DE659535C - Einspritz-Dieselmotor - Google Patents

Einspritz-Dieselmotor

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DE659535C
DE659535C DEG82285D DEG0082285D DE659535C DE 659535 C DE659535 C DE 659535C DE G82285 D DEG82285 D DE G82285D DE G0082285 D DEG0082285 D DE G0082285D DE 659535 C DE659535 C DE 659535C
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DE
Germany
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fuel
chamber
cylinder
diesel engine
compressed gases
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Expired
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DEG82285D
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  • Fuel-Injection Apparatus (AREA)

Description

  • Einspritz-Dieselmotor Man hat bereits vorgeschlagen, bei Dieselmotoren den flüssigen Brennstoff mittels hochgespannter, dem Zylinder entnommener Gase in den Kompressionsraum einzuführen, die Druckgase also zur Förderung des Brennstoffes zu benutzen. Da der Brennstoff dabei schon vor der Einspritzung mit den heißen Gasen in Berührung kommt, ist man genötigt, den Druck und die Temperatur der Gase in solchen Grenzen zu halten, daß keine vorzeitigen Zündungen eintreten können. Aus diesem Grunde ist die Verwendung der heißen Verbrennungsgase praktisch bisher ohne weitere Bedeutung geblieben. Es ist ferner bekannt, zur Vermeidung von Ablagerungen an der Einspritzdüse Druckluft an der Düse vorbei in den Zylinder @einzuleiten. Der Lufteinlaß ist dabei zwar von der Brennstoffzuleitung getrennt gehalten, doch erfolgt die Einleitung der Druckluft erst nach der Verbrennung, nämlich während des Saughubes bzw. während der Zylinderspülung.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Ei.nspritz-Dieselmotor, der ebenfalls mit einer zusätzlichen Einleitung von Druckgasen in den Zylinder arbeitet und demgemäß mit einer im Zylinderkopf befindlichen, ein Teilvolumen des Kompressionsraumes fassenden Kammer zur Speicherung von hochgespannten, dem Zylinder entnommenen Druckgasen versehen ist. Erfindungsgemäß erfolgt die Üffnung des von der Brennstoffzuleitung, unabhängigen, gesondert davon gesteuerten und getrennt von ihr in den Zylinder ausmündenden Durchlasses der beim Höchstdruck im Zylinder gefüllten Speicherkammer und die damit verbundene Einleitung der gespeicherten heißen Druckgase in den Kompressionsraum während des Kompressionshubes etwa kurz vor oder bei Beginn der Brennstoffeinspritzung. Die erfindungsgemäße Anordnung bezweckt weder eine Förderung des Brennstoffes noch eine Reinigung der Einspritzdüse, sondern eine kräftige Durchwirbelung der bereits im Arbeitszylinder komprimierten Luft mit heißen Gasen zur Vorbereitung einer guten Brenngemischbildung,einer gleichmäßigen Aufnahme des eingespritzten Brennstoffes und einer gleichmäßigen Verbrennung. Die Wirkung einer Durchwirbelung des komprimierten Gemisches tritt zwar ,auch bei Maschinen ein, bei dienen der Brennstoff durch die Druckgase gefördert wird. Die Brennstofförderung und der Austritt der Druckgase :aus der engen Brennstoffdüse absorbieren aber Beinen großen Teil der in den gespeicherten Druckgasen enthaltenen Energie, so d,aß die Durchwirbelung des Kompressionsraumes bei gleichzeitiger Förderung des Brennstoffes verhältnismäßig schwach ist. Dieser Nachteil, der noch durch die Gefahr von Düsenzündungen vermehrt wird, wird durch die- erfindungsgemäße Anordnung und Steuerung des Durchlasses der Speicherkammer beseitigt. Es ist festgestellt worden, daß bei der erfindungsgemäßen Anordnung selbst bei höchsten Umlaufzahlen" :-. eine einwandfreie und vollständige Verbren nung des eingespritzten Treiböles eintritt. Um durch die eingeführten Druckgase ni@ nur eine Durchwirbelung des Brennkammer-' Inhaltes, sondern in Verbindung damit auch eine Verbesserung der Zerstäubung des eingespritzten Brennstoffes und seine schnellere Verteilung über die ganze Breite der Brennkammer zu erzielen, werden vorteilhaft die Einlaßdüsen für die gespeicherten Druckgase mit Richtung auf dein Brennstoffstrahl im Umkreis um die Bnenastoffeinspritzdüse angeordnet. Zur Ermöglichung einer leichten Reinigung sowohl der Gasdüse als auch der Brennstoffdüsen werden zweckmäßig die Einlaßdüsen für die gespeicherten Druckgase in einem unter dem Einspritzventil befindlichen, aus dem Zylinderkopf nach oben herausnehmbaren Einsatzstück angeordnet. Beim Herausnehmen der Brennstoffdüsen kann man dann zugleich auch ohne Lösung weiterer Teile das die Gasdüsen enthaltende Einsatzstück herausnehmen.
  • Es hat sich weiterhin als zweckmäßig erwiesen, die zur Speicherung der Druckgase dienende Kammer und ihr Steuerorgan in einem vom Zylinderkopf lösbaren Einbaustück unterzubringen, das ohne Abnahme des Zylinderkopfes leicht ausgebaut 'und ausgewechselt werden kann.
  • Die Zeichnungen zeigen ,als Ausführungsbeispiel der Erfindung in Abb. I einen Längsschnitt durch den Zylinderkopf und den oberen Teil des Zylinders eines Dieselmotors, in Abb. 2 das Steuerdiagramm des Ventils der Gasspeicherkammer und in Abb. Seinen Teilschnitt durch einen Zylinderkopf, bei dem die Gasspeicherkammer in einem Einbaustück untergebracht ist.
  • In dem Zylinderkopf lt des Motors sitzt die Einspritzdüsen durch welche der Brennstoff in den Kompressionsraume eingespritzt wird, wo er sich an der hochverdichteten Ladeluft entzündet. Vor der Düser ist am Boden des Zylinderkopfes ein Verteiler z angeordnet, der eine Anzahl von Bohrungen i enthält, welche schräg nach dem Brennstoffstrahl gerichtet sind und außen in einem Ringraum b ,endigen, der den Verteiler umgibt. Der Ringraum b ist an einen Kanal c angeschlossen, welcher zu einer im Zylinderkopf angeordneten Kammer g führt. Der Auslaß der Kammer g ist durch ein von einem Steuernockens bewegtes Nadelventiln gesteuert. Bei geöffneter Stellung dieses Ventils ist die Kammer g über den Kanal e, den Ringraum b und die Bohrungen i des Verteilers z mit dem Kompressions-. raum e verbunden. Das Volumen der Kammer g kann verschieden groß gewählt werden, .cs, beträgt jedoch vorzugsweise etwa 1/s bis 1/I0 Zs# gesamten Kompressionsrauminhaltes.
  • i der Inbetriebsetzung des Dieselmotors nt mit der Aufwärtsbewegung des Arbeitskolbens k die Verdichtung der Ladeluft. Etwa 2o° vor dem oberen Totpunkt erfolgt die Einspritzung des Brennstoffes durch die Düse r. Je nach Einstellung des Steuernockens s öffnet sich gleichzeitig, gegebenenfalls .aber auch früher oder später, das Nadelventil .ft, so daß die Kammer g mit dem Kompressionsraume in offener Verbindung steht. Einige Grade vor dem oberen Totpunkt setzt nun dieZündung ein. Die Kammer g nimmt dann an dem Druckanstieg teil. Wenige Grade nach dem oberen Totpunkt wird das Nadelventil rt geschlossen, so daß sich in der Kammer g ein Teilvolumen höchsten Druckes befindet. Aus Abb.2 ist die Öffnungsdauer des Nadelventils ersichtlich. Der Kolben geht nun arbeitsverrichtend abwärts, bis die nächste Füllung für die folgende Verbrennung wieder verdichtet wird. Bei diesem zweiten Hube wirkt sich nun die erfindungsgemäße Anordnung aus. Etwa kurz vor der Brennstoffeinspritzung wird das Nadelventil tt geöffnet. Infolge des erheblichen Überdruckes strömen die 1n der Kammer g gespeicherten heißen Druckgase durch die Bohrungen i des Verteilers in den. Kompressionsraum, um dort zunächst eine kräftige Wirbelung der komprimierten Ladeluft hervorzurufen. Sobald nun kurz danach -das Brennstoffventil geöffnet wird, treffen die aus dem Verteiler noch ausströmenden heißen Druckgase auf den Brennstoffstrahl und bewirken somit auch noch eine .ausgiebige Verteilung des Brennstoffes nach allen Seiten. Durch diese Vorgänge wird eine sehr innige Mischung des Brennstoffes mit der Ladeluft erreicht, so daß der Zündverzug erheblich verkürzt wird. Nach erfolgter Zündung füllt sich die Kammer g wieder von neuem mit heißen Verbrennungsgasen höchsten Druckes, die dort bis zum Ende des nächsten Kompressionshubes aufgespeichert werden.
  • Bei der Anordnung nach Abb. 3 ist die zur Speicherung der Druckgase dienende Kammer g in einem Einbaustück o angeordnet, das zugleich auch als das Ventil n für die Sp.eicherkainmer enthält. Wird eine Reinigung oder Auswechselung der Speicherkammer und der Gasdüsen erforderlich, so kann nach Lösen des Brennstoffventils r sowohl das die Gasdüsen i enthaltende Einsatzstück z als auch das die Speicherkammer g enthaltende Einsatzstück o ohne Abnahme des Zylinderkopfes nach oben herausgenommen werden. Bei wachsender Maschinenleistung lassen sich daher die Speicherkammer und die Gasdüsen ohne umständliche Zerlegung der Maschine den jeweiligen Betriebsverhältnissen anpassen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einspritz-Dieselmotor mit einer im Zylinderkopf angeordneten, min 'reilvolumen des Kompressionsraumes fassenden Kammer zur. Speicherung von hochgespannten, dem Zylinder entnommenen Druckgasen, dadurch gekennzeichnet, d:aß die üifnung des von der Brennstoffzuleitung unabhängigen, gesondert davon gesteuert-en und getrennt von ihr in den Zylinder ausmündenden Durchlasses der beim Höchstdruck im Zylinder gefüllten Speicherkarnmer und die damit verbundene Einleitung der gespeicherten Druckgase. in den Kompressionsraum während des Kompressionshubes etwa kurz vor oder bei Beginn der Brennstoffeinspritzung erfolgt.
  2. 2.Einspritz-DieselmotornachAnspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Einl.aßdüsen (i) für die gespeicherten Druckgase mit Richtung auf den Brennstoffstrahl im Umkreis um die Brennstoffeinspritzdüse angeordnet sind, und zwar vorzugsweise in einem unter dem Einspritzventil (r) befindlichen, aus dem Zylinderkopf nach oben herausnehmbaren Einsatzstück (z).
  3. 3. Einspritz-Dieselmotor nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Speicherung der Druckgase dienende Kammer (g) und ihr Steuerorgan (n) in einem vom Zylinderkopf lösbaren Einbaustück (o) untergebracht ist.
DEG82285D 1932-03-27 1932-03-27 Einspritz-Dieselmotor Expired DE659535C (de)

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DE659535C true DE659535C (de) 1938-05-05

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DE (1) DE659535C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5255658A (en) * 1990-10-12 1993-10-26 Coltec Industries Inc. System and apparatus to improve atomization of injected fuel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5255658A (en) * 1990-10-12 1993-10-26 Coltec Industries Inc. System and apparatus to improve atomization of injected fuel

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