DE666406C - Verfahren zum Herstellen einer Akkumulatorenbatterie - Google Patents
Verfahren zum Herstellen einer AkkumulatorenbatterieInfo
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Description
- Verfahren zum Herstellen einer Akkumulatorenbatterie Es ist eine aus doppelpoligen Platten zusammengebaute und mit einem aus einer Lösung eines oder mehrerer löslichen Bleisalze bestehenden Elektrolyten versehene Akkumulatorenbatterie bekannt, deren Platten aus einem m einer Asphalthülle angebrachten Graphitgemisch bestehen. Mittels Isolierringe wurden die bipolaren Platten voneinander getrennt gehalten, -und eine Asphalthülle diente zur Feuchtigkeitsabdichtung der Zellen. Auch ist es bekannt, die Platten aus einem Gummi-Graphit-Gemisch herzustellen.
- Bei der Herstellung einer solchen Akkumulatorenbatterie muß man beachten, daß die doppelpoligen Platten der verschiedenen Zellen in solcher Weise angeordnet werden, daß keine Verbindung zwischen den Zellen unter-.einander möglich ist. Die Beachtung dieses Umstandes bereitet aber beim Zusammenbau solcher Batterien Schwierigkeiten. Um die Platten der verschiedenen Zellen während des Zusammenbaues in der richtigen Entfernung zu halten, wurden bisher die zu einer Akkumulatorensäule verwendeten doppelpoligen Platten aufeinandergestapelt und jede Platte von der nächstfolgenden durch Abstandsstücke ,auf der gewünschten Entfernung gehalten. Dieser dem Zusammmenbau vorhergehende Aufstapelvorgang ist zeitraubend, und es bereitet ,auch Schwierigkeiten, die in dieser Weise aufeinandergestapelten Platten mit den zwischenliegenden Abstandsstücken in dem weiteren Fertigungsverfahren zu handhaben, da man auch hierbei immer darauf bedacht sein muß, daß die Abstandsstücke zwischen den doppelpoligen Platten ihre richtige Lage beibehalten.
- In bedeutend einfacherer Weise läßt sich ein solches aus doppelpoligen Platten zusammengesetztes und zum Füllen mit einem aus einer Lösung eines oder mehrerer löslichen Bleisalze bestehenden Elektrolyten geeignetes Gerüst für eine Akkumulatorenbatberie fertigen, wenn gemäß der Erfindung ein metallener Lehrenkörper, mit den aus Gummi-Graphit-Gemisch bestehenden doppelpoligen Platten bestückt, in einem Formkasten mit Asphalt ausgegossen und der Lehrenkörper nach dem Erkalten der die doppelpoligen Platten auf Abstand haltenden Asphaltmasse entfernt wird. Die Fertigung solcher Akkumulatorenb,atterien läßt sich auf diese Weise bis auf die einfachsten Verfahrensschritte beschränken, wenn ein solcher Lehrenkörper verwendet wird. Dieser Lehrenkörper weist öffnungen auf, die zur Aufnahme je einer zuvor fertiggestellten, aus einem Gummi-Graphit-Gemisch bestehenden doppelpoligen Platte geeignet sind. Wird dann dieser mit den doppelpoligen Platten bestückte L@ehrenkörper meinen Formkasten eingesetzt und die verbleibenden Hohlräume zwischen dem die doppelpoligen Platten in richtigem Abstand haltenden Lehrenkörper und dem umgebenden Formkasten mit einer Asphaltmasse ausgegossen, so werden die überstehenden Ränder der aus einem Graphitgemisch bestehenden doppelpoligen Platten in der Asphaltmasse aufgenommen und bei deren Erkaltung in ihr gehaltert, wobei von der Eigenschaft Gebrauch gemacht wird, daß Asphalt, Paraffin und eine ähnliche Eigenschaften aufweisende Masse gut an dem Gummi-Graphit-Gemisch der doppelpoligen Platten haftet. Es braucht nach dem Erkalten der eingegossenen Asphaltmasse dann nur noch der metallene Lehrenkörper aus dem Formkasten herausgehoben und die umschließenden Wände des Formkastens abgenommen zu werden, worauf man .dann das Gerüst für die Akkumulatorenbatterie zur weiteren Fertigstellung mit im richtigen und durchweg gleichen Abstand voneinander sicher gehalterten doppelpoligen Platten zur Fertigstellung der Akkumulato.renbatterie zur Verfügung hat. Um das Haften der Asphaltmasse an den aus Gummi-Graphit-Gemisch bestehenden Platten noch zu verbessern, kann es zweckmäßig sein, diese Platten vor dem Bestücken des Lehrenkörpers mit einem bestrichenen Asphaltrand zu versehen; das Batteriegerüst wird, nachdem es in dieser Weise fertiggestellt ist, dann mit einem aus einer Lösung eines oder mehrerer löslichen Bleisalze bestehenden Elektrolyten gefüllt.
- Als Elektrolyt kann beispielsweise Bleisilciumfluorid, Bleifluoborat o. dgl. Verwendung finden und, wie dies bei Trockenbatterien üblich ist, kann ein poröser, saugfähiger Stoff, zweckmäßig Watte, Glaswolle, säurefeste, poröse Steinchen, zur Aufnahme eines solchen Elektrolyten verwendet werden.
- Die Erfindung ist in der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Die Abbildungen der Zeichnung veranschaulichen die verschiedenen Herstellungsstufen bei der Fertigung einer Akkumulatorenbatterie gemäß der Erfindung.
- In Fig. i und 2 sind doppelpolige Platten dargestellt, die als Elektroden in der Batterie verwendet werden sollen. Sie bestehen aus einem Gummi-Graphit-Gemisch, das durch Walzen erhalten wird. An dem Gummigraphitkörper i ist an einer Seite ein Kupferstreifen 2 mit einer Kontaktbuchse. 3 vorgesehen. Ein Randstreifen g von etwa 3 mm Breite besteht aus einer Lösung von Asphalt und Benzen und dient dem Zweck, die Halterung dieser Platten beim weiteren Fertigungsvorgang in der Asphalthülle zu verbessern.
- Diese doppelpoligen Platten werden in Öffnungen 4. eines metallenen Lehrenkörpers 5 eingeschoben, derart, daß, wie aus Fig.3 ersichtlich, der Rand der Platten seitlich über den Formkörper vorsteht. Dieser mit den doppelpoligen Platten bestückte Lehrenkörper wird von einem Formkasten 6 umgeben, auf dessen Boden der Lehrenkörper fest aufliegt. Lediglich zwischen den seitlichen Wänden des Formkastens 6 und dem die doppelpoligen Platten enthaltenden Lehrenkörper 5 besteht ein Hohlraum. Dieser Hohlraum wird mit Paraffin, einer Asphaltmasse oder einer ähnlichen Masse ausgegossen, so daß nicht nur die erwähnten seitlichen Hohlräume, sondern auch die Oberseite des Lehrenkörpers von der Asphaltmasse bedeckt ist.
- Nachdem diese Füllmasse abgeflammt und abgekühlt ist, wird der Kasten 6 zusammen mit dem Batteriegerüst durch Andrehen der in der Bodenplatte des Kastens vorhandenen Schraubenbolzen 7 von dieser Platte nach oben gehoben, wobei der ebenfalls an der Bodenplatte befestigte Lehrenkörper 5 von der Füllmasse frei wird. Da in der erkalteten, Füllmasse auch die doppelpoligen Platten verankert sind, ziehen auch diese sich aus den Öffnungen ¢ des metallenen Lehrenkörpers 5 hierbei heraus, und nach Aufschrauben des Kastens 6 bleibt lediglich das in Fig. q. veranschaulichte Batteriegerüst übrig, das also aus der erkalteten Asphaltmasse mit den darin gehalterten doppelpoligen Platten i besteht. Die zwischen den Platten verbleibenden Hohlräume werden darauf mit dem Elektrolyten gefüllt, der aus einer Lösung eines oder mehrerer Bleisalze besteht und der beispielsweise in Watte, Glaswolle oder anderen saugfähigen Stoffen aufgenommen sein kann.
- Nach dem Füllen der Zellen mit dem Elektrolyten wird die, wie aus Fig. q. ersichtlich, zunächst offene obere Seite mit einer Asphaltmasse abgegossen und dann diese so erhaltene Akkumulatorenbatterie in einen Glaskörper o. dgl. eingesetzt. Nach Aufladung ist dann die Batterie verwendungsbereit.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen eines aus doppelpoligen Platten zusammengesetzten, zum Füllen mit einem aus einer Lösung eines oder mehrerer löslichen Bleisalze hestehenden Elektrolyten geeigneten Gerüstes einer Akkumulato@renbatterie, dadurch gekennzeichnet, daß ein metallener Lehrenkörper mit den aus Gummi-Graphit-Gemisch bestehenden doppelpoligen Platten bestückt, in einem Formkasten mit Asphalt ausgegossen und der Lehrenkörper nach dem Erkalten der die doppelpolig4n Platten auf Abstand haltenden Asphaltmasse entfernt wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekemizeichnet, daß die aus Gummi-Graphit-Gemisch bestehenden Platten vor dem Bestücken des Lehrenkörpers mit einem ,aufgestrichenen Asphaltrand versehen werden. 3. Gemäß dem Verfahren nach Anspruch i aus doppelpoligen Platten zusammengebaute und mit einem aus einer Lösung eines oder mehrerer löslichen Bleisalze bestehenden Elektrolyten versehene Akkumulatorenbatterie, dadurch gek.ennzeichnet, daß die aus einem Gummi-Graphit-Gemisch bestehenden Platten in einer gegossenen Asphalthülle gehaltert sind. q.. Akkumulatorenbatterie nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrolyt in z. B. aus Watte, Glaswolle oder ähnlichem Material bestehenden Stoff aufgenommen und in dem Akkumulator angebracht ist.
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