DE669582C - Verfahren zum Betreiben von Brennkraftmaschinen mit durch Extraktion oder Druckhydrierung von Kohle gewonnenen hochsiedenden Brennstoffen - Google Patents

Verfahren zum Betreiben von Brennkraftmaschinen mit durch Extraktion oder Druckhydrierung von Kohle gewonnenen hochsiedenden Brennstoffen

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DE669582C
DE669582C DEI54271D DEI0054271D DE669582C DE 669582 C DE669582 C DE 669582C DE I54271 D DEI54271 D DE I54271D DE I0054271 D DEI0054271 D DE I0054271D DE 669582 C DE669582 C DE 669582C
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Germany
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fuel
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tar
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Expired
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DEI54271D
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English (en)
Inventor
Dr Mathias Pier
Dipl-Ing Ludwig Raichle
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/04Liquid carbonaceous fuels essentially based on blends of hydrocarbons

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zum Betreiben von Brennkraftmaschinen mit durch Extraktion oder Druckhydrierung von Kohle gewonnenen hochsiedenden Brennstoffen Beim Betreiben von Brennkraftrnaschinen für Schweröl, z. B. Dieselmaschinen, mit durch Extraktion, besonders einer solchen unter Druck, von Kohle, z. B. Steinkohle, oder durch Druckhydrierung von mit Öl zu einer Paste gemischter Kohle erhaltenen hochsiedenden Brennstoffen (oberhalb 325° siedend) ist die Brennkraftmaschine nur schwierig zum Anlaufen zu bringen. Man könnte dies zwar dadurch beheben, daß man zunächst in bekannter Weise mit einem Hilfsbrennstoff, z. B. Gasöl, das einem Bestandteil des Erdöls entstammt, anläßt und hierauf unter Benutzung der gleichen Leitung zu dem anderen Brennstoff übergeht, wenn bei dieser Umstellung nicht in der Brennstoffzuführungsanlage, bestehend aus Ansaugbehälter, Zuführungsleitungen, Pumpe und Einspritzdüse, Verstopfungen auftreten könnten, die ein zuverlässiges Arbeiten der Einspritzvorrichtungen unmöglich machen, weil der Betriebsbrennstoff mit dem restlichen Gasöl Niederschläge bildet.
  • Es wurde nun gefunden, daß dieser Nachteil beim Anlassen der Brennkraftmaschine mit Gasöl, das einem Bestandteil des Erdöls entstammt, nicht eintritt, wenn man vor der Umstellung auf den durch Extraktion oder Druckhydrierung der Kohle erhaltenen Brennstoff die Anlage zur Zuführung des Brennstoffs oder Teile derselben, insbesondere die Zuführung zur Brennkraftmaschine mit einem Teeröl bzw. einem Gemisch von Gasöl und Teeröl spült, das mit Gasöl keine Niederschläge bildet. Zum Spülen wird am besten ein Teeröl aromatischer Art verwendet, z. B. Steinkohlenteeröl oder ein aromatisches Teeröl, das -durch Druckhydrierung oder Kracken erhalten wurde und unterhalb 32j° siedet.
  • Zweckmäßig wird auch vor dem Anlassen mit Gasöl eine derartige Spülung vorgenommen, wenn sich in den Leitungen noch Reste des zuvor benützten Betriebsbrennstoffes befinden.
  • An Stelle der Spülung mit dem Gemisch aus Gasöl und aromatischem Teeröl kann man auch mit einem Teeröl, dessen Flammpunkt nicht wesentlich höher als etwa 200° liegt, unmittelbar anfahren, vorteilhafter ist es jedoch, mit einem Gasöl anzulassen, dem so viel Teeröl zugesetzt ist, daß eine Verstopfung der Leitungen vermieden wird. Es kommen hierfür Mischungen von Gasöl mit 5o bis zu So °/o Teeröl und mehr in Betracht. Beispiel Ein durch Druckextraktion von Steinkohle gewonnener flüssiger Brennstoff mit einem Zündpunkt von 22o°, dem i °% Holzteeröl zugesetzt ist, wird in einem Vorratsbehälter auf etwa ioo° gehalten. In einem zweiten Behälter befindet sich ein aus Erdöl gewonnenes Gasöl. Beim Anlassen der Brennkraftmaschine wird mit Hilfe einer Pumpe Gasöl in die Brennkraftmäschine gefördert. Nach Beendigung des Anlassens wird die Gasölzufuhr abgestellt und eine kurze Zeit aus dem dritten Behälter ein durch Verkokung von -Steinkohle gewonnenes Teeröl durch dieselbe Leitung der Brennkraftinaschine zugeführt und dann auf den im ersten Behälter befindlichen Brennstoff umgestellt.
  • Wenn die Brennkraftmaschine beim Anlassen wieder auf Gasöl umgestellt werden soll, wird durch die Leitung ebenfalls kurze Zeit Steinkohlenteeröl aus dem dritten Behälter geführt.
  • Man kann auch mit zwei Vorratsbehältern auskommen, wobei in dein einen der durch Druckextraktion gewonnene Brennstoff und in dein anderen ein Gemisch, bestehend aus r51/, Gasöl und 85°/o Teeröl, enthalten sind. Ein Spülen der Leitungen ist dann nicht erforderlich.

Claims (1)

  1. PATLNTANSPR1iCI-11:: i. Verfahren zum Anlassen von Brennkraftmaschinen, die mit einem durch Extraktion, insbesondere einer solchen unter Druck, oder durch Druckhydrierung von mit Öl zu einer Paste gemischter Kohle erhaltenen hochsiedenden Brennstoff betrieben werden, wobei zum Anlassen ein besonderer Brennstoff unter Verwendung der gleichen Leitung für den Betriebstreibstoff und den Anlaßbrennstoff angewandt wird, dadurch gekennzeichnet, daß man vor dem Betrieb mit den genannten Treibstoffen zum Anlassen in die Brennstoffzuführungsanlage oder Teile derselben Teeröle, vorzugsweise aromatische Teeröle, oder bei Verwendung eines dem Erdöl entstammenden Gasöls Teeröl als Waschöl zwischen dem Gasöl und dem Betriebstreibstoff einführt. ?. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zum Anlassen ein Gemisch von Gasöl und Teeröl verwendet wird, das 5o bis 8o'/, Teeröl oder mehr enthält, um eine Verstopfung der Leitungen beim Übergang auf den Betriebsbrennstoff zu verhindern.
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