DE656375C - Anordnung zum selbsttaetigen Abschalten von Gleichstromhochspannungsleitungen - Google Patents

Anordnung zum selbsttaetigen Abschalten von Gleichstromhochspannungsleitungen

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DE656375C
DE656375C DES103842D DES0103842D DE656375C DE 656375 C DE656375 C DE 656375C DE S103842 D DES103842 D DE S103842D DE S0103842 D DES0103842 D DE S0103842D DE 656375 C DE656375 C DE 656375C
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DES103842D
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English (en)
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Dr-Ing E H Reinhold Rue Dr-Ing
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J3/00Circuit arrangements for AC mains or AC distribution networks
    • H02J3/36Arrangements for transfer of electric power between AC networks via high-voltage DC [HVDC] links; Arrangements for transfer of electric power between generators and networks via HVDC links
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E60/00Enabling technologies; Technologies with a potential or indirect contribution to GHG emissions mitigation
    • Y02E60/60Arrangements for transfer of electric power between AC networks or generators via a high voltage DC link [HVCD]

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Supply And Distribution Of Alternating Current (AREA)

Description

  • Anordnung zum selbsttätigen Abschalten von Gleichstromhochspannungsleitungen Zur Erzeugung von hochgespanntem Gleichstrom aus Wechselstrom und umgekehrt hat man bekanntlich die Verwendung von gesteuerten Vakuumentladungsstreckenvorgeschlagen.
  • Bei solchen Anlagen ist jedoch die Betriebssicherung mit großen Schwierigkeiten verbunden. Bei Gleichstromfernübertragungen entwickeln sich nämlich -bei Kurzschluß oder Erdschlüssen Ströme, die wegen des fehlenden Einflusses der Reaktanz auf sehr viel größere Stärke anwachsen als bei entsprechenden Wechselstromfernleitungen.
  • Würde man unter Berücksichtigung der bekannten Schaltungsanordnungen nun in einem Kraftwerk bzw. in einem Unterwerk die bisher üblichen umlaufenden Umformer durch Entladungsstreckenumformer ersetzen, so wäre eine einwandfreie Erfassung der Kurzschluß. ströme nicht ohne weiteres möglich. Die bisherigen Verteilungsanlagen sind nämlich derart geschaltet, daß der von den Erzeugern über Umformer gelieferte Strom Sammelschienen zugeführt wird, von denen aus die einzelnenVerbraucherleitungenabgehen. Träte in :einer Verbraucherleitung nun ein Kurzschluß auf, so würde sich dieser zwangsläufig auch auf alle übrigen Verbraucherleitungen infolge Kupplung derselben durch die Sammelschienen der Erzeugerstation fortpflanzen. Zur Vermeidung dieses Nachteils wäre es erforderlich, in jede Leitung am Anfang und am Ende je einen Schalter einzubauen; hierbei würden somit zusätzlich besondere Schalter notwendig, die entsprechend der zu schaltenden Leistung zu lemessen wären.
  • An sich ist zwar auch die Abschaltung bzw. Unterbrechung des Stromes in sehr kurzer Zeit bei Speisung von Gleichstromfernleitungen aus einem Entladungsstreckenumformer durch elektrostatische oder magnetische Einwirkung auf die einzelnen Entladungsbahnen des Umformers bekannt, bei der die zum Abschalten notwendige Zeit nur den Bruchteil einer Wechselstromperiode, also nur einige tausendstel Sekunden, beträgt. Auch eine solche Abschaltung könnte aber bei den bisher üblichen Verteilungsanlagen ohne den Einbau besonderer Schalter am Anfang und Ende jeder Leitung den Kurzschlußstrom nicht erfassen bzw. ihn räumlich begrenzen., sobald es sich um Anlagen handelt, bei denen von jedem Kraftwerk bzw. zu jedem Unterwerk mehrere Gleichstromleitungen weg-bzw. hinführen; denn auch hier würde sich der Kurzschlußstrom trotz der Abschaltung bzw. Unterbrechung des Entladungsstreckenumformers über die gemeinsam an den Umformer angeschlossenen und miteinander gekuppelten Gleichstromsammelschienen in die übrigen Verbraucherleitungen fortpflanzen.
  • Es sei auch erwähnt, daß es bereits bekannt ist, gesteuerte Entladungsstrecken als Schalter zu verwenden, um bei einer Betriebsstörung mittels .einer schnell wirkenden, von der gespeisten Leitung aus erregten Relaiseinrichtung die angeschlossenen Verbraucher: leitungen abzutrennen.' Die Anordnung solcher Schaltapparate in den Gleichstromfernleitungen an Stelle der mechanischen Schalter würde jedoch eine sehr beträchtliche Verteuerung der Anlage darstellen, da diese Gefäß für die gesamte hindurchgehende Stromstärke und Spannung bemessen werden müssen: Gemäß der Erfindung wird nun eine Anordnung zum selbsttätigen Abschalten von Gleichstromhochspannungsleitungen mit Hilfe gesteuerter Vakuumentladungsgefäße, die sowohl zur Umformung: als auch zur Unterbrechung des in die Hochspannungsleitung zu entsendenden bzw. aus ihr zu entnehmenden Stromes dienen, wobei von jedem Kraftwerk bzw: zu jedem Unterwerk mehrere Gleichstromleitungen weg- bzw. hinführen, dadurch wesentlich vereinfacht, daß jedes Fernleitungsende mit einem eigenen gesteuerten Entladungsgefäß ausgerüstet wird, dessen Steuerung durch eine schnell wirkende, von der gespeisten Leitung aus erregte Relaiseinrichtung, insbesondere Vakuumrelaiseinrichtung, beeinflußt wird. Die Relaiseinrichtung kann hierbei von der Gleichstromleitung aus durch einen Meßwandler beeinflußt werden.
  • Weitere vorteilhafte Verbesserungen der Einrichtung gemäß der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung und Erläuterung der Erfindung zu entnehmen.
  • Fig. i zeigt ein Beispiel dafür, wie Gleichstromfernleitungsanlagen nach den bisher geltenden Gesichtspunkten für die Verteilungsnetze ausgeführt werden. Die Fernleitung i 9 ist an beiden Seiten an die Sammelschienen 16 und 17 angeschlossen, die über Entladungsstreckenumformer, die aus den Transformatoren 12 bzw. 13 und den Entladungsgefäßen 14 bzw. 15 bestehen können, von den Drehstromsammelschienen i o und i i aus mit Energie versorgt werden, wobei gleichzeitig eine Transformierung der Spannung und Umwandlung der Stromart in den Umformern erfolgt. Die ferngeleitete Gleichstromenergie wird man nämlich in der üblichen. Weise als Drehstromenergie in den Kraftwerken erzeugen. Die in Fig. i gezeigte Schaltung ist jedoch zum schnellen Abschalten der Gleichstromfernleitung nicht geeignet, da durch die Sammelschienen hindurch ein Kurzschluß, der beispielsweise in der Leitung 18 bzw. 2o auftritt, sich auch in die Leitung i 9 und die übrigen angeschlossenen Verbraucherleitungen fortpflanzen würde.
  • Fig.2 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem dieser Nachteil behoben ist. Das selbsttätige Abschalten der Gleichstromfernleitung ist dadurch ermöglicht, daß jedes Fernleitungsende mit einem eigenen steuerbaren Entladungsgefäß ausgerüstet ist. In der Fig, a sind die der Fig. i entsprechen-@den Teile mit gleichen Bezugzeichen versehen. An die Drehstromsaminelschienen i o sind zwei Transformatoren 21 und 22 angeschlossen, die über - die Entladungsstreckenumformer 23 und 24 mit den Leitungen 18 und i 9 in Verbindung stehen. Ebenso ist die Drehstromsammelschiene i i über den Transformator 25 mit einem Sammelschienensystem 26 verbunden, das über die Entladungssti:ekkenumformer 27 und 28 an die Gleichstromfernleitungen i9 und 2o angeschlossen ist. Tritt -bei dieser Schaltung beispielsweise in der Leitung i 9 ein Kurzschluß auf, so werden durch die Meßwandler 29 und 3o Vakuumrelais 31 bzw. 32 .erregt. Diese wirken auf die Gittersteuerung der Entladungsstreckenumformer 24 bzw. 27 ein, und die Gleichstromfernleitung z9 wird in kürzester Zeit stromlos, gemacht.
  • In Fig. 3 ist ein vereinfachtes Schaltschema dargestellt, bei dem die in Fig. 2 dargestellten Transformatoren 21 und 22 zu einem einzigen Transformator 33 vereinigt sind, an den die Vakuumentladungsgefäße 34 und 35 angeschlossen sind.
  • Ein entsprechendes Schaltbild zeigt die Fig.4, bei der vier Gleichstromfernleitungen über je ein einer Leitung zugeordnetes Entladungsgefäß 36, 37, 38 und 39 mit dem Transformator 40 verbunden sind.
  • Wünscht man gelegentlich eine Zwischenstation auszuschalten und ihre Apparate und Transformatoren stillzusetzen, so kann man die an- und abgehenden Fernleitungen entweder metallisch leitend unmittelbar überbrücken, oder aber man ordnet Entladungsgefäße an, die unter Vermittelung .gesteuerter Lichtbögen nach beiden Richtungen durchlässig sind und trotzdem von schnell wirkenden mass@elosen Relais aus im Kurzschlußfalle jederzeit gelöscht werden können.
  • In Fig.5 ist eine Schaltung dargestellt, in der die Drehstromsammelschienen 41 einer Zwischenstation über die Transformatoren 42 und 43 und die Entladungsgefäße 44 und 45 von der Gleichstromhauptleitung 46 abgezweigt sind. Zwischen den beiden Anschlußpunkten der Entladungsgefäße 44 und 45 an die Hauptleitung liegen die als Schalter arbeitenden beiden Entladungsgefäße 47 und 48, die derart gesteuert werden, daß sie in beiden Richtungen durchlässig sind.
  • Es ist selbstverständlich,-daß an Stelle der dargestellten Einwegentladungsstrecken auch überall Mehrphasenschaltungen von Entladungsstrecken vorgesehen werden können.

Claims (5)

  1. PATENTANTsrr,LCHE: i. Anordnung zum selbsttätigen Abschalten von Gleichstromhochspannungsleitungen mit Hilfe gesteuerter Vakuumentladungsgefäße, die sowohl zur Umformung als auch zur Unterbrechung des in die Hochspannungsleitung zu entsendenden bzw. aus ihr zu entnehmenden Stromes dienen, wobei von jedem Kraftwerk bzw. zu jedem Unterwerk mehrere Gleichstromleitungen weg- bzw. hinführen, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Leitungsende mit einem eigenen gesteuerten Entladungsgefäß ausgerüstet ist, dessen Steuerung durch eine schnell wirkende, von der gespeisten Leitung aus erregte Relaiseinrichtung, insbesondere Vakuumrelaiseinrichtung, beeinflußt wird.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Relaiseinrichtung von der Gleichstromleitung durch einen Meßwandler beeinflußt wird.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch i für Zwischenstationen, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterbrechungsstelle der Hauptleitung eine metallisch leitende Überbrückung vorgesehen ist.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch i für Zwischenstationen, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterbrechungsstelle der Hauptleitung mindestens zwei Entladungsgefäße in solcher Schaltung angeordnet sind, daß Energie in jeder Richtung in der Hauptleitung fließen kann.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch ¢, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der an der Unterbrechungsstelle angeordneten Entladungsgefäße ebenfalls von schnell wirkenden masselosen Relais aus im Falle eines Kurzschlusses beeinflußt wird.
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