DE665346C - Luftpostpapier - Google Patents

Luftpostpapier

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DE665346C
DE665346C DEP74370D DEP0074370D DE665346C DE 665346 C DE665346 C DE 665346C DE P74370 D DEP74370 D DE P74370D DE P0074370 D DEP0074370 D DE P0074370D DE 665346 C DE665346 C DE 665346C
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Description

  • Luftpostpapier Als Luftpostpapiere werden Seidenpapiere verwendet, die entweder weiß oder je nach dem verwendeten Rohstoff und seiner Bearbeitung etwas gelblich sind. Solche Seidenpapiere werden im übrigen aus schmierig gemahlenem Zellstoff hergestellt, um ein gutes Beschreiben derselben zu ermöglichen. Das Bestreben, möglichst große Portoersparnisse zu erzielen, führte nun dazu, ihre Dicke immer weiter zu vermindern. Schon die dickeren Luftpostpapiere sind aber so dünn und durchscheinend, daß man, obwohl aus Gründen der Portoersparnis das Bestreben darauf gerichtet ist, die Schreibfläche möglichst auszunutzen, darauf verzichten muß, die Rückseite zu beschreiben, wenn man die Lesbarkeit beider Seiten nicht stark beeinträchtigen will.
  • Es ist zwar schon mehrfach versucht worden, die Durchsichtigkeit von Schreib- oder Druckpapieren herabzusetzen. Einmal versuchte man es dadurch, daß man die Flächen des Papiers mit einem feinen weißen oder farbigen, die Papierfarbe zu reinweiß ergänzenden Raster bedruckte, um die Reflexion des auftreffenden Lichtes zu erhöhen und damit die Durchsichtigkeit des Papiers zu vermindern.
  • Mit demselben Ziel hat man dem Papier einen Aufstrich mit verschiedenen Mitteln gegeben. Da die hierfür zur Verwendung kommenden Mittel weiß sind, um die Durchsichtigkeit durch erhöhte Reflexion des auffallenden Lichtes zu vermindern, so muß ziemlich viel von diesen Mitteln angewandt tverden. Ihre Verwendung für Postpapier findet aber sehr bald ihre Grenze in der Notwendigkeit, das Gewicht des Papiers niedrig zu halten. Die bekannten hierfür verwendeten Mittel haben aber ein hohes spezifisches Gewicht, so daß die Grenzen für ihre Verwendung eng -sind.
  • Es ist ferner versucht worden, dem Papier schon während seiner Erzeugung durch Beimengung von solchen Mitteln, deren Lichtbrechungsvermögen demjenigen des Zellstoffes überlegen ist, einen höheren Grad von Undurchsichtigkeit zu geben. Auch diese Stoffe, z. B. Zinksulfid, Titanoxyd u. a., haben neben der Eigenschaft der höheren Lichtbrechung ein hohes spezifisches Gewicht, so daß ihre Verwendung für Papiere, die besonders leicht sein müssen, sich verbietet. Sie sind aut@er,#-dem kostspieliz. @y
    Alle diese Vorschläge, deren Ziel. asA5t
    dünne Papiere undurchsichtig zu m' t
    gehen also von der Voraussetzung aus, ,
    Weiße des Papiers erhalten oder, wenn möglich, erhöht werden muß, um den Gegensatz zu den aufzutragenden dunklen Schriftzeichen zu erhalten oder noch zu erhöhen. Die Erfindung macht sich von diesem durch Überlieferung eingewöhnten Gedankengang freiend geht den entgegengesetzten Weg. Demgemäß besteht die Erfindung in einem Luftpostpapier aus mittels Hand oder Maschine beschreibbarem Seidenpapier, das unter Verwendung eines dunklen, insbesondere schwarzen Farbstoffes derart durchfärbt ist, daß beim beidseitigen Beschreiben des Papiers mit hellem, insbesondere weißem Farbstoff ein Durchscheinen der Schriftzeichen im auffallenden Licht von der anderen Seite her nicht stattfinden kann. Zwar hat man auch schon dunklen Karton oder dunkles Papier weiß beschriftet, wenn der Karton oder das Papier aus anderem Grunde als dem der Erzielung von Undurchsichtigkeit schwarz gehalten wurde. Es ist andererseits dünnes, schwarzes Seidenpapier, das aus anderem Grunde, z. B. zu Dekorationszwecken, schwarz gefärbt ist, bekannt. Während dieses wegen seiner Saugfähigkeit und übrigen Bescl-hlttenheit nicht zum Beschriften und damit auch nicht für den Luftpostverkehr geeignet ist, sind erstere wegen ihrer Schwere hierfür unverwendbar. Schließlich ist auch schon vorgeschlagen worden, zur Herstellung von Durchschlägen, also nicht von Originalen wie im vorliegenden Fall., dunkel gefärbtes Durchschlagpapier zu verwenden. Aber auch hierbei handelt es sich nicht um solches Papier, das wie Luftpostpapier aus schmierig gemahlenem Zellstoff hergestellt ist, so daß selbst weiße Farbe leicht durchschlagen kann, was bei Durchschlägen, die nur einseitig beschrieben werden, nicht weiter nachteilig ist, im vorliegenden. Fall aber unbedingt vermieden werden muß. Auch *kesteht Durchschlagpapier im allgemeinen ,nicht aus so dünnem Papier, wie das als `Luftpostpapier verwendete Seidenpapier aus schmierig gemahlenen Zellstoffasern.
  • Durch die Erfindung ist also der Weg gewiesen, Luftpostpapier beidseitig beschreibbar zu machen, ohne die Leserlichkeit der Schriftzeichen zu beeinträchtigen und das Gewicht des Papiers zu erhöhen, denn das Gewicht des vom Papier aufgenommenen Farbstoffes ist praktisch ohne Bedeutung. Da das Papier bis zum tiefen Schwarz verdunkelt und die Schriftzeichen bis zu Weiß erhellt werden können, so ergibt sich, daß die Schriftzeichen auch bei dünnsten Papieren im auffallenden Licht von. der anderen Seite nicht durchscheinen können. Der zur Färbung verwandte Farbstoff wird entweder dem Stoff beigefügt, oder er wird nach der Fertigstellung des Papiers auf dieses aufgetragen. Die zur Verwendung kommenden Farbstoffe können mannigfacher Art sein. Bei ihrer Auswahl ist selbstverständlich besondere Rücksicht zu nehmen auf ein geringes spezifisches Gewicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Luftpostpapier, bestehend aus mittels Hand oder Maschine beschreibbaren Seidenpapier, dadurch gekennzeichnet, daß das Seidenpapier unter Verwendung eines dunklen, insbesondere schwarzen Farbstoffes derartig durchfärbt ist, daß beim beidseitigen Beschreiben des Papiers mit hellem, insbesondere weißem Farbstoff ein Durchscheinen der Schriftzeichen im auffallenden Licht von der anderen Seite her nicht stattfinden kann.
DEP74370D 1936-12-25 1936-12-25 Luftpostpapier Expired DE665346C (de)

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