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Verfahren zum Nähen, Stichwerkzeug für das Verfahren und Herstellungsverfahren
' des Werkzeuges Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Nähen, bei dem in dem
zu nähenden Stoff Löcher für die Durchführung des Fadens gebildet werden. Diese
Löcher selbst haben hier eine besondere Forni. Ferner ist Gegenstand der Erfindung
ein Stichwerkzeug, mit dem sich das Nähverfahren besonders zweckmäßig ausführen
läßt.
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Bei dem üblichen Nähen von blattförmigen Stoffen, wie z. B. Leder
oder lebendem Gewebe, z. B. in der Chirurgie, werden Nadeln oder Ahlen verwendet,
die eine scharfe Spitze haben, um ein kleines Einstichloch hervorbringen zu können,
das dann beim Vorschub des stärkeren Hauptteiles des Werkzeuges durch, Spreizung
vergrößert wird und den Faden durchtreten läßt. Dabei wird der Stoff jedoch leicht
an den Lochrändern eingerissen, was bei der Herstellung wertvoller Arbeiten; z.
B. aus Leder oder auch in der Chirurgie, von Nachteil ist.
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Die Erfindung schlägt deshalb ein Verfahren zum Nähen vor, bei dem
zungenförmige Stofflappen ausgeschnitten, aus ihrer natürlichen Lage herausgepreßt
und dann ein Faden durch die beim Abbiegen der zungenförmigen Lappen verbleibendenLöcher
hindurchgeführt wird. Der Stoff der Lappen schnellt dann in seine ursprüngliche
Lage in den Stoff zurück oder wird in den Stoff zurückgezogen. Beim Nähen lebenden
Gewebes wird dabei der Lappen nicht eigentlich aus der Stoffebene abgebogen, sondern
aus seiner natürlichen Lage zurückgedrückt und legt sich dann unter dem Bestreben,
seine ursprüngliche Lage einzunehmen, wieder gegen den Faden.
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Das Verfahren nach der Erfindung hat den Vorteil, daß das umgebende
Gewebe nicht eingerissen wird. Die Schnittflächen sind glatt, und der in das Lochzurückschnellende
oder zurückgeschobene Lappen preßt sich dicht gegen den eingezwängten Faden, so
daß die ?Naht fester wird, als wenn nur ein rundes Loch von der -Form des Fadens
durchgestoßen wird. Bei Glanzleder werden durch die Erfindung Bruchstreifen und
Einrisse vermieden, welche die mit den gewöhnlichen Nadeln hervorgerufenen Stichlöcher
umgeben. Bei Anwendung in der Chirurgie hemmt,die U-förmige oder ähnlich geformte
Schnittlinie zufälliges Trauma und bietet die beste Bedingung für eine rasche Heilung
und möglichst kleine Narben. Im Gegensatz zu dem sonst in der Umgebung eines Einstiches
vorhandenen Spannungs- und Dehnungszustande übt ein gemäß der Erfindung genähtes
Gewebe oder sonstigen Stoff einen Druck auf den Faden aus.
Es sind
zwar bereits chirurgische Nadeln mit seitlichen Schneidkanten bekannt. Mit diesen
werden jedoch keine zungenförmige p., Lappen ausgeschnitten, denn die Nadeln vsr6
JJ' sen. drei Nuten auf, deren drei Kanten scha:#f.f'-geschliffen sind. Beim Nähen
wird also ein stern- oder y-förmiger Schnitt hervorgerufen' und es entstehen drei'
Lappen. Der Druck des einen Lappens gegen den Faden wird also nur durch die beiden
anderen Lappen aufgenommen, und für den Faden ist kein festes Widerlager vorhanden
wie bei einer Naht gemäß der Erfindung, wo der Druck eines einzigen Lappens gegen
einen festen Teil unverletzten zusammenhängenden Gewebes wirkt. Außerdem ist die
Schnittlänge bei gleicher Größe des Einstichloches nach dem bekannten Verfahren
ungefähr um die Hälfte größer als bei Anwendung .des Verfahrens nach der Erfindung.
Dies ist beispielsweise von besonderer Bedeutung in der Chirurgie.
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Zur Ausübung des Nähverfahrens schlägt die Erfindung ein Stichwerkzeug,
z. B. eine Nadel oder Ahle, vor. Während bei der bekannten Nadel drei Schnei.dkanten
gleichmäßig über den Umfang des zu einer Spitze sich verjüngenden Schaftes verteilt
sind, also im Abstand von 12o° voneinander je eine Nut zwischen sich einschließen,
sind bei dem Stichwerkzeug gemäß der Erfindung längs des verjüngten Schaftteiles
zwei ungefähr in gleicher Richtung wirkende Schneidkanten angeordnet, die die Schnittlinien
einer zurück- und einer vorspringenden Fläche des Schaftteiles bilden, wobei die
zurückspringende Fläche schräg zur vorspringenden verläuft. Infolgedessen kann mit
dem Stichwerkzeug sehr leicht in dem Werkstück ein zungenförmiger Lappen ausgeschnitten
werden. Vorzugsweise hat der mit den Schneidkanten versehene Schaftteil sichelförmigen
Querschnitt. Dabei kann die zurückspringende Fläche glatt konkav und die vorspringerideFläche
glattkonvex sein und mit wachsendem Abstand zwischen der zurückspringenden und der
vorspringenden Fläche der Krürnmungsradius der zurückspringenden Fläche zunehmen.
Die Schneidkanten gehen dabei allmählich in den oberen runden Schaftteil über, so
daß beim Durchstoßen des Werkzeuges der U-Scheitel dicker wird und immer stärker
gegen die Spitze der Zunge drückt.
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Gegenüber der bekannten mit drei Schneidkanten ausgerüsteten Nadel
bietet der Gegenstand der Erfindung-noch verschiedene Vorteile.
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Bekanntlich ist es schwierig, ein so kleines Gerät wie eine chirurgische
Nadel hohl zu schleifen. Gemäß der Erfindung wird ein ähnliches EZgebnis ohne eigentlichen
Hohlschliff erhalten, da die Möglichkeit besteht, die Schleiffläche flach an die
Schleifkanten des Instrumentes heranzuführen. Liegen die ganten dagegen nicht in
gleicher Richtung, ...4Qndern im Winkel vor& i2o° zueinander, so :'ist; ein
.derartiges Schleifverfahren nicht an->-.,vendbar. Auch die Herstellung des Rohlings
ist bei der bekannten Nadel wegen der Mehrzahl von Nuten schwieriger, während der
Gegenstand der Erfindung nur eine einzige Aushöhlung hat.
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Zu berücksichtigen ist auch noch, daß die überwiegende Mehrzahl aller
chirurgischen Nadeln und auch viele sonstige Stichwerkzeuge mit Schneidspitzen gebogen
sind oder auch nur einegekrümmteEinstichspitzehaben. Da diese Biegung nur unter
Behandlung in der Wärme vorgenommen werden kann und das Schärfen erst nach dem Härten
und Tempern erfolgen darf, läßt sich der bekannten Nadel kaum eine gekrümmte Form
geben, weil .in diesem Zustand die Schneidkanten außerordentlich schwierig anzubringen
sind und ein Schärfen der auf der Innenseite derKrümmung liegenden Schneidkanten
überhaupt unmöglich sein dürfte. Bei einem Gerät gemäß der Erfindung bestehen derartige
Schwierigkeiten nicht, da hier das gebogene und gehärtete Werkzeug. infolge der
parallelen Ausrichtung der Schneidkanten sehr einfach geschliffen werden kann; beispielsweise
kann hierzu ein Schleifrad mit V-förmiger Aushöhlung benutzt werden.
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Die Herstellung eines zugespitzten, einen zungenförmigen Schnitt gebenden
Stichwerkzeuges nach der Erfindung geschieht zweckmäßig in der Weise, daß ein runder
Metalldraht zu einem spitz auslaufenden Teil umgeformt wird, der an. jeder Stelle
längs der Verjüngung einen Querschnitt mit vorgeformter konvexer Kurve hat. Dadurch
wird Fleisch vorgesehen, um sowohl die Dicke des Stückes als auch die Spreizung
zwischen den Schneidkanten zunehmen zu lassen. Der Rohling wird dann durch einen
senkrecht zur Achse gerichteten Druck in eine Kurvenform gebracht, die auf der einen
Seite in scharfen Winkeln von den angrenzenden Seiten zurückspringt und deren Querschnittsabmessungen
fortschreitend in dem verjüngten Teil zunehmen. Das Stück wird hinter der zurückspringenden
Seite allmählich .dicker. Die Außenseiten der Winkel werden schließlich, und zwar
vorzugsweise mittels einer V-förmigen Schleiffläche geschliffen, um sie in scharfe
Schneidkanten überzuführen.
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Der Schneidteil einer Nadel gemäß der Erfindung dringt durch den Stoff
mit verhältnismäßig geringem Widerstand, weil die ganze erforderliche Durchtrennungsarbeit
durch Schneiden erfolgt. Dies geschieht nur allmählich und mit einem ziehenden Schnitt
durch
die Schneiden beim fortschreitenden Durchdringen. Der Keil der Schneide ist auch
dünner als bei den bekannten Nadeln. Da der Querschnitt der Nadel so stark gekrümmt
ist, daß die Schneidkanten annähernd parallel gerichtet sind, so ist keine Gefahr
vorhanden, daß ein zufälliger Druck der Hand des Chirurgen gegen eine der beiden
Seiten den Schnitt seitwärts erweitert und das Loch unnötig groß macht.
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Bei der Herstellung und Instandhaltung der Nadel können dieSchneidkanten
geschärft werden, während ,das bei Nadeln übliche Fertigspitzen durch Schleifen
o. dgl. gar nicht oder nur in geringem MaßeAnwendung findet. Außerdem erhält der
Schneidteil der Nadel gemäß der Erfindung eine solche Form, daß seine scharfen Kanten
leicht nachgeschliffen werden können.
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Fig. i der Zeichnung kann als ein Grundriß betrachtet werden. Sie
zeigt eine Nadel gemäß der Erfindung mit einem Schaft von gerader, runder Form,
die mit ihrer-konkaven Seite nach oben liegt. Die Kanten der konkaven Fläche sind
die Schneidkanten der Nadel.
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Fig. 2 ist' eine Seitenansicht derselben Nadel.
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Fig. 3, 4, 5 und 6 sind Querschnitte durch die Nadel an den in Fig.
i angegebenen Stellen, von den Enden aus gesehen. In Fig.6 ist jedoch noch die Wiedergabe
eines Stückchens des Stoffblattes hinzugefügt, den dieser Nadelquerschnitt durchdringt.
Die Oberfläche des Stoffes ist deutlich zu sehen.
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Fig. 7 ist ein .Seitenschnitt derselben Nadel im Augenblick des Durchdringens
durch zwei Stoffbahnen.
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Fig. 8 zeigt in einer Draufsicht ein Bruchstück des Stoffes der Fig.7,
aus dem die Nadel herausgezogen und in welchen der Lappen in seine Ausgangsstellung
zurückgelehrt ist. Die Figur zeigt die Einwirkung der Nadel auf den Stoff.
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Fig.9 zeigt einen Querschnitt durch zwei Stoffbahnen und ein darin
mit der Nadel gemachtes Loch. Ferner ist eine Schlaufe des Fadens darin zu sehen.
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Fig. io ist ein ähnlicher Querschnitt, der zwei Schlaufen des Fadens
in einem solchen Loch zeigt, die miteinander verschlungen sind. Der Stoff bildet
so einen genähten Gegenstand.
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Fig. i i ist eine Seitenansicht einer anderen Nadelform, und zwar
einer gebogenen Nadel gemäß der Erfindung.
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Fig. 12, 13 und 14 zeigen einige andere Ouerschnittsformen,
die jede Nadel gemäß der Erfindung haben kann.
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Fig. 15 gibt ein Stück lebendes Gewebe wieder, .das von einer Nadel
gemäß der Erfindung durchstoßen wird. , Die Punktierung deutet die von der Nadelbewirkte-Zusammenpressung
an. Die Nadel selbst: ist im Querschnitt zu erkennen.
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Fig. 16 gibt einen Schnitt durch die Kante eines Schleifrades zum
Schärfen der Nadel gemäß der Erfindung wieder. Die Nadel selbst ist im Querschnitt
zu erkennen.
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Bei einem Werkzeug gemäß der Erfindung, gleichgültig ob es ein Ohr
hat oder nur eine Ahle darstellt, ob es geradlinig oder gekrümmt ist, läuft der
Schaft in eine Spitze zum ,Durchbohren des Stoffes aus. Dieser verjüngte Teil des
Werkzeuges hat die genannten zwei Schneidkanten. Die diese Kanten verbindende Oberfläche
ist konkav und hat im allgemeinen die erwähnte [)-Form, die Form eines Halbmondes
oder einer Sichel. Beispiele für verschiedene Nadeln zeigen die Fig. 12, 13 und
14. Es ist jedoch zu bemerken, daß sich in jedem Fall die Krümmung vorzugsweise
auf einen so großen Kreisbogen erstreckt, daß eine annähernde [)-Form gebildet wird
und folglich ein Druck der Nadel nach rechts oder links, z. B. in den Fig. 3, 4,
5, 12 oder 14, nicht das Einschneiden des Stoffes an dieser Nadelseite begünstigen
würde.
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Die Nadel nach Fig. i hat einen Schaft io mit einem Öhr 12 und einem
spitz zulaufenden Teil 14, der in den äußersten Spitzenteil 15 ausläuft.
Das Ohr ist an dem stumpfen Ende dargestellt. Es kann jedoch auch in der Mitte oder
in .der Nähe der Spitze angebracht sein. Ferner können andere Mittel als ein Ohr
zur Mitnahme des Fadens vorgesehen sein, oder es können alle derartigen Einrichtungen
fortfallen wie z. B. bei einer Ahle.
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Die Kanten, an denen die zwei gebogenen Seiten sich treffen, sind
scharfe Schneidkanten, die mit a, b bezeichnet sind. Die Verjüngung ist vorzugsweise
lang, und die Schneidkanten weichen wenig von der parallelen Lage ab. Infolgedessen
erfolgt der Schnitt durch Ziehen der Schneidkante längs des Stoffes, und es ist
ein sehr geringer Widerstand zu überwinden. Wenn dieses Gerät gerade durch einen
Lederbogen oder anderen toten Stoff gestoßen wird, wie bei 2o in Fig. 7 dargestellt,
so wird aus dem Stoff längs einer gekrümmten Linie, wie in Fig. 8 bei 22 zu erkennen,
eine Zunge ausgeschnitten und aus der Ebene des Bogens2o herausgebogen, wie in Fig.7
zu erkennen, bis schließlich, wenn der volle Schaft mit dem in Fig. 6 dargestellten
Querschnitt durchstößt, der Lappen 24 so weit nach unten abgebogen wird, daß das
Loch eingeschnitten und, wie dargestellt, aufgespreizt wird. In diesem Zustand wird
ein Faden aufgenommen, z. B. mittels des Öhrs 12 durchgezogen.
Fig.
9 gibt einen Fäden wieder; der mit einer Nadel in das Loch eingeführt ist. Der Stofflappen
24 drückt infolge seiner Nachgiebigkeit den Faden an entsprechend dem Bestreben
des Lappens, in seine in Fig. 8 dargestellte Lage zurückzukehren. Wenn dieser Lappen
in die in Fig. io dargestellte Lage zurückgezogen wird, so äußert sich der Druck
des Lappens auf den Faden in der Stoffebene.
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Ein nachgiebig beweglicher Stoff, wie lebendes Gewebe von Menschen
oder Tieren, überträgt den Druck nach allen Richtungen ähnlich einer Flüssigkeit.
Daher ist das Gewebe auf beiden Seiten jeder Schneidkante a und b in Fig. 15 zusammengepreßt
durch die allmähliche Verdickung des eingezwängten konkav konvexen Körpers des in
Fig. 15 dargestellten Werkzeuges. Nach Herausziehen der Nadel strebt das Gewebe
kräftig in seine frühere Lage zurück, und es wird dann infolge des eingezwängten
Fadens zusammengepreßt bleiben. Daher wird der Faden fester gehalten, als dies bei
gewöhnlichem Nähen geschieht.
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Bei den Nadeln gemäß der Erfindung ist es zweckmäßig, daß die Kurven
des sichelförmigen Querschnitts an allen Stellen des verjüngten Teiles utigefähr
in demselben Verhältnis zueinander "stehen, wie dies bei Vergleich der Fig. 3, q.
und 5 zu erkennen ist.
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Bei der Herstellung eines Stichwerkzeuges. gemäß der Erfindung kann
der konkav verjüngte Teil durch .Stanzen gebildet werden. Für die Gewinnung des
sichelförmigen Querschnitts der Nadelspitze ist es wesentlich, zunächst ein zugespitztes
Nadelrohstück zu bilden, dessen Verjüngung auf ihrer ganzen Strecke einen runden
Querschnitt haben kann. Die Metallmenge ist jedoch genau so zu bemessen, daß sie
vollkommen das Gesenk ausfüllt, in welchem dem Werkzeug durch Stanzen der sichelförmige
Querschnitt gegeben wird. Die Bildung des Rohlings erfolgt vor dem Anlassen.
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Um die gewünschte genaue Form zu erhalten, sind zunächst die Abmessungen
der sichelförmigen Schneidspitze festzustellen, und das Gesenk ist dementsprechend
auszubilden. Dann wird der Nadelrohling mit einer wiederholbaren runden Spitze ausgebildet.
Nach dem Anlassen wird dieser Rohling in das genau ausgebildete Gesenk gebracht.
Ergibt sich, daß die anfallende Nadel überschüssiges Metall an einer. Stelle und
nicht genug Metall an einer anderen Stelle hat, um die Stanzform genau auszufüllen,
so wird die ursprüngliche runde Spitze geändert, um den Fehler - zu berichtigen.
Nach einigen Versuchen erhält man einen runden zugespitzten Nadelrohling, der beim
Formen das Gesenk gerade ausfüllt und weder einen überstehenden Rand'noch einen
Mangel an Fleisch aufweist: Infolgedessen kommt die gestanzte sichelförmige Nadel
in ihrerGestalt demEnderzeugnis sehr nahe, so daß nur eine geringe Schleifmaßnahme
an den vorspringenden Oberflächen für, das Schärfen erforderlich ist. Es ist nämlich
sehr wichtig, daß so wenig wie möglich Fleisch entfernt wird, wenn die Kanten ihre
höchste Schärfe erhalten. Anderenfalls würde der sichelförmige Querschnitt beeinträchtigt
oder zerstört. Mit anderen Worten: Je näher man beim Kaltschmieden im Gesenk der
Endform der Spitze und den endgültigen Abmessungen kommt, desto weniger Handschliff
oder Feinschliff ist erforderlich, und infolgedessen wird sich der sichelförmige
Querschnitt der fertigen Nadelspitze um so weniger verwerfen.
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Sofern doch ein kleiner überstehender Rand an der eigentlichen Schneidkante
vorhanden ist, läßt dieser sich beim Fertigspitzen immerhin viel leichter entfernen
als bei einer Nadel mit flachen Seiten, wie sie bisher in Benutzung sind. Die Kanten
a und b können einfach dadurch geschärft werden, daß die Nadel an die Oberfläche
eines V-förmigen Ausschnittes in einem Schleifrad angelegt wird, wie dies in Fig.
16 dargestellt ist.