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Beleuchteter Flüssigkeitsstandsanzeiger Es sind beleuchtete Flüssigkeitsstandsanzeiger
bekannt, bei denen der Flüssigkeitsraum in einer anderen Färbung oder Helligkeit
erscheint .als der darüber befindliche Raum. Dies wird bei einem bekannten Anzeiger
dadurch erreicht, daß im Standraum ein sich über die ganze Länge des Anzeigers erstrekkender
Spiegel mit entsprechender \ eigung angeordnet ist, wobei die Beleuchtungsquelle
vor dem Anzeiger seitlich hinter cinein Abdeckschirm gelegen ist. Diese Ausführung
ist unvorteilhaft, weil die Beleuchtungsquelle vor dem Anzeiger seitlich angeordnet
sein muß und somit die Sichtbarkeit beeinträchtigt.
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Mit der Erfindung wird demgegenüber ein Anzeiger erreicht, bei dem
es möglich ist, Ober- oder unterhalb des Anzeigers die Beleuchtungsquelle anzuordnen.
Dies wird dadurch erreicht, daß geneigte Spiegel in großer Zahl, über die ganze
Schaulänge verteilt, untereinander angeordnet sind. Eine besonders zweckmäßige Ausführung
ergibt sich dann, wenn die Spiegel senkrecht zur Beobachtungs-und Beleuchtungsrichtung
angeordnet sind. In diesem Fall ist @es nämlich möglich, eine vom Beobachter getragene
Lichtquelle zur Beleuchtung .auszunutzen, Für durchleuchtete Anzeiger ist die vorteilhafteste
Anordnung der Spiegel parallel zur Beobachtungs-und Beleuchtungsrichtung.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
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In Abb. i ist sinnbildlich ein Wasserstandsanzeiger dargestellt, der
aus dem den Standraum in sich bergenden Körper a und der durchsichtigen Glimmerplatte
b besteht. Spie-gele sind über die ganze Höhe des Anzeigers derart angeordnet,
daß in Richtung des mit - j- bezeichneten Beobachters der ganze Standraum mit Spiegeln
c abgedeckt erscheint. Die von einer mit o bezeichneten Lichtquelle ausgehenden
Beleuchtungsstrahlen laufen in der gestrichelten Richtung i in den Dampfraum
und werden in derselben Richtung z zurückgespiegelt. Der Beobachter sieht
in dieselbe Richtung i, so daß der Dampfraum hell erscheint. Beim Wasserraum laufen
dagegen sowohl die Beleuchtungs- als auch die Beobachtungsstrahlen 3 in anderer
"'eise, und zwar werden sie-beim Übergang von Luft auf Glimmer und Wasser in die
Richtung .4 gebrochen, am Spiegel c gemäß der Linie 5 gespiegelt, bei 6, an der
Außenseite des Glimmers, in die Richtung 7 total reflektiert. Der Wasserraum erscheint
also dunkel.
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Der umgekehrte Fall, bei dem also der Dampfraum dunkel und der Wasserraum
hell erscheint, ist in Abb. a dargestellt. Hier sind die Spiegel c derart geneigt
angeordnet, d.aß die in den Wasserraum fallenden Beleuchtungs- und Beobachtungsstrahlen
8 in die Richtung g gebrochen werden und senkrecht auf den Spiegel c fallen und
infolgedessen in dieselbe Richtung zurückgespiegelt werden, von der sie kommen.
Die in den Dampfraum fallenden Beleuchtungs- und Beobachtungsstrahlen i o fallen
dagegen in die Richtung i i aus dem Anzeiger heraus. Hier muß
dafür
gesorgt werden, daß in der Richtung i i keine leuchtenden Stellen, wie Fenster oder
andere Lichtquellen, liegen.
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Ein anderes Beispiel ist in Abb.3 dargestellt, in dem gezeigt ist,
daß Beobachtungs-und Beleuchtungsstrahlen keineswegs in derselben Richtung mit parallelen
Strahlenbündeln zu verlaufen brauchen, wie das bei den Beispielen gemäß Abb. i und
2 der Fall ist. Die von der mit o bezeichneten Beleuchtungsquelle etwa senkrecht
zur Anzeigerlängsachse in den Dampfraum eintretenden Beleuchtungsstrahlen 12 werden
in die Richtung 13 auf den mit -i - bezeichneten Beobachter gespiegelt. Gleichzeitig
werden die Beobachtungsstrahlen 1 ¢ in die Richtung 15 auf die Beleuchtungsquelle
hin gespiegelt. Die in den Wasserraum von der Beleuchtungsquelle gestrahlten Strahlen
verlaufen ähnlich dem Beispiel von Abb, i ; es sind daher hier dieselben Bezugszeichen
¢, 5, 6 und 7 verwendet. Die Beobachtungsstrahlen 16, die in den Wasserraum fallen,
verlaufen in der Richtung 17, 18, i g. Da die Richtung i 9 von der Richtung 15 abweicht,
erscheint dem Beobachter der Flüs. sigkeitsraum dunkel, soweit dafür gesorgt wird,
daß in der Richtung i g kein fremdes Licht liegt.
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Ein zu durchleuchtender Anzeiger ist in Abb.:l dargestellt. Er hat
zwei Glimmerplatten b. Die Spiegel c sind in diesem Fall auf der Oberseite gut geschwärzt,
spiegeln also nur auf der Unterseite. Die von der Beleuchtungsquelle ausgehenden
Beleuchtungsstrahlen 2o fallen in die Richtung des Beobachters, soweit sie durch
den Dampfraum gehen; _ soweit sie durch den Wasserraum g-dzen, werden sie dagegen
bei 21 gebrochen, tim Spiegel gespiegelt 22, an der Glimmerplatte bei z3 total reflektiert
und fallen in die Richtung 2¢ auf die schwarze Oberseite der Spiegel. Der Beobachter
sieht durch den Dampfraum in der Richtung 25 in die Beleuchtungsquelle, beim Wasserraum
dagegen in der Richtung 26 auf die schwarzen Oberseiten der Spiegel c.