter
Druck zufließende" überschüssige Flüssigkeitsmenge wird durch die Rückleitung 20 in den
Schmiermittelbehälter 1 gedrückt. Sobald die Flüssigkeitsvorspannung im Bremsleitungsnetz
sinkt, drückt die den nachgiebigen Anschlag bildende gespannte Feder 17 den Kolben 12 im
Hauptbremszylinder 11 samt Manschette 14 in die Normalstellung gemäß Abb. 1 wieder zurück,
in der die Manschette die Zu- und Ablauföffnung ι ia und 21 wieder abdeckt, so daß dieVerbindung
des Hauptbremszylinders einerseits mit dem Druckraum 2 und andererseits mit dem Vorratsbehälter
ι der Zentralschmierpumpe unterbunden ist.
Claims (2)
1. Flüssigkeitsbremseinrichtung für mit Eindruckschmiervorrichtung ausgerüstete
Kraftfahrzeuge, gekennzeichnet durch eine an die Eindruckschmiervorrichtung (i, 2) angeschlossene
Ringleitung (9, 20), in die der Hauptdruckzylinder (11) der Flüssigkeitsbremse
derart eingeschaltet ist, daß beim Betätigen der Eindruckschmiervorrichtung gleichzeitig ein Schmierölteilstrom in den
Hauptbremszylinder (11) gefördert wird, wobei die den Auffüllbedarf der Bremse übersteigende
Schmierölmenge durch ein Überströmventil (21,14) wieder in den Schmierölvorratsbehälter
(1) fließt.
2. Flüssigkeitsbremseinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl
der Einlaß (na) als auch der Auslaß (21)
für die Auffüllflüssigkeit im Hauptbremszylinder (11) durch die vor dessen Druckkolben
(12) befindliche Dichtungsmanschette (14) gesteuert werden, wobei für die Rückbewegung
dieses Druckkolbens ein federnd nachgiebiger Anschlag (17) vorgesehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW96679D DE674848C (de) | 1935-06-08 | 1935-06-08 | Fluessigkeitsbremseinrichtung fuer mit Eindruckschmiervorrichtung ausgeruestete Kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW96679D DE674848C (de) | 1935-06-08 | 1935-06-08 | Fluessigkeitsbremseinrichtung fuer mit Eindruckschmiervorrichtung ausgeruestete Kraftfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE674848C true DE674848C (de) | 1939-04-24 |
Family
ID=7614599
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW96679D Expired DE674848C (de) | 1935-06-08 | 1935-06-08 | Fluessigkeitsbremseinrichtung fuer mit Eindruckschmiervorrichtung ausgeruestete Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE674848C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2367640A2 (fr) * | 1974-02-08 | 1978-05-12 | Labavia | Perfectionnements aux dispositifs de commande hydraulique de freins a friction |
| EP0792795A3 (de) * | 1996-02-28 | 1998-07-08 | Ian Weatherill | Hydraulische Bremsen |
-
1935
- 1935-06-08 DE DEW96679D patent/DE674848C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2367640A2 (fr) * | 1974-02-08 | 1978-05-12 | Labavia | Perfectionnements aux dispositifs de commande hydraulique de freins a friction |
| EP0792795A3 (de) * | 1996-02-28 | 1998-07-08 | Ian Weatherill | Hydraulische Bremsen |
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