DE66089C - Herstellung von Alkalicarbonat mittelst Elektrolyse - Google Patents

Herstellung von Alkalicarbonat mittelst Elektrolyse

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DE66089C
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alkali
electrolysis
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alumina
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E. HERMITE und A. Du-BOSC in Paris, 45 Rue St. Sebastien
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    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B1/00Electrolytic production of inorganic compounds or non-metals
    • C25B1/01Products
    • C25B1/14Alkali metal compounds

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bis heute vorgeschlagenen Verfahren zur Herstellung der Alkalien oder deren Carbonate durch elektrolytische Zersetzung der ■Chloralkalien haben deshalb keine befriedigenden Resultate geliefert, weil die Menge des am negativen Pol sich bildenden Natriumhydroxyds bedeutend geringer ist als jene, welche man nach der elektrochemischen Theorie mit Rücksicht auf die Stärke des verwendeten Stromes erhalten sollte.
Die Ursachen dieses unbefriedigenden Ergebnisses sind folgende:
Die Wärme, welche bei der Verbindung von Na mit O entsteht, ist geringer als jene, wenn Na mit Cl sich verbindet; hieraus folgt, dafs ein Strom, dessen elektromotorische Kraft zur Zersetzung von Na Cl hinreicht, auch im Stande sein wird, 2Va2 O zu zerlegen. Letzteres (Natriumoxyd) tritt also sofort nach seiner Entstehung als Elektrolyt in den Stromkreis ein, und nach dem Faraday'sehen Gesetz wird Na2 O gleichzeitig mit Na Cl durch den Strom im Verhältnifs zu seinem elektrochemischen Aequivalent und seiner Masse zerlegt. Hieraus folgt, dafs der Strom einerseits Natriumoxyd durch Zersetzung von Na Cl erzeugt, dafs er es jedoch sofort nach Entstehung wieder zerstört, indem er es zerlegt. Die angewendete elektromotorische Kraft ist daher rein verloren.
Wenn man dagegen das erzeugte Natriumoxyd sofort nach seiner Entstehung in eine Natriumverbindung eintreten läfst, deren Verbindungswärme höher als jene von Na Cl ist, so wird, da die elektromotorische Kraft des Stromes constant bleibt, die neue Natriumverbindung durch den elektrischen Strom nicht mehr beeinflufst werden. Das Chlornatrium bleibt der einzige und alleinige Elektrolyt, die durch seeundäre Wirkung erhaltene Natriumverbindung wird dielektrisch bleiben und ihre Menge wird in demselben Verhältnifs zunehmen, als das Chlornatrium zersetzt wird, da die elektromotorische Kraft die gleiche wie zum Beginn des Verfahrens geblieben ist, d. h. gleich jener elektromotorischen Kraft, welche nöthig ist, um die Zersetzung von Chlornatrium zu erhalten.
Die vorliegende Erfindung besteht nun darin, der zu behandelnden Chloralkalilösung reine gelatinöse Thonerde (Aluminiumoxyd) in solcher Menge zuzusetzen, als nöthig ist, damit sich diese mit der ganzen in dem Chlorid enthaltenen Menge des Alkalis zu einem Alkalialuminat verbinde, und die so erhaltene Flüssigkeit mit einem Strom zu elektrolysiren, dessen elektromotorische Kraft zur Zersetzung des Chloralkalis hinreicht. Das am negativen Pol freiwerdende Alkali verbindet sich sofort nach seiner Entstehung mit dem Aluminiumoxyd zu Alkalialuminat, während das am positiven Pol freiwerdende Chlor entfernt und zur Bereitung von überchlorsauren Salzen sowie zu anderen Zwecken verwendet wird.
Sobald das ganze Alkalichlorid zersetzt worden ist, unterbricht man den Strom und läfst Kohlensäure in die Flüssigkeit eintreten. Die Kohlensäure verbindet sich mit. dem Alkali und bildet damit ein Mono- oder Bicarbonat, während das Aluminiumoxyd als gelatinöse Thonerde niedergeschlagen wird, die dann von

Claims (1)

  1. neuem in dem Verfahren Verwendung finden kann.
    Anstatt Thonerde kann man auch Chloraluminium der Lösung des Alkalichlorids zusetzen. Das freiwerdende Alkali schlägt zunächst unter beständiger Rückbildung des Alkalichlorids die Thonerde nieder; sobald dieses zur Genüge geschehen ist, beginnt die Bildung des Alkalialuminate.
    Patenτ-Anspruch:
    Herstellung von Alkali-Mono- oder Bicarbonat durch Elektrolyse in der Weise, dafs man der zu elektrolysirenden Alkalichloridlösung gelatinöse Thonerde, Chloraluminium oder ein anderes Thonerdesalz zusetzt behufs Bildung von Alkalialuminat, welches nach Unterbrechung des Stromes durch Einleiten von Kohlensäure zerlegt wird.
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