DE655136C - Hochverdichteter Anfeuerungs-, UEbertragungs- oder Leuchtspursatz fuer Leuchtspurgeschosse - Google Patents

Hochverdichteter Anfeuerungs-, UEbertragungs- oder Leuchtspursatz fuer Leuchtspurgeschosse

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DE655136C
DE655136C DEP68286D DEP0068286D DE655136C DE 655136 C DE655136 C DE 655136C DE P68286 D DEP68286 D DE P68286D DE P0068286 D DEP0068286 D DE P0068286D DE 655136 C DE655136 C DE 655136C
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DEP68286D
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Leo Bohner
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PATRONEN ZUENDHUETCHEN und MET
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06CDETONATING OR PRIMING DEVICES; FUSES; CHEMICAL LIGHTERS; PYROPHORIC COMPOSITIONS
    • C06C15/00Pyrophoric compositions; Flints

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Dental Preparations (AREA)

Description

  • Hochverdichteter Anfeuerungs-, Übertragungs- oder Leuchtspursatz für Leuchtspurgeschosse Die Erfindung bezieht sich auf hochgeprellte Sätze, die als Anfeuerungs-, über-oder Leuchtspursätze für Leuchtshurgescliosse jeden 1talibers .oder ähnliche Zwecke Anwendung finden. Gegenüber den bekannten Sätzen dieser Art haben sie den Vorzug, höchste Zündempfindlichkeit zu besitzen, das Mündungsfeuer vollständig zu dämpfen, die Verbrennungsgeschwindigkeit in weiten Grenzen veränderlich zu gestalten, ein Verschlacken oder Spucken zti vermeiden und einen ruhigen Brand ermöglichen zu lassen. Besonders vorteilhaft wirkt sich die Erfindung in der Anwendung auf die sog. Anfeuerung undÜbertragung dereigentlichen Leuchtspursätze für Leuchtspurlnunltlon jeden Kalibers aus.
  • Die für Anfeuerungs-, Übertragungs- oder Leuchtspursätze bisher verwendeten 21lischungeir aus Magnesium, schellackartig' n Stoffen und Sauerstoff abgebenden bzw flammenfärbenden Körpern, wie Nitraten, Superoxvden oller Carbonaten des Bariums, Strontitinis oder \ atriums, haben durchweg den Nachteil, daß sie im hochgepreßten Zustand zum Teil flicht genügend zi.indenipfindlich sind und daß sie selbst bei harmonisch abgestimmter Zusannnensetzung der Anteile zu starke Verschlackung ain Hülsenmund der Leucht:purkapsel oder sonst an der Alldes Geschosses zeigen, wodurch (las Auftreten von sog. Teil- oder Vollplatzern, abirrenden Geschossen oder Kurzbrennern gegeben ist. Zum anderen haben aber die mit obigen Mischungen Hergestellteii Anfeuerungs-, Übertragungs- und eigentlichen Leuchtspursätze die Nachteile, dal3 sie, einmal zum Brennen gebracht, infolge ihrer großen Reaktionsfähigkeit zu schnell brennen und dabei einerseits nur kurze Reichweiten der Leuchtspur erzielen lassen, und andererseits ein urierträgliches Mündungsfeuer ergeben, das dein Schützen gegenüber Blendwirkung besitzt und dessen Feuerstellung zu erkennen gibt.
  • Es ist bekannt, daß besonders für Leuchtspuranfeuerungssätze der Zusatz einiger Prozente Bariunisuperoxyd oder LN.ccopodiuni vorgeschlagen wurde. Der Zusatz von Bariunisuperoxyd bewirkt wohl größere Zündempfindlichkeit, stellt aber durch (las stärkere Auftreten (res Mündungsfeuers und die Verschlackung der Anfeuerungsöffnung des Geschosses und der dabei bedingten geringeren Leuchtfunktion und weniger guten Geschoßtreffgeriauigkeit keine ideale Lösung dar. Der weiter vorgeschlagene Zusatz von 1.vccopodlum zum Zweck der Herabsetzung des Mündungsfeuers und Erhöhung der Leuchtweite ist 'aber bei den anzuwendenden Preßdrücken technisch nicht durchführbar, weil das im L 3,Ccopocliumsamen zu 8601o aufgespeicherte Öl (LVecopodiumölsäure = C"1-1"0.) herausgeprefl t wird, über die Oberfläche der Anfeuerungspille quillt und damit die Ursache für (las Auftreten von Versagern und sonstigen Vorlcominnissen abgeben kann. .
  • Durch die Erfindung werden die genannten -Nachteile dadurch vermieden, daß der Satz einen Zusatz von feiest verteiltem und preßbeständigein Carben (auch Cupren genannt, C.3I-i,0) erhält.
  • Das nach der Erfindung zu verwendende Carben ist ein Produkt der pvrogenen Acetylenkondensation und stellt in gemahlenem Zustand ein braunes, rußähnliches, hoch voluminöses, chemisch indifferentes Pulver von unbegrenzter und sehr guter Lagerbeständigkeit dar. .
  • Das Carben kann sowohl allein als auch in Mischung mit feiest verteiltem Kohlenstoff, beispielsweise Ruß, Graphit o. dgl., verwendet werden. Die günstigste Wirkung ergibt sich für die einzelnen Satzteilpreßlinge der Infanterieleuchtspur, wenn Carben in einer Menge bis zu 120/0 zugesetzt wird,. jedoch sind bei Leuchtspursätzen größerer Kaliber, z. B. von über ß 111111, größere Beigaben zweckmäßig. Durch den Zusatz von Carben wird eine überraschende Erhöhung der Zündempfindlichkeit des Anfeuerungssatzes, eine vollständige Dämpfung des Mündungsfeuers, eine praktische Beseitigung der bisher kaum erträglichen Verschlackung am Hülsenmund der Leuchtspurkapsel, beste Zündübertragungsfähigkeit auf den übertragungssatz und ein ruhiges, gleichmäßiges Ausbrennen der eigentlichen Leuchtspursätze und damit eine erhöhte LeuchtreichNVeite und Geschoßtreffgenauigkeit erzielt.
  • Da das Carben als Kohlenstoffträ ger eine tim etwa 200/0 höhere Verbrennungswärme als gleich feiest verteilter Kohlenstoff: besitzt, so hat seine Verwendung neben den sonst bei Ruß gefundenen Vorzügen den Vorteil, da13. beispielsweise bei eigentlichen Leuchtspursätzen, der sonst unbedingt zur Erzielung genügender Leuchtintensität erforderliche Zusatz an lIagnesium- oder Aluminiummetallpulver um etwa 25 bis 3011/o herabgesetzt werden kann, wodurch wiederum die Verschl-.kkung oder der Rückstand, hervorgerufen durch Metalloxyde, auf ein bisher nicht erreichtes Mindestmaß herabgedrückt wird. Dementsprechend ergibt sich eine erhebliche Erhöhung der Treffgenauigkeit. Ausführungsbeispiele I.
  • Magnesium .............. 1211/11, Bariumnitr at . . . . . . . . . . . . . 6811/0, Schellack ................ 1q.0/ o, Carben ... ; .............. 4°%. 2.
  • Magnesium .............. 1311/11, Bariumnitrat . . . . . . . . . . . . . 68%, Schellack . . . . . . . . . . . . . . . . 15 0/11, Carben .................. 211/0, Ruß ..................... 211/0. 3.
  • Magnesium .............. 21111/0i Bariumnitrat ............. 6110%, Bariumsuperolvd . . . . . . _ . . 50/" Calciumresinat . , 0 Schellack ................ 10%, Carben .................. 211/11.

Claims (2)

  1. PATE\'TANSPRÜC11E:
    1. Hochverdichtete Anfeuerungs-, Übertragungs-oder Leuchtspursätze fürLeuchtspurgeschosse, bestehend aus Magnesium, schellackartigen Stoffen und sauerstoffabgebenden bzw. flainmenfärbenden Stoffen, gekennzeichnet durch einen Zusatz von Carben in feinster Verteilung.
  2. 2. Satz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Carben in Mischung mit feiest verteiltem Kohlenstoff, beispielsweise Ruß, feinstem Graphit verwendet wird.
DEP68286D 1933-10-05 1933-10-05 Hochverdichteter Anfeuerungs-, UEbertragungs- oder Leuchtspursatz fuer Leuchtspurgeschosse Expired DE655136C (de)

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