DE664675C - Ringlaeufer fuer Ringspinn- und Ringzwirnmaschinen und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Ringlaeufer fuer Ringspinn- und Ringzwirnmaschinen und Verfahren zu dessen Herstellung

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DE664675C
DE664675C DEH146613D DEH0146613D DE664675C DE 664675 C DE664675 C DE 664675C DE H146613 D DEH146613 D DE H146613D DE H0146613 D DEH0146613 D DE H0146613D DE 664675 C DE664675 C DE 664675C
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runners
spinning
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DEH146613D
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H7/00Spinning or twisting arrangements
    • D01H7/02Spinning or twisting arrangements for imparting permanent twist
    • D01H7/52Ring-and-traveller arrangements
    • D01H7/60Rings or travellers; Manufacture thereof not otherwise provided for ; Cleaning means for rings
    • D01H7/604Travellers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)
  • Solid-Phase Diffusion Into Metallic Material Surfaces (AREA)

Description

  • Ringläufer für Ringspinn- und Ringzwirnmaschinen und Verfahren zu dessen Herstellung Ringläufer für Ringspinn- und Ringzwirnmaschinen werden aus Spezialmaterial besonderer Güte und Reinheit hergestellt, wobei ein Walzdraht aus derartigem Material zu einem präzisen Feindraht unter sorgfältigster Schonung- verzogenund #,--ew-alzt wird.
  • Die weitere Verarbeitung dieses so gewonnenen Feinmaterials zu Ringläufern der gewünschten Form und Größe erfolgt auf besonders genau arbeitenden Blegeautomaten.
  • Die auf diese Weise erzeugten Läufer wurden dann bisher im Wege der Einsatzhärtun.g (Kohlenstoffhärtung) gehärtet und, soweit erforderlich, einer Nachbehandlung durch Scheuern unterworfen und schließlich auf Hochglanz poliert.
  • Eine Härtung des Läufers und die Erzeugung einer sehr glatten Oberfläche ist deshalb erforderlich, weil diese Läufer mit außerordentlich hoher Geschwindigkeit, die heute 20 bis 25 M/Sek. und darüber beträgt, auf dein Läuferring gleiten, wobei zum Teil diese Ringe überhaupt keine Schmierung besitzen. Die Laufeigenschaften und die Lebensdauer s-olcher Ringläufer sind also stark von der Härte und Glätte der Laufoberfläche abhängig.
  • Nun ist für die verschiedensten Arten von Gegenständen, unter anderem auch für Teile von Textilmaschinen, z. B. Rippscheiben und -zvlinder an Strickniaschinen, Schloßteile, Fadenführer, Nadelbetten, die Nitrierhärtung vorgeschlagen worden. Solche Teile durch Nitrierh-ärtung mit einer möglichst harten Oberfläche zu versehen, hat aber irgendwelche besonderen Schwierigkeiten nicht geboten, weil es sich meistens entweder uni Teile verbältnismäßig kräftiger Bauart oder um Teile gehandelt hat, bei denen lediglich die glatte und harte Oberflächenbeschaffenheit eine Rolle spielte. .
  • Es hat dagegen wegen der Eigenart solcher Ringläufer durchaus nicht nahegelegen, Läufer nach dem für andere Gegenstände bekannten Nitrierverfahren zu härten; vielmehr standen einer solchen Herstellungsart erliebliche Bedenken gegenüber.
  • So befürchtete man, daß es praktisch unmöglich sein würde, Stücke von solcher Kleinheit und insbesondere von solchem geringen Durchmesser, z. B. bis herunter zu o,2 mm Durchmesser, an allen Stellen gleichmäßig durch das Nitrierverfahren zu härten, ohne daß der Läufer die für das Einsetzen der Läufer in die Ringe erforderliche Federkraft einbüßt.
  • Diese Bedenken treten noch in erhöhtem Maße auf bei Läufern stärkeren Ouerschnittes. Der Grund hierfür ist darin zu suchen, daß beim Nitrierverfahren im Gegensatz zur Kohlenstoffhärtung die Härtung den Gegenstand nicht vollständig durchdringt, sondern sich nur auf eine verhältnismäßig dünne Oberflächenschicht beschränkt. Es bestand infolgedessen die Gefahr, daß der Kern des Läufers weich blieb und der Läufer beim Einsetzen in den Ring eine verbleibende Förmveründerung herfahren würde, wodurch der Läufer im Betrieb leicht wieder aus dem Ring herausspringt.
  • Bedenken bestanden auch hinsichtlich der Formhaltung. Läufer müssen bekanntlich auf Bruchteile von Millimetern genaue Form besitzen, so daß sie sich einerseits in den Ring einsetzen lassen, andererseits aber nicht ungewollt aus dem Ring herauss'pringen könel nen. Nun ist es aber durchaus bekannt '- dj' es für Maß- und Formhaltung bei nitriei-Stücken erforderlich ist, daß die Stückev, lig spannungsfrei in den Nitrierofen komme it 21 eN Dies ist bei Läufern praktisch unmöglich da schon in dem Draht durch das Verformen mittels Kaltziehens und Kaltwalzens Spannungen enthalten sind, andererseits durch das Kaltbiegen des Drahtes zur Läuferform weitere zusätzliche Spannungen entstehen, die im Nitrierofen ausgelöst werden und dadurch die Form des Läufers schädlich verändern. können.
  • Es hat sich nun aber gezeigt, daß diese Bedenken nicht durchschlagend sind, indem einerseits trotz starker Außenhärtung noch genügend Federung zum Einsetzen des Läufers vorhanden ist, wenn der Draht besonders hart gezogen wird, d. h. mit größerer Härte als ein Draht für Kohlenstoffhärtung ausgestattet wird. In diesem Fall besitzt der von der Nitrierung nicht erfaßte Kern des Läufers dann noch die erforderliche Federkraft. Ferner hat es sich gezeigt, daß durch Überbiegen des Drahtes über die gewollte Läuferform die durch das Nitrieren ausgelösten Spannungen dazu benutzt werden können, die vorschriftsmäßige Form herzustellen, indem dann in dem Nitrierofen infolge der ausgelösten Spannungen die überbogenen Drahtteile in die richtige Form zurückgehen.
  • Erfindungsgemäß besteht der Ringläufer aus einem durch Versticken (.Nitrieren) gehärteten, hocbglanzpolierten Walzstahldraht, wobei für die Läufer stärkeren Querschnitte9 der Läufer aus einem härteren Stahldraht hergestellt ist, als für die Herstellung eines Läufers unter Einsatzhärtung üblich ist. Der Ringläufer wird zu diesem Zweck nacb der Formgebung in bekannten Maschinen (Autornaten) bei einer Temperatur von etwa 5oo' C längere Zeit der Einwirkung von Stickstoff abgebenden Stoffen ausgesetzt, hierdurch geliärtet und danach auf Hochglanz poliert.
  • Die Erfindung ist in der anliegenden Zeichnung an- einem ohrförmigen Ringläufer beispielsweise und schematisch veranschaulicht. Es stellt dar: Fig. i einen Ringläufer nach der Erfindung in vergrößertem Maßstabe, Fig.:2 den Ringläufer während seiner Herstellung vor der Härtung, Fig. 3 einen Querschnitt durch den Ringläufer nach der Linie III-111 in stark vergrößertern Maßstabe. Ein solcher ohrförtniger Ringläufera bestellt aus verschiedenen Einzelteilen, die in Winkeln o#, ß, i und ö zueinander gebogen sind.
  • Aus der Fig. 2, ist zu ersehen, daß durch , As Überbiegen der einzelnen Teile des Läu-&rs die Krümmungen zweckmäßig stärker Xewählt werden (Winkel a' bis y' kleiner), ehe der Läufer in den Nitrierofen eingesetzt wird, so daß sich durch Auslösen der Spannungen in dem Nitrierofen die-in Fig. i gezeigte endgültige Form ergibt.
  • Aus der Fig. 3 ist es ersichtlich, daß ein verhältnismäßig weicher Kern, der aber zur Erzielung der nötigen Federkraft hart genug ist, von einer verstickten Schicht c verhältnismäßig geringer Stärke umgeben ist.
  • Die an der Oberfläche außerordentlich barten Ringläufer nach der Erfindung besitzen gegenüber den im Einsatz gehärteten Läufern eine größere Lebensdauer. Eine Gefahr des Zers#ringens besteht Dicht, da bei der Nitrieihärtung die Kernzone des Läufers eine gewisse Zähigkeit und Festigkeit beibehält.
  • Dabei ist es möglich, die Einsatzkästen ohne Abschrecken der Läufer an der Luft abkühlen zu lassen.
  • Es hat sich der Vorteil gezeigt, daß solche Läufer zwar nicht völlig rostsicher, aber doch in starkem Maße rostabweisend sind, so daß praktisch auch beim Naßspinnen oder -zwirnen keine Rostflecke am Faden bzw. Garn entstehen. Dadurch ist Ersatz der Messingläufer durch Stahlläufer für diesen Zweck möglich.
  • Für die Prüfung von Läufern haben sich verschiedene Prüfsysteine eIngeführt, wozu auch die Prüfung auf Verdrehung gehört. Es hat sich gezeigt, daß ein nach der Erfindung hergestellter Läufer eine höhere Verdrehungszahl ergibt als ein einsatzgehärteter Läufer, also eine höhere Sicherheit gegen Bruch bietet.

Claims (2)

  1. PATr-,NTANSPRÜCHE: i. Ringläufer für Ringspinn- und Ringzwirntnaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß dieser aus einem durch Versticken (Nitrieren) gehärteten, hochglanzpolierten Walzstalildraht besteht, wobei für die Läufer stärkeren Ouerschnittes der Läufer aus einem härteren Stahldraht hergestellt ist, als für die Herstellung eines Läufers unter Einsatzbärtung üblich ist.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung eines Ringläufers nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem Läufer vor dein Einsetzen in den Nitrierafen in seinen einzelnen Teilen eine stärkere Krümmung erteilt wird, als der endgültigen Form entspricht.
DEH146613D 1936-02-15 1936-02-15 Ringlaeufer fuer Ringspinn- und Ringzwirnmaschinen und Verfahren zu dessen Herstellung Expired DE664675C (de)

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