DE669028C - Pruefjoch zum Messen magnetischer Kennwerte - Google Patents

Pruefjoch zum Messen magnetischer Kennwerte

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DE669028C
DE669028C DEK135675D DEK0135675D DE669028C DE 669028 C DE669028 C DE 669028C DE K135675 D DEK135675 D DE K135675D DE K0135675 D DEK0135675 D DE K0135675D DE 669028 C DE669028 C DE 669028C
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Germany
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Expired
Application number
DEK135675D
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English (en)
Inventor
Dr Fritz Staeblein
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AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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Publication date
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R33/00Arrangements or instruments for measuring magnetic variables
    • G01R33/12Measuring magnetic properties of articles or specimens of solids or fluids
    • G01R33/14Measuring or plotting hysteresis curves

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Condensed Matter Physics & Semiconductors (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Magnetic Variables (AREA)

Description

  • Prüfjoch zum Messen magnetischer Kennwerte Die laufende Prüfung von Stählen auf ihre magnetischen Eigenschaften, z. B. die Überwachung von Stahl für Dauermagnete, erfordert bei der großen Zahl der zu messenden Einzelproben einen erheblichen Zeitaufwand, wenn man mit den bisher bekannten Verfahren die magnetischen Kennwerte, wie Remanenz, Koerzitivkraft oder gar ein zusammenhängendes Stück der Magnetisierungskurve, aufnehmen wollte. Die meisten Verfahren liefern überdies nicht unmittelbar die richtigen Größen, die man z. B. für die Aufzeichnung der Induktion in Abhängigkeit von der Feldstärke braucht, sondern erfordern die Anwendung der sogenannten Scherung, die von Fall zu Fall ermittelt werden muß. Ein weiterer Nachteil gebräuchlicher Meßanordnungen besteht darin, daß die zu untersuchenden Probestücke engen Bedingungen hinsichtlich ihrer Längen und Querschnitte unterworfen sind, so daß in den wenigsten Fällen der verwendungsfertige Magnet, sondern meist nur besonders angefertigte Stücke stichprobenweise untersucht werden können. Das ist besonders störend, wenn die magnetischen Eigenschaften stark vom Querschnitt und den dadurch bedingten Abkühlungsverhältnissen abhängig sind, da dann Proben und Fertigstücke überhaupt nicht vergleichbar sind. An sich gibt es selbstverständlich laboratoriumsmäßige Verfahren, um die magnetischen Eigenschaften beliebiger Stücke mit jeder gewünschten Genauigkeit zu bestimmen; ihre praktische Anwendung ist jedoch ausgeschlossen, vor allem durch den mit der geforderten Genauigkeit unverhältnismäßig anwachsenden Zeitaufwand. Die Notwendigkeit der Überwachung der Gleichmäßigkeit der Lieferungen sowie insbesondere der Ausscheidung schlechter Stücke hat daher zur Konstruktion sogenannter Magnetprüfer geführt, die zwar eine sehr rasche Durchprüfung sämtlicher Stücke erlauben, dafür aber auch nur Vergleichszahlen liefern,. die lediglich innerhalb einer Reihe gleichwertiger Stücke als Anhalt für deren Bewertung dienen können, die aber mit den physikalisch definierten Grundeigenschaften des Materials nur in einer losen, jedenfalls unbekannten Beziehung stehen. Bei einem bekannten Prüfapparat sind .zwei je mit einer Magnetisierungsspule versehene U-förmige Joche vorhanden, zwischen denen das Probestück eingeklemmt wird, so daß die beiden Joche symmetrisch zu diesem liegen und in Parallelanordnung mit ihm zusammenwirken.
  • Die vorliegende Erfindung setzt sich nun die Aufgabe, ein Prüfjoch zum Messen 'der Kennwerte magnetischer Teile zu schaffen, das die Arbeitsgeschwindigkeit der vorgenannten Gruppe von Geräten ermöglicht und dabei die Vorteile bietet, physikalisch definierte Größen zu liefern, etwa Remanenz und Koerzitivkraft oder allgemein die Induktion in Abhängigkeit von der Feldstärke, und weitgehend unabhängig zu sein von der Probeform. Erfindungsgemäß wird ein solches Prüfjoch dadurch hergestellt, daß symmetrisch zu einem gemeinsamen Mittelsteg magnetische Kreise angeordnet sind, die Magnetisierungsspulen derart aufweisen, däg die Kreise praktisch gleiche Flüsse führen, d Mittelsteg dagegen selbst flußlos ist, und dä$ der beim Einsetzen eines Probestückes in den einen Kreis im Mittelstag auftretende Fluß gemessen wird. Dieser Fluß im Mittelsteg kommt dadurch zustande, daß durch das Einsetzen des Probestückes die Symmetrie gestört wird. Der Fluß im Mittelsteg -bildet dabei ein Maß für den Probefluß..
  • Als besonders vorteilhaft hat sich ein Prüfjoch aus zwei mit Magnetisierungsspulen versehenen Jochhälften aus weichem Eisen erwiesen, die; vorzugsweise U-förmig oder hufeisenförmig und mit den Schenkeln einander zugekehrt, derart angeordnet sind, daß die eine Jochhälfte auf einem fest angeordneten Mittelsteg aus weichem Eisen verschiebbar ist. Der Mittelsteg wird zweckmäßig in zwei Teilchen ausgeführt, zwischen denen dann eine Meßvorrichtung, beispielsweise eine mit Hilfsstrom betriebene Drehspule oder eine Unipolarmaschine, zum Messen des durch die Mittelstege hindurchgehenden Kraftflusses eingefügt werden kann.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Prüfjochs gemäß der Erfindung dargestellt. Abb. z zeigt eine Ansicht von vorn, Abb. 2 einen Grundriß des Prüfjochs. Entsprechende Teile sind in beiden Abbildungen mit den gleichen Bezeichnungen versehen: X ist die eine Jochhälfte, die auf dem fest angeordneten Mittelsteg d verschiebbar ist. Die Jochhälfte A besitzt sorgfältig gearbeitete Gleitflächen, in die der Mittelsteg d derart eingepaßt ist, daß guter magnetischer Schluß zwischen beiden Teilen vorhanden ist: B ist die zweite Jochhälfte, welche ebenso wie die Jochhälfte A Magnetisierungsspulen c trägt, jedoch mit dem Mittelsteg e starr verbunden ist. f ist eine mit Hilfsstrom betriebene, mit einem Eisenkern und einer Ablesevorrichtung versehene Drehspule, mittels deren der durch die Mittelstege d, e hindurchgehende Kraftfluß gemessen wird. Die Ablenkung der Drehspule ist bekanntlich proportional dem Spulenstrom und der Feldstärke im Luftspalt; die Ablesung erfolgt, wie üblich, durch einen nicht gezeichneten körperlichen oder Lichtzeiger.
  • Die Joche A, B mit den Magnetisierungsspulen c sind in bezug auf den Mittelsteg symmetrisch ausgeführt, und die Magnetisierungsspulen sind dabei elektrisch derart in Reihe geschaltet, daß sie bei Stromdurchgang einen geschlossenen, gemeinsamen Kraftfluß erzeugen, der z. B. bei einer gewissen Stromrichtung vom Jochteil B, Jochschenkel b1, über den rechten Luftspalt s nach dem Jochschenkel a1 des Jochteils A und von da über den Jochschenkel a= und den linken Luftspalt t nach dem Jochschenkel b2 des Jochteils B zurückverläuft. Wenn n«:.den Luftspalten zwischen den Schenkeln der äochhälften ein Probestück nicht eingespannt ist der magnetische Kreislauf vollkommen '.. symmetrisch, so daß durch die Mittelstege keine Kraftlinien verlaufen. Führt man nun in einem der Luftspalte, beispielsweise s, eine Probe g ein, so wird dadurch ein zusätzlicher Fluß entstehen, der sich wieder zu schließen sucht. Als bequemster Weg dazu bieten sich die Mittelstege mit ihrem verhältnismäßig kleinen Luftweg; hierüber verläuft daher der Hauptteil der von der Probe stammenden Induktionslinien. Ein kleiner Teil schließt sich auch über den anderen Luftspalt t zwischen den Jochschenkeln a2 und b-; doch bleibt das Verhältnis beider unter den praktisch vorkommenden Bedingungen immer erhalten, so daß eine einmalige Eichung genügt. Es ist, wie auch bei anderen magnetischen Prüfgeräten, zweckmäßig; den Hilfsstrom in der Drehspule umgekehrt proportional zum Querschnitt der zu untersuchenden Stahlprobe zu machen, da dann der Ausschlag des Zeigers proportional zum Verhältnis Gesamtfluß im Mittelsteg Probenquerschnitt ist. Mit Hilfe des vorbeschriebenen Prüfjoches wird also, und das ist das Charakteristische des Erfindungsgedankens, der magnetische Kreis durch symmetrische Anordnung in bezug auf den Mittelsteg in Kreise aufgeteilt, von denen der eine durch d, e; b1, s, a1, der andere durch d, e, b'=, t, a1 gebildet wird, wobei der gemeinsame Mittelsteg d, e zunächst flußlos ist, jedoch einen magnetischen Fluß führt, sobald das Probestück g in den Luftspalt s des einen Kreises eingesetzt wird.
  • Mit einem solchen Prüfjoch läßt sich die Feststellung der magnetischen Kennwerte der Proben auf schnelle und einfache Weise mit der erforderlichen Genauigkeit ausführen. Dabei ist zur vollständigen Kennzeichnung des magnetischen Verhaltens von Stähl insbesondere auch die Bestimmung der Feldstärke in der Probe wesentlich, bei der eine gewisse Induktion erreicht wird. Gerade diese Aufgabe läßt sich bei den bisher gebräuchlichen Prüfgeräten nur unvollkommen oder wenigstens nur umständlich und mit großem Zeitaufwand lösen. Mit dem Prüfjoch gemäß der Erfindung wird sie besonders einfach und schnell unter Zuhilfenahme eines Meßgenerators Hgelöst, von dem ein Ausführungsbeispiel in Abb. 3 für sich dargestellt ist. Er besteht aus einer auf einem geeigneten Träger angebrachten Spule i, die von einem Synchronmotor k in Umdrehung versetzt wird. Da der übliche Lichtstrom stets 5o Perioden besitzt, ist die Umdrehungsgeschwindigkeit der Spule mit weitaus genügender Genauigkeit als gleichbleibend anzusehen. Bringt man nun die rotierende Spule, wie in Abb. 2 dargestellt, in die Nähe der Probe g, so wird in der Spule eine Wechselspannung erzeugt, die wegen des stetigen Übergangs der Tangentialkomponente der Feldstärke in der Probe proportional ist. Diese Wechselspannung kann mittels eines Kollektors l und der Schleifbürsten m gleichgerichtet und so an einem empfindlichen Gleichstrominstrument abgelesen werden.
  • Durch Verwendung des Prüfjochs und des Meßgenerators in der geschilderten Anordnung können die Feldstärke und die zugehörige Induktion an weitgehend beliebig gestalteten Proben aus stationären Zeigerausschlägen ermittelt werden, und zwar ohne die sonst notwendigen, an der abgelesenen Feldstärke anzubringenden Verbesserungen (Scherung). Die Messung kann also praktisch so schnell vor sich gehen, wie das Notieren der Einzelwerte geschehen kann. Es würde auch keine grundsätzliche Schwierigkeit bedeuten, die beiden Zeigerausschläge nach einem der hierfür gebräuchlichen Verfahren rechtwinklig zusammenzusetzen und so z. B. mittels eines Lichtzeigers die Magnetisierungskurve auf einer lichtempfindlichen Schicht selbsttätig aufzuzeichnen.

Claims (1)

  1. PATE NTANSPRÜCIIL: z. Prüfjoch zum Messen der Kennwerte magnetischer Teile mit weitgehend beliebigen Abmessungen, dadurch gekennzeichnet, daß symmetrisch zu einem gemeinsamen Mittelsteg (d, e) magnetische Kreise (d-e-bl-s-al, d-e-b'=-t-a'-') angeordnet sind, die Magnetisierungsspule (c) derart aufweisen, daß die Kreise praktisch gleiche Flüsse führen, der Mittelsteg (d, e) selbst dagegen flußlos ist, und daß der beim Einsetzen eines Probestückes (g) in den einen Kreis (d-e-bl-s-al) im Mittelsteg (d; e) - auftretende Fluß gemessen wird. a. Prüfjoch nach Anspruch r, gekennzeichnet durch zwei mit Magnetisierungsspulen (c) versehene, vorzugsweise U-förmig oder hufeisenförmig ausgebildete und mit den Schenkeln einander zugekehrte Jochhälften (A, B) aus Weicheisen, von denen die eine (A) auf einem fest angeordneten Mittelsteg (d) aus Weicheisen verschiebbar ist. 3. Prüfjoch nach Anspruch z oder a, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelsteg aus zwei Teilen (d, e) besteht und zum Messen des durch ihn hindurchgehenden Kraftflusses zwischen den Teilen (d, e) eine Meßvorrichtung (f), beispielsweise eine mit Hilfsstrom betriebene, mit einer Ablesevorrichtung versehene Drehspule mit Eisenkern oder eine Unipolarmaschine, angeordnet ist. q.. Verfahren zur Ermittelung der Kennwerte magnetischer Teile unter Verwendung eines Prüfjoches gemäß den Ansprüchen x bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Feststellung der Feldstärke im Probestück eine kleine, in unmittelbarer Nähe des Probestückes gleichmäßig rotierende, vorzugsweise durch einen kleinen Synchronmotor angetriebene Spule (i) angebracht und die in dieser induzierte Spannung gemessen wird.
DEK135675D 1934-10-23 1934-10-23 Pruefjoch zum Messen magnetischer Kennwerte Expired DE669028C (de)

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DE (1) DE669028C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970828C (de) * 1952-02-14 1958-10-30 Leybold S Nachfolger E Magnetsystem fuer Messzwecke
DE1157003B (de) * 1955-09-01 1963-11-07 Kugelfischer G Schaefer & Co Verfahren zur zerstoerungsfreien Haertepruefung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970828C (de) * 1952-02-14 1958-10-30 Leybold S Nachfolger E Magnetsystem fuer Messzwecke
DE1157003B (de) * 1955-09-01 1963-11-07 Kugelfischer G Schaefer & Co Verfahren zur zerstoerungsfreien Haertepruefung

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