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Haltevorrichtung für Schirme, Stöcke, Stangen u. dgl. an Möbeln oder
sonstigen Gegenständen Zusatz zum Patent 630 168 Die Erfindung betrifft eine
weitere Aus-Bildung der Haltevorrichtung für Schirme, Stöcke, Stangen u.-dgl. an
Möbeln oder sonstigen Gegenständen nach Patent 630 168.
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Man hat bereits vorgeschlagen, Schirme mit einem Kugelgelenk gelenkig
mit einer Schraubzwinge zu verbinden. Auch hat man andere Einrichtungen mit mehreren
Gelenken vorgesehen. Ferner sind Schraubzwingen mit einer drehbaren Klammer bekannt;
jedoch zeigen alle diese Einrichtungen den Nachteil, daß ihre Bedienung sehr umständlich
ist. Auch hat man Haltevorrichtungen für Schirme usw. vorgeschlagen, bei denen die
Haltevorrichtung um eine mit einem Gewinde versehene drehbare und verschraubbare
Stange gedreht werden kann. Hierbei müssen aber Gewinde, eine gute Führung und eine
starke Konstruktion vorgesehen sein. Die Feststellung erfolgt mit einer Stellschraube,
die das Gewinde zerstört.
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Man hat auch vorgeschlagen, Halter für Schirme am Körper selbst mittels
Metallfedern zu befestigen, bei denen .der Schirm sich um einen senkrechten Stift
drehen läßt. Jedoch kann hier dieser Stift nicht festgestellt werden, so daß er
mit der Hand ständig gehalten werden muß: Alle diese Nachteile sollen durch die
Erfindung dadurch beseitigt werden, daß bei einer Haltevorrichtung für Schirme,
Stöcke, Stangen u. dgl. an Möbeln oder sonstigen Gegenständen nach Patent 63o 168
die abgewinkelte, frei ausladende, muldenförmige Stütze an der Klemmvorrichtung
vorzugsweise in Form einer Schr ubenzwinge um eine zu dieser senkrechten Achse drehbar
gelagert ist.
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Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist die muldenförmige
Stütze an dem der Flügelschraube der Schraubzwinge gegenüberliegenden Schenkel mittels
eines Stiftes drehbar befestigt und der Stift mit einer Scheibe o. dgl. so versehen,
daß diese beim Festklemmen der Schraubzwinge festgesetzt wird.
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Gegenüber der Ausführung nach dem Patent 630 168 wird nach
der Erfindung der Vorteil erzielt, daß der eingespannte Schirm um eine senkrechte
Achse gedreht werden kann, um ihn dem jeweiligen Sonnenstand anzupassen. Von besonderer
Fortschrittlichkeit
ist die Ausbildung des Drehzapfens als Klemmeinrichtung
zum Festsetzen des Halters.
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In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise
veranschaulicht, und zwar zeigen: Abb. i die Haltevorrichtung in Seitenansicht und
Abb. 2 einen Schnitt nach Linie A-A in Abb. i, gesehen in Richtung der Pfeile.
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Zum Befestigen eines Schirmes öder Stockes ,an einem Tisch, einem
anderen Möbelstück, z. B. einem Liegestuhl, oder einem sonstigen Gegenstand ist
eine Schraubzwinge a vorgesehen, ,an deren einem Schenkel in an sich bekannter Weise
eine Flügelschraube b mit einer vorzugsweise drehbaren Druckplatte h verschraubt
werden kann, während der gegenüberliegende Schenkel! eine Bohrung l aufweist, in
der ein Stift m drehbar geführt ist, der zweckmäßig gegenüber der Platte lt der
Schraube b eine knopfartige Platte oder Scheiben und auf der anderen Seite des Schenkels
i der Schraubzwinge a eine Scheibe r aufweist: Der Stift m ist mit den Scheiben
n und r fest verbunden, so daß diese sich mit dem Stift nt um dessen Längsachse
drehen können.
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Auf der Scheibe r ist die auch beim Patent 630 168 vorgesehene
muldenförmige Stütze c befestigt, die, wie Abb. i zeigt, so abgewinkelt ist, daß
sie eine schräge Ausladung, beispielsweise in einem Winkel von etwa 6o°, aufweist:
Die Mulde der Stützen dient zur Aufnahme des Griffes g eines Schirmstockes o. dgl.
Um diesen in der Mulde befestigen zu können, ist an der Stütze c eine Klemmeinrichtung
in Form einer Schelle-e vorgesehen und an dieser beispielsweise ein Lederriemen
f angebracht, der an seinem einen Ende mittels einer Flügelschrauhe k angezogen
und an seinem anderen freien Ende durch einen Exzenterbügel o oder sonstwie festgestellt
werden kann (Abb.2). Die Verwendung eines solchen Bügels hat den Vorteil, daß der
Riemen f sich schnell befestigen und lösen läßt.
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Wenn es sich beispielsweise darum handelt, einen Schirm zum Schutz
gegen Sonnenstrahlen an einem Tisch anzubringen; wird die Schraubzwinge a durch
Anziehen der Flügelschraube b so gegen die Tischplatte geschraubt, daß die. Druckplatte
h der Flügelschraube unterhalb der Tischplatte und die Scheibe ta unterhalb des
Schenkels i der Schr.aübzwingea über der Tischplatte liegt. Durch festes Anziehen
der Flügelschraube b wird dann die Scheiben fest gegen die Tischplatte geklemmt,
so daß nunmehr auch der mit der Scheibe tt verbundene Stift m und die Scheibe
r sowie die Stütze c festgestellt sind und nicht mehr gedreht werden können. Nun
löst man den Riemen/ durch Anheben des Bügels o, stellt den Griff oder Knauf g des
Schirmes in die Mulde c, legt den Riemen f in der in Abb. 2 dargestellten Weise
um .den Schirmgriff und befestigt ihn wieder mit dem Bügel o. Durch Anziehen der
Flügelschraube k kann der Griff noch besonders fest gespannt werden.
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Soll der Schirm entsprechend dem Lauf der Sonne gedreht werden, so
ist es nur nötig, die Flügelschraube b .etwas zu lockern, so daß der Drück der Scheibe
tz gegen die Tischplatte vermindert wird und der Stift m sich wieder in dem Lagerl
drehen läßt. Ist dann der Schirm in die gewünschte Stellung gebracht, wird die Flügelschraube
b wieder fest angezogen.
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Der Vorteil der Einrichtung nach der Erfindung ist in der einfachen
baulichen Ausführung, der Möglichkeit der wirtschaftlichen Herstellung und der Vermeidung
von Kugel-oder Doppelgelenken zu sehen. Die Einrichtung ist leicht und handlich,
läßt sich ohne weiteres in der Tasche mitführen und kann an jedem geeigneten Gegenstand
angebracht werden.
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Anstatt für die Aufnahme eines beliebigen Schirmes, z. B. eines Herren-
oder Damenschirmes oder eines Sonnenschirmes, kann der Halter nach der Erfindung
auch zum Befestigen von Fernrohren, Lichtbildapparaten u. dgl. dienen, und an Stelle
der schrägen Mulde kann auch jede andere geeignete schräge oder abgewinkelte Haltevorrichtung
verwendet werden.