DE670838C - UEberstromschutzeinrichtung fuer elektrische Apparate - Google Patents

UEberstromschutzeinrichtung fuer elektrische Apparate

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DE670838C
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Germany
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Expired
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DES106929D
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English (en)
Inventor
Dr Phil Juergen V Iss Dipl-Ing
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/02Details
    • H02H3/021Details concerning the disconnection itself, e.g. at a particular instant, particularly at zero value of current, disconnection in a predetermined order
    • H02H3/023Details concerning the disconnection itself, e.g. at a particular instant, particularly at zero value of current, disconnection in a predetermined order by short-circuiting

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  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

  • überstromschutzeinrichtung für elektrische Apparate Es kommt häufig vor, daß elektrische Apparate durch plötzlich auftretende Überströme gefährdet werden. Ein Beispiel hierfür ist die Messung der Vorströme einer Funkenentladung, für welche sehr empfindliche Meßinstrumente benötigt werden. Beim Eintreten des Funkenüberschlags steigt der Strom plötzlich um mehrere Zehnerpotenzen an und kann leicht das Meßinstrument zerstören. Schnell wirkende Schalter oder Sicherungen reichen zum Schutz nicht immer aus, weil der Überstrom in diesen selbst eine beträchtliche Arbeit zu leisten hat, also erst zu einem entsprechend hohen Wert ansteigen muß, ehe die Schutzwirkung der Schalter bzw. der Sicherungen einsetzt.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Überstrotnschufzeinrichtung für elektrische Apparate, vorzugsweise Meßinstrumente oder Elektronenrohre, in deren Speisekreis bereits ein Überstromschutz, beispielsweise die Sperrung des den Strom liefernden Gleichrichters, vorgesehen ist. Erfindungsgemäß ist zu dem zti schützenden Apparat eine steuerbare Entladungsstrecke parallel geschaltet, deren Spannungsabfall im stromleitenden Zustand für den zu schützenden Apparat auch im Störungsfalle eine unschädliche Höhe hat, und es wird diese Entladungsstrecke beim Auftreten eines Überstromes gezündet, wobei gleichzeitig die in bekannter Weise im Speisekreis des Apparates angeordnete überstromschutzeinrichtung zum Ansprechen gebracht wird.
  • Die im Störungsfall zu dem zu schützenden Apparat parallel geschaltete Entladungsstrecke wirkt für den Apparat wie ein praktisch vollkommener Kurzschluß, der jedwede Überlastung unter allen Umständen von dem Apparat fernhält. Naturgemäß muß der Strom, welcher in dem Kurzschlußweg, d. h. in der parallel geschalteten Entladungsstrecke, fließt, in verhältnismäßig kurzer Zeit zu außerordentlich großen Werten anwachsen, weil ja der wirksame Widerstand an dieser Stelle des Stromkreises ganz erheblich herabgesetzt wird. Dieses Anwachsen des Stromes wird aber bei der Schutzeinrichtung nach der Erfindung dadurch berücksichtigt, daß außer der den Apparat schützenden, zu ihm parallel geschalteten Entladungsstrecke noch ein Überstromschalter vorgesehen isst, welcher den Stromkreis zwischen der Stromquelle und dem Apparat unterbricht, sobald der Strom einen bestimmten Höchstwert überschreitet. Die Schutzwirkung der erfindungsgemäßen Einrichtung ist nur während sehr kurzer Zeit wirksam, d. h. während der Zeit, die notwendig ist, um die im Stromkreis liegende überstromscbalteinrichtung endgültig zum Abschalten zu bringen. Diese Zeit ist aber vielfach ausreichend, um besonders empfindliche Apparate weitgehend zu zerstören. Die gemäß der Erfindung parallel geschaltete Entladungsstrecke sorgt dafür, daß in dieser kurzen Zeit unter allen Umständen verhindert wird, daß in dem Apparat ein Kurzschlußström fließt.
  • Als Entladungsstrecke kann sowohl eine solche in einem Vakuumgefäß als auch eine solche unter Atmosphärendruck verwendet werden. In jedem Fall sind die Entladungsstrecken mit Hilfs- bzw. Steuerelektroden versehen. Ein derartiger Apparat kann praktisch trägheitslos mit Hilfe der Steuerelektroden zum Ansprechen gebracht werden. Im unbenutzten Zustand ist die Lichtbogenstrecke urierregt oder durch Anlegung von Spannungen entsprechender Polarität gesperrt. Im Falle einer in dem zu schützenden Apparat eintretenden kürzschlußartigen Störung wird mittels einer der bekannten rein elektrischen Übertragungsarten, am zweckmäßigsten durch induktive Kopplung, ein (positiver) Spannungsstoß auf die Hilfs- bzw. Steuerelektroden übertragen und dadurch der Stromül)ergang im Lichtbogenapparat eingeleitet. Der an dem zu schützenden Apparat liegende Spannungsanteil der die Anlage speisenden Stromquelle sinkt dann auf den Spannungsabfall der Hilfsentladungsstrecke. Verwendet man eine Lichtbogenentladung in einem Vakuumgefäß, dessen Kathode nicht durch Hilfslichtbogen oder Heizung auf Glühtemperatur betriebsbereit gehalten wird; so kann man vorteilhaft in an sich bekannter Weise eine Hilfselektrode nahe der Lichtbogenkathode anordnen und durch einen Überschlag zwischen Hilfselektrode und Kathode die Entladung zwischen Anode und Kathode einleiten.
  • Durch die ezivähnten '.induktiven, aber ,auch durch kapaztive und andere Kopplungsiarten der Hilfs- bzw. Steuerelektroden mit dem zu schützenden Stromkreis wird erreicht, daß die gewünschte Schutzwirkung durch Ableitung des Kurzschlußstromes bereits eintritt, bevor er seinen Maximalwert erreicht hat. Die Steuerung durch Steuerelektroden bei erregter Kathode wirkt am schnellsten, weil die Steuerelektrode nur eine verschwindend geringe Energie zur Einleitung der Entladung benötigt. Etwas weniger schnell, aber für viele Zwecke noch in der Schutzwirkung ausreichend, wirkt die Hilfselektrodenzündung des urierregten Lichtbogens, weil hier Energie für einen Spannungsstoß von meist einigen tausend Volt erforderlich ist. Trotzdem ist es auch nach dieser Methode möglich, den Überstrom des zu schützenden Apparates bereits bei kleineren Werten zu unterdrücken, als dies mit den üblichen mechanischen oder thermischen Überstromsicherungen geschieht.
  • Die Überstromschutzeinrichtung gemäß der Erfindung kann sowohl in Gleichstromals auch in Wechselstromkreisen verwandt werden.
  • - Der durch vorliegende Erfindung geschaffene Überstromschutz ist nicht zu werwechseln mit einem überspannungsschutz. Für diesen werden zuweilen Gasentladunggsstrecken verwendet. Jedoch kann ein Überspannungsschutz nicht die hier zugrunde liegende Aufgabe erfüllen, weil Überströme nicht notwendig in Begleitung und infolge von Über spannurigen auftreten müssen.
  • Eine vorteilhafte Anwendung findet die vorliegende Erfindung in drahtlosen Sendeanlagen. Diese werden in der sogenannten Endstufe mit Senderöhren ausgerüstet, die an eine Hochspannungsgleichstromquelle angeschlossen sind.
  • Fig. i zeigt als Ausführungsbeispiel eine derartige Schaltung.
  • Die schematisch gezeichneten Senderöhren i sind parallel an die positive Leitung :2 und die negative Leitung 3 angeschlossen. Gemäß der Erfindung ist den zu schützenden Apparaten eine Entladungsstrecke d. zugeordnet, in diesem Fälle ein Metalldampfentladungsgefäß mit fremderregter Metallkathode Das Gitter 6 der Röhre ist über die Sekundärwicklung eines Transformators 7 an eine Batterie 8 gelegt, die dem Gitter eitle negative Vorspannung erteilt. Die Primärwicklung des Transformators 7, der nicht eisengeschlossen zu sein braucht, liegt im Zuge der Leitung 3. Die Leitungen 2 und 3 werden aus einer Gleichstromhochspannungsquelle 9 über eine Glättungsdrossel io und einen Querkondensator i i gespeist. Im Zuge der Leitung 2 ist ein automatischer Schalter 12 enthalten.
  • Tritt in einer der Senderöhren i während , des Betriebes ein Durchschlag auf, so spricht der Überstromschälter 12 an. Ein Lichtbogen wandert an seinen Hörnern in die Höhe und reißt ab. Der Kurzschlußstrom würde also eine merkliche Zeit durch die von dem Durchschlag betroffene Röhre fließen und diese unbrauchbar machen. Da aber die Röhre q. über den Transformator 7 bei richtiger Schaltung ein positives Gitterpotential bereits zu Beginn des Durchschlages erhält, so wird sie stromleitend und übernimmt den Kurzschlußstrorn, insbesondere wenn die Senderöhren i mit geringen Vo:widerständen versehen sind. In dieser Weise .kann gemäß der Erfindung die wertvolle Senderöhre geschont werden und voll gebrauchsfähig bleiben. Im Falle der Benutzung eines gittergesteuerten Gleichrichters als Spannungsquelle wird neuerdings eine Gittersperrung angewendet, welche in verhältnismäßig kurzer Zeit, nämlich innerhalb einer Wechselstromperiode, die Sperrung des Gleichrichters bewirkt, wenn ein Kurzschluß erfolgt. Dadurch wird der Schalter z2 überflüssig. Die Schutzröhre4. kann aber nicht entbehrt werden, weil die Entladung der häufig recht großen Kapazität i i über einen Senderöhrendurchschlag natürlich nicht zu verhindern ist. Es ist deshalb sehr zweckmäßig, erfindungsgemäß die Sperrung des Speisegleichrichters 9 zugleich mit der Entsperrung der Schutzröhre :I vorzunehmen, was mittels einer Tertiärwicklung des Transformators 7 durchführbar ist.
  • Ein weiteres Ausführungsbeispiel der- Erfindung ist in Fig.2 dargestellt, und zwar soll durch dieses im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel nach Fig. i sowohl die Anwendung der Erfindung für Wechselstromkreise als auch die Benutzung von Entladungsstrecken unter Atmosphärendruck gezeigt werden. In der Schaltung nach Fig. 2 soll ein zur Prüfung der dielektrischen Verluste eines Kabels verwandtes Meßinstrument 13 vor schädlichem Überstrom geschützt werden. Das Prüfkabel 14 ist mit seiner Kapazität in Reihe mit einer Wechselstromhochspannungsquelle 15, einem Überstromschalter 16, dem Instrument 13 und der Primärwicklung eines Transformators 17 geschaltet. Parallel zu dem Instrument 13 und der Primärwicklung 17 des Transformators liegt eine Entladungsstrecke unter Atmosphärendruck i8-i9, welche als Schutz für das Instrument 13 gemäß der Erfindung dient. Zwei Hilfs- bzw. Steuerelektroden 2o und 21 sind in geringem Abstand von den Lichtbogen-bzw. Funkenstreckenelektroden angeordnet und über je eine Sekundärwicklung des Transformators 17 so angeschlossen, daß beim Auftreten eines Kurzschlußstromes in der Primärwicklung Spannungen von entgegengesetzter Polarität zwischen je einer Hilfselektrode 2o bzw. 21 und der zugehörigen Hauptelektrode 18 bzw. i9 induziert werden. Die Hilfselektrodenspannungen weisen in bezug auf die zugehörige Hauptelektrode gleiche Richtungen auf wie die nicht zugehörige Hauptelektrode gegen diese. Tritt nun ein Überschlag beispielsweise zwischen i9 und 21 auf, wenn i9 negativ gegen 18 und 21 ist, so folgt augenblicklich ein Durchschlag der Entladungsstrecke 18, 19, welche den Kurzschlußstrom aufnimmt, bis der Schalter 16 abgeschaltet hat.
  • Bei der Ausführung der Entladungsstrecke in Fig. 2 ist angenommen, daß zwischen der Hilfselektrode und der zugehörigen Haupt-e, im gegebenen Augenblick eine Entladung einsetzt, durch die eine Ionisation der Hauptentladungsstrecke zwecks Einlei--cunng der Entladung zwischen den Hauptelektrcclen und Übernahme der Stromführung durch diese hervorgerufen wird. Vorteilhaft läßt sich die Entladungsstrecke unter Atmosphärendruck auch derart gestalten, daß zwischen der Hilfselektrode und der Hauptelektrode keine Entladung auftritt, sondern die Hilfselektrode lediglich zur Steuerung der Hauptentladung dient. In diesem Falle wird die Hilfselektrode beispielsweise als Ring um eine als Spitze ausgebildete Hauptelektrode angeordnet. Legt man nun an die Ringelektrode das gleiche Potential, wie es die Spitzenelektrode besitzt, so wirkt diese Anordnung wie eine Platte, und drückt man der Ringelektrode ein gegenüber der Spitzenelektrode entgegengesetztes Potential auf, so wird die von einer Spitze ausgehende Stromableitung infolge des bestehenden inhomogenen Feldes zwischen Ring- und Spitzenelektrode verstärkt. Ordnet man nun zwei derartige Elektrodengebilde einander gegenüber an und legt an die Ring- (Steuer-) bzw. Spitzenelektroden entsprechende Spannungen an, so kann im gewünschten Augenblick eine Entladung einsetzen. Vereinfachen läßt sich die Anordnung im vorliegenden Anwendungsfalle dadurch, daß man anstatt der einen Spitze-Ring-Elektroderiariordnung eine Plattenelektrode benutzt.
  • Selbstverständlich kann man in der Einrichtung gemäß der Erfindung nach Fig. 2 anstatt der Entladungsstrecke unter Atmosphärendruck auch Metalldampf- oder Gasvakuumentladungsgefäße zur Verwendung in Wechselstromkreisen kombinieren. Desgleichen können auch Entladungsstrecken unter Atmosphärendruck mit nur einer Hilfs-bzw. Steuerelektrode an einer Hauptelektrode in Gleichstromkreisen als Überstromschut7 verwendet werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜciIr: i. Überstrornschutzeinrichtung für elektrische Apparate, vorzugsweise Meßinstrumente oder Elektronenrohre, in deren Speisekreis bereits ein Überstromschutz, beispielsweise die Sperrung des den Strom liefernden Gleichrichters, vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß zu dein zu schützenden Apparat (i) eine steuerbare Entladungsstrecke (.I bzw. 2o/i8 und 2i/i9) parallel geschaltet ist, deren Spannungsabfall im stromleitenden Zustand für den zu schützenden Apparat (i) auch im Störungsfalle (innerer Kurzschluß) eine unschädliche Höhe hat, und daß diese Entladungsstrecke (4.) beim Auftreten eines Überstromes gezündet wird, wobei gleichzeitig die in bekannter Weise im Speisekreis des Apparates angeordnete Überstromschutzeinrichtung (i2) zum Ansprechen gebracht wird.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß zu dem zu schützenden Apparat eine gas- oder dampfgefüllte Entladungsstrecke (4) parallel geschaltet ist, die bei ünerregter Kathode durch einen einer Hilfselektrode zugeführten Spannungsstoß oder bei erregter Kathode durch einen einem Steuergitter zugeführten Steuerimpuls beim Auftreten eines Überstromes gezündet wird.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß zu dem zu schützenden Apparat (r3) eine unter Atmosphärendruck arbeitende Entladungsstrecke (z8, z9) parallel geschaltet ist, die durch als Zünd- oder Steuerelektrode wirkende Hilfselektroden (2o, 21) beim Auftreten eines Überstromes gezündet wird. .
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