DE673941C - Verfahren zur Herstellung von Eisenschwamm aus zinkhaltigen Kiesabbraenden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Eisenschwamm aus zinkhaltigen Kiesabbraenden

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DE673941C
DE673941C DEK135682D DEK0135682D DE673941C DE 673941 C DE673941 C DE 673941C DE K135682 D DEK135682 D DE K135682D DE K0135682 D DEK0135682 D DE K0135682D DE 673941 C DE673941 C DE 673941C
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    • C21B13/00Making spongy iron or liquid steel, by direct processes
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Eisenschwamm aus zinkhaltigen Kiesabbränden Es ist bekannt, zinkhaltige Erze in die für die Verhüttung im Hochofen geeignete Form eines Agglomerates überzuführen, nachdem 'sie vom Schwefel- und Zinkgehalt vorher befreit wurden. So hat man bereits ein solches Agglomerat gewinnen können durch Erhitzen von Kiesabbränden in einer geschlossenen Muffel, wobei die Abbrände zunächst im Luftstrom entschwefelt und dann anschließend mit Hochofengas bei hohen Temperaturen reduzierend behandelt werden.
  • Nach der vorliegenden Erfindung gelingt in einfacher Weise die Gewinnung eines hochwertigeren Eisenschwammes aus bisher kaum verwertbaren Abfallerzen, nämlich aüs zinklialtigen Kiesabbränden. Vorgeschlagen ist schon zur Herstellung von Eisenschwamm, den als Ausgangsstoff dienenden Feinerzen Brennstoffe von 8 bis 1o °f, beizumischen, um so zu einem lockeren, nicht gesinterten Eisenschwamm zu gelangen. Es wurde nun gefunden, daß man auch aus zinkhaltigen Abbränden einen lockeren Eisenschwamm, der einen hochwertigen Rohstoff darstellt und vollkommen zinkfrei ist, gewinnen kann, wenn man den fein verteilten Brennstoffzusatz auf etwa 30 °/o erhöht; hierbei fällt gleichzeitig metallisches Zink als wertvolles Nebenerzeugnis an. Auch die entweichende schweflige Säure läßt sich durch geeignete Absorptionsmittel und nachfolgende Behandlang in bekannter Weise als Schwefelsäure gewinnen.
  • Erfindungsgemäß werden die Kiesabbrände in feiner Verteilung mit etwa 2o bis 30 °@o Koksgrus oder ähnlichen minderwertigen Brennstoffen innig vermischt, in einer geschlossenen Muffel o. dgl. auf eine Temperatur von iooo bis 125o° C erhitzt und in dieser Temperatur i bis z Stunden gehalten. DerBrennstoffzusatz wird in den angegebenen Grenzen so eingestellt, daß einmal eine ausreichende Reduktionswirkung und vollständige Entzinkung bewirkt, andererseits aber eine unerwünschte Sinterung des Einsatzes verhütet wird, so daß ein leicht zerfallender und lockerer Eisenschwamm gewonnen wird. Die der Muffel entströmenden gasförmigen Reaktionserzeugnisse gelangen zu entsprechenden Vorlagen, in denen das in den Gasen enthaltene Zink sowie die schweflige Säure niedergeschlagen werden, wogegen die vorwiegend Kohlenoxyd enthaltenden brennbaren Gase zur Beheizung der Muffel nutzbar gemacht werden können.
  • Ausführungsbeispiel In einer Muffel wurde ein Abbrand nachstehender Analyse mit verschieden hohen Brennstoffbeimischungen (Koksgrus) der beschriebenen Behandlung uisterzogen: BeT47,370/0, Mrl°o.48°0, P-o,ä8(#0, SiO, --- ä,i6o'o. A1203 = 5,38°i6, Ga0 =2,03°,'0, Mg0=I,570i0, S=5#97°,'0, Zn - 8,6¢00. _ Die Muffel war durch ein Verschlußstiiclc@ und anschließende Leitung mit einer Vor-Lage I zur Niederschlagung des abdestillierten Zinks und einer Vorlage II zwecks Bindung der schwefligen Säure verbunden. Die erzelten Ergebnisse zeigt die nachstehende Thbelle:
    Ehdprodukt
    Tem- Koks- ' ` Verhältnis
    Versuch Dauer
    peratur Zusatz Beschaffen- magnetisch 1i h Abgase I magnütnsc ` 0 se
    Nr. ° C 11 1 % i magnetisch
    I 1200A250 1,5 Io Metall- IZn = o Zn= o j
    s ie el IFe = 2o@Fe=8,5 5'I 84'o
    P g i 94, ( @5
    I
    11 Z200/1250 I 2o Granalien IU _-_ o iZn - o 5-1 75,0
    Fe = 93,98i Fe = I4>54
    I11 1200/1-250 I 30 lockerer Zn = 0 !Zn = o 5 : I 79,0
    Eisen- Fe - 96,35 Fe = 1,97
    schwamm
    Hieraus ist ersichtlich, einmal der hohe Reduktionsgrad zu Eisenschwamm bei einem Ausbringen von nahezu 76 % und die vollständige Zinkfreiheit des Erzeugnisses.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Eisenschwamm aus zinkhaltigenKiesabbränden, dadurch. gekennzeichnet, daß den Abbränden ein Brennstoffzusatz von 30 % beigemischt und darauf das Gemisch in einer Muffel, Retorte o. dgl. auf iooo bis 125o o C bis zur vollständigen Reduktion der Eisenoxyde erhitzt wird, wobei die entstehenden Zink- und Schwefeldämpfe in üblicher Weise niedergeschlagen werden.
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