DE655797C - Verfahren zum Schutz der bei elektrischen Bahnleitungen zur Vermeidung von Rundfunkstoerungen verwendeten Stoerschutzkondensatoren gegen UEberspannungen - Google Patents

Verfahren zum Schutz der bei elektrischen Bahnleitungen zur Vermeidung von Rundfunkstoerungen verwendeten Stoerschutzkondensatoren gegen UEberspannungen

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DE655797C
DE655797C DES113169D DES0113169D DE655797C DE 655797 C DE655797 C DE 655797C DE S113169 D DES113169 D DE S113169D DE S0113169 D DES0113169 D DE S0113169D DE 655797 C DE655797 C DE 655797C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H7/00Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
    • H02H7/16Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for capacitors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

Bei elektrischen Bahnen, insbesondere Straßenbahnen, kann man bekanntlich zur Vermeidung von Störungen des Rundfunkempfanges Kondensatoren anwenden, die in Abständen zwischen Fahrdraht und Schienen geschältet werden. Die Kondensatoren müssen nach der heutigen Übung eine Prüfsparnrung aushalten, die wesentlich über der Betriebsspannung liegt.
Nach der Erfindung wird bei derartigen Störschutzanordnungen nicht nur auf die Sicherheit bei Dauer üb er spannungen Rücksicht genommen, sondern auch auf das Verhalten der Störschutzkondensatoren bei kurzzeitigen Spannungsstößen, die infolge von Gewitter auftreten können. Mit kürzer werdender Dauer eines Spannungsstoßes steigt durch den Entladeverzug die Durchbruchsspannung sämtlicher Isolatoren an.
Auf der Zeichnung ist z. B. durch die Kurve α die Charakteristik einer Isolation, d.h. die Abhängigkeit der Durchschlagsspannung, von der Dauer eines Spannungsstoßes dargestellt. Diese Kurven haben je nach Art und Formgebung der benutzten Materialien die verschiedenste Gestalt. So zeigt Kurve δ beispielsweise die Charakteristik eines Fahrdrahtisolators einer Bahn. Werden zur Entstörung Kondensatoren benutzt, deren Verhalten bei kurzzeitigen Spannungsstößen der Kurven entspricht, so würden die Kondensatoren bei einer Dauer t2 des Stoßes, die größer ist als die Dauer von Spannungsstößen bei Gewitter, keinen Überschlag aufweisen.
Der Überschlag würde vielmehr an den Isolatoren (Kurve b) des Fahrdrahtes auftreten. Wenn aber infolge 'eines Gewitters ein Spannungsstoß von der Dauer tt eintritt, so wird der Überschlag an den Kondensatoren stattfinden, da deren Festigkeit im Bereich derartig kurzer Stöße entsprechend Kurve a kleiner ist.
Erfindungsgemäß ist die Charakteristik des Entladeverzuges der Störschutzkondensatoren durch Benutzung eines flüssigen oder halbflüssigen Dielektrikums derjenigen der Fahrdrahtisolatoren derart angepaßt, daß die Durchbruchsspannung der Kondensatoren auch im Gebiet der Zeiten von Gewitter Überspannungen etwa in dem gleichen Verhältnis über der Durchbruchsspannung der Fahrdrahtisolatoren liegt, wie in dem Gebiet länger dauernder Überspannungen. Auf der Zeichnung ist eine derartige Charakteristik einer Anordnung von Störschutzkondensatoren durch die Kurve c angedeutet. Bei einer derartigen Anordnung treten alle Überschläge an den Fahrdrahtisolatoren auf, so daß die Störschutzkondensatoren mit Sicherheit gegen Beschädigung· geschützt sind. Die notwendige Höhe des Entladeverzuges im Bereich der Dauer von Gewitterüberspannungsstößen, die etwa in der Größenordnung von 1 Mikrosekunde liegen, läßt sich durch zweckentsprechende Bemessung des aus einem flüssigen oder halbflüssigen Isoliermittel bestehenden Dielektrikums der Kondensatoren erzielen. Die Störschutzkondensatoren können beispielsweise aus Wickelelementen bestehen, die mit einem halbflüssigen Isoliermittel versehen sind. "
Die Erfindung kann naturgemäß auch bei Bahnen Anwendung finden, deren Stromzuführung durch Schienen erfolgt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Schutz der an elektrischen Bahnleitungen, insbesondere bei Straßenbahnen, zur Vermeidung von Rundfunkstörungen zwischen Fahrdraht und Schiene geschalteten Störschutzkondensatoren gegen Überspannungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Charakteristik des Entladeverzuges der Störschutzkondensatoren durch Benutzung eines flüssigen oder halbflüssigen Dielektrikums derjenigen der Fahrdrahtisolatoren derart angepaßt ist, daß die Durchbruchsspannung der Kondensatoren auch im Gebiet der Zeiten von Gewitterüberspairnungen etwa in dem gleichen Verhältnis über der Durchbruchsspannung der Fahrdrahtisolatoren liegt wie in dem Gebiet länger dauernder Überspannungen.
    *) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
    Dr.-Ing. Reinhold Rüdenberg in Berlin-Grunewald. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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