DE661C - Verbesserungen an Hinterladern, welche nach dem Blocksystem gebaut sind - Google Patents
Verbesserungen an Hinterladern, welche nach dem Blocksystem gebaut sindInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A3/00—Breech mechanisms, e.g. locks
- F41A3/02—Block action, i.e. the main breech opening movement being transverse to the barrel axis
- F41A3/04—Block action, i.e. the main breech opening movement being transverse to the barrel axis with pivoting breech-block
- F41A3/06—Block action, i.e. the main breech opening movement being transverse to the barrel axis with pivoting breech-block about a horizontal axis transverse to the barrel axis at the rear of the block
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Description
1877.
Diese Erfindung bezieht sich auf gewisse Verbesserungen
an dem bekannten Martini'sehen Hinterladungsmechanismus, in welchem das hintere
Ende des Laufes B durch ein eingezapftes fallendes Schlufsstück D geschlossen wird, das
den Zündstift H enthält. Sämmtliche Operationen, das Oeffnen und Schliefsen des Schlufsstückes
D, das Befreien und Herausschleudern der Patronenhülse und das Spannen des Gewehres
werden durch die Hand des Schützen an einem Hebel g vollzogen; dieser Hebel ist
so eingerichtet, dafs er das Schlufsstück D in Schlufsstellung erhält. In beiliegender Zeichnung
ist:
Fig. ι eine Seitenansicht des Schlufsstück-Empfängers
oder Körpers mit anderen äufseren Theilen.
„ 2 ein Grundrifs des Obertheiles desselben.
,, 3 eine Endansicht des Laufendes des Schlufsstück-EmpFängers oder Körpers.
„ 4 ein horizontaler Durchschnitt des Schlufsstück - Empfängers und ■ des
Mechanismus nach A-B (Fig. 6).
„ 5 ein Durchschnitt nach C-D (Fig 6). ,, 6 ein Verticalschnitt nach E-F (Fig 2, 4, 5, 9, 10 und IJt), wobei die Theile sich in der Stellung befinden, welche sie in dem Moment einnehmen, wenn der Zündstift die Patrone trifft.
,, * J ein Durchschnitt, mit dem Schlufsstück in seiner tiefsten- Stellung.
,, 8 ein Durchschnitt mit den Theilen
„ 5 ein Durchschnitt nach C-D (Fig 6). ,, 6 ein Verticalschnitt nach E-F (Fig 2, 4, 5, 9, 10 und IJt), wobei die Theile sich in der Stellung befinden, welche sie in dem Moment einnehmen, wenn der Zündstift die Patrone trifft.
,, * J ein Durchschnitt, mit dem Schlufsstück in seiner tiefsten- Stellung.
,, 8 ein Durchschnitt mit den Theilen
zum Abfeuern gespannt.
„ 9 ein Querschnitt nach G-H (Fig. 6). „ 10 ein Querschnitt nach I-K (Fig. 6).
,, 11 ein Querschnitt nach L-M (Fig 6).
,, 12 eine Ansicht der Endseite des Schlufs-
„ 9 ein Querschnitt nach G-H (Fig. 6). „ 10 ein Querschnitt nach I-K (Fig. 6).
,, 11 ein Querschnitt nach L-M (Fig 6).
,, 12 eine Ansicht der Endseite des Schlufs-
stückes.
,, 13 eine Seitenansicht desselben.
,, 14 eine Frontansicht desselben.
,, 15 ein Grundrifs von der unteren Seite
,, 14 eine Frontansicht desselben.
,, 15 ein Grundrifs von der unteren Seite
desselben.
„ 16 eine Seitenansicht der abnehmbaren
„ 16 eine Seitenansicht der abnehmbaren
Drückerplatte mit dem Bügel.
„ 17 eine Ansicht der Endseite derselben. ,, 18 ein Grundrifs des Obertheils derselben.
„ 17 eine Ansicht der Endseite derselben. ,, 18 ein Grundrifs des Obertheils derselben.
Fig. 19 eine Seitenansicht des Handhebels, abgebrochen.
,, 20 eine Ansicht seines vorderen Endes.
,, 21 ein Grundrifs des Hebels.
„ 22 und 23 eine Modification der Indicator-Schiefseinrichtung.
„ 24, 25, 26 und 27 zeigen Modifikationen
des Patronenherausziehers.
Nach der vorliegenden Erfindung ist der Hinterladungsmechanismus mit einer wegnehmbaren Drückerplatte α construirt, um die untere Seite des Schlufsstück-Empfängers zu schliefsen. In der in den Figuren 1 bis 23 illustrirten Einrichtung ist das nach hinten stehende Ende der Platte α mit Lappen oder Ohren b versehen, die in correspondirende Einschnitte in den Schlufsstück-Empfänger c passen und mit Vorsprüngen d versehen sind, welche concentrisch zu dem Drehstift e des Spannhebels oder der Nufs sind; dieser Spannhebel oder diese Nufs/ steckt auf einem vierkantigen Theile e' des Stiftes e zwischen den kurzen Enden gl des Hebels g. Der Drehstift e bewegt sich frei in Traglöchern, welche für ihn in den Lappen oder Ohren b an dem hinteren Ende der Drückerplatte α vorhanden sind. Ein Theil cl des Schlufsstück - Empfängers greift in einen Einschnitt oder eine Nuth in dem Stifte e ein, um zu verhindern, dafs derselbe aus seiner Stelle herausfallen kann. Der Stift e geht vollständig frei durch den Hebel g hindurch, und ist letzterer mit entsprechend geformten Ansätzen // (Fig. 19) versehen, welche auf den Vorspriingen d der Lappen oder Ohren der Drückerplatte ruhen; hierdurch wird vermieden, dafs irgend welcher Druck des Handhebels auf seine Axe als eine Art Frictionsbremse auf den Stift wirkt und dadurch die Kraft, mit welcher der Zündstift das Zündhütchen trifft, verringert.
Nach der vorliegenden Erfindung ist der Hinterladungsmechanismus mit einer wegnehmbaren Drückerplatte α construirt, um die untere Seite des Schlufsstück-Empfängers zu schliefsen. In der in den Figuren 1 bis 23 illustrirten Einrichtung ist das nach hinten stehende Ende der Platte α mit Lappen oder Ohren b versehen, die in correspondirende Einschnitte in den Schlufsstück-Empfänger c passen und mit Vorsprüngen d versehen sind, welche concentrisch zu dem Drehstift e des Spannhebels oder der Nufs sind; dieser Spannhebel oder diese Nufs/ steckt auf einem vierkantigen Theile e' des Stiftes e zwischen den kurzen Enden gl des Hebels g. Der Drehstift e bewegt sich frei in Traglöchern, welche für ihn in den Lappen oder Ohren b an dem hinteren Ende der Drückerplatte α vorhanden sind. Ein Theil cl des Schlufsstück - Empfängers greift in einen Einschnitt oder eine Nuth in dem Stifte e ein, um zu verhindern, dafs derselbe aus seiner Stelle herausfallen kann. Der Stift e geht vollständig frei durch den Hebel g hindurch, und ist letzterer mit entsprechend geformten Ansätzen // (Fig. 19) versehen, welche auf den Vorspriingen d der Lappen oder Ohren der Drückerplatte ruhen; hierdurch wird vermieden, dafs irgend welcher Druck des Handhebels auf seine Axe als eine Art Frictionsbremse auf den Stift wirkt und dadurch die Kraft, mit welcher der Zündstift das Zündhütchen trifft, verringert.
Das Vorderende der Drückerplatte ist mit kleinen durchbohrten Lappen oder Ohren i versehen
und wird dasselbe an Ort und Stelle gehalten durch den Drahtstift k des gabelförmigen
Patronen-Herausziehhebels /. Der Stift k ist an einem Ende mit Gewinde versehen, geht frei
durch eine Seite des Schlufsstück-Empfängers sowie durch die Lappen i und den Auszieh-
hebel / und schraubt sich in ein entsprechendes Loch in der anderen Seite des Schlufsstück-Empfängers
c.
Der Handhebel wird in seiner nächsten Stellung gegen den unteren Theil des Schaftes
durch eine Schnappfeder m gehalten, welche an dem Theile c'1 des hinteren Endes des Schlufsstück-Empfangers
c befestigt ist. Die Feder m greift in einen entsprechenden Schlitz g1, der
in dem Handhebel g, nahe an dessen Drehpunkte gebildet ist.
In den Figuren i, 2, 3, 4, 5, 9, 10 und 11
ist der äufsere Indicator n sichtbar, welcher aus einem Stück mit dem Drehstift e des Spannhebels/besteht.
Dieser Indicator ist mit einem Arme r versehen, der bei ί an dem Indicator n
angebracht ist und in geschlossener Stellung, wie in vollen Linien in Fig. 1 gezeigt ist, vermittelst
der in η eingeschlossenen Feder t gehalten wird. Bei offener Stellung trifft der Arm r
mit einer Verlängerung des Charnierstiftes q zusammen, wie solches in punktirten Linien in
Fig: ι gezeigt' ist, wodurch der Abfeuerungsmechanismus
in die Stellung zum Feuern gebracht wird. An Stelle des Armes r kann ein
Gleitstück 0 so eingerichtet werden, dafs es an dem Indicator η (Fig. 22 und 23) entlang
gleitet, und dadurch den Mechanismus in die Stellung zum Feuern bringt, indem es mit der
Verlängerung des Charnierstiftes q zusammengreift, wie in den punktirten Linien in Fig. 22
gezeigt ist. Das Gleitstück wird durch den Anhalter oder Stift /, welcher in dessen Schlitz
eingreift verhindert, zu weit sich zu bewegen.
In den Figuren 24, 25 und 26 ist der Extracteur
/ bei /' aufgeschnitten und unter seinem Drehpunkte k mit einer vorspringenden Fläche P
versehen. Gegen diese greift eine Stange P, die in einer Keilnuth der Platte α gleitet und
durch eine Fläche des Handhebels g bewegt wird. Indem man den Hebel g (in der Richtung
des Pfeiles) öffnet, stöfst er die Stange P gegen die Fläche P und da die Patronenhülse,
welche aus dem Laufe zu entfernen ist, der Bewegung des Extracteurs gegenüber einen beträchtlichen
Widerstand bietet, so ist die erste Wirkung die Schliefsung des Schlitzes /', bis
die Patronenhülse in dem Laufe locker wird, worauf dann der Schlitz sich wieder öffnet, die
oberen Enden des Extracteurs / nach vorwärts springen und die Patronenhülse mit ziemlicher
Kraft herausschleudern.
In der Fig. 27 besteht der Extracteur / aus einem steifen Stücke und ist die Stange P mit
einem Schlitze bei /' versehen, welcher durch den Widerstand, den die Patronenhülse der Bewegung
des Extracteurs 7 bietet, geschlossen wird, bis die Patronenhülse locker wird, worauf
dann der Schlitz /' sich öffnet in der nämlichen Weise als der Schitz /' in den Figuren 24, 25
und 26, und der Extracteur die Patronenhülse wie vorher schnell herausschleudert.
Claims (7)
- Patent-Ansprüche:ι . Die Construction des Hinterladungsmechanismus mit einer wegnehmbaren Drückerplatte, die mit Lappen b,, durch welche ihr hinteres Ende unabhängig von dem Axenstifte e an ihrem Platze gehalten wird, und mit Vorsprüngen d versehen ist, in Verbindung mit dem Schlufsstück-Empfänger, dem Drehstifte und dem überkippenden Hebel, der mit entsprechend geformten Ansätzen versehen ist, welche gegen die Vorsprünge der Lappen der Drückerplatte stofsen, wobei ferner das Vorderende der Drückerplatte mit Lappen i versehen ist und an seinem Platze durch den Axenstift des Extracteurhebels gehalten wird, welcher Stift durch sie hindurchgeht, wie oben beschrieben.
- 2. Die Construction des Hinterladungsmechanismus mit den gebogenen Flächen der Zapfennabe des Hand- oder Kipphebels, gemacht, um ihren Stützpunkt auf entsprechende Oberflächen der Drückerplatte zu finden und um dieselben herumzuschwingen, so dafs der Axenstift der Nufs oder des Spannhebels von irgend einem Druck, einer Friction oder Umklammerung befreit bleibt, welche, wenn das Schlufsstück gegen eine, sehr eng in die Kammer eingeklemmte Patrone forcirt wird, bewirken könnte, dafs die besagte Axe gleich einer Bremse thätig ist und dann eine Verminderung der Kraft des Schlages des Zündstiftes gegen das Zündhütchen beim Abfeuern zu Wege bringen könnte.
- 3. Die Combination des Spannhebels oder der Nufs, deren Drehstift und des äufserlichen Indicators mit dem gegliederten Theile r, so eingerichtet, dafs dieser im Verein mit dem vorstehenden Theile oder der Verlängerung des Charnierstiftes q des Schlufsstückes operirt, wie oben beschrieben.
- 4. Die Combination der wegnehmbaren Drückerplatte α mit dem äufseren Indicator und dessen Gleitstück, wobei letzteres so eingerichtet ist, dafs es im Verein mit der Verlängerung des Charnierstiftes q des Schlufsstückes, wie es in Fig. 22 und 23 gezeigt ist, wirkt.
- 5. Die Combination des geschlitzten Handhebels, der an die wegnehmbare Drückerplatte gezapft ist, mit der Schnappfeder, die innerhalb des Schlufsstück-Empfängers angebracht ist und auf den besagten Handhebel wirkt, der Hauptsache nach wie oben beschrieben.
- 6. Die Construction einer Hinterladungsfeuerwaffe mit einer Gleitstange, die so eingerichtet ist, dafs sie in Verbindung mit dem Handhebel und Patronenhülsen - Extracteur wirkt; der letztere ist geschlitzt und so eingerichtet, dafs er wie eine Feder wirkt, damit er sicher das schliefsliche Herauswerfen der Patronenhülse zu Wege bringt, wie beschrieben worden.
- 7. Die Construction von Hinterladungsfeuerwaffen mit einer geschlitzten Gleitstange, die gleich einer Feder wirkt und den steifen Extracteurhebel bewegt, um die leere Patronenhülse herauszuschleudern.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE661T | 1877-08-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE661C true DE661C (de) |
Family
ID=70975569
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE661DA Expired - Lifetime DE661C (de) | 1877-08-07 | 1877-08-07 | Verbesserungen an Hinterladern, welche nach dem Blocksystem gebaut sind |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE661C (de) |
-
1877
- 1877-08-07 DE DE661DA patent/DE661C/de not_active Expired - Lifetime
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