DE669783C - Vorrichtung zur kontinuierlichen Vor- und Hauptscheidung - Google Patents
Vorrichtung zur kontinuierlichen Vor- und HauptscheidungInfo
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- DE669783C DE669783C DEF79323D DEF0079323D DE669783C DE 669783 C DE669783 C DE 669783C DE F79323 D DEF79323 D DE F79323D DE F0079323 D DEF0079323 D DE F0079323D DE 669783 C DE669783 C DE 669783C
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C13B—PRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- C13B20/00—Purification of sugar juices
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Description
- Vorrichtung zur kontinuierlichen Vor- und Hauptscheidung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Vor- und Hauptscheidung. Derartige Vorrichtungen bestanden bisher aus Misch- und Rührgefäßen, und durch Untersuchung des geschiedenen Saftes wurde festgestellt, ob der gewünschte Scheidungspunkt erreicht war. Man hat bei derartigen Anlagen auch bereits die Kalkmilch dem Saft in kleinen Mengen langsam zugeführt.
- Die Erfindung sieht bei einer kontinuierlichen Vor- und Hauptscheidung mit getrennten Behältern für beide Abschnitte ein besonders ausgebildetes Vorscheidegefäß vor, das aus einem dem Querschnitt normaler Saftbeförderungsrohre entsprechenden, mit einer Kal'kmilchzuleitung versehenen Rohr mit Verengungen und Einbauten besteht und dem sich ein Rührbehälter anschließt, von dem eine Rohrleitung nach dem Hauptscheidegefäß führt. Die Zuführung der für die bei der Vorscheidung erstrebte Ausflockung erforderlichen kleinen Kalkmenge erfolgt also überhaupt nicht mehr in einem Behälter, sondern lediglich in dem erwähnten Rohr. Die neue Vorrichtung ermöglicht es, die Verteilung der für die Saftreinigung benötigten Kalkmenge so zu leiten, daß man mit der Beringst möglichen Menge bei vorzüglicher Ausnutzung auskommt.
- In denjenigen Fällen, in denen die Züsamm,ensetzung der Kalkmilch nicht durch besondere Überwachungsvorrichtungen konstant gehalten wird, sondern in denen die Zusammensetzung der Kalkmilch, wie üblich, schwankt, wird erfindungsgemäß durch eine elektrische Regelvorrichtung ein Ausgleich geschaffen. Durch die hinter dein Vorscheiderohr anzuordnende elektrische Regelung wird dafür gesorgt, daß die zugeführte Kallcmenge stets die gleiche bleibt, so daß eine kontinuierlich gleichbleibende optimale Ausfällung der Kolloide gewährleistet wird und trotz der Empfindlichkeit dieser Reaktion, bei der bekanntlich ein PH-Wert von etwa io,6 bis 1o,8 getroffen werden inuß, Schwankungen praktisch vollständig vermieden werden. Die Regelung der Alkalität durch Messungen unter Verwendung von elektrischen Strömen ist an sich bekannt; doch wurden dabei Messungen bisher nur zur Regelung von Kohlensäureeinströmventilen benutzt, jedoch nicht für die Regelung der Kalkmilchzufuhr zum Rohsaft.
- Dem erfindungsgemäß als Rohr ausgebildeten Vorscheidegefäß. schließt sich ein Rührgefäß an, dessen Bemessung nicht zu klein zu wählen ist, damit sich in diesem Gefäß die ausgeflockten Kolloide gut absetzen können. Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus den nachstehenden, zu den Abbildungen gegebenen Erläuterungen hervor.
- Abb. i der Zeichnung stellt eine kontinuierliche Vor- und Hauptscheidung dar, wobei ein Regler sowohl das Ventil für die Kalkmilch zur Vor- als auch dasjenige zur Hauptscheidung betätigt.
- Abb. z gibt die Anordnung bei Regelung nur eines Ventils für die Kalkmilchzuführung wieder.
- Der Saft wird mittels der Pumpe a durch ein Vorscheiderohr b gedrückt, in dem sich Verengungen e und Einbauten d befinden. Durch das Rohre fließt die Kalkmilch in das Vorscheiderohr. Infolge der Verengungen und Einbauten wird die Kall=ilch mit dem Saft intensiv vermischt. Das ist besonders in den Verengungen der Fall, da die Kalkmilch diese Stellen fadenartig passiert und in den darauffolgenden Erweiterungen auseinanderspritzt. Im Durchflußgefäß f sind Elektroden eingebaut, welche die Alkalität durch ein Instrument g anzeigen und durch einen Servomotor 1a beliebiger Bauart zwei Ventile i und k für den Kal'kzufluß sowohl für die Vor- als auch für die Hauptscheidung betätigen. Das Ventil i für die Vorscheidung ist ungefähr für eine mittlere Zuflußmenge, welche für die Vorscheidung unbedingt gebraucht wird, eingestellt, während das Ventilk für die mittlere zuzuführende Kalkmilchmenge ebenfalls eingestellt ist. Beide Ventile werden von dem Servomotor betätigt, und zwar läßt das Ventil i weniger Kalkmilch zu, wenn die Alkalität zu hoch steigt, was bei Kalkmilch von größerer Konzentration der Fall ist, und öffnet es mehr, wenn die Alkalität sinkt, wenn die Kalkmilch z. B. dünner ist und evtl. auch weniger Saft durch die Vorscheidung fließt. In gleicher Weise wird das Ventil k geregelt; also wird das Ventil auch hier mehr geöffnet, wenn die Kalkmilchdichte geringer, und geringer geöffnet, wenn die Dichte größer ist bzw. wenn mehr oder weniger Saft auch durch das Rohr fließt. Die Menge der zuzuführenden Kalkmilch ist also sowohl in Abhängigkeit von der zufließenden Saftmenge als auch von der Dichte gebracht. Der Saft im Gefäß f wird durch die intensive Mischung eine gleichmäßige Alkalität im optimalen Punkt besitzen. Der Saft fließt in das Vorscheidegefäß C, wo er längere Zeit im. optimalen Punkte unter intensivem Rühren verbleibt, damit die Kolloide zum Ausfällen kommen. Aus Pfanne( strömt der Saft in die Pfanne riz, in welcher nunmehr die Hauptscheidung vor sich geht.
- ;ach Abb. z ist der Arbeitsvorgang derselbe, nur finit dem Unterschied, daß durch den Regler lt nur ein Kalkmilchventilu betätigt wird, an welches sowohl eine Rohrleitung e als auch eine Rohrleitung zur Hauptscheidung o angeschlossen ist. An der Rohrleitung o befinden sich eine Reihe kleiner Ventile oder Durchgangshähne l), durch welche die Kalkmilch zur Hauptscheidung fließt. Durch das Aus- oder Hinzuschalten von Hähnen p wird die gewollte Kalkmilchmenge zur Hauptscheidung eingestellt. Die Menge der in das Hauptscheidegefäß nz zugegebenen Kalkmilch hat so gut wie keinen Einfluß auf die Saftreinigung, sondern nur auf die Filtrierfähigkeit des Saftes. Man kann demnach die Hähne p für den Kalkmilchzufluß zur Pfannetn beliebig verstellen, ohne die Saftreinigung zu beeinflussen. Letztere ist ja fast völlig von der guten Durchführung der Vorscheidung abhängig. Hat nun die Rübe bzw. der Saft eine solche Beschaffenheit, daß der Schlammsaft sich gut filtrieren läßt, so kann man, um Kalk zu sparen, die Hähne p drosseln oder sogar teilweise abstellen, damit weniger Kalkmilch zur Hauptscheidung fließt. Wenn z. B. die IIähiie p gedrosselt werden, so würde durch das Rohre bei gleichbleibender Kalkmilchmenge für den Moment mehr Kalkmilch in das Vorscheiderohrb fließen. Der Reglerk wird jedoch sofort ansprechen und das Ventil n (Abb. a ) drosseln, so daß also die gesamte Kaikmilchmenge, wie gewollt, für beide Scheidungen vermindert wird. Auf diese Weise ist eine sorgfältige automatische Scheidung auch dann möglich, wenn die Absperrorgane p von Hand entsprechend der gewollten zuzuführenden Kalkmilchmenge eingestellt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: z. Vorrichtung zur kontinuierlichen Vor-und Hauptscheidung mit getrennten Behältern für beide Abschnitte, gekennzeichnet durch ein Vorscheidegefäß, das aus einem dem Querschnitt normaler Saftbeför derungsr ohre entsprechenden, finit einer Kalkmilchzuleitung versehenen Rohr mit Verengungen (c) und Einbauten (d) und einem anschließenden Rührbehälter besteht, von dem eine Rohrleitung nach dem Hauptscheidegefäß führt. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß hinter das Mischrohr ein durch den elektrischen Strom betätigter Regler geschaltet ist, der ein bzw. mehrere Ventile in der Kalkmilchzuleitung für Vor- und Hauptscheidung betätigt. 3. Vorrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß der Regler auf zwei Ventile in den Leitungen zur Vor-und Hauptscheidung anspricht. Vorrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß der Regler ein Ventil in der Hauptleitung für die Kalkmilch betätigt und daß in der Leitung zur Hauptscheidung mehrere von Hand zu betätigende Ventile nebeneinandergeschaltet sind.
Priority Applications (1)
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| DE669783C true DE669783C (de) | 1939-01-04 |
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