DE66385C - Eisenbahnoberbau aus Schienen, deren Steg seitlich von der lothrechten Mittellinie angeordnet ist - Google Patents

Eisenbahnoberbau aus Schienen, deren Steg seitlich von der lothrechten Mittellinie angeordnet ist

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DE66385C
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Germany
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rail
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perpendicular center
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Application number
DENDAT66385D
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GEORGS-MARIEN-BERG-WERKS- UND HÜTTEN-VEREIN in Osnabrück
Publication of DE66385C publication Critical patent/DE66385C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01BPERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
    • E01B5/00Rails; Guard rails; Distance-keeping means for them
    • E01B5/02Rails

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
ß. HC)
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Eisenbahnschienenprofil, durch welches eine Verbesserung der Stofsconstruction angestrebt wird.
Um sowohl die als schädlich erkannte Bearbeitung des Steges bei Ausführung der gebräuchlichen Ueberlappungen als auch die seitliche Verkröpfung des Steges behufs Umgehens seiner Bearbeitung zu vermeiden, hat das neue Schienenprofil von Breitfufsform oder von Zweikopfform eine insofern waagrecht unsymmetrische Gestalt erhalten, als der Steg in der ganzen Länge des Walzproductes nicht eine mittlere Stellung einnimmt, sondern eine um seine halbe Dicke nach einer Seite verschobene (Fig. ι und 2). Wird eine nach derartigem Profil gewalzte und auf beliebige Längen geschnittene Schiene A (Fig. 3) von dem einen Ende her nach der verticalen Mittellinie a-b des Kopfes und Fufses eingeschnitten, so bleibt der Steg auf die ganze Länge dieses Einschnittes in seiner vollen Stärke bestehen, während nach der anderen Seite zu Kopf und Fufs auf die halbe Profilbreite durch den Schnitt von der Schiene und insbesondere von dem Stege getrennt werden. Wird nunmehr an derjenigen Stelle b. bis zu welcher der verticale Schnitt a-b vollzogen wurde, und von der Seite her, an welcher der Schienensteg sich nicht befindet, ein senkrecht zur Richtung der Schiene verlaufender Schnitt c-b bis zur Hälfte des Profils geführt, so werden die durch vorigen Schnitt vom Steg getrennten Hälften des Kopfes und Fufses vollkommen abgeschnitten, mithin die Schiene ausgelappt, ohne dafs der Steg eine Verletzung erfahren hätte (Fig. 3). Findet nun die gleiche Bearbeitung an dem Ende der nächstfolgenden Schiene, und zwar auf dieselbe Weise statt, und läfst man die vollkommen gleich bearbeitete zweite Schiene (Fig. 4) so an die erste anschliefsen, dafs der Steg der zweiten nach der entgegengesetzten Seite zu sich befindet, wie derjenige der ersten, so können die ausgelappten Enden über einander geschoben werden. Die vollkommen ,unverletzten, also beiderseits mit Walzhaut versehenen Schienenstege legen sich dabei platt gegen einander (Fig. 5 und 6). Die Befestigung beider verblatteten Schienen mit einander kann durch eine unmittelbare Verschraubung mittelst quer durchgezogener Bolzen geschehen (Fig. 7), oder es können Laschen in üblicher Weise angebracht werden (Fig. 8).
Der Erfolg der Abwälzung von Profilen von der beschriebenen Form ist demnach im Unterschied von seither bekannt gewordenen Constructionen der, dafs weder eine Ungleichmäfsigkeit in der Stegstellung einer einzelnen Schiene einzutreten, noch auch eine Bearbeitung des Schienensteges stattzufinden braucht, um eineVerblattung oderUeberlappung amSchienenstofse zu erzielen. Diese Ueberlappung kann an jeder beliebigen Stelle des Walzstabes ausgeführt werden, genau wie bei denjenigen älteren Constructionen, bei denen der Schienensteg sich in der Mitte des Profils befand, der
(2. Auflage, ausgegeben am ig. Mai 1903.)
aber infolge dessen beim Bearbeiten der Enden eine Verletzung auch seinerseits erfuhr.
In einem Geleisestrange folgen die mit seitlich angeordnetem Steg gewalzten sogenannten Verblattschienen (seien "es nun solche mit einem breiten, eine unmittelbare Auflagerung auf den Schwellen gestattenden Fufse oder solche von Doppelkopf- oder Bullenkopfform, welche in gufseisernen Stühlen nach der in England üblichen Methode verlegt werden) stets mit abwechselnd nach innen und nach aufsen stehendem Stege auf einander (Fig. 9 Ansicht von oben, Fig. 10 Horizontalschnitt durch die halbe Höhe). Für den Fall, dafs nur Schienen von einer und derselben La'nge in einem Geleisestrange Verwendung finden, wechselt demnach die an der einen Seite des Kopfes, etwa an der Innenkante von Stofslücke zu Stofslücke gemessene scheinbare La'nge jedesmal um den doppelten Betrag der Auslappung, und die überstehenden Enden werden abwechselnd »gegen die Spitze« und »mit der Spitze« befahren (Fig. 11). Die Laschenanlageflä'chen sind, um einen genauen Anschlufs der Laschen zu sichern, wie üblich, um die den Kopf und den Fufs halbirende Verticalmittellinie symmetrisch gestaltet. Je nach der Länge, welche man für die Ueberlappung wählt, können bei erfolgender Verlaschung einer oder zwei oder mehr Laschenbolzen zwischen den beiden Halbstöfsen eines Schienenstofses durchgezogen werden.
Für die bequeme Anbringung der Laschen und zur Verhinderung des Durchziehens an derjenigen Schienenseite, an welcher sich der Steg nicht befindet, sind unmittelbar unter dem Schienenkopfe und über dem Schienenfufse niedrige Wülste angewalzt, die in der Breite genau dem an der anderen Seite der Profilmittellinie bestimmten Steg entsprechen; doch bilden diese Wülste keine integrirenden Bestandtheile des neuen Profils und können meist entbehrt werden.
Der Zweck und die technische Wirkung, welche durch das · neue Schienenprofil mit Rücksicht auf die Stofsconstruction :erzielt werden, bestehen nicht allein in einer Vereinfachung bezw. Verbilligung der Auslappungsarbeiten, indem die auszuführenden Schnitte sich auf eine wesentlich geringere Materialflä'che beschränken, sondern zugleich auch in einer beträchtlichen Erhöhung der Widerstandsfähigkeit des Gestänges, da die Continuität der Trägereigenschaften, soweit statische Gesetze in Frage kommen, durchaus gewährt, daneben aber auch die Bruchfestigkeit der ausgeklappten Enden infolge des Vorhandenseins zweier Walzhäute an den überstehenden Stegen den früheren Schienenstofsconstructioneri mit Ueberlappungen gegenüber in aufserordentlichem Mafse erhöht ist, umsomehr, als auf die Länge der Auslappung zwei vollkommene Stege der Keilwirkung der Laschen Widerstand leisten. :

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Ein Eisenbahnoberbau aus~ Schienen, deren Steg nicht, wie üblich, in der Profilmitte angeordnet, sondern so gestellt ist, dafs die lothrechte Mittelebene des Schienenkopfes und Fufses die eine Seitenfläche des Steges bildet, so dafs eine Auslappung und Verblattiing der im fertigen Geleise abwechselnd mit nach rechts und links stehendem Stege verlegten Schienen an den Stofsstellen möglich ist, ohne dafs bei Ausführung der Auslappungsarbeit der Steg eine Verletzung oder Schwächung zu erleiden, noch auch behufs Vermeidung einer derartigen Verletzung eine beim Walzen oder nachträglich vorzunehmende Verkröpfung zu erfahren braucht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT66385D Eisenbahnoberbau aus Schienen, deren Steg seitlich von der lothrechten Mittellinie angeordnet ist Expired - Lifetime DE66385C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE939378C (de) * 1942-09-15 1956-02-23 Polysius Gmbh Laufring fuer Drehrohroefen, Trockentrommeln, Muehlen od. dgl.

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE939378C (de) * 1942-09-15 1956-02-23 Polysius Gmbh Laufring fuer Drehrohroefen, Trockentrommeln, Muehlen od. dgl.

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