DE674399C - Verfahren zur Herstellung von Alkalirhodanidloesungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkalirhodanidloesungen

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DE674399C
DE674399C DER99081D DER0099081D DE674399C DE 674399 C DE674399 C DE 674399C DE R99081 D DER99081 D DE R99081D DE R0099081 D DER0099081 D DE R0099081D DE 674399 C DE674399 C DE 674399C
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sodium
alkali
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DER99081D
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Edward L Helwig
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Rohm and Haas Co
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Rohm and Haas Co
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/20Thiocyanic acid; Salts thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Alkalirhodanidlösungen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Alkahrhodaniden aus Zinkcyanid, Schwefel, Alkalicarbonaten bzw. schwefelhaltigen Alkaliverbindungen, wie Alkalithiosulfat.
  • Alkalirhodanide werden gegenwärtig durch Schmelzen voh. Alkalicyanid mit Schwefel hergestellt, und zwar in der Weise, daß man Calciumferrocyanid mit Natriumthiosulfat schmilzt und auf Thioharnstoff mit Alkali-oder Erdalkalihydrosulfiden einwirken läßt.
  • Durch das vorliegende Verfahren können die Abfallprodukte von Gaswerken und Koksöfen für die Herstellung von All-,alirhodaniden nutzbar gemacht werden. Bei der Reinigung von. Leuchtgas aus Steinkohle erhält man beträchtliche Mengen unlösliches Zinkcyanid sowie eine alkalische Waschflüssigkeit, die verhältnismäßig große Mengen Natriumrhodanid und Natriumthiosulfat enthält. Diese Abfallerzeugnisse können nun entweder getrennt oder gleichzeitig für die Herstellung von Alkahrhodaniden verwertet werden, so daß man von Rohstoffen ,ausgehen kann, die beträchtlich billiger sind als die bisher verwendeten.
  • Es ist bereits bekannt, Calciumcyan.amid bei höheren. Temperaturen mit Schwefel oder schwefelabgebenden Stoffen zu behandeln, @um Rhodanide zu bilden. Hierbei wird der in heißem Wasser lösliche Anteil dies Erzeugnisses mit Zinkstaub, gegebenenfalls in Antvesenheit kleiner Mengen Alkalihydroxyd, behandelt. 'Die so erhaltene Lösung von Zinkcyanid wird in üblicher Weise in Alkalicyanidlösung übergeführt. Der Zinkstaub dient zur Entfernung des Schwefels aus der Rhodanverbindung. Aus der gefilterten Flüssigkeit werden die Zink- und Calciumsalze mit Natrium- öder Kaliumcarbünat gefällt. Die so gebildeten. Zink- und Calciumcarbonate werden entfernt; die Lösung wird dann zur Gewinnung des Alkalicyanids eingedampft.
  • Demgegenüber werden nach dem vorliegenden Verfahren Alkahrhodanidlösungen in der Weise gewonnen, daß man eine Suspension von Zinkcy.anid in einer wässerigen Alkalicarbona.tlösung mit überschüssigem Schwefel und/oder Alkalithiosulfat erhitzt und vom entstandenen Zinkcarbonat erbfiltriert.
  • Es wurde festgestellt, daß Schwefel bis zu einem gewissen Grad mit Zinkcyanid unter Bildung von etwas Zinkrhodanid reagiert. Die Reaktion verläuft jedoch nicht vollständig. Wenn indessen Zinkcyanid in einer Alkalicarbonatlösung mit einem geringen überschuß der theoretischen Menge fein gemahlenen Schwefels suspendiert wird -und man diese Suspension ,annähernd auf die Siedetemperatur erhitzt, so wird das Zinkcyanid quantitativ in Xatriumrhüdanid unter Bildung von Zinkcarbonat übergeführt. Das Zinkcarbonat wird erbfiltriert und das Natriumrhodanid durch Eindampfen und Kristallisation des Filtrats gewonnen.
  • Das vorliegende Verfahren ermöglicht die Verwertung der bei der Gasreinigung anfallenden alkalischen Waschflüssigkeit. Diese enthält verhältnismäßig große Mengen Natriumrhodanid, Natriumthiosulfat und Natriumcarbonat. Durch Behandeln der Flüssigkeit mit Zinkeyanid, Zusatz von mehr Schwefel und Natriumcarbonat, als theoretisch für, die Umwandlung des Zinkcyanids in Natriumrhodanid notwendig ist, sawie anschließendes Erhitzen der so hergestellten Suspension wird das Zinkcyanid in Natriumrhodanid übergeführt sowie das Natriumthiosulfat in. Natriumsulfitumgewandelt. Der Schwefel des Thios-ulfats reagiert mit dem Cyanid unter Bildung von Rhodanid. Die Reaktion verläuft z. B. folgendermaßen; Zn (CN)2 -f- 2 Na2S203 -f- Na2C0g > Zn C03 + 2 NaCNS + 2 Na2S03 oder - Zn (C N) 2 @-- 2 S + Nag C 03 ----> Zn C 03 + 2 Na C N S. Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele erläutert. Sie ist nicht auf die beschriebenen genauen Konzentrations-, Temperatur- und Zeitbedingungen beschränkt und kann innerhalb des Rahmens der Ansprüche auch anders ausgeführt werden. Beispiel 1 In einem Behälter mit einem Fassungsvermögen, von 5 1, der mit einem Rührwerk ausgestattet ist, werden 117 g (1 MOI) Zinkcyanid und 70 g (2,2 MOI) gepulverter Schwefel in 280 g Wasser suspendiert, dem 1o6 g (1 Mol) Natriumcarbonat zugesetztwerden. Die Mischung wird 6 Stunden auf Siedetemperatur (1o3° C) erhalten. Darauf ist die Reaktion 'vollständig. Das unlösliche Zinkca.rbonat -,wird erbfiltriert, mit Wasser gewaschen; das Filtrat sowie die Waschwässer werden zur Trockene eingedampft. Man erhält 171 g Natriumrhodanid mit einer Reinheit von 9o %. Die Verunreinigungen bestehen aus Natriumsulfat und Krista.llisationswasser. Das Natriumsulfat rührt von dem ursprünglich in dem Zinkcyanidschlamm enthaltellen Zinksulfat her. Die Ausbeute ist 95 % der theoretischen. Beispiel -- In .einer gleichen Apparatur werden 117 g (i Mol) Zinkcyanid in 28a g Wasser suspiendiert, in dein 316 g (2 Mol) Natriumthiosulfat -und 1o6 g (1 Mol) Natriumcarbonat gelöst sind. Nach 5stündigem Erhitzen auf 95 bis 98° C ist die Reaktion vollständig. Das Zinkcarbonat wird erbfiltriert und mit Wasser gewaschen. Beim Eindampfen und Entfernen des Natriumsulfits durch Kristallisation erhält man 173 g Natriumrhodanid von go#.%oiger Reinheit. Das entspricht einer Ausbeute von 96()/o. Beispiel 3 Eilre ablaufende alkalische Waschflüssigkeit, die 227 g N.atriumrhodani.d, 63 g Natriumtbiosulfat und 25 g Natriumcarbonat im Liter enthält, wird mit I19 g 'Zankcyanid behandelt. Der Mischung setzt man 709 Schwefel und 86g weiteres Natriumcarbonat zu. Die sich hergebende Suspension wird 612 Stunden .auf 9o bis 1o7° C erhitzt. Danach wird das Zinkcarbonat erbfiltriert und gewaschen. Aus dem Filtrat erhält man 379 g loo%iges Natriumrhodanid, entsprechend einer Ausbeute von 92 %, bezogen auf Zinkcyanid. Das ursprünglich in der Flüssigkeit enthaltene Rhodanid wird quantitativ wiedergewonnen.
  • Die oben angegebenen Beispiele beschreiben die Art der Erfindung. Die Einzelheiten hängen von den Bedingungen ab, unter denen die besondere Herstellung .durchgeführt wird. Es ist ratsam, fein gemahlenen Schwefel zu verwenden, weil die Reaktionszeit weitgehend von der Temperatur und der Innigkeit der Berührung zwischen dem Zinkcyanid und dem Schwefel ,abhängt. Die Reaktion kann auch unter Druck durchgeführt werden, um höhere Temperaturen und damit eine schneller verlaufende Reaktion zu gewährleisten. Rühren der Mischung ist ratsam-, doch nicht notwendig, weil die fein verteilten festen Stoffe beträchtliche Zeit in Suspension erhalten werden können. In Fällen, in denen die Lösung gekocht wird, *ist Rühren überhaupt nicht erforderlich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Alkalirhodanidlösungen, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Suspension von Zinkcyanid in einer wässerigen Alkalicarbonatlösung mit überschüssigem Schwefel und/oder Alkalithiosulfat erhitzt und vom entstandenen Zinkcarbonat abfiltriert.
DER99081D 1936-04-09 1937-04-10 Verfahren zur Herstellung von Alkalirhodanidloesungen Expired DE674399C (de)

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