DE655016C - Elektrischer Tonabnehmer - Google Patents

Elektrischer Tonabnehmer

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DE655016C
DE655016C DE1930655016D DE655016DD DE655016C DE 655016 C DE655016 C DE 655016C DE 1930655016 D DE1930655016 D DE 1930655016D DE 655016D D DE655016D D DE 655016DD DE 655016 C DE655016 C DE 655016C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
    • H04R11/00Transducers of moving-armature or moving-core type
    • H04R11/08Gramophone pick-ups using a stylus; Recorders using a stylus

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Electromagnets (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft elektrische Schalldosen, insbesondere Tonabnehmer für Sprechmaschinen (Phonographen), und bezweckt eine Verbesserung der Tonwiedergabe und eine Schonung der Schallplatten und Nadeln.
Zur Lagerung, Zentrierung und Dämpfung des Ankers von Elektrodosen ist es bisher üblich gewesen, Gummi zu verwenden.
Meistenteils werden Vierpolsysteme verwendet, wobei das untere Ankerende mit Lagerzapfen versehen wird. Diese Lagerzapfen sind in Gummi eingehüllt. Die zwei unteren Polschuhe sind als Lagerböcke ausgebildet.
Zur Zentrierung und Dämpfung des Ankers wird bei allen handelsüblichen Tonabnehmern ebenfalls Gummi verwendet. Zu diesem Zweck werden Gummipolster an den zwei oberen Polschuhteilen befestigt, so daß das obere Ankerende dazwischengeklemmt wird. Der so verwendete Gummi verliert aber mit der Zeit seine elastischen Eigenschaften. Hierdurch werden Tonabnehmer sehr oft sogar innerhalb Jahresfrist fast unbrauchbar. Aber auch bestenfalls sind die bisher üblichen Gummipolster sehr ungeeignete Mittel zur Zentrierung und Dämpfung. Sogar im frischen Zustande garantiert niemals der Gummi ein genaues Zentrieren des Ankers, dazu ist er zu ungenau und veränderlich. Aber am allerschlechtesten erfüllt er seine Rolle als Dämpfungsmasse. Um die sehr starke Resonanzneigung des Ankers zu unterdrücken, müssen die Gummipolster straff eingestellt werden. Die Ankerresonanz tritt gewöhnlich zwischen 2000 und 4000 Hertz auf. Ohne Dämpfung können die bei Resonanz erzeugten Spannungen sogar das Zehnfache der Spannungen im übrigen Frequenzbereich erreichen. Um derartige Resonanzspitzen zu unterdrücken, müssen die seitlichen Gummipolster so stark gegen den Anker drücken, daß letzterer für die tiefsten Plattenfrequenzen fast unbeweglich wird. Es werden also nicht nur die unerwünschten Resonanzfrequenzen unterdrückt, sondern auch die sehr erwünschten tiefen Töne. Überdies werden die Schallplatten durch die Unbeweglichkeit des Ankersystems stark beschädigt. Bei größeren Rillenausschlägen wird die Schallaufzeichnung geradezu weggehobelt. Ein normaler Tonabnehmer, dessen Dämpfungspolster auf vollständige Unterdrückung der Resonanzspitze eingestellt sind, verlangt einen Druck von etwa 150 g an der Nadelspitze, um eine Bewegung von 0,06 mm zu verursachen. Dies entspricht dem maximalen Rillenausschlag. Da aber mit Rücksicht auf die Platte die ganze Dose nicht mehr als 150 g wiegen darf, so ist es selbstverständlich, daß bei starken Rillenausschlägen der ganze Dosenkörper mitbewegt wird. So entstehen erhebliche Verzerrungen durch Obertonbildung, die tiefen Grundtöne werden überhaupt kaum als solche wiedergegeben. In der Praxis begnügt man sich damit, die
Resonanzspitze nur teilweise zu unterdrücken, um allzu starke Plattenbeschädigungen und Tonverzerrungen zu vermeiden. Die verbleibende Resonanzspitze macht sich aber unangenehm bemerkbar, vor allem durch eja€" starke Akzentuierung der Kratzgeräusche; die in der Hauptsache gerade im gewöhnliche1!! Resonanzbereich liegen. Die bisherige Praxis in der Konstruktion von Tonabnehmern stellt also einen Kompromiß zwischen zwei Übeln dar.
Durch vorliegende Erfindung wird grundsätzliche Abhilfe geschaffen. Sie gestattet Tonabnehmer zu bauen, deren Ankersysteme ig ganz leicht beweglich sind und die trotzdem keine unangenehmen Resonanzerscheinungen aufweisen. .Die Beweglichkeit oder Härte des Ankersystems wird mit H bezeichnet. Dies bedeutet den Druck in Gramm, der notwendig ist, um die Nadelspitze um 0,06 mm zu bewegen. Bisher hat man in der Praxis die Dämpfung so weit herabgemindert, daß H etwa den Wert 8o erreichte; darüber hinaus ist die Resonanzwirkung viel zu stark. Vorliegende Erfindung gestattet es sogar, auf H=io herunterzugehen. Hierbei wird die Wiedergabequalität sehr stark verbessert, und die Schallplatten werden weitgehend geschont. Im übrigen weist die Erfindung eine verbesserte, vereinfachte und verbilligte Ankerkonstruktion auf.
Die Erfindung zeigt einen Anker, der es ermöglicht, den Resonanzpunkt auf 7000 bis 10000 Hertz hinauszuschieben, also außerhalb des effektiven Frequenzbereichs der Schallplatte.
Durch die Erfindung ergibt sich eine besonders vorteilhafte, einfache und billige Ankerkonstruktion. Diese besteht aus zwei aufeinanderliegenden und miteinander verbundenen Eisenblechstücken, die zwischen sich eine Aussparung aufweisen, die zur Aufnahme der Nadel dient, und mit rechtwinklig abgebogenen Fortsätzen versehen sind, die zur Lagerung und gleichzeitig zur Befestigung und Zentrierung des Ankers dienen. Der Drehpunkt liegt im Fußwinkel. Diese Art der Lagerung ergibt eine mehr als ausreichende elastische Kraft, auch wenn das Material aus dem weichsten Eisen besteht. Dies kommt daher, daß die Bewegung, die im Drehpunkt stattfindet, ganz minimal ist, auch bei maximalen Ankerbewegungen. Diese Bauart erlaubt auf einfachste Weise außer·· ordentliche leichte Anker zu fabrizieren. Der Anker besteht einzig und allein aus zwei ganz einfachen Stanz- und Ziehstücken, die durch Punktschweißen miteinander verbunden werden können. Die Nadelaussparung wird einfach dadurch gewonnen, daß die Blechstücke je eine Furche erhalten. Diese Furchen können ohne weiteres so geformt werden, daß die richtige Öffnung zur Festhaltung der Nadel ohne Schraube sich ergibt. Gleichzeitig verleihen die Furchen dem Anker eine gewisse ^innere Steifigkeit.
■ '. Die Nadel wird quer in den Anker hinein-" gelegt. Bekanntlich muß die Nadel schräg zur Platte in einem Winkel von etwa 550 stehen. Bisher wurde die ganze Dose oder zumindest der ganze Anker in einem Solchen Winkel zur Platte gestellt. Der ganze Dosenbau wird aber wesentlich vereinfacht, wenn die Baulinien parallel zur Platte verlaufen. Dies wird noch an Hand der Zeichnungen klargemacht. Übrigens wird die Nadelschwungmasse durch die Schrägstellung der Nadel zur Drehachse verkleinert. Auch gestattet die Schrägstellung der Nadel die zu ihrer Festhaltung erforderliche Lochlänge bei So' minimaler Ankerlänge. Es ist vorteilhaft, der Hülsenöfrnung einen etwa ovalen Querschnitt zu geben, wobei die beiderseitigen Verjüngungen des Querschnitts so zu bemessen sind, daß kleinere sowie größere Schallplattennadeln darin eingekeilt werden. Die Klemmwirkung entsteht dadurch, daß die schräg zur Sehallplatte aufliegende Nadel durch den Druck des Dosenkörpers in eine Querlage gezwungen wird, wo sie durch go Ecken festgehalten wird. Diese Methode der Nadelfesthaltung ist an und für sich bekannt. Sie ist jedoch nur bei ganz niedrigen Härtegraden anwendbar. Bei einem derart weichen Ankersystem, wie es vorliegende Erfindung ermöglicht, ist die Methode völlig unbedenklich. Bei keiner Frequenz läßt sich irgendwelche Lockerung der Nadel feststellen. Es muß verhindert werden, daß die Nadel herausfällt, währenddem die Dose auf die Schallplatte heruntergelassen wird. Dies wird dadurch verhindert, daß die Ankerhülse durch dünne Brücken mit den unteren Polschuhen verbunden wird.
Die obenerwähnten dünnen Brücken, die ioj den Anker mit den Polschuhen verbinden, dienen zur Lagerung und zur Zentrierung des Ankers. Diese Brücken ergeben eine leicht federnde Aufhängung des Ankers, die jede Seitenbewegung im Drehpunkte ausschließt, was von außerordentlicher Wichtigkeit ist. Die bisher übliche Art, den Anker mittels Zapfen in Gummihülsen zu lagern, läßt nämlich seitliche Bewegungen am Drehpunkte zu, was stets eine unangenehme zusätzliche Reso- u5 nanz im unteren Frequenzbereich zur Folge hat. Es ist allerdings bekannt, Anker am oberen Ende federnd aufzuhängen. Bei solcher Konstruktion liegt der Drehpunkt am oberen Ankerende, anstatt mitten im Anker. Diese Bauart hat jedoch den schwerwiegenden Nachteil, daß die Schwungmasse stark ver-
größert wird. Sie ist keinesfalls verwendbar, wo es sich darum handelt, den Resonanzpunkt möglichst weit nach oben zu verlegen. Hier gilt es, den Drehpunkt möglichst in den Schwerpunkt hineinzulegen. Durch eine neuartige Konstruktion ist es gelungen, die an und für sich sehr vorteilhafte federnde Aufhängung bei Ankern anzuwenden, deren Drehpunkt mitten in der Schwungmasse liegt.
ίο Es ist ferner gelungen, auf weitere Rückstellkräfte (wie Gummipolster) zu verzichten, so daß die Rückstellung des Ankersystems allein durch die federnde Aufhängung bedingt wird. Da nun die Rückstellung und die Zentrierung hauptsächlich ausschließlich durch metallische Federung bedingt werden, so ist eine sehr viel genauere Einstellung möglich als bisher unter Verwendung von Gummipolstern zu erreichen war. Die Dose behält auf fast unbegrenzte Zeit ihre ursprünglichen Eigenschaften. Auch ist es hierdurch möglich, die Luftspalte weitgehend zu verringern, da die Möglichkeit einer genauen und dauernden Einstellung auf Luftspaltmitte gegeben ist. Dies ist für die Erreichung der notwendigen hohen Spannungen sehr wesentlich.
Wie oben erwähnt, wird der ganze Anker nur etwa 6 mm lang gemacht. Hierdurch wird zwar das Übersetzungsverhältnis auf 2:1 herabgesetzt, aber dieser Verlust kann jedoch im vorliegenden Fall dadurch ausgeglichen werden, daß die Luftspalte entsprechend verringert wird. Diese Maßnahme wird nicht nur durch die genaue metallische Lagerung und Zentrierung ermöglicht, sondern auch dadurch, daß die Entfernung zwischen Drehpunkt und oberen Polschuhen auf etwa die Hälfte reduziert wird. Hierdurch werden die magnetischen Anziehungskräfte in ihrem Verhältnis zur Zentrierungskraft um die Hälfte herabgesetzt, so daß die Neigung des Ankers, an den Polschuhen zu kleben, entsprechend vermindert wird. Es ist also im, vorliegenden Falle praktisch möglich, die Spalten von 0,4 auf 0,1 mm herabzusetzen. Hierbei ist das Verhältnis zwischen Ankerbewegung und Spalte immer noch günstig. Bei dem Übersetzungsverhältnis 2 :1 beträgt der maximale Ankerausschlag nur. 0,03 mm, so daß bei einer 0,1 Spalte der Bewegungsraum immer noch dreimal so groß ist als die maximale Bewegung. Bei richtiger Dimensionierung des Ankers kann erfindungsgemäß der Spannungsverlust, der durch Ankerverkürzung entsteht, wiederum durch entsprechende Herabsetzung der Luftspaltverluste völlig ersetzt werden.
Bei einem 5 bis 6 mm langen Anker ist es möglich, die Ankerschwungmasse so niedrig zu halten wie die Schwungmasse des etwa 10 mm langen freien Nadelendes. Hiermit liegt der Drehpunkt im Schwerpunkt des Systems, was den idealen Zustand bedeutet.
Obwohl die Erfindung ein vollständiges Verzichten auf Dämpfungsmittel gestattet, zeigen sich trotzdem neuartige Mittel, die es gestatten, die Resonanzspitze wegzudämpfen, ohne den Härtegrad des Ankersystems wesentlich zu erhöhen. Hierbei wird der Anker nicht, wie bisher, zwischen zwei Gummipolstern geklemmt, sondern die Ankerspitze berührt eine Dämpfungsmasse, die den Härtegrad des Ankersystems kaum erhöht und die trotzdem geeignet ist, die Resonanzneigung vollständig zu unterdrücken. Die neuartige Anordnung gestattet es, andere und beständigere Substanzen zu verwenden als Gummi.
Falls besonders hohe Spannungen verlangt werden oder falls sehr starke oder auf der anderen Seite sehr schwache Magnete verwendet werden sollen (im letzteren Fall unter Beibehaltung größerer Spannungen) ist es möglich, daß man sich dazu gezwungen sieht, auf einen ganz hohen Resonanzpunkt zu verziehten. Kommt der Resonanzpunkt in die Gegend von 5000 Hertz herunter, so macht sich ein Rauschen bemerkbar. Kommt dieser Punkt in das Bereich der musikalischen Töne (unter 4200 Hertz) hinein, so entstehen unangenehme Tonverzerrungen. Um diesem Eventualfälle zu begegnen, sieht die vorliegende Erfindung Dämpfungsmittel vor, die es gestatten, ohne den Härtegrad wesentlich zu erhöhen, die Resonanzspitze wegzudämpfen. Es sind bisher zwei verschiedene Qämpfungsarten für Tonabnehmer bekannt, Gummipolster und Öldämpfung. öldämpfung wird bei den handelsüblichen Schalldosen nicht verwendet, da die dazu notwendige Bauart zu teuer ist und da es bisher nicht gelungen ist, große Spannungen von solchen Dosen zu erlangen. Jeder im Handel erhältliche Tonabnehmer enthält zur Ankerdämpfung Gummipolster. Es ist bisher bekannt, nur durch Kompression die Polster zu beanspruchen. Solche Polster werden in den verschiedenen Dosen auf die verschiedenste Weise angebracht, aber stets ist die Wirkung eine solche, daß der Anker in seinen Schwingungen den Gummi zusammenpreßt. Um nun die Resonanzspitze zu beseitigen, müssen die Polster dermaßen stark gegen den Anker drücken, daß das Ankersystem für die tiefen Frequenzen praktisch unbeweglich wird. In anderen Worten, zielt man nach den hohen Resonanzfrequenzen, trifft aber gleichzeitig und in sehr unerwünschter Weise die tiefen Töne. Nach vorliegender Erfindung wird das Polster nicht zusammengepreßt, sondern seitlich bewegt. Vorzugsweise wird ein einziges Polsterkissen verwendet, das mit einer Hautschicht oder
mit einem Bezug aus nachgiebigem Stoff versehen ist. Das obere Ankerende wird leicht zugespitzt. Die Ankerspitze berührt das Polsterkissen. Nun breiten sich die Schwingungen vom Anker in der Dämpfungsmasse aus. Obwohl der Anker ganz weich am Kissen liegt, werden bei richtiger Anordnung die hohen Resonanzfrequenzen in wirksamster Weise gedämpft. Diese relativ hochfrequenten Schwingungen breiten sich vermutlich wellenartig in der weichen Dämpfungsmasse aus, wobei hohe Wärmeverluste entstehen, die eine sehr wirksame Dämpfung verursachen. Den sehr tiefliegenden Frequenzen bietet dagegen die weiche Masse fast gar keinen Widerstand. Die vorliegendeErfindung bietet also eine Art selektive Dämpfung. Die erwähnte Hautschicht dient dazu, den Anker mit der Dämpfungsmasse besser zu kuppeln. Jedenfalls ist es vorteilhaft, unter Verwendung von ganz weichen Massen einen Überzug anzuwenden. Dieser kann aus einer Hautschicht bestehen, die durch Bestreichen mit geeigneten Lösungen gewonnen wird, oder das Kissen kann mit einem Überzug aus beispielsweise ölseide oder Handschuhleder versehen werden. Man kann aber auch weiches Leder ohne Unterlage verwenden. Auch ölseide in mehreren losen Schichten läßt sich verwenden. Die Kupplung mit sehr weichen Massen kann auch dadurch erreicht werden, daß der Anker mit einer breiteren Berührungsfläche versehen wird. Da aber die Ankermasse möglichst niedrig gehalten werden soll, so empfiehlt es sich, in solchem Falle ein Plättchen aus Zelluloid oder Aluminiumanzubringen. Im Rahmen der Erfindung sind auch viele andere Anordnungen und Substanzen anwendbar. Die Erfindung gestattet es, auf Gummi vollkommen zu verzichten. Es empfiehlt sich, das Kissen aus Faktis oder ölgummi zu machen. Es gibt Substanzen, die in der Hauptsache aus getrockneten Pflanzenölen bestehen, die auf viele Jahre, sogar auf Jahrzehnte, haltbar sind und die zu dem Zweck viel geeigneter sind als die unbeständigen Paragummimischungen. Solche elastischen Substanzen sind unter verschiedenen Namen im Handel, darunter weiche, die nachweisbar ihre Eigenschaften bis zu 20 Jahren beibehalten. Es ist im Rahmen der Erfindung selbstverständlich nicht notwendig, daß gerade das obere Ankerende oder gar die Ankerspitze das Dämpfungspolster berühre. Das Polster kann andere Teile des Ankersystems dämpfend berühren. Zum Beispiel kann die Dämpfung auch in der Spule untergebracht werden, so daß sie mit der Ankerkante in Kontakt steht. Die Erfindung unterscheidet sich prinzipiell vom bisher Bekannten dadurch, daß der Anker sich parallel zur Dämpfungsfläche bewegt, anstatt senkrecht wie bisher, wobei vorzugsweise andere Substanzen als Gummi für die Dämpfungsmasse zu verwenden sind. Auch sind vorzugsweise die Zentrierungskräfte, die gleichzeitig dem ' Schwingungssystem die erwünschte Versteifung verleihen, durch andere Mittel zu bewirken als durch die Dämpfungsmasse.
Die Abbildungen zeigen die Erfindung in verschiedenen Ausführungsformen. Es werden aber durchweg für gleichartige Teile die gleichen Zahlen verwendet. Abb. 1 bis 5 zeigen eine Ausführungsform mit Dämpfungspolster mit verschiedenen Ansichten des Blech- ankers. Abb. 6 bis 9 zeigen eine Ausführungsform mit so weit verkleinertem Anker, daß das Dämpfungspolster weggelassen werden kann. Abb. 10 zeigt eine Ausführungsform mit Anker minimaler Dimensionen. Abb. 11 zeigt ein aus Schichten bestehendes Dämpfungspolster. In allen Abbildungen bezeichnet ι den Magnet, 2 obere Polschuhe, 4 untere Polschuhe, 5 Anker, 6 Nadel, 7 Spule, 8 Dämpfungsmasse, 9 oberer Gehäuseteil, 10 unterer Gehäuseteil und 11 Befestigungsschrauben.
Laut Abb. 1 bis 5. besteht der Anker erfindungsgemäß aus zwei rechtwinklig gebogenen und miteinander verbundenen Eisenblechstükken von etwa 0,2 mm Stärke. In die Blechstücke werden Furchen gezogen, die die ovale Nadelöffnung 5° ergeben. Diese Öffnung verläuft schräg zu den Ankerfüßen, so daß hierdurch der richtige Nadelwinkel sich ergibt, ohne Schrägstellung des Ankers zur Platte. Das untere Ankerende ist mit den Ohren S* versehen, um die Einführung der Nadel zu erleichtern. An der Linie 5d, wo die zwei Blechteile zusammenlaufen, liegt die Drehachse. Der ringförmige Schlitz 5C trennt den verstärkten Teil des Ankers von den Füßen. Die Löcher 5f dienen zum Durchlaß der Befestigungsschrauben.
Die Ankerfüße werden zwischen dem Gehäuseteil 10 und den unteren Polschuhen 4 befestigt. Das obere Ankerende wird leicht gegen das Dämpfungspolster 8 gedrückt. Dieses Polster sitzt in einer Vertiefung 911 im oberen Gehäuseteil 9 und besteht Vorzugs- \veise aus sehr weichem und elastischem Faktis oder Ölgummi. Diese Masse ist mit einer Hautschicht 8a aus ölseide oder ähnlichem Stoffe überzogen. Die Schrauben 11, 12 und 13 halten Gehäuseteile, Magnet, Polschuhe und Anker zusammen. Die Anordnung ist aus den Abb. 1 und 2 klar ersichtlich, wobei Abb. 1 einen Längsschnitt und Abb. 2 eine Ansicht von oben ohne Gehäuse darstellen.
In den Abb. 6 bis 9 wird eine Dose mit verkleinertem Anker dargestellt. Bei der an-
gedeuteten Dimensionierung wird die Dämpfungsmasse überflüssig. Der durch Ankerverkürzung entstehende Spannungsverlust wird erfindungsgemäß durch Luftspaltverkleinerung ausgeglichen. Dies wird ermöglicht, erstens durch Fortfall der hemmenden Dämpfungsmasse, zweitens durch Verwendung einer genau bestimmbaren metallischen Federkraft zur Zentrierung, drittens durch
ίο die mit der Verkürzung verbundenen Reduzierung der Entfernung zwischen Federlagerung und Polschuhen und viertens durch eine Gesamtanordnung, die eine sehr genaue Ankereinstellung gestattet und gewährleistet.
Eine Anordnung, die eine präzise Einstellung bei ganz geringen Luftspalten erlaubt, wird in den Abbildungen gezeigt. Abb. 6 ist ein Längsschnitt, Abb. 7 eine Ansicht von oben, Abb. 8 eine Vorderansicht ohne Spule und Grundplatte und Abb. 9 eine Ansicht von unten ohne Grundplatte.
Wie aus Abb. 9 ersichtlich, bestehen die unteren Polschuhe aus einem einzigen Stanzteil in Hufeisenformat, dem Magnete entsprechend. Die Füße des Ankers 5 werden an diesen Teil durch Löten, Schweißen oder Nieten befestigt. Die oberen Polschuhe 2 werden mit dem Magnet fest verbunden. Sie werden erst genau eingestellt und dann mittels Schrauben 11 festgeschraubt. Polschuhteil 4 und Magnet 1 werden über die Schraube 15 gesetzt. Diese Schraube dient bei der Einstellung gewissermaßen als Lagerpunkt. Es ist nun sehr leicht, die Teile 4 und 1 so im Verhältnis zueinander einzustellen, daß der Anker genau auf Luftspaltmitte kommt. Die Teile werden durch die Schrauben 12 und 15 miteinander fest verbunden.
Die Abb. 10 zeigt eine Dose mit Anker minimaler Dimensionen, wobei der Drehpunkt mit dem Schwerpunkt der Schwungmasse etwa zusammenfällt. Die oberen Polschuhe 2 reichen bis über das obere Nadelende hinunter. Sie erhalten daher die Furche 2a, die der Ankerform genau angepaßt wird. Die Drehachse des Ankers liegt in der Linie ζα-Bei dieser Anordnung und Dimensionierung kann der Resonanzpunkt bis über 8000 Hertz hinaus verschoben werden, wobei jegliche bemerkbare Resonanzerscheinung von der Tonwiedergabe fortfällt.
. Abb. 11 zeigt eine aus Schichten bestehende Dämpfungsmasse. Die Schichten 8 werden am Träger 16 montiert und vom Anker 5 berührt. Nach der Erfindung eignen sich zur Dämpfung fast alle nachgiebigen Stoffe, die von dichter Struktur sind, z. B. weiches Leder, Ölseide, Gummituch, Kunstleder usw. Auch genügt unter Umständen eine einzige Schicht, z. B. aus Handschuhleder.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Elektrischer Tonabnehmer, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker aus zwei miteinander verbundenen Blechteilen besteht, die so geformt sind, daß sie zwischen sich einen Hohlraum zur Aufnahme der Nadel bilden, und die mit rechtwinklig abgebogenen Fortsätzen versehen sind, die zur Lagerung des Ankers dienen.
2. Elektrischer Tonabnehmer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstell- und Zentrierungskraft durch die metallische Federung des Ankers, insbesondere in den Scheitelpunkten der rechtwinklig gebogenen Blechteile, hervorgerufen wird.
3. Elektrischer Tonabnehmer nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung einer Dämpfung zusätzlich zu der Ausnutzung der Elastizität des Ankermaterials die Oberflächenspannung eines elastischen Mittels benutzt wird.
4. Elektrischer Tonabnehmer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker an seinem oberen Ende leicht zugespitzt ist und die Oberfläche aus einer elastischen Masse, beispielsweise Faktis oder Ölgummi, die vorzugsweise aus meh- go reren Schichten besteht und vorzugsweise mit einer Hautschicht versehen ist, berührt, so daß sich die Ankerspitze nahezu parallel dieser Oberfläche bewegt. "
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930655016D 1930-06-29 1930-06-29 Elektrischer Tonabnehmer Expired DE655016C (de)

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