DE657695C - Verfahren zum Naehen, Stichwerkzeug fuer das Verfahren und Herstellungsverfahren desWerkzeuges - Google Patents

Verfahren zum Naehen, Stichwerkzeug fuer das Verfahren und Herstellungsverfahren desWerkzeuges

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DE657695C
DE657695C DEO21847D DEO0021847D DE657695C DE 657695 C DE657695 C DE 657695C DE O21847 D DEO21847 D DE O21847D DE O0021847 D DEO0021847 D DE O0021847D DE 657695 C DE657695 C DE 657695C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B85/00Needles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Verfahren zum Nähen, Stichwerkzeug für das Verfahren und Herstellungsverfahren ' des Werkzeuges Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Nähen, bei dem in dem zu nähenden Stoff Löcher für die Durchführung des Fadens gebildet werden. Diese Löcher selbst haben hier eine besondere Forni. Ferner ist Gegenstand der Erfindung ein Stichwerkzeug, mit dem sich das Nähverfahren besonders zweckmäßig ausführen läßt.
  • Bei dem üblichen Nähen von blattförmigen Stoffen, wie z. B. Leder oder lebendem Gewebe, z. B. in der Chirurgie, werden Nadeln oder Ahlen verwendet, die eine scharfe Spitze haben, um ein kleines Einstichloch hervorbringen zu können, das dann beim Vorschub des stärkeren Hauptteiles des Werkzeuges durch, Spreizung vergrößert wird und den Faden durchtreten läßt. Dabei wird der Stoff jedoch leicht an den Lochrändern eingerissen, was bei der Herstellung wertvoller Arbeiten; z. B. aus Leder oder auch in der Chirurgie, von Nachteil ist.
  • Die Erfindung schlägt deshalb ein Verfahren zum Nähen vor, bei dem zungenförmige Stofflappen ausgeschnitten, aus ihrer natürlichen Lage herausgepreßt und dann ein Faden durch die beim Abbiegen der zungenförmigen Lappen verbleibendenLöcher hindurchgeführt wird. Der Stoff der Lappen schnellt dann in seine ursprüngliche Lage in den Stoff zurück oder wird in den Stoff zurückgezogen. Beim Nähen lebenden Gewebes wird dabei der Lappen nicht eigentlich aus der Stoffebene abgebogen, sondern aus seiner natürlichen Lage zurückgedrückt und legt sich dann unter dem Bestreben, seine ursprüngliche Lage einzunehmen, wieder gegen den Faden.
  • Das Verfahren nach der Erfindung hat den Vorteil, daß das umgebende Gewebe nicht eingerissen wird. Die Schnittflächen sind glatt, und der in das Lochzurückschnellende oder zurückgeschobene Lappen preßt sich dicht gegen den eingezwängten Faden, so daß die ?Naht fester wird, als wenn nur ein rundes Loch von der -Form des Fadens durchgestoßen wird. Bei Glanzleder werden durch die Erfindung Bruchstreifen und Einrisse vermieden, welche die mit den gewöhnlichen Nadeln hervorgerufenen Stichlöcher umgeben. Bei Anwendung in der Chirurgie hemmt,die U-förmige oder ähnlich geformte Schnittlinie zufälliges Trauma und bietet die beste Bedingung für eine rasche Heilung und möglichst kleine Narben. Im Gegensatz zu dem sonst in der Umgebung eines Einstiches vorhandenen Spannungs- und Dehnungszustande übt ein gemäß der Erfindung genähtes Gewebe oder sonstigen Stoff einen Druck auf den Faden aus. Es sind zwar bereits chirurgische Nadeln mit seitlichen Schneidkanten bekannt. Mit diesen werden jedoch keine zungenförmige p., Lappen ausgeschnitten, denn die Nadeln vsr6 JJ' sen. drei Nuten auf, deren drei Kanten scha:#f.f'-geschliffen sind. Beim Nähen wird also ein stern- oder y-förmiger Schnitt hervorgerufen' und es entstehen drei' Lappen. Der Druck des einen Lappens gegen den Faden wird also nur durch die beiden anderen Lappen aufgenommen, und für den Faden ist kein festes Widerlager vorhanden wie bei einer Naht gemäß der Erfindung, wo der Druck eines einzigen Lappens gegen einen festen Teil unverletzten zusammenhängenden Gewebes wirkt. Außerdem ist die Schnittlänge bei gleicher Größe des Einstichloches nach dem bekannten Verfahren ungefähr um die Hälfte größer als bei Anwendung .des Verfahrens nach der Erfindung. Dies ist beispielsweise von besonderer Bedeutung in der Chirurgie.
  • Zur Ausübung des Nähverfahrens schlägt die Erfindung ein Stichwerkzeug, z. B. eine Nadel oder Ahle, vor. Während bei der bekannten Nadel drei Schnei.dkanten gleichmäßig über den Umfang des zu einer Spitze sich verjüngenden Schaftes verteilt sind, also im Abstand von 12o° voneinander je eine Nut zwischen sich einschließen, sind bei dem Stichwerkzeug gemäß der Erfindung längs des verjüngten Schaftteiles zwei ungefähr in gleicher Richtung wirkende Schneidkanten angeordnet, die die Schnittlinien einer zurück- und einer vorspringenden Fläche des Schaftteiles bilden, wobei die zurückspringende Fläche schräg zur vorspringenden verläuft. Infolgedessen kann mit dem Stichwerkzeug sehr leicht in dem Werkstück ein zungenförmiger Lappen ausgeschnitten werden. Vorzugsweise hat der mit den Schneidkanten versehene Schaftteil sichelförmigen Querschnitt. Dabei kann die zurückspringende Fläche glatt konkav und die vorspringerideFläche glattkonvex sein und mit wachsendem Abstand zwischen der zurückspringenden und der vorspringenden Fläche der Krürnmungsradius der zurückspringenden Fläche zunehmen. Die Schneidkanten gehen dabei allmählich in den oberen runden Schaftteil über, so daß beim Durchstoßen des Werkzeuges der U-Scheitel dicker wird und immer stärker gegen die Spitze der Zunge drückt.
  • Gegenüber der bekannten mit drei Schneidkanten ausgerüsteten Nadel bietet der Gegenstand der Erfindung-noch verschiedene Vorteile.
  • Bekanntlich ist es schwierig, ein so kleines Gerät wie eine chirurgische Nadel hohl zu schleifen. Gemäß der Erfindung wird ein ähnliches EZgebnis ohne eigentlichen Hohlschliff erhalten, da die Möglichkeit besteht, die Schleiffläche flach an die Schleifkanten des Instrumentes heranzuführen. Liegen die ganten dagegen nicht in gleicher Richtung, ...4Qndern im Winkel vor& i2o° zueinander, so :'ist; ein .derartiges Schleifverfahren nicht an->-.,vendbar. Auch die Herstellung des Rohlings ist bei der bekannten Nadel wegen der Mehrzahl von Nuten schwieriger, während der Gegenstand der Erfindung nur eine einzige Aushöhlung hat.
  • Zu berücksichtigen ist auch noch, daß die überwiegende Mehrzahl aller chirurgischen Nadeln und auch viele sonstige Stichwerkzeuge mit Schneidspitzen gebogen sind oder auch nur einegekrümmteEinstichspitzehaben. Da diese Biegung nur unter Behandlung in der Wärme vorgenommen werden kann und das Schärfen erst nach dem Härten und Tempern erfolgen darf, läßt sich der bekannten Nadel kaum eine gekrümmte Form geben, weil .in diesem Zustand die Schneidkanten außerordentlich schwierig anzubringen sind und ein Schärfen der auf der Innenseite derKrümmung liegenden Schneidkanten überhaupt unmöglich sein dürfte. Bei einem Gerät gemäß der Erfindung bestehen derartige Schwierigkeiten nicht, da hier das gebogene und gehärtete Werkzeug. infolge der parallelen Ausrichtung der Schneidkanten sehr einfach geschliffen werden kann; beispielsweise kann hierzu ein Schleifrad mit V-förmiger Aushöhlung benutzt werden.
  • Die Herstellung eines zugespitzten, einen zungenförmigen Schnitt gebenden Stichwerkzeuges nach der Erfindung geschieht zweckmäßig in der Weise, daß ein runder Metalldraht zu einem spitz auslaufenden Teil umgeformt wird, der an. jeder Stelle längs der Verjüngung einen Querschnitt mit vorgeformter konvexer Kurve hat. Dadurch wird Fleisch vorgesehen, um sowohl die Dicke des Stückes als auch die Spreizung zwischen den Schneidkanten zunehmen zu lassen. Der Rohling wird dann durch einen senkrecht zur Achse gerichteten Druck in eine Kurvenform gebracht, die auf der einen Seite in scharfen Winkeln von den angrenzenden Seiten zurückspringt und deren Querschnittsabmessungen fortschreitend in dem verjüngten Teil zunehmen. Das Stück wird hinter der zurückspringenden Seite allmählich .dicker. Die Außenseiten der Winkel werden schließlich, und zwar vorzugsweise mittels einer V-förmigen Schleiffläche geschliffen, um sie in scharfe Schneidkanten überzuführen.
  • Der Schneidteil einer Nadel gemäß der Erfindung dringt durch den Stoff mit verhältnismäßig geringem Widerstand, weil die ganze erforderliche Durchtrennungsarbeit durch Schneiden erfolgt. Dies geschieht nur allmählich und mit einem ziehenden Schnitt durch die Schneiden beim fortschreitenden Durchdringen. Der Keil der Schneide ist auch dünner als bei den bekannten Nadeln. Da der Querschnitt der Nadel so stark gekrümmt ist, daß die Schneidkanten annähernd parallel gerichtet sind, so ist keine Gefahr vorhanden, daß ein zufälliger Druck der Hand des Chirurgen gegen eine der beiden Seiten den Schnitt seitwärts erweitert und das Loch unnötig groß macht.
  • Bei der Herstellung und Instandhaltung der Nadel können dieSchneidkanten geschärft werden, während ,das bei Nadeln übliche Fertigspitzen durch Schleifen o. dgl. gar nicht oder nur in geringem MaßeAnwendung findet. Außerdem erhält der Schneidteil der Nadel gemäß der Erfindung eine solche Form, daß seine scharfen Kanten leicht nachgeschliffen werden können.
  • Fig. i der Zeichnung kann als ein Grundriß betrachtet werden. Sie zeigt eine Nadel gemäß der Erfindung mit einem Schaft von gerader, runder Form, die mit ihrer-konkaven Seite nach oben liegt. Die Kanten der konkaven Fläche sind die Schneidkanten der Nadel.
  • Fig. 2 ist' eine Seitenansicht derselben Nadel.
  • Fig. 3, 4, 5 und 6 sind Querschnitte durch die Nadel an den in Fig. i angegebenen Stellen, von den Enden aus gesehen. In Fig.6 ist jedoch noch die Wiedergabe eines Stückchens des Stoffblattes hinzugefügt, den dieser Nadelquerschnitt durchdringt. Die Oberfläche des Stoffes ist deutlich zu sehen.
  • Fig. 7 ist ein .Seitenschnitt derselben Nadel im Augenblick des Durchdringens durch zwei Stoffbahnen.
  • Fig. 8 zeigt in einer Draufsicht ein Bruchstück des Stoffes der Fig.7, aus dem die Nadel herausgezogen und in welchen der Lappen in seine Ausgangsstellung zurückgelehrt ist. Die Figur zeigt die Einwirkung der Nadel auf den Stoff.
  • Fig.9 zeigt einen Querschnitt durch zwei Stoffbahnen und ein darin mit der Nadel gemachtes Loch. Ferner ist eine Schlaufe des Fadens darin zu sehen.
  • Fig. io ist ein ähnlicher Querschnitt, der zwei Schlaufen des Fadens in einem solchen Loch zeigt, die miteinander verschlungen sind. Der Stoff bildet so einen genähten Gegenstand.
  • Fig. i i ist eine Seitenansicht einer anderen Nadelform, und zwar einer gebogenen Nadel gemäß der Erfindung.
  • Fig. 12, 13 und 14 zeigen einige andere Ouerschnittsformen, die jede Nadel gemäß der Erfindung haben kann.
  • Fig. 15 gibt ein Stück lebendes Gewebe wieder, .das von einer Nadel gemäß der Erfindung durchstoßen wird. , Die Punktierung deutet die von der Nadelbewirkte-Zusammenpressung an. Die Nadel selbst: ist im Querschnitt zu erkennen.
  • Fig. 16 gibt einen Schnitt durch die Kante eines Schleifrades zum Schärfen der Nadel gemäß der Erfindung wieder. Die Nadel selbst ist im Querschnitt zu erkennen.
  • Bei einem Werkzeug gemäß der Erfindung, gleichgültig ob es ein Ohr hat oder nur eine Ahle darstellt, ob es geradlinig oder gekrümmt ist, läuft der Schaft in eine Spitze zum ,Durchbohren des Stoffes aus. Dieser verjüngte Teil des Werkzeuges hat die genannten zwei Schneidkanten. Die diese Kanten verbindende Oberfläche ist konkav und hat im allgemeinen die erwähnte [)-Form, die Form eines Halbmondes oder einer Sichel. Beispiele für verschiedene Nadeln zeigen die Fig. 12, 13 und 14. Es ist jedoch zu bemerken, daß sich in jedem Fall die Krümmung vorzugsweise auf einen so großen Kreisbogen erstreckt, daß eine annähernde [)-Form gebildet wird und folglich ein Druck der Nadel nach rechts oder links, z. B. in den Fig. 3, 4, 5, 12 oder 14, nicht das Einschneiden des Stoffes an dieser Nadelseite begünstigen würde.
  • Die Nadel nach Fig. i hat einen Schaft io mit einem Öhr 12 und einem spitz zulaufenden Teil 14, der in den äußersten Spitzenteil 15 ausläuft. Das Ohr ist an dem stumpfen Ende dargestellt. Es kann jedoch auch in der Mitte oder in .der Nähe der Spitze angebracht sein. Ferner können andere Mittel als ein Ohr zur Mitnahme des Fadens vorgesehen sein, oder es können alle derartigen Einrichtungen fortfallen wie z. B. bei einer Ahle.
  • Die Kanten, an denen die zwei gebogenen Seiten sich treffen, sind scharfe Schneidkanten, die mit a, b bezeichnet sind. Die Verjüngung ist vorzugsweise lang, und die Schneidkanten weichen wenig von der parallelen Lage ab. Infolgedessen erfolgt der Schnitt durch Ziehen der Schneidkante längs des Stoffes, und es ist ein sehr geringer Widerstand zu überwinden. Wenn dieses Gerät gerade durch einen Lederbogen oder anderen toten Stoff gestoßen wird, wie bei 2o in Fig. 7 dargestellt, so wird aus dem Stoff längs einer gekrümmten Linie, wie in Fig. 8 bei 22 zu erkennen, eine Zunge ausgeschnitten und aus der Ebene des Bogens2o herausgebogen, wie in Fig.7 zu erkennen, bis schließlich, wenn der volle Schaft mit dem in Fig. 6 dargestellten Querschnitt durchstößt, der Lappen 24 so weit nach unten abgebogen wird, daß das Loch eingeschnitten und, wie dargestellt, aufgespreizt wird. In diesem Zustand wird ein Faden aufgenommen, z. B. mittels des Öhrs 12 durchgezogen. Fig. 9 gibt einen Fäden wieder; der mit einer Nadel in das Loch eingeführt ist. Der Stofflappen 24 drückt infolge seiner Nachgiebigkeit den Faden an entsprechend dem Bestreben des Lappens, in seine in Fig. 8 dargestellte Lage zurückzukehren. Wenn dieser Lappen in die in Fig. io dargestellte Lage zurückgezogen wird, so äußert sich der Druck des Lappens auf den Faden in der Stoffebene.
  • Ein nachgiebig beweglicher Stoff, wie lebendes Gewebe von Menschen oder Tieren, überträgt den Druck nach allen Richtungen ähnlich einer Flüssigkeit. Daher ist das Gewebe auf beiden Seiten jeder Schneidkante a und b in Fig. 15 zusammengepreßt durch die allmähliche Verdickung des eingezwängten konkav konvexen Körpers des in Fig. 15 dargestellten Werkzeuges. Nach Herausziehen der Nadel strebt das Gewebe kräftig in seine frühere Lage zurück, und es wird dann infolge des eingezwängten Fadens zusammengepreßt bleiben. Daher wird der Faden fester gehalten, als dies bei gewöhnlichem Nähen geschieht.
  • Bei den Nadeln gemäß der Erfindung ist es zweckmäßig, daß die Kurven des sichelförmigen Querschnitts an allen Stellen des verjüngten Teiles utigefähr in demselben Verhältnis zueinander "stehen, wie dies bei Vergleich der Fig. 3, q. und 5 zu erkennen ist.
  • Bei der Herstellung eines Stichwerkzeuges. gemäß der Erfindung kann der konkav verjüngte Teil durch .Stanzen gebildet werden. Für die Gewinnung des sichelförmigen Querschnitts der Nadelspitze ist es wesentlich, zunächst ein zugespitztes Nadelrohstück zu bilden, dessen Verjüngung auf ihrer ganzen Strecke einen runden Querschnitt haben kann. Die Metallmenge ist jedoch genau so zu bemessen, daß sie vollkommen das Gesenk ausfüllt, in welchem dem Werkzeug durch Stanzen der sichelförmige Querschnitt gegeben wird. Die Bildung des Rohlings erfolgt vor dem Anlassen.
  • Um die gewünschte genaue Form zu erhalten, sind zunächst die Abmessungen der sichelförmigen Schneidspitze festzustellen, und das Gesenk ist dementsprechend auszubilden. Dann wird der Nadelrohling mit einer wiederholbaren runden Spitze ausgebildet. Nach dem Anlassen wird dieser Rohling in das genau ausgebildete Gesenk gebracht. Ergibt sich, daß die anfallende Nadel überschüssiges Metall an einer. Stelle und nicht genug Metall an einer anderen Stelle hat, um die Stanzform genau auszufüllen, so wird die ursprüngliche runde Spitze geändert, um den Fehler - zu berichtigen. Nach einigen Versuchen erhält man einen runden zugespitzten Nadelrohling, der beim Formen das Gesenk gerade ausfüllt und weder einen überstehenden Rand'noch einen Mangel an Fleisch aufweist: Infolgedessen kommt die gestanzte sichelförmige Nadel in ihrerGestalt demEnderzeugnis sehr nahe, so daß nur eine geringe Schleifmaßnahme an den vorspringenden Oberflächen für, das Schärfen erforderlich ist. Es ist nämlich sehr wichtig, daß so wenig wie möglich Fleisch entfernt wird, wenn die Kanten ihre höchste Schärfe erhalten. Anderenfalls würde der sichelförmige Querschnitt beeinträchtigt oder zerstört. Mit anderen Worten: Je näher man beim Kaltschmieden im Gesenk der Endform der Spitze und den endgültigen Abmessungen kommt, desto weniger Handschliff oder Feinschliff ist erforderlich, und infolgedessen wird sich der sichelförmige Querschnitt der fertigen Nadelspitze um so weniger verwerfen.
  • Sofern doch ein kleiner überstehender Rand an der eigentlichen Schneidkante vorhanden ist, läßt dieser sich beim Fertigspitzen immerhin viel leichter entfernen als bei einer Nadel mit flachen Seiten, wie sie bisher in Benutzung sind. Die Kanten a und b können einfach dadurch geschärft werden, daß die Nadel an die Oberfläche eines V-förmigen Ausschnittes in einem Schleifrad angelegt wird, wie dies in Fig. 16 dargestellt ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren' zurn Nähen unter Bildung von Löchern für die Durchführung des Fadens durch den zu nähenden Stoff, dadurch gekennzeichnet, daß zungenförmige Stofflappen ausgeschnitten, aus ihrer natürlichen Lage herausgepreßt werden, ein Faden durch die beim Abbiegen der zungenförmigen Lappen verbleibenden Löcher hindurchgeführt wird und der Lappen in seineursprünglicheLage in dem Stoff zurückschnellt bzw. zurückgezogen wird. a. Stichwerkzeug, z. B. Nadel oder Ahle, mit einem mit Schneidkanten versehenen, zu einer Spitze sich verjüngenden Schaft* zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß längs des verjüngten Schaftteils zwei ungefähr in gleicher Richtung wirkende Schneidkanten angeordnet sind, die die Schnittlinien einer zurück- und einer vorspringenden Fläche des Schaftteiles bilden, wobei die zurückspringende Fläche schräg zur vorspringenden verläuft, so daß in dem Werkstück ein zungenförmiger Lappen ausgeschnitten wird. 3. Stichwerkzeug nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet,daß der mit Schneidkanten versehene Schaftteil sichelförmigen Querschnitt hat. , q.. Stichwerkzeug nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zurückspringende Fläche glatt konkav und die vorspringende Fläche glatt konvex ist und mit wachsendem Abstand zwischen der zurückspringenden und der vorspringenden Fläche der Krümmungsradius der zurückspringenden Fläche zunimmt. 5. Verfahren zur Herstellung eines zugespitzen, einen zungenförmigen Schnitt ergebenden Stichwerkzeuges nach. Anspruch 2 bis 4., dadurch gekennzeichnet, daß ein runder Metalldraht zu einem spitz auslaufenden Teil umgeformt wird, der an jeder Stelle längs der Verjüngung einen Ouerschnitt mit vorgeformter konvexer Kurve hat, wodurch Fleisch vorgesehen wird, um sowohl die Dicke des Stückes als auch .die Spreizung zwischen . den Schneidkanten zunehmen zu lassen, und daß dann der Rohling durch einen .@ "senkrecht zur Achse gerichteten Druck in eine Kurvenform gebracht wird, die auf der einen Seite in scharfen Winkeln von ,den angrenzenden Seiten zurückspringt und deren Ouer schnittsabmessungen fortschreitend in .dem verjüngten Endteil zunehmen, wobei das Stück hinter der zurückspringenden Seite allmählich dicker wird, und daß dann die Außenseiten der Winkel, vorzugsweise mittels einer V-förmigen Schleiffläche, geschliffen wenden, um sie in scharfe Schneidkanten überzuführen.
DEO21847D 1934-05-29 1935-05-30 Verfahren zum Naehen, Stichwerkzeug fuer das Verfahren und Herstellungsverfahren desWerkzeuges Expired DE657695C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1108852B (de) * 1957-05-06 1961-06-15 American Cyanamid Co Chirurgische Nadel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1108852B (de) * 1957-05-06 1961-06-15 American Cyanamid Co Chirurgische Nadel

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