DE65530C - Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger verschieden gemusterter Platten aus Cement, Thon u. dergl - Google Patents

Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger verschieden gemusterter Platten aus Cement, Thon u. dergl

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DE65530C
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Germany
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cement
clay
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DENDAT65530D
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Firma C. LÜCKE in Eilenburg, Prov. Sachsen
Publication of DE65530C publication Critical patent/DE65530C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B1/00Producing shaped prefabricated articles from the material
    • B28B1/008Producing shaped prefabricated articles from the material made from two or more materials having different characteristics or properties

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Finishing Walls (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Thon u. dergl.
Die bisher bekannten Schablonirungsverfahren hatten entweder den Mangel, dafs die Farben nur ganz schwach aufgetragen werden konnten, oder dafs sie sich in mehrfarbigen Mustern nicht scharf genug von einander schieden.
Beiden Uebelständen soll durch vorliegendes Verfahren abgeholfen werden.
In der beiliegenden Zeichnung bezeichnet:
Fig. ι die Oberfläche einer mehrfarbig (hier beispielsweise dreifarbig) gemusterten Cementplatte,
Fig. 2 die obere Fläche der Schablone, wobei m, η und 0 die auf der Grundplatte g (s. Fig. 4) aufgenieteten starken Oberstücke, κ1 und o1 dagegen die aus schwachem Blech angefertigte eigentliche, zur Aufnahme der Farben bestimmte und auf- und abwärts verschiebbare Schablone darstellen,
Fig. 3 die angedeutete, eigentliche verschiebbare Füllschablone mit den am Fufse derselben befindlichen Zapfen %, welche letzteren durch die Grundplatte g hindurchgehen und unten an der gemeinschaftlichen Unterplatte u befestigt sind (s. Fig. 4),
Fig. 4 den Querschnitt der ganzen Schablone,
Fig. 5 den Querschnitt der in der Form k auf einen Holzklotz h gelegten Schablone, wobei die Unterplatte u. bis dicht an die Grundplatte g hinaufgeschoben ist, dementsprechend also die verschiebbare Füllschablone n1 und o1 jetzt über die Oberstücke m, η und 0 hinausragt,
Fig. 6 ein Deckblech zum Verdecken der durch die Oberstücke η gebildeten Felder,
Fig. 7 den Querschnitt der mit Material gefüllten Form k, wobei' die Schablone am Grunde der Form liegt,
Fig. 8 die umgekehrte Form k, wobei die Schablone oben auf dem eingefüllten Material liegt,
Fig. 9 die Form k, wie in Fig. 8, aber mit emporgehobener Unterplatte u.
Es soll eine Cementplatte nach dem Muster Fig. ι hergestellt werden, wobei das durch m, Fig. 2, angedeutete Feld gelb, die kleinen, durch η angedeuteten Felder roth und das durch ο angedeutete Feld schwarz gefärbt werden sollen.
Auf eine schwache Grundplatte g werden die das Muster bildenden Oberstücke m (1 Stück), η (8 Stück) und 0 (1 Stück) in einer die gewünschte Farbfüllung um etwas übersteigenden Stärke aufgenietet; die Gröfse dieser Oberstücke W, η und 0 ist derartig, dafs zwischen denselben eine ganz schwache Fuge bleibt (s. Fig. 2).
Es werden nun aus Messingblech, welches noch etwas schwächer als die Fuge sein mufs, acht aufrechtstehende Figuren n1 in der Gestalt der Stücke η und eine aufrecht stehende Figur o1 in der Gestalt des Stückes 0 gebildet, und zwar mit solcher inneren Weite, dafs sie die Stücke η und ο gerade umschliefsen. Diese Messingblechfiguren, welche in der Hauptsache genau dieselbe Höhe erhalten, als die Oberstücke m, η und 0 stark sind, haben nach unten längere Zapfen ^, ungefähr an den in Fig. 3 markirten Stellen. Gerade an diesen
Stellen ist die schwache Grundplatte g durchbrochen, so dafs also, wenn man die kleinen Messingblechfiguren nx und o1 in die Hauptschablone (Fig. 2) einsetzt, die genannten Zapfen durch die durchbrochenen Stellen der Grundplatte g hindurchgehen. Sämmtliche unter der Grundplatte g herausgehenden Zapfen \ sind, wie in Fig. 4 dargestellt, unter der Grundplatte g auf einer gemeinschaftlichen Unterplatte u angelöthet. Die Zapfen \ hängen so weit unter der Grundplatte g heraus, als die Farbfüllung stark werden soll.
Vorstehend beschriebener Apparat wird nun (Fig. 5) innerhalb der Form k auf einen Holzklotz h gelegt. Die Folge hiervon ist, dafs die Unterplatte u sich dicht an die Grundplatte g legt, damit werden also auch die mit der . Unterplatte u durch die Zapfen \ verbundenen Figuren n[ und o1 in die Höhe geschoben und ragen letztere jetzt in der gewünschten Höhe über die Oberstücke m, η und 0 hinaus.
Hierauf legt man auf die Oberkanten der kleinen Messingblechfiguren ηl ein entsprechend ausgeschnittenes, gewissermassen aus acht durch schmale Stege mit einander verbundenen Stücken bestehendes Deckblech (s. Fig. 6), wodurch die Felder η (s. Fig. 2) überdeckt werden, und auf die kleine Messingfigur o1 ein rundes Deckblech, -wodurch der Raum 0 überdeckt wird, derart, dafs diese Deckbleche etwas über die Kanten der Figuren n1 und ol hinausragen. Darauf bringt man durch Sieben oder einfaches Einschütten in den freiliegenden Raum gelbes Farbmaterial, womit der ganze über dem Oberstück Hi, Fig. 2, liegende Raum gefüllt wird.
Nach Abheben des kleinen, runden Deckbleches wird der innerhalb der Figur o1 liegende, durch das Oberstück o, Fig. 2, bezeichnete Raum mit schwarzer Farbe gefüllt.
• Schliefslich hebt man das Deckblech (Fig. 6) ab und legt statt dessen ein entsprechend ausgeschnittenes Deckblech, welches die Felder m und ο überdeckt, auf, worauf die durch die Oberstücken bezeichneten, durch die Figuren n1 umschlossenen Felder mit rother Farbe gefüllt werden.
Die auf die Deckbleche gefallenen Farben werden wieder auf die betreffenden Farbehaufen zurückgeschüttet.
Man könnte auch statt des Deckbleches (Fig. 6) einzelne, die Felder η abdeckende Deckbleche anwenden und durch Abheben derselben in entsprechender Folge vier Felder η noch mit einer anderen Farbe füllen. Ueberhaupt ist nach diesem Verfahren jedes beliebig vielfarbige Muster unter Anwendung weiterer entsprechend gestalteter Deckbleche auszuführen.
Es liegen jetzt sämmtliche Farben in den Feldern, wie in Fig. 1 verlangt.
Die Form k wird nun emporgehoben, die Schablone damit also an den Fufs der ersteren gebracht, und man füllt nun die Form mit dem eigentlichen Rauhmaterial, aus welchem die Platte bestehen soll. Darauf wendet man, nachdem oben zum Festhalten des Materials eine schwache Blechplatte aufgelegt ist, die Form um, so dafs die Schablone nach oben kommt (Fig. 8).
Es tritt nun die, vorliegendes Verfahren hauptsächlich charakterisirende Thätigkeit ein. Man hebt nämlich jetzt zunächst die Unterplatte u in die Höhe (Fig. 9), hierdurch treten auch die Figuren n1 und o1 aus den Farben •heraus, bis die Oberkanten der Figuren n1 und o1 mit der Oberfläche der Oberstücke m, η und ο in einer Ebene liegen. Letztere Oberstücke verhindern das Mitemporgehen der Farben.
Man nimmt nun die ganze Schablone aus der Form k heraus, und es tritt nun die dreifarbig gemusterte Bildfläche dem Auge entgegen, wie in Fig. 1 angedeutet.
Man deckt dann auf diese Bildfläche eine glatte oder eine irgendwie geriefte Polirplatte, je nachdem es verlangt wird, und führt nun auf üblichem Wege die Pressung des in der Form enthaltenen Materials aus.
Die durch dieses Verfahren erzielten Vortheile sind: ganz beliebige Farbenstärke, absolut scharfkantige Scheidung der verschiedenen Farben von einander und Vermeidung unnöthiger Farbevergeudung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren, mittelst Füllschablonen, die in nach dem verlangten Muster durchbrochenen Platten durch Auf- und Abwärtsschieben heraustreten und dann versenkt werden, mehrfarbige, verschieden gemusterte Platten aus Cement, Thon oder dergleichen zu erzeugen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT65530D Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger verschieden gemusterter Platten aus Cement, Thon u. dergl Expired - Lifetime DE65530C (de)

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