DE660573C - Verfahren zur Herstellung von Dochten aus Kieselgur fuer Feuerzeuge - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Dochten aus Kieselgur fuer FeuerzeugeInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F21—LIGHTING
- F21V—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS OF LIGHTING DEVICES OR SYSTEMS THEREOF; STRUCTURAL COMBINATIONS OF LIGHTING DEVICES WITH OTHER ARTICLES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- F21V37/0004—Details of lighting devices employing combustion as light source, not otherwise provided for using liquid fuel
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-
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- Lighters Containing Fuel (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung von Dochten aus Kieselgur für Feuerzeuge Man hat bereits vorgeschlagen, aus Kieselgur unverbrennbare Dochte für Feuerzeuge herzustellen. Zu dem Zwecke wurde Kieselgur mit geringen Mengen Bindemitteln zu Stiften von geeigneter Form gepreßt und die Stifte darauf gebrannt. Es zeigte sich aber, daß die so hergestellten Dochte nicht porig genug waren, um einen genügend schnellen Aufstieg des im Feuerzeug befindlichen Brennstoffes durch den Kieselgu.rstift zu gewährleisten. Die Ursache für die mangelnde Porigkeit wurde darin erkannt, daß die in der Kieselgur vorhandenen Verunreinigungen beim Brennen schmelzen und die Poren zum Teil verstopfen. Befreite man die Kieselgur vor der Formung und Brennung mit, starken Säuren von den als Fluß- und Dichtungsmittel wirkenden metalloxydischen Verunreinigungen, so wurden aus ihr durch Mischung mit t o bis 20% Bindemitteln, wie Melasse, Pressen unter hohem Druck in die gewünschten Formen und Brennen Stifte von wesentlich besserer Porigkeit erhalten.
- Eine weitere Erhöhung der Porigkeit ließ sich erfindungsgemäß dadurch erreichen, daß man die Stifte nach dem Brennen längere Zeit mit starken Mineralsäuren, z. B. z Stunde mit Königswasser, kochte. Da die Mineralsäuren Kieselgur fällen, so verringerte sich die Festigkeit der Stifte durch diese Behandlung nicht. Auch durch Kochen mit alkalischen Laugen ließ sich eine Erhöhung der Pori.gkeit erreichen; allerdings darf man, wenn man die Festigkeit der Stifte nicht herabsetzen will, nur kürzere Zeit kochen, z. B. mit zo°/oiger Natronlauge nur höchstens 15 Minuten.
- Gemäß der Erfindung kann man das sichere Arbeiten der so hergestellten Dochte auch bei ungünstigen Verhältnissen, z. B. bei starker Kälte, bei nur geringen Mengen von Brennstoff im Feuerzeug oder Verwendung schwerflüchtiger Brennstoffe sicherstellen, wenn man den aus der Dochthülse herausragenden Teil des Dochtes mit einem porigen, der Leitung der Funkenwärme,dienenden Metallbelag aus einem gut wärmeleitenden Metall überzieht.
- Man hat bereits einmal vorgeschlagen, einen Metallbelag an einem Kieselgurdocht anzubringen. Es befindet sich aber in diesem Falle der Metallbelag .an einer nicht aus der Hülse hervorragenden Stelle des Dochtes und dient als Unterlage für aufzubringendes Lötmetall, nicht für Fortleitung der Wärme des Cereisenfunkens.
- Der Metallbelag kann durch Tränken der Dochte mit dampfförmigen oder flüssigen Verbindungen der wärmeleitenden Metalle und nachfolgenden Reduktion, durch kathodische Aufstäubung, nach dem Metallspritzverfahren oder in einer sonst bekannten Weise gebildet werden.
- Die Wärme des Cereisenfunkens wird von dem dünnen Metallbelag auf dem Kopf des Dochtes schnell weitergeleitet, so daß sich die Brennstoffdämpfe rasch entzünden. Wegen der schlechten Wärmeleitung der Kieselgut dringt aber die Hitze des brennenden Döchtei' nicht bis zum Brennstoffbehälter vor.
- Das Verfahren nach vorliegender Erfind. , kann auch zur Herstellung von Kieselgü#-" dockten für Lampen, Brenner usw. Verwendung finden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von stets sicher arbeitenden Dochten aus Kieselgur für Feuerzeuge, bei dem Kieselgur mit geringen Mengen Bindemitteln zu Stiften .von geeigneter Form gepreßt und die Stifte gebrannt werden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung genügender Porigkeit Kieselgur vor der Formung durch Behandlung mit starker Säure von den metalloxydischen Verunreinigungen befreit wird. und die Stifte nach dem Brennen mit starken Mineralsäuren längere Zeit oder mit alkalischen Laugen kürzere Zeit gekocht und nötigenfalls ihre Köpfe, d. h. die in -den fertigen Feuerzeugen aus den Dochthülsen herausragenden Teile, mit einem porigen, der Leitung der Funkenwärme dienenden Metallbelag überzogen werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM133498D DE660573C (de) | 1936-02-12 | 1936-02-12 | Verfahren zur Herstellung von Dochten aus Kieselgur fuer Feuerzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM133498D DE660573C (de) | 1936-02-12 | 1936-02-12 | Verfahren zur Herstellung von Dochten aus Kieselgur fuer Feuerzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE660573C true DE660573C (de) | 1938-05-28 |
Family
ID=7332783
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM133498D Expired DE660573C (de) | 1936-02-12 | 1936-02-12 | Verfahren zur Herstellung von Dochten aus Kieselgur fuer Feuerzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE660573C (de) |
-
1936
- 1936-02-12 DE DEM133498D patent/DE660573C/de not_active Expired
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